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Schüttgutverpackung

Die Schüttgutverpackung findet ihre Anwendung in zahlreichen B2B-Bereichen und spielt eine bedeutende Rolle in der Verpackungsbranche. Besonders im Kontext der Wellpappe-Verpackungen bietet sie eine effiziente und kostengünstige Lösung für den Schutz und Transport verschiedenster Materialien. Sie dient der sicheren, planbaren und wirtschaftlichen Handhabung von losen Gütern – von Pulvern über Granulate bis hin zu körnigen oder faserigen Materialien – und unterstützt standardisierte Logistikprozesse entlang der gesamten Lieferkette.

Im Umfeld industrieller Lieferketten grenzt sich die Schüttgutverpackung klar von Stückgutverpackungen ab: Sie ermöglicht definierte Materialflüsse, ist an Förder- und Abfülltechnik adaptierbar und lässt sich auf gängige Palettenformate abstimmen. In Abgrenzung zu Sackware oder Big Bags punkten großvolumige Wellpappbehälter mit formstabilen Wänden, gutem Stapelverhalten und einer hohen Kompatibilität zu automatisierten Lager- und Fördersystemen.

Definition: Was versteht man unter Schüttgutverpackung?

In der Fachsprache bezeichnet die Schüttgutverpackung eine spezielle Verpackungsart, die darauf ausgerichtet ist, Schüttgüter sicher und effizient zu lagern und zu transportieren. Ob in der Industrie, in der Landwirtschaft oder im Baugewerbe, Schüttgutverpackungen kommen in verschiedensten Bereichen zum Einsatz. Sie sind das Mittel der Wahl, wenn es darum geht, schüttfähige Güter zu schützen und dabei gleichzeitig eine einfache Handhabung zu gewährleisten.

Typische Ausprägungen sind großvolumige Behälter aus mehrwelliger Wellpappe (z. B. oktagonale oder zylindrische Bauformen), stabile Faltkonstruktionen mit Boden- und Deckellösungen, sowie Kombinationen aus Umverpackung und innenliegendem Inliner (z. B. Folien- oder Papierinlay) zur Barrierebildung. Je nach Anforderung werden Verstärkungen, Umreifungszonen und definierte Entleeröffnungen vorgesehen, um Fließeigenschaften und Staubverhalten zu berücksichtigen.

Bauformen und Konstruktionsprinzipien

  • Oktabin (achtkantige Schwerwellpappe für Granulate und Pellets)
  • Rund- oder Ringverpackung mit Boden-Tray und Deckel für hohes Volumen
  • Vierkant-Großbehälter mit Einsteckboden und optionaler Perforation als Aufreißhilfe
  • Innenausstattung: Inliner, Staubmanschetten, Auslaufstutzen, Siegel- oder Kordelverschlüsse
  • Falthülse mit Stülpdeckel (Teleskoplösung) zur variablen Füllhöhe und zur Anpassung an unterschiedliche Chargenvolumina
  • Verstärkte Palettenkragen aus Schwerwellpappe als modularer Schüttgutbehälter mit anpassbarer Aufbauhöhe
  • Zusatzfunktionen wie Entstaubungs- und Entlüftungsanschlüsse zur kontrollierten Befüllung staubender Medien

Die Auslegung orientiert sich an Materialeigenschaften wie Schüttdichte, Korngröße, Abrasivität, Hygroskopie und elektrostatischem Verhalten. Daraus ergeben sich Anforderungen an Wandstärken, Wellenprofile (z. B. Doppel- oder Dreifachwelle), Kantenstauchwiderstand und Feuchteresistenz. Ergänzend werden Fließverhalten, Böschungswinkel, Brückenbildung und sogenannte „Rathole“-Effekte betrachtet, um Entleerprozesse ohne Verblockungen zu gewährleisten.

Abgrenzung zu alternativen Schüttgutbehältern

Im Vergleich zu flexiblen Zwischenbehältern (z. B. textilen Großgebinden) und starren Mehrweggebinden aus Kunststoff oder Metall bieten Wellpapp-Schüttgutverpackungen ein gutes Verhältnis von Eigengewicht zu Tragfähigkeit, eine hohe Flächen- und Transporteffizienz im flachliegenden Anlieferzustand und eine sortenreine Trennbarkeit von Mantel und Inliner. Bei Bedarf lassen sich Verstärkungen, Kantenschutzprofile und passgenaue Inlays ergänzen.

Anwendungsbereiche der Schüttgutverpackung

Die Vielzahl der Anwendungsgebiete spricht für die Flexibilität und Effizienz von Schüttgutverpackungen. In der Industrie werden sie z. B. für Schüttgüter wie Sand, Kies oder Zement verwendet. Auch in der Landwirtschaft findet man diese Art der Verpackung wieder. Hier dient sie als Behältnis für Getreide, Saatgut oder Düngemittel. Obwohl die Materialien sehr unterschiedlich sind, ist die Schüttgutverpackung eine beständige Lösung für die Lagerung und den Transport.

  • Kunststoff- und Chemieindustrie: Granulate, Masterbatches, Pulverrohstoffe
  • Lebensmittel: Zucker, Mehl, Grieß, Reis, Kaffee- und Kakaobohnen (mit geeigneten Inlinern)
  • Bau- und Rohstoffsektor: Trockenmörtel, Füllstoffe, Pigmente, Mineralien
  • Landwirtschaft: Futtermittel, Pellets, Schrote, Saatgut
  • Recycling und Sekundärrohstoffe: Mahlgüter, Flakes, Metallgranulate
  • Pharmazeutische Vorstufen und Additive: nicht sterile Pulver in geeigneten Barriere- und ESD-Varianten
  • Energie- und Biomasseanwendungen: Holzpellets, Pflanzenkohle, organische Granulate

Je nach Medium sind unterschiedliche Barrieren, Entleermechaniken und Kennzeichnungen (z. B. Staubklassifizierung) zu berücksichtigen. Für sensible Güter kommen lebensmittelkonforme oder antistatische Ausstattungen in Betracht. Schnittstellen zu Fördertechnik, gravimetrischen und volumetrischen Dosiersystemen sowie zur Absaugung bei staubenden Medien werden bereits im Design berücksichtigt.

Eigenschaften der Schüttgutverpackung

Eine hochwertige Schüttgutverpackung zeichnet sich durch einige entscheidende Attribute aus: Sie ist robust, stapelbar und leicht in der Handhabung. Zudem ist es wichtig, dass sie resistent gegen Feuchtigkeit und Schädlinge ist. Daher besteht sie häufig aus Wellpappe. Diese bietet dank ihrer Wellenstruktur eine hohe Stabilität und Schutz gegen Stöße. Ebenfalls entscheidend ist die Umweltverträglichkeit, denn entsprechende Lösungen sind werkstofflich verwertbar und vollständig recyclingfähig.

Material, Stabilität und Schutzfunktionen

  • Strukturelle Festigkeit: Kantenstauchwiderstand (ECT) und Berstfestigkeit für hohe Stapellasten
  • Feuchtemanagement: Oberflächenvergütung, Inliner oder Verbunde zur Reduktion von Feuchteaufnahme
  • Handhabung: definierte Greifzonen, Gurt-/Umreifungsbereiche, formstabile Kanten für sichere Lastaufnahme
  • Prozesssicherheit: staubarme Entleeröffnungen, auswählbare Auslaufgeometrien, optionale Sicht- oder Lüftungsöffnungen
  • Nachhaltigkeit: werkstoffliche Verwertbarkeit, sortenreine Trennbarkeit von Inlays und Außenmantel
  • Kompatibilität: Auslegung auf gängige Palettenformate, automatisierte Befüll- und Verschließprozesse sowie Fördertechnik

Sicherheit und Kennzeichnung

Je nach Gefahrstoffklassifikation (z. B. staubexplosionsfähige Medien) sind geeignete Warnhinweise, Erdungskonzepte und antistatische Ausstattungen vorzusehen. Lesbare Kennzeichnungen zu Nettofüllmenge, Chargen, Fließrichtung sowie Hinweise zum korrekten Stapeln unterstützen die Betriebssicherheit.

Für reproduzierbare Abläufe werden zusätzlich Piktogramme, Handlinghinweise, Informationen zu zulässigen Stapellasten und Anweisungen zur Trennung von Inliner und Außenmantel vorgesehen. Bei leitfähigen Ausstattungen erleichtern definierte Kontaktpunkte die sichere Erdung während Befüllung und Entleerung.

Ergonomie und Arbeitsschutz

Durchdachte Öffnungsmechaniken, integrierte Aufreißstreifen, gut positionierte Umreifungszonen und Kantenverstärkungen reduzieren Verletzungsrisiken und erleichtern die Bedienung. Eine klare Visualisierung der Greif- und Belastungsbereiche verbessert die Handhabung an Packplätzen und in der Intralogistik.

Dimensionierung, Volumen und Handling

Die Auslegung richtet sich nach Volumenbedarf, maximaler Beladungsmasse, Schüttdichte und geforderter Stapelhöhe. Innenabmessungen werden so gewählt, dass Befüll- und Entleerprozesse ohne Brückenbildung oder Restmengen ablaufen. Für die Palettierung sind Grundmaße gängig, die sich am Logistikstandard orientieren, um Lager- und Transportflächen effizient zu nutzen.

Weiterführende Grundlagen zu relevanten Abmessungen in der Praxis und deren Toleranzen helfen bei der passgenauen Auslegung von Behältern und Inlinern. In der Anwendungspraxis spielen außerdem Einfülltrichter, Vibrationshilfen und Schüttklappen eine Rolle, um konstante Materialströme sicherzustellen.

  • Befüllen: oberseitige Großöffnung, staubdichte Manschetten, Siegel- oder Kordelverschlüsse
  • Entleeren: bodenseitige Ausläufe, Sollrisse, Aufreißstreifen oder abnehmbare Deckel
  • Transport: sichere Fixierung auf Paletten, formschlüssige Stapelung, Kantenschutz
  • Lagerung: definierte Stapelfaktoren unter Berücksichtigung von Klima und Verweildauer
  • Auslegung: Volumenberechnung über Massenstrom und Schüttdichte mit Sicherheitszuschlägen für Prozessschwankungen

Festigkeitsauslegung

Die Dimensionierung der Wellpappenqualitäten berücksichtigt den zu erwartenden BCT-Wert (Druckfestigkeit des fertigen Behälters), welcher aus ECT, Umfang, Konstruktionsgeometrie und klimatischen Bedingungen abgeleitet wird. Näherungsmodelle wie die McKee-Formel unterstützen die Zielgrößenfindung, während Validierungen unter definierten Klimaeinstellungen (z. B. 23 °C/50 % r. F.) die Praxistauglichkeit absichern.

Toleranzen und Maßhaltigkeit

Für die Maßhaltigkeit sind Rillteilung, Zuschnitttoleranzen und die Position von Auslässen entscheidend. Passungen zwischen Außenmantel, Boden-Tray, Deckel und Inliner werden so gewählt, dass Dichtigkeit, Stabilität und Bedienbarkeit gewährleistet bleiben, ohne unnötige Materialzugaben zu verursachen.

Vor- und Nachteile von Schüttgutverpackungen

Ein wesentlicher Vorteil von Schüttgutverpackungen ist ihre Praktikabilität und Effizienz. Sie ermöglichen eine sichere Lagerung und Handhabung von Schüttgütern. Zusätzlich bietet die Wellpappe den Vorteil, dass sie leicht ist und gleichzeitig eine hohe Tragfähigkeit aufweist. Darüber hinaus ist sie ein nachhaltiges Produkt, da sie aus recycelbaren Materialien besteht. Allerdings gibt es auch einige Nachteile zu beachten. In erster Linie sind das die Kosten. Große Mengen an Schüttgutverpackungen können teuer werden. Zudem kann ihre Haltbarkeit eingeschränkt sein, insbesondere wenn sie starker Feuchtigkeit ausgesetzt sind.

  • Vorteile: gutes Verhältnis von Eigengewicht zu Traglast, platzsparende Anlieferung im flachen Zustand, einfache Entsorgung und Recyclingfähigkeit, anpassbare Innenausstattung
  • Grenzen: Feuchteempfindlichkeit ohne Barrieren, potenzieller Festigkeitsverlust bei Langzeitbelastung, staubbedingte Anforderungen an Arbeitsschutz, eingeschränkte Wiederverwendbarkeit bei stark beanspruchten Medien
  • Wirtschaftlichkeit: bedarfsgerechte Dimensionierung und angepasste Losgrößenplanung beeinflussen Gesamtlogistikkosten und Materialeinsatz
  • Variabilität: hohe Variantenvielfalt ermöglicht prozessspezifische Lösungen, erfordert jedoch eine sorgfältige Typenpflege und klare Spezifikationen

Praxisaspekte: Qualität, Prüfung und Normbezug

Zur Qualitätssicherung gehören Eingangsprüfungen von Wellpappenqualitäten, Überwachung von Klebungen und Messung relevanter Kennwerte (z. B. ECT, BCT). Dokumentierte Prüfzyklen unter realen Klima- und Lastbedingungen erhöhen die Prozesssicherheit. Für Lebensmittel- oder Pharmaanwendungen sind geeignete Konformitätserklärungen und Rückverfolgbarkeit sicherzustellen.

Empfehlenswert sind klare Arbeitsanweisungen zu Befüllhöhe, zulässiger Stapelzahl, Handhabung mit Flurförderzeugen sowie zur Trennung von Außenmantel und Inlinern bei der Entsorgung. Sichtkontrollen auf Beschädigungen vor Wiederbestückung vermeiden Materialverluste und Kontaminationen.

Zur Absicherung wiederkehrender Qualität dienen Stichprobenpläne, Klimaprüfungen, Messungen der Feuchteaufnahme und regelmäßige Kontrollen von Rill- und Faltverhalten. Die Kennzeichnung von Ladeeinheiten mit Palettenetiketten, Chargen-IDs und Hinweisen zur Lastverteilung erleichtert Auditierbarkeit und Rückverfolgbarkeit.

Typische Fehlerbilder und Prävention

  • Brückenbildung/Ratholing: optimierte Auslaufgeometrien, Vibrationshilfen und geeignete Inliner-Oberflächen reduzieren Verblockungen
  • Stauchschäden an Kanten: Verstärkungszonen, schützende Kantenelemente und korrektes Umreifen schützen vor Quetschungen
  • Feuchteeinfluss: klimastabile Qualitäten, Oberflächenvergütungen und trockene Lagerbedingungen mindern Festigkeitsverluste
  • Staubemission: staubdichte Manschetten, Absaugpunkte und definierte Erdungspfade senken Emissionen und Zündrisiken
  • Maßtoleranzen: präzise Zuschnitte und eng geführte Fertigungsprozesse sichern Passgenauigkeit von Deckel, Boden und Inliner

Eine frühe Einbindung von Abfüll- und Entleertechnik, Lagerlogistik und Arbeitsschutz sorgt dafür, dass konstruktive Lösungen praxistauglich sind und die geforderten Prozessfenster sicher eingehalten werden.

Begriffe und Synonyme

  • Schüttgutverpackung, Schüttgutbehälter, Großgebinde aus Wellpappe
  • Octabin, Oktabin, Ringverpackung, Rundbehälter
  • Schwerwellpappe, Mehrwellenqualität, Großvolumenbehälter
  • Inliner, Barriereeinlage, Staubmanschette, Auslaufstutzen

Zusammenfassung:

  • Schüttgutverpackungen sind spezielle Verpackungslösungen, die für die Aufbewahrung und den Transport von losen Gütern, wie beispielsweise Getreide, Sand oder Kunststoffgranulat, entworfen wurden. Innerhalb dieses Konzepts spielen Verpackungen aus Wellpappe eine große Rolle.
  • Besonders hervorzuheben ist, dass Verpackungen aus Wellpappe dank ihrer Robustheit und Stabilität ideal für Schüttgutverpackungen geeignet sind. Sie schützen das Füllgut nicht nur vor äußeren Einflüssen, sondern ermöglichen auch eine einfache und sichere Handhabung beim Transport und der Lagerung.
  • Ein weiterer Pluspunkt von Wellpappenverpackungen für Schüttgut ist ihre Umweltverträglichkeit. Sie bestehen in der Regel aus recyclebaren Materialien und tragen so zu einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Wirtschaft bei.
  • Die passende Auslegung berücksichtigt Schüttdichte, Volumen, Stapellast, Feuchteverhalten und geeignete Innenausstattungen, um reibungslose Befüll- und Entleerprozesse zu gewährleisten.
  • Durch standardisierte Grundmaße, klare Kennzeichnung und geprüfte Festigkeitswerte lassen sich sichere Logistikabläufe und effiziente Lagerkonzepte realisieren.
  • Praxisrelevante Faktoren wie Böschungswinkel, Auslaufgeometrie, Staubmanagement und Klimabedingungen bestimmen die Detailauslegung von Mantel, Deckel, Boden und Inliner.
  • Qualitätssicherung durch ECT-/BCT-Prüfungen, definierte Arbeitsanweisungen und nachvollziehbare Chargenkennzeichnung unterstützt eine konstante Prozesssicherheit im Betrieb.

Veröffentlicht am 20.06.2024
Letzte Überarbeitung am 21.10.2025 um 13:36 Uhr von Julia Kopp

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