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Palettenkragen

In der Welt der Wellpappe-Verpackungen spielen Palettenkragen eine entscheidende Rolle. Sie sind ein unverzichtbarer Punkt im Bereich von Logistik und Lagerung, da sie für die Sicherheit und den Schutz der Produkte sorgen. Zugleich erhöhen sie die Ordnung am Ladungsträger, verbessern die Stapelstabilität und ermöglichen eine flexible, skalierbare Raumnutzung vom Wareneingang über die Kommissionierung bis zum Versand. Durch ihre modulare Bauweise unterstützen Palettenkragen die Bildung einheitlicher Ladeeinheiten, erleichtern Inventurprozesse und tragen zu einer hohen Packdichte bei. Insbesondere in intralogistischen Kreisläufen ermöglichen sie zügige Prozesswechsel zwischen Transport, Zwischenlagerung und Bereitstellung am Arbeitsplatz.

Definition: Was versteht man unter Palettenkragen?

Ein Palettenkragen ist ein vertikal positioniertes Verpackungselement, das aus Wellpappe oder Holz gefertigt sein kann. In erster Linie dient es dazu, die Höhe einer Palette zu erhöhen und so eine individuelle Anpassung des Palettenformats an das Ladevolumen zu ermöglichen. Durch die Stapelbarkeit der Palettenkragen kann eine Palette schnell und einfach in eine Box verwandelt werden, die sich ideal zum Verpacken, Lagern und Transportieren von Produkten eignet. Typische Höhen pro Rahmen (z. B. 200–300 mm) lassen sich modular kombinieren; mit Deckel und Zwischenlagen entsteht ein geschlossener, gut handhabbarer Ladebehälter. Viele Ausführungen sind zusammenklappbar und dadurch im Leerzustand platzsparend. Bei Holzrahmen erfolgt das Falten meist über Metallscharniere an den Ecken, bei Wellpappe über Steck-, Falt- oder Klebeverbindungen. Deckel und Zwischenlagen verteilen die Last und erhöhen die Kantenstabilität; dadurch wird die Stapelfähigkeit verbessert und das Risiko von Punktbelastungen reduziert. Ergänzend lassen sich Sichtfenster, Griffausschnitte oder Etikettierfelder integrieren, um Identifikation und Handling zu erleichtern.

Synonyme und Abgrenzung

Häufig verwendete Synonyme sind Palettenaufsatzrahmen, Aufsatzrahmen oder Klapprahmen. Im Unterschied zu starren Kisten bleibt der Grundträger (die Palette) erhalten; die Seitenwände werden durch das Aufsetzen und Stapeln der Kragen flexibel aufgebaut und bei Bedarf wieder reduziert. Diese Trennung von Basis und variabler Höhe erlaubt es, Ladeeinheiten fein zu skalieren, ohne die gesamte Verpackung auszutauschen. Abzugrenzen sind Palettenkragen außerdem von Umreifungs- oder Stretchverpackungen: Sie bilden eine feste Seitenwand, während Umreifungsbänder und Folien lediglich fixieren und stabilisieren.

Anwendungsbereiche von Palettenkragen

Die Vielseitigkeit von Palettenkragen ermöglicht ihre Nutzung in vielen verschiedenen Bereichen. Sie werden vor allem in der Logistik und im Versand eingesetzt, um Paletten und Produkte optimal zu sichern. Egal ob in Industrie, Handel oder in der Landwirtschaft, überall findet man den Einsatz dieser praktischen Helfer. Besonders in der Lagertechnik sind sie durch ihre individuelle Anpassungsfähigkeit und ihre Langlebigkeit geschätzt. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist der Transport und die sichere Verladung von Waren aller Art. Durch die stapelbare Eigenschaft der Palettenkragen lässt sich das Ladevolumen optimal ausnutzen. Für zusätzliche Kanten- und Oberflächensicherung sind praxisnahe Schutzlösungen rund um Paletten im Transport relevant, etwa in Kombination mit Deckeln, Zwischenlagen oder Kantenelementen. Auch im Bereich der retourenfähigen Mehrweglogistik unterstützen Palettenkragen stabile Umläufe, reduzieren Beschädigungen und erleichtern das standardisierte Handling an Förder- und Lagersystemen.

  • Industrie und Produktion: Serienteile, Baugruppen, Ersatzteile, Halbzeuge; flexible Höhenanpassung für wechselnde Losgrößen.
  • Handel und E-Commerce: Mischsortimente, Retouren, saisonale Aktionsware; schnelle Umrüstung vom Transport- zum Kommissionierbehälter.
  • Lebensmittelnahes Umfeld: Verpackte Güter, Agrarprodukte in Kisten oder Säcken; Schutz vor Abrutschen und Quetschen.
  • Automotive und Maschinenbau: Empfindliche Komponenten mit Inlay, Schaum- oder Kartoneinlagen zur Fixierung und Polsterung.
  • Export und innerbetrieblicher Umlauf: Wiederverwendung im Mehrwegsystem, einfache Reparatur bzw. Austausch einzelner Rahmen.
  • Elektronik/Elektrotechnik: Transport verpackter Baugruppen mit ESD-geeigneten Einlagen; klare Trennung von Chargen durch Zwischenlagen.
  • Chemie/Pharma (verpackte Güter): Geschlossene Ladeeinheiten mit Inliner zur Kontaminationseindämmung; feuchtebeständige Varianten für gekühlte Bereiche.
  • Baustoffe und DIY: Geordnete Bereitstellung schwerer oder sperriger Komponenten; Kantenschutz und Stapelsicherheit auf der Baustelle.

Typischer Einsatzablauf

  1. Palette bereitstellen, ersten Palettenkragen aufsetzen und verriegeln.
  2. Ware einbringen, optional Zwischenlagen einsetzen.
  3. Weitere Kragen zur Höhenanpassung stapeln, abschließend Deckel auflegen.
  4. Einheit kennzeichnen, sichern und einlagern bzw. versenden.

Im Anschluss folgen je nach Prozessumgebung die Ladungssicherung (z. B. durch Umreifung oder Stretchfolie), die Dokumentation der Einheit (Etikett, Barcode oder RFID) sowie die Übergabe an Fördertechnik oder Versandbereitstellflächen. Für automatisierte Prozesse ist auf ausreichende Planlage der Deckel und eine saubere Lastverteilung zu achten.

Materialien und Herstellung von Palettenkragen

Bei der Herstellung von Palettenkragen kommen verschiedene Materialien zum Einsatz. Während die traditionelle Fertigung meist auf Holz setzt, werden heute auch andere Materialien wie Kunststoff oder Wellpappe genutzt. Wellpappe bietet dabei den Vorteil, dass sie leicht und dennoch stabil ist. Dank moderner Fertigungstechniken kann dieser Rohstoff so verarbeitet werden, dass er starken Belastungen standhält. Die Palettenkragen aus Wellpappe sind daher sowohl robust als auch wirtschaftlich in der Anwendung. Je nach Ausführung sorgen Steck-, Falt- oder Klebelösungen für Formstabilität und schnelle Handhabung. Zusätzlich sind materialseitige Optionen wie mehrwellige Qualitäten (z. B. BC- oder EB-Welle), feuchteabweisende Beschichtungen, Imprägnierungen oder Inliner verfügbar. Holzrahmen werden typischerweise mit Klappscharnierelementen ausgestattet und können für den Export gemäß einschlägigen Behandlungsstandards (z. B. ISPM 15/HT) vorbereitet werden. Kunststoffrahmen (häufig PP oder HDPE) punkten in Umgebungen mit erhöhten Hygiene- oder Feuchteanforderungen und werden oft in geschlossenen Mehrwegkreisläufen geführt.

  • Holz: Klappscharniere an den Ecken, hohe Robustheit, leicht reparierbar; auf Wunsch mit Deckeln und passgenauen Einsätzen kombinierbar.
  • Wellpappe: Mehrwellige Qualitäten (z. B. BC-Welle) für Stauch- und Kantenfestigkeit; gute Druck- und Kennzeichnungsoptionen.
  • Kunststoff: Geeignet für feuchte Umgebungen oder Hygieneanforderungen; häufig im Mehrwegkreislauf eingesetzt.
  • Beschichtungen und Inliner: Zusätzlicher Feuchte- und Schmutzschutz; erleichtern die Reinigung und sichern das Packgut gegen austretende Partikel.
  • Rezyklateinsatz: Material mit Recyclinganteil zur Ressourcenschonung, insbesondere bei Wellpappe selbstverständlich etabliert.

Maßhaltigkeit, Kantenschutz und sauber verarbeitete Ecken sind für die Stapelfähigkeit entscheidend. Zusätzlich können Bedruckungen, Etikettierfelder oder Sichtfenster die Identifikation und Prozesssicherheit unterstützen. Qualitätskennzahlen wie Kantenstauchwiderstand (ECT) und Boxstabilität (BCT) helfen bei der Auslegung, insbesondere wenn definierte Stapelhöhen oder längere Lagerzeiten geplant sind.

Vor- und Nachteile von Palettenkragen

Palettenkragen aus Wellpappe besitzen einige Vorteile. Sie sind leicht und dennoch stabil, was einen sicheren Transport und Lagerung gewährleistet. Außerdem sind sie im Vergleich zu ihren Mitstreitern aus Holz oder Kunststoff kostengünstiger und umweltfreundlicher. Sie sind in allen gängigen Palettenformaten erhältlich und können je nach Bedarf angepasst werden. Ein Nachteil von Palettenkragen aus Wellpappe könnte ihre begrenzte Haltbarkeit in feuchten Umgebungen sein. Jedoch bieten sie gegenüber den Holzvarianten den Vorteil, dass die Gefahr von Verletzungen durch Splitter vermieden wird. Ergänzend dazu spielen Einsatzbedingungen, Umlaufhäufigkeit und geforderte Traglast eine Rolle bei der Materialwahl. Für sensible Anwendungen (z. B. bei spritzwasserbelasteten Bereichen) sind zusätzliche Schutzkomponenten oder alternative Materialien sinnvoll.

  • Vorteile: Modulare Höhenanpassung, platzsparende Rückführung im Leerzustand, gute Ergonomie durch geringes Eigengewicht (insbesondere bei Wellpappe), einfache Integration von Einlagen und Deckeln.
  • Nachteile: Feuchteempfindlichkeit bei Wellpappe (ggf. zusätzlicher Schutz erforderlich), bei sehr hohen Lasten begrenzte Stapelhöhe, zusätzlicher Handhabungsaufwand durch mehrere Komponenten.
  • Materialvergleich: Holz robust und langlebig, Wellpappe leicht und recyclingfreundlich, Kunststoff widerstandsfähig gegen Feuchte und für Mehrwegkreisläufe geeignet.
  • Lebensdauer und Instandhaltung: Holzrahmen sind reparierbar; Wellpappe profitiert von einfachem Austausch einzelner Kragen; Kunststoffrahmen überzeugen mit hoher Umlaufzahl.
  • Hygieneaspekte: Glatte Oberflächen (v. a. bei Kunststoff) sind leicht zu reinigen; Wellpappe benötigt ggf. Inliner oder Beschichtungen.

Auswahlkriterien, Maße und Tragfähigkeit

Für eine passende Auslegung sind Format, Höhe, Anzahl der zu stapelnden Kragen und die zu erwartenden Belastungen maßgeblich. Gängige Formate orientieren sich an Euro- und Industriepaletten (z. B. 1200 × 800 mm und 1200 × 1000 mm). Höhenmodule zwischen 150 und 300 mm erlauben eine feine Anpassung an das Packgut. Die zulässige Stapelhöhe ergibt sich aus Stauch- und Kantenfestigkeit des Materials sowie der gleichmäßigen Verteilung der Last im Verbund mit Zwischenlagen und Deckel. Neben statischer Belastung (Lager) ist auch die dynamische Belastung (Transport, Fördertechnik, Brems-/Beschleunigungskräfte) zu berücksichtigen. Sicherheitsfaktoren, Temperatur- und Feuchteprofile sowie die Dauer der Lagerung beeinflussen die Auslegung ebenso wie Toleranzen und die Planlage der Deckel.

  • Formatwahl: Palettenmaß, Packgutabmessungen und Handlinggeräte (z. B. Fördertechnik) berücksichtigen.
  • Höhenmodularität: So viele Kragen wie nötig, so wenige wie möglich; Zwischenlagen gezielt einsetzen.
  • Traglasten: Materialqualität, Wellenart (bei Wellpappe) und Eckverbindungen beeinflussen die Druck- und Stapelfestigkeit.
  • Kennzeichnung: Sichtbare Etikettierung, Farbcodierung oder Druckbilder erleichtern die Zuordnung und den Umlauf.
  • Umgebungsbedingungen: Feuchte, Temperatur, Staub und chemische Einflüsse definieren Schutzbedarf (z. B. Inliner, Beschichtung).
  • Kompatibilität: Passfähigkeit zu Euro-, Industrie- oder CP-Paletten sowie zu Fördertechnik, Regalen und Lkw-Verladung.
  • Prüf- und Qualitätswerte: Berücksichtigung einschlägiger Prüfwerte (z. B. ECT/BCT) und projektspezifischer Sicherheitszuschläge.

Handhabung, Sicherheit und Lagerung

Für eine sichere Nutzung sollten Palettenkragen auf unbeschädigten Paletten eingesetzt und formschlüssig verriegelt werden. Lasten sind gleichmäßig zu verteilen, Leerrahmen trocken zu lagern und vor mechanischen Beschädigungen zu schützen. Beim Heben und Umsetzen empfiehlt sich das Greifen an stabilen Kanten; scharfe oder hervorstehende Bauteile sind zu vermeiden. In feuchten Bereichen kann eine zusätzliche Umhüllung oder ein Deckel den Inhalt schützen. Für die Ladungssicherung sind die Vorgaben der jeweiligen Transportmittel zu beachten; eine korrekte Umreifung bzw. Folierung und die Verwendung rutschhemmender Zwischenlagen verbessern die Transportsicherheit deutlich.

  • Ladungssicherung: Bei Bedarf mit Zwischenlagen, Inlinern, Fixier- oder Polsterelementen kombinieren.
  • Arbeitsschutz: Splitter- und Kantenrisiken minimieren; geeignete Handschuhe bei Holzrahmen verwenden.
  • Rückführung: Faltbare Konstruktionen reduzieren Leerfahrten und Lagerflächenbedarf.
  • Dokumentation: Eindeutige Kennzeichnung (Etikett, Barcode, optional RFID) unterstützt Nachverfolgung und Umlaufsteuerung.
  • Pflege und Reinigung: Trockene Lagerung von Wellpappe, Reinigung glatter Oberflächen bei Kunststoff; defekte Elemente konsequent aussortieren.

Nachhaltigkeit und Kreislauf

Palettenkragen unterstützen ressourcenschonende Prozesse, da sie wiederverwendbar sind und sich an wechselnde Füllmengen anpassen. Varianten aus Wellpappe lassen sich stofflich verwerten; Holzrahmen können instandgesetzt und Komponenten ausgetauscht werden. Kunststoffausführungen entfalten ihre Stärken in stabilen Mehrwegkreisläufen. Für den Export ist bei Holzkomponenten die Beachtung einschlägiger Behandlungsstandards sinnvoll. Zusätzlich erlauben modulare Systeme eine bedarfsgerechte Dimensionierung und vermeiden Leervolumen; das reduziert Transportemissionen, senkt Beschädigungsquoten und unterstützt Kreislaufwirtschaftskonzepte entlang der Lieferkette.

Kompatibilität, Zubehör und Individualisierung

Palettenkragen sind mit gängigen Palettenformaten kompatibel und lassen sich durch Zubehör an spezifische Prozesse anpassen. Typische Ergänzungen sind Inlays aus Schaum oder Karton zur Fixierung, Inliner für Staub- oder Feuchteschutz, Kantenschutzprofile, Rutschhemmer sowie bedruckte Deckel oder Sichtfenster. Eine auf den Prozess abgestimmte Kennzeichnung (z. B. farbige Rahmen für Variantensteuerung) verbessert Durchlaufzeiten und minimiert Verwechslungen. Bei automatisierten Anlagen ist auf gleichbleibende Maßhaltigkeit und Steifigkeit zu achten, damit Sensorik und Greifsysteme zuverlässig arbeiten.

Zusammenfassung:

  • Ein Palettenkragen ist ein vielseitiges Hilfsmittel, das in Verbindung mit einer Palette zur Verbesserung der Stabilität und Sicherheit von Waren in der Lager- und Transportlogistik eingesetzt wird, sehr nützlich für Unternehmen, die Verpackungen aus Wellpappe suchen.
  • Dieser Anbau ermöglicht es, den Lagerraum zu maximieren und anzupassen, indem er die Höhe der Palette erhöht. Dabei ist er flexibel und bei Bedarf wieder abbaubar, was einen klaren Vorteil gegenüber starren Verpackungslösungen darstellt.
  • Dank seiner robusten Konstruktion, meist aus Holz, schützt der Palettenkragen die Ware vor Beschädigungen, während er gleichzeitig zur effizienten Raumnutzung in Lagern beiträgt. Er bietet eine umweltfreundliche Alternative zur Plastik- und Pappverpackung.
  • Wellpappe-Varianten punkten durch geringes Gewicht, gute Recyclingfähigkeit und einfache Kennzeichnung; Holz- und Kunststoffausführungen eignen sich für höhere Beanspruchungen oder feuchte Umgebungen.
  • Die richtige Dimensionierung (Format, Höhe, Anzahl der Kragen) sowie passende Ergänzungen wie Zwischenlagen und Deckel erhöhen Sicherheit, Effizienz und Prozessstabilität entlang der Lieferkette.
  • Zusätzlich beeinflussen Umgebungsbedingungen, Prüfwerte (z. B. ECT/BCT) und der geplante Umlauf die Materialwahl und die zulässige Stapelhöhe.
  • Durch modulare Systeme und geeignete Zubehörteile lassen sich Palettenkragen präzise an Packgut, Fördertechnik und Kennzeichnungsanforderungen anpassen.

Veröffentlicht am 24.04.2025
Letzte Überarbeitung am 08.01.2026 um 10:09 Uhr von Sebastian Würth

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