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Sechseckverpackungen

In der Welt der Verpackungsmaterialien nehmen Sechseckverpackungen eine besondere Stellung ein. Häufig in Form von Präsentkörben, dekorativen Schachteln oder in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, bieten diese Lösungen aus Wellpappe eine ausgewogene Balance aus Stabilität, Flächenausnutzung und vielseitiger Funktionalität. Durch die geometrische Form entsteht ein umlaufender Ring, der Lasten gleichmäßig verteilt und empfindliche Inhalte zuverlässig umschließt.

Aufgrund der polygonalen Struktur sind Sechseckverpackungen außerdem intuitiv zu handhaben: Der regelmäßige Verlauf der Seitenflächen erleichtert das Ausrichten, reduziert punktuelle Belastungsspitzen und sorgt für eine ruhige Warenpräsentation. In Kombination mit geeigneten Materialqualitäten lassen sich sowohl leichte, empfindliche Artikel als auch schwerere Inhalte strukturiert und sicher verpacken.

Definition: Was versteht man unter Sechseckverpackungen?

Sechseckverpackungen, auch als sechseckige Kartons oder Hexagon-Verpackungen bezeichnet, sind Konstruktionen, deren Mantel aus sechs gleich langen Seitenflächen besteht. Das regelmäßige Sechseck verleiht dem Zuschnitt nach dem Falten eine hohe Formstabilität, sodass die Verpackung ohne zusätzliche Innenstützen auskommt. Die Symmetrie erleichtert das Stapeln, das sichere Abstellen und das Ausrichten am Regal oder am Point of Sale.

Je nach Aufbau bestehen Sechseckverpackungen aus einem einteiligen Zuschnitt mit Einsteckboden und Deckelklappen oder aus mehrteiligen Komponenten wie Mantel, separatem Boden und Deckel. Die Variante wird passend zum Einsatzzweck, zur geforderten Tragfähigkeit und zum gewünschten Öffnungskomfort gewählt.

Typische Konstruktionsvarianten

  • Einteilige Faltschachtel mit umlaufender Klebelasche, Rilllinien und Einsteckdeckel.
  • Zweiteilige Ausführung: Sechseck-Mantel plus separat aufgesetzter Boden und Deckel (z. B. für Präsentkörbe).
  • Offene Hexagon-Schalen als dekorative Umverpackung oder Träger für Sets.
  • Ausführungen mit Sichtfenster oder definierten Aufreißhilfen für erleichtertes Öffnen.
  • Stülpdeckel-Konstruktionen mit übergreifendem Deckel für zusätzliche Kantenstabilität.
  • Automatikboden-Varianten für schnelleres Aufrichten bei höherem Packvolumen.
  • Einlagen und Trenneinsätze zur formschlüssigen Fixierung von Einzelkomponenten.

Anwendungsbereiche von Hexagon-Verpackungen

Die Vielseitigkeit der Sechseckform macht sie zu einer passenden Wahl für zahlreiche Produkte. Von Lebensmitteln, Kosmetikartikeln und Spielzeug bis hin zu technischen Kleinteilen eignen sich Sechseckverpackungen für nahezu jeden Einsatzbereich. Sie schützen Waren vor Stößen, bündeln Sets übersichtlich und sorgen für eine auffällige Präsentation.

Erweiterte Beispiele aus der Praxis

  • Lebensmittel: Feinkost, Konfiserie, Honiggläser, Tee- und Gewürzdosen in dekorativen Geschenksets.
  • Kosmetik/Wellness: Duftkerzen, Pflegesets, Flakons in schützender, formstabiler Umverpackung.
  • Spielwaren/DIY: Bau- und Kreativsets, Sammelfiguren, Bastelmaterialien in sortierter Anordnung.
  • Technische Produkte: Kleinteile, Messkomponenten oder Zubehör, die formschlüssig arrangiert werden.
  • Präsentation am POS: Saisonale Themenboxen, Thekendisplays oder aufmerksamkeitsstarke Geschenkverpackungen.
  • Geschenkartikel/Handwerk: Keramik- oder Glasobjekte, die eine zuverlässige Kanten- und Flächensicherung benötigen.
  • Event- und Aktionsverpackungen: Themenwelten, limitiert gestaltete Sets und modulare Präsentkörbe.

Eigenschaften und Herstellung von Sechseckverpackungen

Die Produktion setzt spezialisierte Stanz- und Klebeprozesse voraus. Aus dem Wellpappbogen wird mittels Flachbett- oder Rotationsstanze der Zuschnitt mit präzisen Konturen, Rillungen und Laschen erzeugt. Anschließend erfolgt das Aufrichten und Verkleben, sodass ein sechseckiger Mantel mit sauber schließenden Kanten entsteht. Sorgfältige Rillgeometrien begünstigen ein sauberes Faltverhalten und verhindern Kantenbrüche.

Material und Ausführung

  • Materialqualitäten: Ein- oder doppelwellige Wellpappe (z. B. E-, B- oder BC-Welle) je nach Schutzbedarf.
  • Grammaturen: Auswahl entsprechend Tragfähigkeit, Stapeldruck und gewünschtem Eigengewicht.
  • Oberflächen: Naturbraun oder weiß, optional bedruckt für Kennzeichnung und Produktinformationen.
  • Funktionale Details: Einsteck- oder Steckböden, umlaufende Klebelaschen, Einlegeelemente und Trays.
  • Rill- und Laufrichtung: Abstimmung auf Falzverhalten und Kantenbild zur Minimierung von Faserbrüchen.
  • Feuchte- und Klimabeständigkeit: Auswahl geeigneter Rohpapiere für stabile Eigenschaften bei wechselnden Bedingungen.

Fertigungsschritte im Überblick

  1. Stanzen der Kontur inklusive Rillungen, Einsteck- und Klebelaschen.
  2. Vorkleben des Mantels und Formgebung zum regelmäßigen Sechseck.
  3. Einsetzen von Boden-/Deckelteilen oder Aufrichten des integrierten Bodens.
  4. Qualitätskontrolle hinsichtlich Passgenauigkeit, Kantenbild und Verleimung.
  5. Gegebenenfalls Integration von Ausstanzungen, Sichtfenstern oder Einlagen für Produkthalt.
  6. Flachlieferung für platzsparende Logistik und effiziente Weiterverarbeitung am Packplatz.

Maße, Toleranzen und Handhabung

Für die Passform sind Mantellänge, Seitenbreiten, Höhe und die Toleranz der Rilllinien entscheidend. Passende Wandstärken und sorgfältig abgestimmte Zuschnitte sichern ein leichtes Aufrichten sowie ein wiederholbares Schließen und Öffnen. Weiterführende Informationen bietet der Beitrag fachliche Details zu passenden Abmessungen.

In der Praxis wird zwischen Innenmaß, Außenmaß und Nutzmaß unterschieden. Während das Innenmaß die verfügbare Aufnahme für den Inhalt beschreibt, beeinflussen Materialstärke und Rillversatz das Außenmaß und damit die Stapel- und Regalplanung. Für reproduzierbare Ergebnisse sind enge Toleranzen bei Rilltiefe, Rillbreite und Klebelaschenbreite wichtig. Eine definierte Rillgeometrie erleichtert die Handhabung im Packprozess und reduziert Verschleiß an Falzkanten.

Bei der Bemessung sind auch Deckelüberstand, Bodenaufbau, mögliche Einlagen sowie Sicherheitsabstände zu empfindlichen Produktkanten zu berücksichtigen. Für eine gleichmäßige Lastverteilung empfiehlt sich eine auf die Seitenbreite abgestimmte Mantellänge mit präziser Klebenaht, um Öffnungsspalte und Spaltmaße gering zu halten.

Konstruktionsprinzipien und Statik

Das regelmäßige Sechseck bildet einen geschlossenen Tragkörper, in dem Kräfte über die umlaufenden Seiten homogen eingeleitet werden. Dadurch entstehen stabile Kanten und eine gute Flächenstabilität bei relativ geringem Materialeinsatz. Die resultierende Formstabilität wirkt sich positiv auf Kantenstauch- und Stapeldruckverhalten aus und unterstützt eine sichere Lagerung in Regalen und Displays.

Druck, Kennzeichnung und Veredelung

Sechseckverpackungen lassen sich mit produktbezogenen Informationen, Piktogrammen und Warnhinweisen kennzeichnen. Neben ein- bis mehrfarbigen Drucken sind strukturierte Flächen, matte oder leicht glänzende Schutzlacke sowie partielle Hervorhebungen möglich. Die Gestaltung sollte die segmentierten Seitenflächen berücksichtigen, damit Motive über Kanten hinweg harmonisch anschließen und Etiketten proportioniert wirken.

Logistik, Palettierung und Versand

Auf Förderanlagen erfordern polygonale Umverpackungen eine angepasste Führung, insbesondere bei Richtungswechseln oder Stoppern. Bei der Palettierung sind Lagenbilder so zu planen, dass Kanten geschützt und Überstände vermieden werden. Zwischenlagen, Umreifungen oder Manschetten stabilisieren Ladeeinheiten. Für den Versand empfiehlt sich eine Prüfung auf Fall- und Stoßbeanspruchungen sowie eine geeignete Kennzeichnung für Lager- und Transportprozesse.

Konfektionierung und Packprozess

Abhängig vom Packgut erfolgt die Konfektionierung manuell oder halbautomatisiert. Vorklebungen und Automatikböden beschleunigen das Aufrichten, während definierte Einstecklaschen den Verschluss sichern. Einlagen, Trays oder Abstandsstege sorgen für reproduzierbare Positionierung, reduzieren Reibung und schützen empfindliche Oberflächen. Klebstoffauswahl und Leimauftrag sind so abzustimmen, dass Kanten sauber schließen und sich Deckel ohne Kraftspitzen öffnen lassen.

Nachhaltigkeitsaspekte

  • Monomaterial-Lösung: Sortenrein und gut recycelbar.
  • Ressourceneinsatz: Materialstärke auf Schutzbedarf abgestimmt, um Überdimensionierung zu vermeiden.
  • Langlebige Form: Wiederverwendbarkeit als Aufbewahrungs- oder Präsentationsbox möglich.
  • Verarbeitung: Einsatz von wasserbasierten Farben und geeigneten, recyclingfreundlichen Klebstoffsystemen.
  • Materialkreislauf: Hoher Anteil faserbasierter Rohstoffe unterstützt einen geschlossenen Recyclingprozess.

Vor- und Nachteile von Sechseckverpackungen

Zur Beliebtheit von Sechseckverpackungen tragen zahlreiche Eigenschaften bei. Sie sind belastbar und halten den Inhalt sicher, lassen sich bedarfsgerecht anpassen und erzeugen eine wertige Anmutung. Herausforderungen betreffen vor allem die Herstellung und in Teilen die Logistik, da die polygonale Form spezielle Werkzeuge und Abläufe erfordert. Im Verhältnis zu Standardformen sind Aufwand und Stückkosten oft höher, was durch Einsatzvielfalt, Schutzwirkung und die optische Differenzierung häufig aufgewogen wird.

Vorteile

  • Formstabilität durch umlaufende Seitenflächen und gleichmäßige Lastverteilung.
  • Gute Schutzwirkung bei stoßempfindlichen Gütern durch geschlossene Mantelkonstruktion.
  • Flexible Gestaltung: Höhe, Seitenbreiten, Bodentypen und Einlagen modular kombinierbar.
  • Visuelle Differenzierung im Regal oder am POS durch markante Geometrie.
  • Effiziente Flachlieferung für platzsparende Lagerung und wirtschaftliche Logistik.

Potenzielle Einschränkungen

  • Aufwendigere Fertigung aufgrund spezieller Stanzkonturen und Klebeprozesse.
  • Automatisierung/Handling: In Standardlinien teils angepasste Fördersysteme erforderlich.
  • Palettierung: Geringfügig niedrigere Raumausnutzung als bei rechteckigen Umverpackungen.
  • Kennzeichnung/Etikettierung: Etikettflächen müssen passend zur Seitenbreite definiert werden.
  • Kosten: Höhere Werkzeug- und Einrichteaufwände insbesondere bei kleinen Serien.

Zusammenfassung:

  • Sechseckverpackungen sind eine spezielle Form von Verpackung, ausgezeichnet durch ihr sechseitiges Design, das optimalen Schutz und Stabilität für die Verpackungsgegenstände gewährleistet.
  • Diese Verpackungsart kann optimal aus Wellpappe hergestellt werden, einem Material, das für seine Umweltfreundlichkeit und Wiederverwendbarkeit beliebt und in verschiedenen Branchen weit verbreitet ist.
  • Mit ihrer einzigartigen Form sind Sechseckverpackungen ideal geeignet, um sich von der Masse abzuheben, und bieten Unternehmen somit eine gute Möglichkeit, sich von Mitbewerbern zu differenzieren.
  • Je nach Anforderung sind einteilige und mehrteilige Ausführungen möglich; Auswahl von Wellenart und Grammatur richtet sich nach Schutzbedarf und gewünschter Tragfähigkeit.
  • Die Produktion erfordert präzise Stanz- und Klebevorgänge; saubere Rillungen unterstützen Falzbarkeit und Kantenqualität.
  • Vorteile liegen in der Formstabilität, dem Schutz und der Gestaltungsfreiheit; Einschränkungen betreffen Kostenseite, Automatisierung und Palettierung.
  • Durch durchdachte Maßplanung, geeignete Einlagen und abgestimmte Materialqualitäten lassen sich Handhabung, Produktschutz und Präsentation zielgerichtet optimieren.

Veröffentlicht am 28.06.2025
Letzte Überarbeitung am 14.11.2025 um 11:34 Uhr von Sebastian Würth

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