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Taschen mit Druckverschluss

Die Bedeutung von Verpackungen ist in unseren Tagen unumstritten. Besonders im Bereich der Wellpappe-Verpackungen sind Produktschutz und Sicherheit von immenser Bedeutung. Ein Aspekt, der im Rahmen dessen eine entscheidende Rolle spielt, sind Taschen mit Druckverschluss. Sie ermöglichen ein schnelles, wiederholbares Öffnen und Verschließen, schützen Inhalte vor Staub, Feuchtigkeit und Kontamination und unterstützen geordnete Abläufe in Lager, Kommissionierung und Versand. Aufgrund ihrer Transparenz, der Vielzahl an Formaten und ihrer guten Handhabung gelten sie als pragmatische Lösung für unterschiedlichste Einsatzfelder – von der Kleinteileorganisation bis zur temporären Aufbewahrung sensibler Güter. Ergänzend tragen sie zur Standardisierung von Prozessen bei, erleichtern die Kennzeichnung und schaffen Ordnung in Behältern, Kartonagen und Regalen, was Fehlgriffe reduziert und die Prozesssicherheit erhöht.

Im Kontext moderner Lieferketten werden Druckverschlusstaschen häufig ergänzend zu Umverpackungen eingesetzt, um Komponenten zu bündeln, Setbauteile zusammenzufassen und Dokumente sichtbar, aber geschützt mitzuführen. Die Möglichkeit, Inhalte ohne Werkzeuge zu entnehmen und wieder zu verschließen, reduziert Prozesszeiten und Fehlmengen, während der mechanische Schutz gegenüber Umwelteinflüssen erhalten bleibt. In Kitting- und Kanban-Prozessen unterstützen sie die eindeutige Zuordnung von Teilen, fördern eine klare Rückverfolgbarkeit durch Etiketten und Barcodes und erleichtern visuelle Kontrollen. In mehrstufigen Versandketten helfen sie, Streuverluste zu vermeiden und das Handling ergonomisch sowie reproduzierbar zu gestalten.

Definition: Was versteht man unter Taschen mit Druckverschluss?

Der Begriff Taschen mit Druckverschluss bezeichnet spezielle Verpackungseinheiten, die mit einem sogenannten Druckverschluss versehen sind. Der Verschluss ermöglicht es, die Tasche schnell und unkompliziert zu verschließen und ebenso einfach wieder zu öffnen, ohne das Material zu beschädigen. Unterschieden werden die Verschlüsse in ihrer Art, beispielsweise in Ziplock-Verschlüsse oder Clip-Verschlüsse. Häufig verwendete Bezeichnungen sind auch Druckverschlussbeutel oder Zip-Beutel. Charakteristisch sind ein oder mehrere ineinandergreifende Profile an der Öffnung, die durch gleichmäßiges Andrücken formschlüssig schließen. Varianten reichen von einfachen Profilen über doppelten Profilverschluss bis hin zu Schieber- (Slider-) Lösungen. Je nach Einsatzzweck sind transparente, transluzente oder eingefärbte Ausführungen verfügbar, optional mit Beschriftungsfeldern, Eurolochung oder antistatischen Eigenschaften für elektrosensible Komponenten. Synonyme in der Praxis sind etwa Reißverschlussbeutel, Zippbeutel oder Beutel mit Profilverschluss; die Begriffsverwendung variiert je nach Branche, bleibt funktional jedoch identisch.

Materialseitig kommen überwiegend LDPE- oder PP-Folien zum Einsatz. Übliche Foliendicken bewegen sich – abhängig vom Format und der geforderten Stabilität – im Bereich von etwa 40 bis 120 µm. Für erhöhte Anforderungen existieren verstärkte Beutel, Ausführungen mit Lochung zum Entlüften oder mit zusätzlicher Barriereeigenschaft. Für den Kontakt mit Lebensmitteln werden ausschließlich entsprechend zugelassene, migrationsarme Materialien verwendet. Je nach Anforderung werden Additive wie Gleit- und Antiblockmittel, UV-Stabilisatoren oder antistatische Ausrüstungen eingesetzt. LDPE bietet eine gute Balance aus Flexibilität und Zähigkeit, während PP durch höhere Steifigkeit und Temperaturbeständigkeit überzeugt; HDPE kann für dünnwandige, dennoch robuste Lösungen genutzt werden. Monomaterial-Konzepte unterstützen die sortenreine Verwertbarkeit, Rezyklatanteile sind – sofern die Anwendung es zulässt – möglich.

Abmessungen und Formate

Formate werden meist als Breite × Höhe angegeben; die Höhe bezieht sich in der Regel auf den nutzbaren Innenraum bis unter den Verschluss. Die Klappe oberhalb des Profils ist funktional, zählt aber nicht zur Füllhöhe. Übliche Toleranzen folgen filmtechnischen Standards. Für weiterführende Erläuterungen zu genormten Abmessungen und Maßangaben bei Beuteln bietet das Lexikon einen vertiefenden Überblick. Zusätzlich sind Sonderformen wie Beutel mit Seitenfalte, Bodennaht- oder Blockbodenvarianten möglich, die das nutzbare Volumen erhöhen oder die Präsentation verbessern. In der Praxis werden Spezifikationen oft durch nutzbare Innenmaße, Profilbreite, Öffnungsmaß und Traglast ergänzt.

Typische Ausstattungsmerkmale

  • Beschriftungsfelder für handschriftliche Kennzeichnung oder Etiketten
  • Prägungen/Struktur zur besseren Griffigkeit und sicheren Verschlussführung
  • Perforationen oder Entlüftungsbohrungen zur Volumenreduktion
  • Antistatische bzw. ESD-geeignete Folien für elektronische Bauteile
  • Lebensmittelgeeignete Qualitäten mit entsprechender Konformität
  • Farbige Profile oder farbige Beutel zur visuellen Codierung von Chargen und Inhalten
  • Eurolochung für die hängende Präsentation sowie definierte Aufreißperforationen
  • Transparente, transluzente oder blickdichte Ausführung für Sichtschutz oder Sichtkontrolle

Mögliche Anwendungsbereiche für Taschen mit Druckverschluss

Mit ihrem speziellen Verschlussmechanismus kommen diese Taschen in einer Vielzahl von Bereichen zum Einsatz. Eine häufige Verwendung findet sich in der Lebensmittelindustrie, wo sie den Inhalt vor Feuchtigkeit und Verunreinigungen schützen. Auch in der Pharmaindustrie werden sie zur sichereren Verpackung von Medikamenten verwendet. Zudem sind sie in Logistik und Versand ein gängiges Instrument zur sicheren und effizienten Verpackung von Waren. Darüber hinaus eignen sie sich für Laborproben, Ersatzteil- und Kleinteilesets im technischen Handel, Textilmuster und Zubehör, Montagekits in der Fertigung, Dokumentenbeilagen sowie die strukturierte Lagerorganisation im E-Commerce und stationären Handel. In der Kosmetik dienen sie als Probenträger, im Handwerk als Montagebeutel, im Bürobedarf zur geordneten Ablage kleiner Utensilien. Für Sets und Bundle-Lösungen unterstützen sie die saubere Trennung von Varianten und Losgrößen.

  • Elektronik: Schutz kleiner Komponenten, optional antistatisch
  • Pharma/Labor: Proben, Chargenkennzeichnung, temporärer Schutz
  • Lebensmittel: Trockenwaren, Gewürze, Snacks (lebensmittelgeeignete Qualität vorausgesetzt)
  • Handwerk/Industrie: Befestigungselemente, Dichtungen, Montagebeutel
  • Dokumente/Muster: Sichtschutz je nach Materialwahl, einfache Entnahme
  • Textil/Accessoires: Ersatzknöpfe, Stoffmuster, Kleinteile-Set
  • Versand/Retouren: Zubehör, Ersatzteile, Begleitdokumente mit Staub- und Feuchteschutz

Handhabung und Prozessintegration

Für zuverlässige Prozesse ist eine korrekte Befüllung und das vollständige Schließen des Profils entscheidend. Eine gleichmäßige Druckausübung entlang der Öffnung minimiert Leckagen. Überfüllung sollte vermieden werden, um Spannungen am Profilverschluss zu reduzieren. Für die Nachverfolgung lassen sich Etiketten, Barcodes oder Beschriftungsfelder nutzen; transparente Folie ermöglicht Sichtkontrolle ohne Öffnen. Luft sollte vor dem Verschließen weitgehend ausgestrichen werden, um Volumen und Risiko unvollständiger Verriegelung zu reduzieren. In standardisierten Abläufen bewährt sich eine visuelle oder haptische Schlusskontrolle am Profil. Bei wiederholter Nutzung empfiehlt sich eine regelmäßige Prüfung auf Profilverschleiß oder Verunreinigungen. Für halbautomatisierte Verpackungsschritte existieren Haltevorrichtungen und Zuführhilfen, die die Befüllung beschleunigen und reproduzierbar machen.

Die Herstellung von Taschen mit Druckverschluss

Die Produktion der Druckverschlusstaschen beinhaltet mehrere Schritte. Zunächst wird der Kunststoff, aus dem die Tasche bestehen soll, auf die gewünschte Dicke gebracht. Anschließend wird der Druckverschluss angebracht, das kann entweder ein einfacher Ziplock-Mechanismus oder ein komplexerer Clip-Verschluss sein. Die Endbearbeitung der Tasche, einschließlich dem Bedrucken und Verpacken für den Versand, bildet den Abschluss dieses Prozesses. In der Praxis erfolgt die Fertigung häufig über Blas- oder Flachfolienextrusion, wobei die Folie nach der Abkühlung konfektioniert, zugeschnitten und an den Rändern verschweißt wird. Der Profilverschluss wird koextrudiert oder in einem separaten Arbeitsschritt aufgebracht und mit der Beutelfolie verbunden. Je nach Anwendung werden antistatische Ausrüstung, Perforationen, Euroloch oder Beschriftungsfelder im Konfektionsprozess ergänzt; Bedruckungen erfolgen meist lösemittelarm per Flexodruck, punktuell auch digital.

  1. Folienextrusion: Erzeugung der LDPE/PP-Folie in definierter Stärke
  2. Profilherstellung: Extrusion des Verschlussprofils (einfach/zweifach/Slider)
  3. Konfektion: Zuschnitt, Boden- und Seitenverschweißung, optionale Lochung
  4. Druck: Bedruckung per Flexodruck (z. B. Piktogramme, Felder)
  5. Qualitätssicherung: Prüfung der Schweißnähte, Dichtigkeit, Profilfunktion

Für sensible Anwendungen (z. B. Pharma, Lebensmittel) gelten erhöhte Anforderungen an Sauberkeit, Materialkonformität und Rückverfolgbarkeit. Temperaturbeständigkeit, Geruchsneutralität und optische Klarheit werden je nach Einsatzszenario spezifiziert. Ergänzend kommen Prüfungen zur Maßhaltigkeit, Reiß- und Durchstoßfestigkeit sowie zur Funktion des Profilverschlusses hinzu; Inline-Sensorik und Stichprobenkontrollen sichern die gleichbleibende Qualität.

Normen, Richtlinien und Konformität

Bei Anwendungen mit Lebensmittelkontakt oder in regulierten Bereichen sind rechtliche Vorgaben und Good-Manufacturing-Practices zu beachten. Dazu zählen unter anderem Konformitätsnachweise für den vorgesehenen Einsatzzweck, geeignete Prüfzeugnisse sowie eine dokumentierte Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen und Losen. Kennzeichnungen auf Beutel oder Umverpackung erleichtern die eindeutige Zuordnung und die Qualitätssicherung entlang der Lieferkette.

Nachhaltigkeit und Entsorgung

Ökologisch vorteilhaft ist eine mehrfache Nutzung der Taschen mit Druckverschluss. Monomaterial-Designs unterstützen die stoffliche Verwertung; geringe Farbaufträge und reduzierte Verbundanteile verbessern die Sortierfähigkeit. Rezyklate können den Primärrohstoffanteil senken, sofern Funktion, Reinheit und Anwendungsbereich dies erlauben. Eine sachgerechte Sammlung nach Gebrauch ist empfehlenswert, um die Kreislaufführung zu fördern. Wo erforderlich, helfen eindeutige Hinweise zur Entsorgung und zur Trennung von Inhaltsresten und Verpackung.

Vor- und Nachteile von Taschen mit Druckverschluss

Die Vorteile der Druckverschlusstaschen liegen vor allem in ihrer leichten Handhabung: Sie können ohne viel Mühe geöffnet und geschlossen werden. Außerdem ist es möglich, sie mehrmals zu verwenden und sie bieten einen hohen Schutz vor äußeren Einflüssen. Zudem sind sie extrem flexibel und können für eine Vielzahl von Produkten verwendet werden. Ein Nachteil könnte sein, dass der Verschlussmechanismus beschädigt werden kann und so die Funktionalität des Verschlusses beeinträchtigt wird. Zudem sind sie aufgrund des verwendeten Kunststoffmaterials nicht biologisch abbaubar, was sie zu einer Belastung für die Umwelt macht. Ergänzend zu diesen Punkten ist zu beachten, dass die Durchstoßfestigkeit bei sehr scharfkantigen oder schweren Inhalten begrenzt ist und dass ein Verschluss ohne Manipulationsnachweis keinen Originalitätsschutz bietet. Darüber hinaus bieten Standardfolien ohne spezielle Barriereausrüstung nur begrenzten Schutz gegen Gase und Aromen; für temperaturkritische Anwendungen sind enge Spezifikationen erforderlich.

  • Vorteile: Wiederverwendbarkeit, Transparenz für Sichtkontrolle, große Formatvielfalt, schnelle Handhabung, Schutz vor Staub/Feuchte, gute Kennzeichnungsmöglichkeiten
  • Grenzen: Nicht kompostierbar, potenzielle Materialermüdung am Profil bei starker Beanspruchung, eingeschränkter Schutz gegen scharfe Kanten, kein Siegelverschluss
  • Ökologie: Rezyklierbarkeit abhängig von Sortenreinheit; Varianten mit Recyclinganteil verfügbar, dennoch sorgfältige Entsorgung und Mehrfachnutzung empfehlenswert
  • Prozess: Geeignet für manuelle und halbautomatische Abläufe; bei hohen Zyklen ist die Profilqualität und -auswahl entscheidend
  • Temperatur: Funktion des Profils und die Flexibilität der Folie sind temperaturabhängig; extreme Kälte oder Wärme kann die Handhabung beeinträchtigen

Alternativen und Abgrenzung

Im Vergleich zu Heißsiegelbeuteln bieten Taschen mit Druckverschluss eine werkzeuglose Wiederverwendbarkeit, allerdings ohne integrierten Originalitätsschutz. Kordelzugbeutel ermöglichen ein schnelles Schließen, sind jedoch weniger dicht gegenüber Feinstaub und Feuchtigkeit. Standbodenbeutel mit Zipper kombinieren Präsentation und Wiederver schluss, erfordern aber oft höhere Folienstärken oder Verbunde. Die Auswahl orientiert sich an Produktanforderungen, Prozessschritten und gewünschter Schutzwirkung.

Auswahlkriterien und Spezifikation

Für eine zweckmäßige Spezifikation sollten unter anderem Produktart, Kantenschärfe, Stückgewicht, gewünschter Füllgrad, benötigte Sichtkontrolle, Kennzeichnungsbedarf, Transportweg und Lagertemperatur berücksichtigt werden. Relevante Parameter sind folglich Format (Innenmaß), Foliendicke, Profilart (einfach/zweifach/Slider), optionale Entlüftung, farbliche Codierung sowie Druck- und Beschriftungsflächen. Eine Musterprüfung im vorgesehenen Prozessablauf ist empfehlenswert.

Zusammenfassung:

  • Taschen mit Druckverschluss sind eine effiziente Art von Verpackungslösungen, die speziell entwickelt wurden, um den Inhalt sicher und geschützt zu halten. Sie sind aus strapazierfähigem Material und bieten einen wieder verschließbaren Verschluss, was sie ideal für wiederholte Verwendungen macht.
  • Diese Taschen sind vielseitig und können eine gute Alternative zu traditionellen Verpackungen aus Wellpappe sein, da sie leichter, platzsparend und ebenso robust sind. Sie bieten eine ausgezeichnete Möglichkeit, Produkte unterschiedlichster Art sicher aufzubewahren und zu transportieren.
  • Für Unternehmen, die nach nachhaltigen Verpackungslösungen suchen, stellen Taschen mit Druckverschluss eine umweltfreundlichere Option dar, da sie wiederverwendbar und oft aus recycelbarem Material hergestellt sind.
  • Typische Einsatzfelder reichen von Kleinteileorganisation, Labor- und Pharmabereich bis zur temporären Lebensmittelaufbewahrung, sofern die Materialkonformität gegeben ist.
  • Bei der Auswahl sind Format, Foliendicke, Ausstattung (z. B. Beschriftungsfelder, Lochungen) und die geforderte Schutzwirkung zu berücksichtigen, um Funktion und Handhabung im Prozess sicherzustellen.
  • Zusätzlich sollten regulatorische Anforderungen, Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit eingeplant werden, insbesondere bei sensiblen Anwendungen.
  • Mehrfachnutzung, sortenreine Materialien und eine sachgerechte Entsorgung verbessern die ökologische Bilanz und unterstützen eine kreislauforientierte Verpackungsgestaltung.

Veröffentlicht am 12.08.2024
Letzte Überarbeitung am 12.12.2025 um 11:19 Uhr von Manuel Hofacker

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