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Touchpoint-Verpackung

Im Kontext von Wellpappe-Verpackungen spielt der Begriff der Touchpoint-Verpackung eine entscheidende Rolle. Sie tritt in direkten Kontakt mit Kundinnen und Kunden und bietet damit zahlreiche Möglichkeiten für effektive Kommunikation und Information. Sie fungiert als sicht- und fühlbare Schnittstelle zwischen Produkt und Nutzer und verbindet Schutzfunktion, Logistikanforderungen und informationsgetriebene Gestaltung. Durch Form, Haptik, Öffnungsmechanik und Bedruckung entsteht ein konsistenter Eindruck, der das Produkterlebnis strukturiert und nachvollziehbar macht. Ergänzend prägen Faktoren wie Stabilität der Wellpappe (z. B. E-, B- oder BC-Welle), passgenaue Abmessungen, ergonomische Griffe und klare Kennzeichnungen die Nutzerführung. So entsteht ein durchgängiges System, das sowohl die Auspackroutine als auch Rücksendung, Wiederverwendung und Entsorgung vereinfacht.

Definition: Was versteht man unter Touchpoint-Verpackung?

Unter einer Touchpoint-Verpackung versteht man, in einfacher Ausdrucksweise, eine Verpackung, die als Kontakt- oder Berührungspunkt (englisch: Touchpoint) zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden dient. Diese Verpackungen sind mehr als nur Schutz- oder Transportbehältnisse für Produkte; sie sind Teil der Unternehmenskommunikation und ermöglichen, Botschaften, Hinweise und Services unmittelbar an das Zielpublikum zu übermitteln. In der Praxis verbindet die Touchpoint-Verpackung Konstruktion (z. B. Stanzkontur, Rillung, Klebelasche) mit Gestaltung (Typografie, Farbführung, Piktogramme) und klarer Informationsarchitektur.

Merkmale und Abgrenzung:

  • Funktionale Ebene: Schutz, Handhabung, effiziente Nutzung von Abmessungen, sichere Öffnung (z. B. Aufreißfaden, Perforation) und Rücksendefunktionen.
  • Kommunikative Ebene: Markenbotschaften, Produktinformationen, Piktogramme, rechtlich erforderliche Kennzeichnungen, mehrsprachige Hinweise.
  • Sensorische Ebene: Haptik, Oberflächenstruktur, Druckbild, Farbkontraste, Geräusch beim Öffnen, Geruch des Materials.
  • Digitale Ebene: Verweise über QR-/Data-Matrix-Codes, variable Daten, Seriennummern zur Nachverfolgung.
  • Ergonomische Ebene: gut greifbare Laschen, definierte Öffnungskräfte, verletzungsarme Kanten und eindeutige Griffzonen zur sicheren Handhabung.
  • Regulatorische Ebene: Einhaltung von Kennzeichnungs-, Recycling- und Transportrichtlinien; nachvollziehbare Materialdeklaration und eindeutige Entsorgungshinweise.

Typen im Kontext der Lieferkette: Primär- (direkter Produktschutz), Sekundär- (Bündelung/Regalwirkung) und Tertiärverpackungen (Transportebene). Touchpoints entstehen in allen Stufen – vom Online-Checkout über das Auspacken bis zur Entsorgung, Rücksendung oder Wiederverwendung. Je nach Station variieren Zielsetzung und Informationsbedarf, etwa schnelle Auffindbarkeit im Lager, klare Öffnung im Haushalt oder eindeutige Trennhinweise für die Wertstoffsammlung.

Gestaltungsprinzipien und Informationsarchitektur

Eine wirksame Touchpoint-Verpackung ordnet Informationen nach Relevanz: Erst Orientierung (Produkt, Variante, Nutzen), dann Handlungsanweisungen (Öffnung, Anwendung, Rücksendung) und ergänzend Service- und Nachhaltigkeitshinweise. Kontraste, ausreichend große Schriftgrade, robuste Piktogramme und eine konsistente Farbführung erhöhen die Lesbarkeit unter realen Bedingungen wie Lagerlicht, Transportbelastungen und unterschiedlicher Betrachtungsdistanz.

Die Bedeutung von Touchpoint-Verpackungen in der Kundenkommunikation

Durch ein strukturiertes Design und gut erkennbare Aufdrucke ziehen Touchpoint-Verpackungen die Aufmerksamkeit auf sich und erleichtern die Orientierung. Sie sind hochgradig anpassbar und können Informationen über das Produkt, Hinweise zur Nutzung oder personalisierte Inhalte enthalten. So unterstützen sie ein stimmiges Markenerlebnis, ohne ihre Kernaufgaben – Schutz, Transporttauglichkeit und einfache Entsorgung – zu vernachlässigen. Entscheidend ist die Abstimmung von Sprache, Bild, Farbe, Haptik und Konstruktion.

Zentrale Kommunikationsfunktionen:

  • Orientierung: Klar gegliederte Informationshierarchien (z. B. Produktname, Nutzen, Hinweise zur Anwendung) unterstützen die schnelle Erfassung.
  • Führung durch das Erlebnis: Markierte Griffzonen, Öffnungshinweise und verständliche Ikonografie leiten durch den Auspackprozess.
  • Transparenz: Angaben zu Materialien, Recyclingwegen, Entsorgungssymbolen und Rücknahmemöglichkeiten stärken das Vertrauen.
  • Service: Einfache Kontaktoptionen, QR-Codes zu Anleitungen oder Support senken den Aufwand bei Rückfragen.
  • Barrierearmut: gut lesbare Schriftgrößen, deutliche Kontraste, taktile Hinweise und klare Piktogramme verbessern die Zugänglichkeit für unterschiedliche Nutzergruppen.
  • Authentizität und Sicherheit: eindeutige Kennzeichnung, Seriennummern oder Siegel helfen, Fälschungen zu erschweren und Rückverfolgbarkeit zu sichern.

Für die Wirkung entscheidend ist die Konsistenz von Text, Bild, Farbe und Material. Haptische Reize und eine zuverlässige Handhabung (z. B. saubere Perforation, reißfeste Laschen) verhindern Frustration und unterstützen ein positives Nutzungserlebnis. Parallel sollten Drucktoleranzen, Farbkonstanz und Materialschwankungen berücksichtigt werden, damit wichtige Inhalte unabhängig von Auflage und Produktionsstandort stabil wiedergegeben werden.

Einsatzbereiche und Anwendung von Touchpoint-Verpackungen

Touchpoint-Verpackungen finden in unterschiedlichsten Branchen Anwendung. Im E-Commerce beispielsweise nutzen viele Unternehmen Wellpappe-Verpackungen, um eine nachvollziehbare und angenehme Auspack-Erfahrung („Unboxing Experience“) zu ermöglichen und damit positive Assoziationen mit der Produktqualität zu unterstützen. Auch in stationären Geschäften sind sie ein wichtiger Kundenkontaktpunkt, indem sie durch ihre klare Gestaltung Orientierung bieten, Regalordnung erleichtern und Produktinformationen schnell erfassbar machen. In technischen und B2B-Kontexten stehen dagegen eindeutige Identifikation, Stapel- und Transportfähigkeit sowie prozesssichere Scannerlesbarkeit im Vordergrund.

Beispiele entlang typischer Berührungspunkte:

  • E-Commerce: Versandkarton mit sauberer Öffnungsperforation, Rücksendeverschluss, innen bedruckte Begrüßung, eingelegte Anleitung; ergänzend funktionales Füllmaterial und Polsterelemente. Zusätzlich sinnvoll: Hinweise zur Wiederverwendung, Trennhinweise und Platz für Retourenlabel.
  • Stationärer Handel: Shelf-Ready-Verpackungen mit klarer Vorderkante, guter Stapelbarkeit und schneller Öffnung im Markt. Wichtige Aspekte sind Kantenstabilität, Regalverträglichkeit und eine eindeutige Frontgestaltung für die schnelle Warenpflege.
  • Abo- und Aktionssets: thematisch gestaltete Sets mit wiederkehrender Dramaturgie beim Öffnen, variablem Druck und saisonalen Motiven. Einlagen, Inlays oder Trays fixieren die Produkte und strukturieren den Auspackprozess.
  • B2B/Industrie: robuste Umverpackungen mit eindeutiger Kennzeichnung, Barcodes, Chargeninformation und eindeutiger Lesbarkeit für Scannerprozesse. Für die Intralogistik sind Palettierung, Verschlussarten und Kantenschutz wesentliche Kriterien.
  • Lebensmittel- und Konsumgüter: deutliche Haltbarkeits- und Lagerhinweise, Feuchtigkeitsmanagement der Wellpappe sowie abriebfester Druck für den täglichen Umgang.

Material- und Nachhaltigkeitsaspekt: Die Materialwahl prägt Wahrnehmung, Stabilität und Entsorgung. Eine bewusste Entscheidung für faserbasierte Materialien kann die ökologische Wirkung unterstützen und das Informationsbedürfnis zu Recyclingwegen adressieren. Relevante Faktoren sind Faserqualität, Oberflächenfinish, Bedruckungsverfahren und die Trennbarkeit von Komponenten. Monomaterial-Ansätze, wasserbasierte Farben und lösbare Klebungen erleichtern das stoffliche Recycling und reduzieren den Materialeinsatz pro Sendung.

Ein möglicher Ansatz ist, Touchpoints nachhaltig gestalten mit Lösungen aus Graspapier, wenn Haptik, Optik und Umweltwirkung zusammengeführt werden sollen.

Vor- und Nachteile von Touchpoint-Verpackungen

Touchpoint-Verpackungen bieten viele Vorteile. Sie steigern die Sichtbarkeit einer Marke, verschönern das Einkaufserlebnis, unterstützen die Kundenbindung und können sogar zusätzlichen Umsatz generieren. Allerdings sind sie in der Herstellung in der Regel teurer als herkömmliche Verpackungen und benötigen eine sorgfältige Planung und Gestaltung, um ihre vollen Vorteile zu entfalten. Zudem sind Qualitätsstabilität über verschiedene Auflagen, robuste Konstruktionsdetails und konsistente Farben wesentliche Erfolgsfaktoren.

Ergänzende Betrachtung:

  • Vorteile: höhere Wiedererkennbarkeit, strukturierte Nutzerführung, reduzierte Fehlbedienungen, geringere Retouren durch klare Hinweise, passgenaue Abmessungen für effiziente Logistik, bessere Auslastung von Lade- und Regalflächen sowie nachvollziehbare Entsorgungswege.
  • Herausforderungen: Mehraufwand in Konzeption und Abstimmung, Farb- und Qualitätskonstanz über unterschiedliche Losgrößen, potenziell erhöhte Stückkosten bei aufwendiger Bedruckung, zusätzlicher Testbedarf für Öffnungsmechaniken und die Absicherung gegen Transportschäden.
  • Abwägung: Eine sorgfältige Balance aus Schutz, Informationsdichte und Gestaltung sichert Nutzbarkeit ohne Reizüberflutung. Messgrößen wie Schadenquote, Öffnungszeit, Packzeit und Materialeinsatz pro Sendung helfen, Entscheidungen datenbasiert zu treffen.

Eine frühzeitige Einbindung von Konstruktion, Druckvorstufe und Logistik reduziert Iterationsschleifen. Strukturtests (z. B. Kantenstauch- und Stapelbelastung), Musteraufbauten und realitätsnahe Testsendungen decken Schwachstellen auf, bevor Serienkosten entstehen.

Technische Spezifikationen und Prüfung

Für Touchpoint-Verpackungen sind definierte Spezifikationen hilfreich: Grammatur und Wellenart der Wellpappe, zulässige Toleranzen an Rilllinien, Mindestkantenstauchwiderstand, zulässige Feuchtebereiche sowie die Festlegung von Klebe- oder Steckverschlüssen. Die Stanzkontur wird so ausgelegt, dass Öffnungskräfte reproduzierbar sind und sensible Kanten geschützt bleiben.

  • Konstruktion: Stanzraster, Rilltiefe, Faltverlauf, Klebelasche und Greifzonen definieren Handhabung und Stabilität.
  • Druck: Auswahl von Flexo-, Offset- oder Digitaldruck in Abhängigkeit von Auflage, Motivkomplexität und benötigter Farbkonstanz; robuste Schwarztöne und hohe Kontraste für Lesbarkeit.
  • Qualitätssicherung: Farb- und Maßprüfungen, Fall- und Stapeltests, Scannerlesbarkeit von Codes, Abrieb- und Kratzfestigkeit der Bedruckung.
  • Logistik: Palettenlayout, Bündelung, Umreifung und Kantenschutz zur Vermeidung von Transportschäden und zur Sicherung der Regalpräsentation.

Ausblick und Potenzial der Touchpoint-Verpackung

Die Touchpoint-Verpackung ist mehr als nur eine momentane Lösung. Sie wird künftig eine entscheidende Rolle spielen, wenn es darum geht, die Kundenerfahrung weiter zu verbessern und den Markenwert zu steigern. Mit zunehmender Digitalisierung entstehen immer neue Möglichkeiten, diese Verpackungen als effektive Marketinginstrumente zu nutzen und die Interaktion zwischen Marken und ihren Kunden zu fördern. Gleichzeitig rücken Ressourceneffizienz, Materialkreisläufe und klare Entsorgungshinweise noch stärker in den Fokus.

Perspektiven und Entwicklungen:

  • Variable Daten und On-Demand-Druck: Inhalte lassen sich zielgruppenspezifisch anpassen und in kleineren Serien effizient realisieren.
  • Erweiterte Inhalte: QR- und NFC-gestützte Zusatzinformationen (z. B. Anleitungen, Produktpass) verbinden physische und digitale Kommunikation.
  • Ressourcenschonung: Optimierung von Materialeinsatz, Reduktion unnötiger Komponenten, klare Trennhinweise für die Entsorgung.
  • Nutzerzentrierung: iterative Tests mit Fokus auf Haptik, Öffnungskräfte, Lesbarkeit und Barrierefreiheit.
  • Zirkularität: erhöhte Rezyklatanteile, sortenreine Materialien und lösbare Verbindungen unterstützen die stoffliche Wiederverwertung.
  • Transparenz: eindeutige Kennzeichnungen und nachvollziehbare Informationen entlang der Lieferkette stärken das Vertrauen und erleichtern die Rückverfolgbarkeit.

Zusammenfassung:

  • Wellpappe-Verpackungen spielen eine entscheidende Rolle als Touchpoint-Verpackung, indem sie das erste physische Erlebnis zwischen dem Kunden und dem Produkt ermöglichen.
  • Unter Touchpoint-Verpackung versteht man die Interaktion, die ein Kunde mit der Verpackung hat. Sie beeinflusst die Kaufentscheidung und kann entscheidend zur Markenwahrnehmung beitragen.
  • Durch das richtige Design und die richtige Wahl der Materialien, wie zum Beispiel Wellpappe, wird die Touchpoint-Verpackung zu einem wichtigen Kundenerlebnis und bietet gleichzeitig Schutz für das Produkt.
  • Gestaltung und Technik greifen ineinander: klare Informationshierarchie, zuverlässige Öffnungsmechanik, passende Abmessungen und konsistente Bedruckung.
  • Einsatzfelder liegen in E-Commerce, stationärem Handel und B2B; an jedem Berührungspunkt erfüllt die Verpackung Schutz-, Informations- und Serviceaufgaben.
  • Ausblick: Digitale Ergänzungen, variable Inhalte und ressourcenschonende Materialkonzepte erweitern das Potenzial der Touchpoint-Verpackung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
  • Qualitätssicherung: Prüfverfahren für Stabilität, Lesbarkeit und Handhabung sichern reproduzierbare Ergebnisse von der Kleinserie bis zur Großauflage.
  • Nachhaltigkeit: Monomaterial-Ansätze, klare Trennhinweise und der bewusste Einsatz von Druckfarben und Klebungen unterstützen Recycling und Wiederverwertung.

Veröffentlicht am 24.05.2025
Letzte Überarbeitung am 25.12.2025 um 10:07 Uhr von Julia Kopp

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