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Hochdruckbereichsverpackung

Im industriellen Sektor, speziell im Bereich der Verpackungsherstellung, spielt die Hochdruckbereichsverpackung eine zentrale Rolle. Der unter definiertem Pressdruck gefertigte Verpackungsraum stellt eine tragfähige und ressourceneffiziente Lösung dar, um Produkte sicher und nachhaltig zu verpacken und gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Im Kontext druckbelasteter Versand- und Transportprozesse adressiert dieser Ansatz besonders hohe Stapeldrücke (Top-Load) und Kantenstauchbeanspruchungen, wie sie in mehrstufigen Lieferketten auftreten.

Im Kern adressiert dieser Verpackungstyp hohe Flächenpressungen, Stapel- und Kompressionslasten, wie sie in Lagerhaltung, innerbetrieblichen Transporten und im Versand auftreten. Ziel ist es, empfindliche oder schwere Güter vor Stauchung, Kantenbelastung, Stoß und Vibration zu schützen, ohne unnötiges Material einzusetzen. Durch den Einsatz kreislauffähiger Fasermaterialien und eine materialeffiziente Konstruktion lassen sich Schutzwirkung und Ressourcenschonung miteinander verbinden. Ergänzend wird die Prozesssicherheit durch passgenaue Geometrien, reproduzierbare Maße und eine belastungsgerechte Lastpfadführung erhöht.

Definition: Was versteht man unter Hochdruckbereichsverpackung?

Unter Hochdruckbereichsverpackung versteht man eine Art der Produktverpackung, bei der Produkte in einen unter Hochdruck beziehungsweise hohem Pressdruck gefertigten Verpackungsraum eingelegt werden. Dieser Raum wird häufig aus Wellpappe hergestellt. So entsteht eine Lösung, die nicht nur stabil und haltbar, sondern zugleich besonders umweltfreundlich und kreislauffähig ist. Das Produktspektrum, das in der Hochdruckbereichsverpackung untergebracht werden kann, ist breit und reicht von Lebensmitteln über Konsumgüter bis hin zu anspruchsvollen Industrieprodukten.

Die Hochdruckbereichsverpackung zeichnet sich durch eine besonders hohe Kompressions- und Stauchfestigkeit aus. Konstruktiv entsteht dies durch verstärkte Wandaufbauten (z. B. mehrlagige Wandstrukturen, Doppel- oder Dreifachwellstrukturen), dichte Formschlüsse und druckstabile Geometrien. Im Herstellprozess werden Zuschnitte unter hohem Pressdruck gerillt, gefaltet und gefügt, sodass tragende Strukturen entstehen, die Flächen- und Punktlasten zuverlässig ableiten. Zusätzlich tragen lokal verstärkte Kanten, Rahmenprofile, Querstege und lastverteilende Einlagen zur sicheren Kraftübertragung bei.

Kerneigenschaften

  • Hohe Druck- und Stauchwiderstände für stapelbare Transporteinheiten
  • Formstabile Kantenbereiche zur Vermeidung von Eindrücken und Quetschungen
  • Gleichmäßige Lastverteilung durch tragende Flächen und verrippte Zonen
  • Kombinierbarkeit mit stoßdämpfenden Einlagen bei empfindlichen Produkten
  • Recyclingfähige Materialien und materialeffiziente Konstruktionen
  • Prozesssichere Maßhaltigkeit und geringe Fertigungstoleranzen
  • Optionaler Feuchte- und Klima-Schutz durch geeignete Papiersorten und Beschichtungsoptionen
  • Geringe Abrasion an Produktoberflächen durch angepasste Innengeometrien
  • Gute Kennzeichnungs- und Rückverfolgbarkeit über Druckbilder und Markierungen

Begriffsabgrenzung

Hochdruckbereichsverpackungen sind nicht mit Druckbehältern oder gasdichten Systemen zu verwechseln. Sie sind für hohe äußere Belastungen (Kompression, Stapeldruck, Kantenstauchung) ausgelegt und optimieren die Kraftleitpfade in der Verpackungsstruktur. Vakuum- oder Schutzgasanwendungen können ergänzend vorkommen, stehen jedoch nicht im Mittelpunkt dieses Verpackungstyps.

Anwendungsgebiete der Hochdruckbereichsverpackungen

Hochdruckbereichsverpackungen sind vielseitig einsetzbar. In der Lebensmittelindustrie sorgen sie beispielsweise dafür, dass Lebensmittel frisch und unbeschädigt beim Verbraucher ankommen, indem Dosen- oder Flaschengebinde stapelsicher zusammengefasst werden. Auch in der Automobilindustrie sind diese Verpackungen gefragt, da sie empfindliche Autoteile während der Intralogistik und im Ferntransport vor Beschädigungen schützen. Darüber hinaus sind Hochdruckbereichsverpackungen in der Pharma- und Kosmetikindustrie zu finden, wo sie sicherstellen, dass Produkte unversehrt und normgerecht beim Endkunden ankommen. Ebenso profitieren Medizintechnik, Haushaltsgerätefertigung, Elektronikfertigung und Ersatzteil-Logistik von stapelfähigen, formstabilen Einheiten.

  • Maschinen- und Anlagenbau: druckstabile Transporteinheiten für schwere Komponenten
  • Elektronik: schützende Innengeometrien für empfindliche Leiterplatten, Sensorik und Baugruppen
  • Ersatzteil-Logistik: stapelfähige Versandeinheiten mit hoher Kantenstabilität
  • Chemie/Kosmetik: bruchsensitive Behältnisse in formschlüssigen Trays
  • E-Commerce für Schwer- und Gefahrgutkomponenten (ohne Gefahrgutrecht zu vertiefen)
  • Medizintechnik: präzise Einsätze für Instrumente und Diagnosemodule
  • Getränke- und Lebensmittelindustrie: gebündelte Gebinde mit definierter Top-Load-Reserve
  • Haushaltsgeräte/Weißwaren: großvolumige, stoß- und druckstabile Außenhüllen

Typische Produktbeispiele

  • Automotive-Teile wie Bremskomponenten, Filtergehäuse oder Pumpenaggregate
  • Pharmazeutische Primär- und Sekundärverpackungen mit erhöhtem Schutzbedarf
  • Lebensmittelgebinde (z. B. Dosen- und Flaschenpacks) mit hoher Stapellast
  • Präzisionsteile in passgenauen Einsätzen mit druckfesten Außenhüllen
  • Batteriemodule und Energiespeicher mit empfindlichen Kantenbereichen
  • Getriebekomponenten, Lager und Wellen mit hoher Punktlastempfindlichkeit
  • Labor- und Diagnostikartikel in modularen, lastverteilenden Trays

Herstellung von Hochdruckbereichsverpackungen

Die Herstellung von Hochdruckbereichsverpackungen beginnt mit der Auslegung und Anfertigung eines lastgerecht dimensionierten Verpackungsraums aus Wellpappe. Bei diesem Prozess werden die Zuschnitte unter starkem Pressdruck gerillt und geformt, wodurch ein belastbarer, maßhaltiger Raum entsteht. Anschließend wird das Produkt in den Verpackungsraum eingelegt und die Verpackung prozesssicher verschlossen. Durch den gezielten Druck während der Konfektion ist die Verpackung besonders stabil und widerstandsfähig gegen äußere Einwirkungen. Dadurch ergibt sich ein optimaler Schutz für das verpackte Produkt über den gesamten Transport- und Lagerzyklus.

  1. Konstruktion und Zuschnitt: Definition von Abmessungen, Rillungen und Steckmechaniken
  2. Stanzen/Rillen: präzise Werkzeuge erzeugen tragende Kanten, Klappen und Verriegelungen
  3. Pressen/Formen: kontrollierter Druck stabilisiert Faltungen und Kontaktflächen
  4. Fügen: Kleben, Stecken oder Heften zur dauerhaften Verbindung tragender Zonen
  5. Integration von Einlagen: druckverteilende Trays, Verstärkungsleisten oder Zwischenlagen
  6. Konditionierung und Aushärtung: Feuchtestabilisierung und Festigkeitsaufbau bis zur Endfestigkeit
  7. Kennzeichnung und Dokumentation: Druckbilder, Markierungen und Chargenrückverfolgung
  8. Endkontrolle: Sichtprüfung, Maßkontrolle und Funktionsprüfung der Verriegelungen

Je nach Belastungsprofil kommen unterschiedliche Wellenprofile und Wandstärken zum Einsatz. Optional werden Kantenverstärkungen, Innenrahmen oder rutschhemmende Einsätze ergänzt. Für Serienfertigungen ist eine reproduzierbare Maßhaltigkeit wesentlich, damit die Schutzwirkung konstant bleibt. Klebeverfahren (z. B. Dispersions- oder Hotmelt-Systeme), Rillparameter und Papiergrammaturen werden so gewählt, dass sie sowohl die Kompressionsfestigkeit als auch die Langzeitstabilität unter Klimaeinfluss sichern.

Konstruktive Auslegung, Abmessungen und Palettierung

Die Auslegung orientiert sich an Produktgeometrie, Masse, Schwerpunktlage und erwarteten Kompressionslasten. Passgenaue Abmessungen minimieren Hohlräume, reduzieren Bewegungen im Inneren und verbessern den Kraftfluss in tragende Bereiche. Bei Mehrkomponenten-Sets werden Zwischenlagen und formschlüssige Trays so positioniert, dass Lasten gleichmäßig verteilt werden. Ebenso werden Handlings- und Greiföffnungen, Entnahmerichtungen und automatisierte Aufstellprozesse berücksichtigt, um eine sichere, effiziente Prozessintegration zu ermöglichen.

  • Stapelkonzepte mit definierten Stauchreserven (Top-Load) für mehrlagige Einheiten
  • Kanten- und Flächenlastoptimierung durch Rippen, Doppelwände und Rahmen
  • Palettierung nach gängigen Rastermaßen (z. B. Euro-Formate) zur bestmöglichen Raumausnutzung
  • Berücksichtigung von Klimaeinflüssen (Temperatur, Luftfeuchte) auf Materialkennwerte
  • Kompatibilität zu Ladehilfsmitteln, Stretch- und Umreifungskonzepten
  • Sicherheitsabstände und Schutzräume für empfindliche Zonen des Packgutes
  • Automatisierbarkeit von Aufrichten, Befüllen und Verschließen

Berechnung und Kennzahlen

Für die Auslegung werden Kennwerte wie Kantenstauchwiderstand (ECT) und Box-Kompressionsfestigkeit (BCT) herangezogen. Über Erfahrungswerte und Sicherheitsfaktoren wird die erforderliche Top-Load-Reserve bestimmt. Maß- und Formtoleranzen, Rillgeometrien sowie der Einfluss der Faserlaufrichtung sind bei der Dimensionierung zu berücksichtigen, um Setzerscheinungen, Kriechen und Feuchteaufnahme angemessen einzuplanen.

Qualitätssicherung und Prüfmethoden

Zur Absicherung der Leistungsfähigkeit kommen mechanische und klimatische Tests zum Einsatz. Kompressions- und Stauchprüfungen bewerten die Stapelfestigkeit, Fall- und Schwingtests prüfen Stoß- und Vibrationsverhalten. Klimaprüfungen zeigen, wie sich Feuchte und Temperatur auf die Stabilität auswirken. Ergänzend werden Wiederverwendungsszenarien und Langzeitbelastungen simuliert. Prüfpläne definieren Konditionierungsbedingungen, Stichprobengrößen und Freigabekriterien über den gesamten Lebenszyklus.

  • Prüfung von Kantenstauchwiderstand und Box-Kompressionsverhalten
  • Verifizierung von Verriegelungen, Rillungen und Faltkanten
  • Maß- und Formtoleranzen zur Sicherstellung der Passgenauigkeit
  • Transporttests mit kombinierter Vibration/Schock-Sequenz zur Bewertung der Lastpfade
  • Klimakonditionierung (z. B. definierte Temperatur-/Feuchteprofile) vor Kompressionstests
  • Reib- und Gleitprüfungen für sicheres Palettieren und Umreifen

Material- und Oberflächenoptionen

Die Wahl der Materialien umfasst unterschiedliche Wellenarten und Papierqualitäten, die je nach Anforderung an Druckaufnahme, Durchstoßfestigkeit und Feuchtigkeitsverhalten kombiniert werden. Außen- und Innendecken können auf Bedruckbarkeit, Abriebverhalten und Feuchtebeständigkeit abgestimmt werden. Optional reduzieren Barriere- oder Anti-Rutsch-Ausrüstungen Bewegungen im Packgut; faserbasierte Einlagen unterstützen die Lastverteilung ohne Medienbruch.

Beschaffung und Verfügbarkeit

Für standardisierte Anforderungen stehen marktübliche Lösungen zur Verfügung, während spezielle Lastfälle häufig eine konstruktive Anpassung erfordern. Informationen zu gängigen Bauformen und Verfügbarkeiten helfen bei der Auswahl geeigneter Optionen. Sofort verfügbare Verpackungen direkt ab Lager erleichtern insbesondere Pilotläufe und kleinere Bedarfe, bevor eine Serienlösung ausgelegt wird. Relevante Beschaffungsparameter sind unter anderem Losgrößen, Werkzeugbereitstellung, Lieferzeiten, Qualitätssicherungsnachweise sowie die Abstimmung von Verpackungs- und Logistikprozessen.

Vor- und Nachteile von Hochdruckbereichsverpackung

Hochdruckbereichsverpackungen bieten viele Vorteile. Sie sind stabil und widerstandsfähig, was sie zu einer sicheren Verpackungslösung für zahlreiche Produkte macht. Gleichzeitig sind sie durch die Verwendung von Wellpappe umweltfreundlich und recyclingfähig, was sie zu einer nachhaltigen Verpackungslösung macht. Einer der Nachteile kann der Energieaufwand während der Herstellung sein. Dieser wird jedoch häufig durch die hohe Funktionssicherheit, die Stapelfähigkeit und die gute Raumausnutzung relativiert.

Vorteile

  • Hohe Kompressions- und Stapelfestigkeit bei vergleichsweise geringem Materialeinsatz
  • Guter Schutz gegen Stöße, Quetschungen und punktuelle Belastungen
  • Recyclingfähige Fasermaterialien und ressourcenschonende Gestaltung
  • Skalierbar von Klein- bis Großserien mit reproduzierbarer Qualität
  • Effiziente Palettenraumausnutzung durch belastungsgerechte Geometrien
  • Geringere Transportrisiken durch definierte Top-Load-Reserven

Nachteile

  • Erhöhter Energieeinsatz und Werkzeugaufwand im Herstellprozess
  • Abhängigkeit der Festigkeit von Klimaeinflüssen (Feuchte), daher ggf. zusätzlicher Schutzbedarf
  • Grenzen bei extremen Punktlasten oder sehr langen Lagerzeiten unter hoher Last
  • Höhere Komplexität in Konstruktion und Bemusterung bei speziellen Lastfällen

Zusammenfassung:

  • Die Hochdruckbereichsverpackung bietet eine robuste Lösung, die speziell für Produkte mit hohem Gewicht oder Druck entwickelt wurde. Sie ist daher geeignet für Unternehmen, die widerstandsfähige Verpackungen benötigen.
  • Mit der Verwendung dieses Verpackungstyps kann eine sehr gute Schutzfunktion erreicht werden. Dies ist besonders relevant, wenn Waren aus Wellpappe stabilisiert werden müssen, um Kompressions- und Kantenlasten sicher abzuleiten.
  • Im Vergleich zu anderen Verpackungsmethoden ist die Hochdruckbereichsverpackung kosteneffektiv und ressourcenschonend. Sie trägt dazu bei, die Integrität von Produkten zu gewährleisten, während die Auswirkungen auf die Umwelt minimiert werden.
  • Eine sorgfältige Auslegung von Geometrie, Abmessungen und Lastpfaden ist entscheidend, um die gewünschte Kompressions- und Stapelfestigkeit zu erreichen.
  • Prüfungen unter realistischen Bedingungen (Kompression, Fall, Vibration, Klima) sichern die Leistungsfähigkeit über den gesamten Lebenszyklus.
  • Materialwahl, Fertigungstoleranzen und klimatische Randbedingungen sollten frühzeitig in die Konstruktion einfließen, um Serienstabilität und Maßhaltigkeit sicherzustellen.
  • Durch modulare Einlagen und definierte Palettierkonzepte lassen sich Prozesseffizienz und Produktschutz im Zusammenspiel optimieren.

Veröffentlicht am 03.05.2025
Letzte Überarbeitung am 09.01.2026 um 11:25 Uhr von Julia Kopp

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