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Lufttransportverpackung
In der Welt der Luftfracht spielt die Lufttransportverpackung aus Wellpappe eine bedeutende Rolle. Sie verbindet geringes Eigengewicht mit hoher Schutzwirkung und unterstützt dadurch die Einhaltung von Gewichts- und Volumenvorgaben in der Luftlogistik. Durch passgenaue Konstruktion, wirksame Dämpfung und stapelfähige Bauarten werden Schäden auf dem Weg durch Sortieranlagen, Fördertechnik und beim Umladen minimiert. Zusätzlich ermöglicht die klare Kennzeichnung auf gut haftenden Oberflächen ein zuverlässiges Handling entlang der gesamten Prozesskette – vom Wareneingang über das ULD-Beladen bis zur Zustellung. Die Kombination aus standardisierten Bauformen und individuell ausgelegten Innenausstattungen verbessert die Packdichte, reduziert Hohlraumanteile und verbessert so das Verhältnis aus Brutto- zu Volumengewicht.
Definition: Was versteht man unter Lufttransportverpackung?
Unter einer Lufttransportverpackung versteht man eine speziell für den Transport von Waren und Gütern in Luftverkehrsmitteln konzipierte Versandlösung. Sie zeichnet sich durch ihre Leichtigkeit, Robustheit und eine verlässliche Schutzfunktion aus, damit transportierte Gegenstände während des Fluges und der Umschlagprozesse vor Stößen, Vibrationen, Druck- und Klimaschwankungen geschützt sind. Typisch sind standardisierte Außenmaße, eine gute Kennzeichnungsfläche für Fracht- und Gefahrgutlabel (falls erforderlich) sowie Verschlusssysteme, die manipulationssicher und gleichzeitig effizient zu handhaben sind. Ergänzend zählen klare Packanweisungen, definierte Packmuster und eine eindeutige Produktfixierung zu den Merkmalen einer prozesssicheren Lösung für den Luftverkehr.
Die Aufgabe dieser Transportlösung reicht von der Sicherung einzelner empfindlicher Produkte bis hin zu konsolidierten Sendungen in Sammelkartons oder Containern. Je nach Anwendung kommen ein- oder mehrwellige Kartonagen zum Einsatz, die für den vorgesehenen Belastungsfall (z. B. Stapeldruck im ULD, Fördertechnik, manuelle Handhabung) ausgelegt werden. Dabei wird zwischen Primär- (Produktschutz), Sekundär- (Gruppierung) und Tertiärverpackung (Transportverpackung) unterschieden, deren Zusammenspiel die mechanische Beanspruchung reduziert und eine effiziente Ladungssicherung auf Paletten oder in Containern unterstützt.
Abgrenzung und Einsatzbereich im Luftverkehr
Im Unterschied zu Verpackungen für See- oder Landverkehr müssen Lufttransportverpackungen häufig stärker auf Volumengewicht, Vibrationen und klimatische Zyklen abgestimmt werden. Auch die Kompatibilität zu Ladeeinheiten (ULDs), Palettenabmessungen und Netz-/Gurtsystemen spielt eine zentrale Rolle. Für temperaturgeführte Sendungen, sensible Elektronik oder medizinische Produkte kommen häufig kombinierte Lösungen aus Wellpappe und funktionaler Innenausstattung (z. B. Isoliereinlagen, Fixierungen, Trays) zum Einsatz, um Prozessstabilität, Sicherheit und Konformität mit den Vorgaben der Luftfrachtabwicklung zu gewährleisten.
Nutzung von Wellpappe im Bereich der Lufttransportverpackungen
Wellpappe ist aufgrund ihrer Materialeffizienz und Formstabilität eine weit verbreitete Wahl für die Herstellung von Lufttransportverpackungen. Ihr geringes Gewicht reduziert die Gesamtmasse der Ladung und wirkt sich positiv auf Frachtkosten und Emissionen aus. Gleichzeitig bietet sie durch die Kombination aus Deckenpapieren und Wellenprofilen eine günstige Relation aus Eigengewicht und Widerstand gegen Druck-, Biege- und Durchstoßbelastung. Diese Eigenschaften ermöglichen eine zuverlässige Polsterwirkung in Verbindung mit geeigneten Innenausstattungen. Durch variable Wellenarten (E-, B-, C- sowie Doppelwelle wie BC/EB) lässt sich das Leistungsprofil gezielt an Stapeldruck, Durchstoßfestigkeit und Kantenstauchwiderstand anpassen.
Logistische Vorteile ergeben sich durch schnelle Verarbeitbarkeit, flache Anlieferung, platzsparende Lagerung und kurze Rüstzeiten beim Aufrichten. Einsparungen bei den Transportkosten sind insbesondere dann erreichbar, wenn das Ladevolumen optimiert und das Verhältnis von Brutto- zu Volumengewicht beachtet wird. Die Flexibilität des Materials erlaubt variable Zuschnitte, Rillungen und Stanzungen, wodurch Sondergrößen, Einlagen oder Trays realisierbar sind. Die Stabilität ist abhängig von Wellenart (z. B. E-, B-, C- oder Doppelwelle wie BC/EB), Papiergrammaturen und der Qualität der Verklebung. Ergänzend beeinflussen Faserqualität, Feuchtegehalt und Verarbeitungspräzision die Leistungsfähigkeit im realen Einsatz.
Praxisnah werden für empfindliche Güter oft Kombinationen aus Außenkarton, stoßdämpfender Innenausrüstung und sicherem Verschluss eingesetzt. Dazu zählen Einlagen, Klammer- oder Steckkonstruktionen, Kantenschutzstreifen, Klemmpolster sowie definierte Aufreißhilfen für eine beschädigungsarme Entnahme. Bei elektronischen Komponenten können antistatische oder leitfähige Einlagen die Empfindlichkeit gegenüber elektrostatischer Entladung reduzieren; bei pharmazeutischen Anwendungen unterstützen Isolierlagen und zusätzliche Fixierungen die Temperaturführung und Stabilität.
Herstellungsprozess und Materialien der Lufttransportverpackungen aus Wellpappe
Die Herstellung von Lufttransportverpackungen aus Wellpappe erfordert spezielles Know-how und Präzision. In der Wellpappenanlage wird das Wellenprofil im Heißprozess geformt und mit einer sowie später mit einer zweiten glatten Papierschicht verklebt. Die Papierschichten werden mit überwiegend umweltverträglichen Klebstoffen (typischerweise stärkehaltig) und unter Druck- und Temperatureinwirkung zusammengefügt – das Ergebnis ist eine feste, belastbare Struktur. Wichtig ist, dass Wellpappe sowohl aus neuen Fasern als auch aus Altpapier gefertigt werden kann, was einen Beitrag zur Ressourcenschonung leistet. Nachgelagerte Verarbeitungsschritte wie Rillen, Stanzen, Kleben, Heften und Bedrucken definieren Funktionalität, Bedienbarkeit und Kennzeichnungsqualität.
Für Luftfrachtanwendungen werden häufig optimierte Papiermischungen, definierte Rill- und Stanzbilder sowie belastungsgerechte Verschlüsse vorgesehen. Feuchte- und klimabedingte Einflüsse können durch geeignete Barriereausrüstungen, hydrophobierte Deckenpapiere oder innenliegende Feuchtesperren reduziert werden. Kennzeichnungsflächen, Piktogramme und variable Felder für Packstücke, Gewicht und Handling-Hinweise lassen sich im Flexo- oder Digitaldruck realisieren. Qualitätsprüfungen wie Kantenstauchwiderstand (ECT), Berstfestigkeit, Biege- und Durchstoßprüfungen dienen als Grundlage für die Auslegung in Richtung Stapeldruck und Transportsicherheit.
Konstruktionsmerkmale und Innenausstattung
- Wellenkombination und Papierqualitäten abgestimmt auf Stapeldruck, Durchstoßfestigkeit und Kantenstauchwiderstand.
- Ausreichende Rillfestigkeit für häufiges Öffnen/Schließen und sichere Verklebung mit Klebeband, Heftklammern oder Stecklaschen.
- Innenpolster, Formteile oder Fixierlösungen zur Begrenzung von Relativbewegungen und zum Schutz sensibler Komponenten.
- Optionale Beschichtungen gegen Feuchte, Öl oder Abrieb bei kritischen Klimabedingungen.
- Saubere Kanten, definierte Öffnungshilfen und – wo sinnvoll – gezielte Perforation zur erleichterten Entnahme.
- Bei elektronischen Bauteilen: Ableitfähige oder antistatische Innenausstattung, um ESD-Risiken zu reduzieren.
- Bei temperaturempfindlichen Gütern: Integration von Isolierlagen, Abstandshaltern und eindeutigen Markierungen für die Packorientierung.
Anforderungen, Normen und Tests in der Luftfracht
Luftfrachtumgebungen erzeugen spezifische Beanspruchungen: wiederholte Umschläge, Förderstrecken, Vibrationen im Flug, Temperaturschwankungen sowie reduzierte Luftfeuchte. Geeignete Prüfungen bilden diese Belastungen ab, darunter Fall-, Druck- und Vibrationsprüfungen sowie klimatische Zyklen. Für Gefahrgüter gelten zusätzliche Vorschriften; unabhängig davon empfiehlt sich eine dokumentierte Auslegung der Verpackung hinsichtlich maximaler Brutto- und Stapellasten. Prüfpläne orientieren sich häufig an gängigen Transportprofilen mit festgelegten Fallhöhen, Schwingfrequenzen und Klimasequenzen, um das Verhalten der Verpackung im System Luftfracht realitätsnah zu bewerten.
Planung und Dimensionierung
Die Dimensionierung orientiert sich am Produkt, an der Innenausstattung und an den zulässigen Außenmaßen für die Luftfrachtabwicklung. Bereits in der Konstruktionsphase sind korrekte Abmessungen und passgenaue Innenmaße zu definieren, um Hohlräume, unnötiges Volumen und Verrutschen zu vermeiden. Ebenso wichtig ist die Berücksichtigung des Ladefaktors in Containern und auf Paletten sowie der Ladungssicherung. Toleranzen für Rillungen, Materialstärken und Klebebereiche sind einzuplanen, damit die geforderte Stapelfähigkeit und die Kompatibilität zu ULD-Konturen erhalten bleiben. Ergänzend sollte das Volumengewicht in Relation zum tatsächlichen Gewicht betrachtet werden, um unvorteilhafte Abrechnungen zu vermeiden.
Typische Belastungen und Schutzmaßnahmen
- Stöße und Fallereignisse: Ausreichende Kanten- und Flächendämpfung, stabile Außenhülle.
- Vibrationen: Elastische Polster, Fixierungen gegen Resonanz und Relativbewegung.
- Stapeldruck: Auslegung auf Kantenstauchwiderstand, gleichmäßige Lastverteilung.
- Klimaeinflüsse: Feuchte- und Temperaturtauglichkeit, ggf. Barriereelemente.
- Handhabung: Deutliche Markierungen, Grifföffnungen, manipulationsarme Verschlüsse.
- ULD- und Netz-/Gurtbelastungen: Ausreichende Kantenstabilität und Druckverteilung an beanspruchten Zonen.
Praxisbeispiele und Auslegungshinweise
Für empfindliche Messgeräte empfiehlt sich eine Kombination aus formschlüssiger Fixierung und zusätzlicher Flächendämpfung, um sowohl Stoßspitzen als auch Daueranregungen zu begrenzen. Bei Elektronik mit sichtbarer Oberfläche sind scheuerarme Einlagen und staubarme Papiere sinnvoll. Pharmazeutische Sekundärverpackungen können mit isolierenden Einlagen ergänzt werden, während der Außenkarton auf definierte Stapel- und Kantenlasten dimensioniert wird. Bei Konsolidierung mehrerer Einzelprodukte in Sammelkartonagen erleichtern modulare Einlagen die flexible Belegung und reduzieren Hohlräume.
In der Praxis hat sich die Validierung über Prototypentests bewährt: Musteraufbau, Vorprüfung der Innenausstattung, Anpassung von Rillungen und Klebelaschen sowie die anschließende Qualifizierung über Fall-, Vibrations- und Druckprüfungen. Packanweisungen, eindeutige Markierungen und eine dokumentierte Handhabung (z. B. maximale Lagenanzahl, zulässige Palettenüberstände) sichern die reproduzierbare Anwendung im täglichen Betrieb.
Umwelt- und Entsorgungsaspekte
Wellpappe ist kreislauffähig und in vielen Fällen aus einem hohen Anteil recycelter Fasern hergestellt. Nach Gebrauch lässt sie sich sortenrein erfassen und dem Faserkreislauf wieder zuführen. Beschichtungen und Verbundelemente sollten so gewählt werden, dass die Recyclingfähigkeit erhalten bleibt. Wo Barrierefunktionen erforderlich sind, empfiehlt sich eine sorgfältige Abwägung zwischen Schutzwirkung und Verwertbarkeit, um ökologische und funktionale Anforderungen in Einklang zu bringen.
Vor- und Nachteile von Lufttransportverpackung
Der Hauptvorteil von Lufttransportverpackungen aus Wellpappe besteht darin, dass sie eine starke und dennoch leichte Lösung bieten. Sie tragen dazu bei, Gewichtsbeschränkungen für Luftfrachtsendungen einzuhalten und damit Kosteneffekte zu erzielen. Zudem ist das Material kreislauffähig, häufig recyclingbasiert und nach Gebrauch gut wieder dem Stoffkreislauf zuführbar. Die gute Bedruckbarkeit unterstützt eine klare Kennzeichnung, was Handlingsfehler reduziert und die Nachverfolgbarkeit der Sendung verbessert.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der hohen Anpassungsfähigkeit: Sondergrößen, Einlagen, kombinierte Polster- und Fixierlösungen sowie eindeutige Kennzeichnung lassen sich wirtschaftlich umsetzen. Die Materialvielfalt (Wellenarten, Grammaturen, Verbunde) ermöglicht eine bedarfsgerechte Auslegung vom leichten Einzelversand bis zur robusten Sammelkartonage. Zudem lässt sich die Außenhülle auf definierte Kanten- und Flächenlasten dimensionieren, wodurch Stapelstabilität und Schutzwirkung entlang der gesamten Luftfrachtkette erhöht werden.
Als potenzieller Nachteil gilt die Empfindlichkeit gegenüber Nässe oder extremer Feuchte, wodurch die Stabilität sinken kann. Dies lässt sich durch geeignete Barriereschichten, imprägnierte Deckenpapiere oder innenliegende Schutzfolien weitgehend mindern. Ein weiterer Punkt sind Material- und Fertigungskosten bei sehr hohen Festigkeitsanforderungen oder wenn ein hoher Anteil neuer Fasern vorgesehen ist. Auch der Volumeneintrag durch zusätzliche Polster sollte gegen das Ladegewicht abgewogen werden, um die Verrechnung nach Volumengewicht nicht nachteilig zu beeinflussen. Für wiederkehrende Szenarien kann eine Mehrwegstrategie mit definierten Nutzungszyklen und Sichtkontrollen die Wirtschaftlichkeit verbessern, sofern die Rahmenbedingungen dies zulassen.
Zusammenfassung:
- Wellpappe eignet sich als Werkstoff für die Lufttransportverpackung, da sie leicht und gleichzeitig tragfähig ist. In Verbindung mit einer geeigneten Innenausstattung gewährleistet sie den wirksamen Schutz vor Stößen, Vibrationen und Druckbeanspruchungen entlang der gesamten Luftfrachtkette.
- Lufttransportverpackungen sind ein zentrales Element in der Logistik von Unternehmen. Sie ermöglichen den effizienten Transport von Waren, unterstützen die Einhaltung von Gewichts- und Volumenvorgaben und tragen zur Unversehrtheit des Inhalts beim Umschlag und während des Flugs bei.
- Beim Design von Lufttransportverpackungen ist die Einhaltung von Normen und Regularien entscheidend. Ergänzend sind belastungsgerechte Konstruktion, geprüfte Dämpfungselemente und eine klare Kennzeichnung notwendig, damit die Lösung in der Luftfracht sicher eingesetzt werden kann und die Produktqualität erhalten bleibt.
- Eine sorgfältige Planung und Dimensionierung, inklusive Berücksichtigung von Volumengewicht, ULD-Kompatibilität und Ladungssicherung, minimiert Transportrisiken und optimiert die Wirtschaftlichkeit.
- Durch prüfgestützte Validierung (z. B. Fall-, Vibrations- und Drucktests) werden Auslegung und Leistungsfähigkeit im Zielprofil abgesichert, was die Prozesssicherheit im Praxisbetrieb erhöht.
Veröffentlicht am 10.08.2024
Letzte Überarbeitung am 06.01.2026 um 13:46 Uhr von Julia Kopp