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Meldesysteme für Verpackungssicherheit

Wellpappe ist in vielen Lieferketten zentral. Damit die damit gefertigten Transport- und Versandlösungen zuverlässig funktionieren, spielt die Qualitätssicherung eine tragende Rolle. Ein wesentlicher Baustein sind Meldesysteme für Verpackungssicherheit, die Abweichungen frühzeitig erkennen, Ursachen transparent machen und auf dieser Basis wirksame Gegenmaßnahmen ermöglichen. Sie unterstützen sowohl die Herstellung von Wellpappzuschnitten und Kartonagen als auch die nachgelagerte Konfektionierung und den Versand. Darüber hinaus fördern sie die Prozessstabilität, reduzieren Schwankungen in der Fertigung und erhöhen die Reproduzierbarkeit der Verpackungsleistung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Durch definierte Prüfpläne, standardisierte Meldungen und nachvollziehbare Freigaben entsteht ein belastbarer Audit-Trail, der Reklamationen strukturiert adressierbar macht.

Definition: Was versteht man unter Meldesystemen für Verpackungssicherheit?

Meldesysteme für Verpackungssicherheit sind technische oder manuelle Prozesse zur Überwachung, Bewertung und Dokumentation der Qualität und Integrität von Verpackungsmaterialien und -prozessen – im Fokus stehen hier Wellpappzuschnitte, Faltkartons, Versandverpackungen und deren Verarbeitung. Sie erfassen relevante Qualitätsmerkmale, gleichen diese mit definierten Grenzwerten ab und erzeugen – je nach Abweichung – Hinweise, Warnungen oder Sperrungen bis hin zum automatischen Prozessstopp. Die Systeme können in der Produktion, im Wareneingang, in der Konfektionierung sowie im Warenausgang eingesetzt werden und bilden die Grundlage für nachvollziehbare, auditfeste Qualitätssicherung. Dabei werden Messwerte, Prüfentscheidungen und Eskalationsschritte zeitsynchron protokolliert, mit Chargen-/Los-Informationen verknüpft und so für Auswertungen, Freigaben und Rückverfolgbarkeit nutzbar gemacht. Auch manuelle Prüferfassungen, visuelle Checklisten und Stichprobenpläne lassen sich integrieren, um ein vollständiges Bild von Prozess- und Produktqualität zu erhalten.

Funktionsweise der Meldesysteme

Meldesysteme kombinieren Sensorik, Datenerfassung und Auswertung. Sie erkennen Unregelmäßigkeiten, Defekte oder Qualitätsmängel in Verpackungskomponenten und melden diese zielgerichtet. Je nach Anwendung kommen unterschiedliche Technologien zum Einsatz:

  • Optische Prüfungen: Kamerasysteme (2D/3D, Zeilen- und Flächenkameras) detektieren Risse, Delaminationen, unzureichende Rillungen, fehlerhafte Stanzbilder, schiefe Klebelaschen sowie Oberflächenfehler. OCR/OCV prüft Barcodes, Klartext und Kennzeichnungen. Ergänzend werden Druckbilder, Farbkonstanz und Registerhaltigkeit überwacht, um Lesbarkeit und Markenhinweise sicherzustellen.
  • Geometrie- und Maßprüfung: Laser- oder Lichttaster erfassen Zuschnittmaße, Rill- und Stanzpositionen, Winkligkeit und Planlage. Abweichungen von Sollmaßen werden in Echtzeit angezeigt. Zusätzlich können Bogenverzug, Rillversatz, Deckelüberstand und Falzqualität ermittelt werden, um die Passgenauigkeit im Verpackungsprozess abzusichern.
  • Mechanische Kennwerte: Inline-Prüfungen (z. B. Druck-/Kraftsensoren) liefern Indikatoren für Kantenstauchwiderstand (ECT), Berst- oder Stapelfestigkeit (BCT) über repräsentative Stichproben. Bei Bedarf werden Prüfzyklen automatisch angepasst, um Trends und Materialdrift rechtzeitig zu erkennen und zu kompensieren.
  • Prozess- und Umgebungsparameter: Sensoren überwachen Feuchte- und Temperaturprofile, Leimauftrag, Trocknung, Pressdruck, Fördergeschwindigkeiten und Presszeiten. Durch definierte Klimaprofile lassen sich Einflüsse von Umgebungsklima und Lagerbedingungen auf die Wellpappqualität bewerten und gezielte Korrekturen ableiten.
  • Gewichts- und Vollständigkeitskontrolle: Kontrollwaagen und Präsenzsensoren erkennen fehlende Einlagen, Polster, Beilagen oder Über-/Unterfüllungen. Abweichungen werden mit Materialnummern, Packmustern und Sollgewichten abgeglichen, um Falschbestückungen zu verhindern.
  • Analytik und Auswertung: Regelbasierte Alarme (Schwellwerte) werden durch statistische Prozessregelung (SPC) und Mustererkennung ergänzt, sodass Trends und Drift früh erkannt werden. Anspruchsvolle Systeme analysieren Sequenzen, um wiederkehrende Fehlerbilder zu identifizieren. Korrelationsanalysen zwischen Materialeigenschaften, Klimadaten und Maschinenparametern unterstützen Ursachenanalysen und stabile Korrekturmaßnahmen.
  • Akustische und Vibrationssignaturen: Maschinengeräusche und Schwingungen werden als indirekte Qualitätsindikatoren genutzt, etwa um Klebenahtfehler, Messerabnutzung oder Feeder-Störungen frühzeitig zu erkennen und Stillstände zu vermeiden.
  • Farb- und Leimauftragskontrolle: Densitometrie und Leimauftragsscanner prüfen, ob Leimmenge, Leimlage und Benetzungsbreite innerhalb der Spezifikation liegen und Verklebungen reproduzierbar tragfähig sind.

Die Ausgabestufen reichen von Hinweisen auf dem HMI über Andon-Signale und Quarantäne-Ausleitungen bis zur automatischen Sperrung von Chargen. Schnittstellen zu Liniensteuerungen, MES/ERP und Lagersystemen ermöglichen Rückverfolgbarkeit, Chargenbezug und dokumentationssichere Freigaben. Standardisierte Protokolle (z. B. OPC-UA, REST) erleichtern die Integration in bestehende IT-/OT-Landschaften und unterstützen die konsistente Visualisierung von Qualitätszuständen über Linien und Standorte hinweg.

Anwendungsgebiete der Meldesysteme

Überall dort, wo Produkte sicher in Wellpappe verpackt und transportiert werden, kommen Meldesysteme zum Einsatz. Typische Bereiche:

  • Lebensmittel und Getränke: Überwachung hygienerelevanter Parameter, Planlage und Stabilität von Trays, Sichtkontrolle von Öffnungshilfen und Verklebungen. Zusätzlich werden klimabedingte Formänderungen, Kondensatbildung und Dichtigkeit von Sekundärverpackungen bewertet.
  • Pharma und Healthcare: Kontrolle von Tamper-Evidence-Merkmalen, Code- und Textprüfung, Versiegelung und Kartonintegrität, Dokumentation für Audits. Serialisierungsdaten, Verfalldaten und Chargenangaben werden plausibilisiert und archiviert.
  • Elektronik: Prüfung von ESD-Hinweisen, Passgenauigkeit von Einlagen, Unversehrtheit sensibler Kanten und Schutzpolster. Auch Stoßindikatoren und Neigungssensoren können ausgewertet werden, um Transportrisiken zu minimieren.
  • E-Commerce und Handel: Inline-Check von Rillung, Stanzung und Kennzeichnung, Vollständigkeit von Beipack und Retourenmaterialien. Versandetiketten, Adressdaten und Tracking-Codes werden auf Lesbarkeit und Korrektheit geprüft, um Fehlzustellungen zu vermeiden.
  • Automotive und Industrie: Stabilität von Transportbehältnissen, Ladungssicherung in Kartontrays, Etiketten- und Barcode-Verifikation. Zusätzlich werden Mehrweg-/Einweg-Prozessketten abgestimmt und Sperrlogiken für sicherheitsrelevante Komponenten umgesetzt.
  • Kosmetik und Konsumgüter: Überwachung von Oberflächenqualität, Kratzern und Staubfreiheit; Kontrolle von Sets und Bundles auf Vollständigkeit und korrekte Einlage.

Entlang der Prozesskette unterstützen Meldesysteme den Wareneingang (Materialfreigabe), die Umformung (Rillen, Stanzen, Kleben), die Konfektionierung (Einlage, Polster, Dokumente), die Endkontrolle sowie den Versand. Dadurch werden Fehlerquellen eingegrenzt und Nacharbeit minimiert. Prüfpläne, Toleranztabellen und Abnahmeprotokolle definieren eindeutige Kriterien, reduzieren Interpretationsspielräume und fördern eine robuste Prozessfähigkeit.

Typische Prüfkriterien und Fehlerbilder

  • Material und Aufbau: Wellenprofil, Grammatur, Feuchtegehalt, Verklebungsqualität, Faserausrichtung. Zusätzlich: Leimpenetration, Deckschichtqualität, Staubbildung und Materialhomogenität zwischen Rollen/Chargen.
  • Geometrie: Maßhaltigkeit, Rechtwinkligkeit, Rilltiefe und Rillbreite, sauberes Stanzbild, saubere Perforationen, plan liegende Flächen. Ergänzend: Kantenqualität, Gratbildung, Stanzbrücken, Bogenverzug und Falzsymmetrie.
  • Funktion: Tragfähigkeit, Kantenstabilität, Stapelfestigkeit, Verschlussfestigkeit, Öffnungsmechanik. Einschließlich Klebenahtbreite, Klebkraft, Deckel-/Boden-Schluss und Wiederöffnungsfähigkeit gemäß Spezifikation.
  • Kennzeichnung: Lesbarkeit und Korrektheit von Barcodes, Datamatrix, Chargenangaben und Handling-Piktogrammen. Auch Kontrast, Drucklage und Ausrichtung werden verifiziert.
  • Vollständigkeit: Einlagen, Polster, Distanzelemente, Dokumententaschen, Begleitpapiere. Prüfkriterien umfassen Packmuster, Sollgewicht, Stücklistenabgleich und Behälterstatus.
  • Oberfläche und Optik: Beschädigungen, Verschmutzungen, Klebereste, Kratzer sowie Unregelmäßigkeiten in der Bedruckung oder im Schutzlack.

Meldearten, Reaktionslogik und Eskalation

  • Hinweis (Info): Abweichung im Trend, noch innerhalb der Toleranz – präventive Maßnahme empfohlen. Dokumentation im Logbuch mit Zeitstempel und Verantwortlichkeit.
  • Warnung: Grenzwertnah, erhöhte Ausschussgefahr – Parameteranpassung oder Stichprobenverdichtung. Automatische Ticketvergabe zur schnellen Abarbeitung und Überwachung der Wirksamkeit.
  • Fehler/Alarm: Grenzwert überschritten – automatische Ausleitung, Sperrung oder Linienstopp. Fehlereinordnung nach Fehlercode-System und eindeutige Quarantäne-Zuordnung betroffener Mengen.
  • Eskalation: Wiederholte Alarme – Verantwortliche, Qualitätssicherung und Instandhaltung werden eingebunden, Ursachendiagnose (z. B. 5-Why-Analyse, Ishikawa). Eskalationsstufen definieren Reaktionszeiten, Kommunikationswege und Freigabezuständigkeiten.

Implementierung: Vorgehen und Best Practices

  1. Ziele und Kenngrößen definieren: Fehlerschwerpunkte bestimmen (z. B. Rillqualität, Verklebung), KPIs festlegen (FPY, Ausschussquote, Nacharbeitsrate). Zielzustände für Prozessfähigkeit (z. B. Cp/Cpk) und Reaktionszeiten der Meldungen verbindlich festlegen.
  2. Risikoanalyse durchführen: Kritische Kontrollpunkte identifizieren (FMEA), Prüfstrategie festlegen (100%-Prüfung, Stichproben, Inprozesskontrolle). Kontrollpläne mit Prüfhäufigkeiten und Entscheidungskriterien erstellen.
  3. Grenzwerte festlegen: Toleranzen für Material, Geometrie und Kennzeichnung definieren sowie zulässige Abmessungen und Toleranzen im Prozess dokumentieren. Grenzwertmodelle (Warn-/Eingriffsgrenzen) konsistent pflegen und revisionssicher versionieren.
  4. Sensorik platzieren und kalibrieren:
  5. Datenflüsse standardisieren: Eindeutige IDs/Chargen, klare Statusmodelle (frei, gesperrt, Nacharbeit), revisionssichere Speicherung und Zugriffskonzepte. Schnittstellen und Datenformate harmonisieren, um Medienbrüche zu vermeiden.
  6. Pilot und Rollout: Testbetrieb mit Referenzmustern, Schwachstellen beheben, danach schrittweise Erweiterung auf weitere Linien/Produkte. Frühzeitige Einbindung von Produktion, Qualität und Instandhaltung stärkt die Akzeptanz.
  7. Schulung und Routine: Bediener und Qualitätsteams in Interpretation, schnelle Fehlerbehebung und Ursachenanalyse trainieren. Standardarbeitsanweisungen, Checklisten und Schulungsmatrizen helfen, Wissen nachhaltig zu verankern.
  8. Kontinuierliche Verbesserung: Regelmäßige Review-Meetings, Auswertung von Trends, Anpassung von Prüfplänen und Grenzwerten. Erkenntnisse in KVP- und Maßnahmenlisten überführen und auf Wirksamkeit prüfen.

Vor- und Nachteile von Meldesystemen für Verpackungssicherheit

Die Systeme bieten deutliche Stärken, erfordern jedoch sorgfältige Einführung und Betreuung.

  • Vorteile:
    • Verbesserte und stabilisierte Produktqualität; geringere Ausschuss- und Retourenquoten.
    • Früherkennung von Abweichungen, dadurch geringere Folgekosten in der Logistikkette.
    • Nachweisbare Compliance durch lückenlose Dokumentation und Rückverfolgbarkeit.
    • Höhere Prozesseffizienz durch klare Reaktionslogik und automatische Ausleitung.
    • Datengrundlage für Optimierungen (SPC, OEE-Steigerung, präventive Instandhaltung).
    • Transparenz über Linien, Schichten und Standorte hinweg; Benchmarking und Best-Practice-Transfer werden erleichtert.
  • Nachteile und Herausforderungen:
    • Investitions- und Integrationsaufwand (Hardware, Software, Schnittstellen).
    • Bedarf an qualifiziertem Personal für Betrieb, Wartung und Dateninterpretation.
    • Kalibrier- und Wartungsaufwände, Risiko von Fehlalarmen bei falschen Grenzwerten.
    • Datenmengen und Komplexität erfordern klare Governance und sinnvolle Visualisierung.
    • Change-Management-Aufwand, um Arbeitsweisen, Verantwortlichkeiten und Meldekultur zu verankern.

Praxisbeispiele und typische Nutzenhebel

  • Lebensmittel: Feuchte- und Temperaturüberwachung reduziert Deformationen und verhindert Aufweichen von Trays; automatische Ausleitung schützt vor Folgeschäden. Ergänzend führt die Überwachung der Planlage zu stabileren Paletteneinheiten und geringeren Transportschäden.
  • Pharma:
  • Elektronik: Präsenzsensorik prüft Einlagen und Polster auf Vollständigkeit; Gewichtskontrolle verhindert Unter- oder Überbestückung. Stoßindikatoren werden dokumentiert, um Verpackungskonzepte zielgerichtet zu verbessern.
  • Allgemeine Konfektionierung: Kameras detektieren fehlerhafte Rillungen und Stanzbrücken, bevor es zu Stabilitätsproblemen beim Stapeln kommt. Durch SPC-Analysen werden Trends sichtbar, die eine vorbeugende Instandhaltung auslösen.
  • E-Commerce-Fulfillment: Prüfung von Versandetiketten, Beipackzetteln und Retourelabels; automatische Ausleitung verhindert Fehlversand und verringert Bearbeitungszeiten im Warenausgang.

Datenhaltung, Auswertung und Kennzahlen

  • Traceability: Chargenbezogene Speicherung von Messwerten, Alarmen, Freigaben und Quarantänen. Verknüpfung mit Materialnummern, Packmustern und Kundenanforderungen.
  • SPC und Trendanalysen: Laufende Prozessfähigkeit (Cp, Cpk), Regelkarten und Drift-Erkennung. Ursachenanalysen werden durch Pareto- und Korrelationsauswertungen unterstützt.
  • Kennzahlen: First Pass Yield, Ausschussquote, DPMO, MTBF/MTTR, Nacharbeitszeiten. Ergänzend: Zeit bis zur Erstreaktion, Quarantänezeit, Anteil prüfrelevanter Stillstände.
  • Reporting: Linien- und Schichtvergleiche, Pareto-Analysen zu Fehlerursachen, Wirksamkeit von Korrekturmaßnahmen. Dashboards mit Ampellogik und kontextbezogenen Drill-downs erhöhen die Entscheidungsqualität.
  • Datenmanagement: Einheitliche Stammdaten, Versionierung von Prüfplänen, Aufbewahrungsfristen und rollenbasierte Zugriffe gewährleisten Konsistenz und Datensicherheit.

Normen, Richtlinien und Prüfverfahren

Für Wellpappverpackungen sind anerkannte Normen und Richtlinien maßgeblich, darunter internationale ISO- und DIN-Normen sowie FEFCO-Empfehlungen. Relevante Prüfungen umfassen unter anderem ECT- und BCT-Verfahren, Berst- und Durchstoßprüfungen, Klimaprüfungen mit definierten Feuchte-/Temperaturprofilen sowie Verfahren zur Beurteilung von Rill- und Stanzqualität. Meldesysteme sollten diese Prüfverfahren unterstützen, Ergebnisse normkonform dokumentieren und die Rückführbarkeit der Messmittel gewährleisten.

Schnittstellen, IT-Sicherheit und Rollen

Eine robuste Integration in Maschinen- und IT-Systeme ist entscheidend. Standardisierte Schnittstellen erleichtern die Anbindung an Liniensteuerungen, MES/ERP und Lagerverwaltung. IT-Sicherheitsaspekte (Netzsegmentierung, Rechtekonzepte, Protokollierung) schützen vor Manipulation und Datenverlust. Klare Rollen (Bedienung, Qualitätssicherung, Instandhaltung, Produktionsleitung) und definierte Vertretungsregelungen sichern kurze Reaktionszeiten und verlässliche Freigabeprozesse.

Häufige Ursachen und Präventionsmaßnahmen

  • Klimaschwankungen: Durch geregelte Klimazonen und Materialakklimatisierung lassen sich Feuchte- und Formschwankungen reduzieren.
  • Werkzeugverschleiß: Zustandsbasierte Wartung und Verschleißgrenzwerte für Messer, Riller und Düsen verhindern Qualitätseinbrüche.
  • Leimauftrag: Regelmäßige Überprüfung von Viskosität, Temperatur und Auftragsbreite stabilisiert Verklebungen.
  • Materialwechsel: Freigabeprozesse bei Chargenwechseln mit Referenzprüfungen minimieren Risiko von Fehlanpassungen.
  • Datenqualität: Plausibilitätschecks, Prüfplanversionierung und Schulungen erhöhen Verlässlichkeit der Entscheidungen.

Nachhaltigkeitsaspekte in der Verpackungsprüfung

Durch frühzeitige Abweichungserkennung und zielgerichtete Ausleitung sinken Ausschuss und Nacharbeit. Optimierte Rill- und Stanzqualität verbessert die Packdichte, reduziert Transportschäden und hilft, Materialverbräuche zu senken. Meldesysteme können so dazu beitragen, Ressourcen zu schonen und die Umweltauswirkungen von Verpackungsprozessen messbar zu verringern.

Zusammenfassung:

  • Meldesysteme für Verpackungssicherheit sind essenziell für Firmen, die mit wertvollen Gütern handeln, da sie den Zustand und die Integrität von Wellpappverpackungen überwachen.
  • Diese Systeme können potentielle Schäden frühzeitig erkennen und somit dazu beitragen, die Kosten für zerstörte oder beschädigte Produkte oder Ausfälle in der Lieferkette zu minimieren.
  • Mittels Sensortechnologie und Echtzeit-Datenübertragung, tragen Meldesysteme für Verpackungssicherheit dazu bei, die Qualitätssicherung und Produktstabilität in der gesamten Logistikkette zu gewährleisten.
  • Sie verknüpfen Messwerte, Regeln und Eskalationen, um Abweichungen von Material-, Geometrie- und Funktionsmerkmalen verlässlich aufzudecken und zu dokumentieren.
  • Ein strukturiertes Vorgehen mit klaren Grenzwerten, kalibrierten Prüfmitteln und geschulten Teams maximiert den Nutzen und reduziert Fehlalarme.
  • In Verbindung mit normgerechter Dokumentation, eindeutigen Rollen und robusten Schnittstellen entsteht ein belastbares System, das Qualität, Effizienz und Transparenz in Verpackungsprozessen stärkt.

Veröffentlicht am 17.06.2025
Letzte Überarbeitung am 21.11.2025 um 12:43 Uhr von Manuel Hofacker

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