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Neuproduktverpackung

In den Hallen der Produktionsstätten sieht man sie immer häufiger: die Neuproduktverpackungen aus Wellpappe. Angesichts der rasanten Entwicklungen im Verpackungsmarkt gehen Hersteller dazu über, verstärkt auf diesen vielseitigen Werkstoff zu setzen. Wellpappe überzeugt dabei durch ein günstiges Verhältnis von Gewicht zu Stabilität, gute Bedruckbarkeit und eine hohe Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Produktgeometrien.

Neuproduktverpackungen reagieren auf geänderte Lieferketten, kürzere Produktlebenszyklen und höhere Anforderungen an Schutz, Präsentation und Ressourceneffizienz. Sie verbinden Transportsicherheit mit Markenwirkung, reduzieren den Materialeinsatz durch passgenaue Konstruktionen und unterstützen effiziente Pack- und Logistikprozesse. Zusätzlich berücksichtigen sie Anforderungen aus E-Commerce und Omnichannel-Vertrieb, gesetzliche Kennzeichnungspflichten sowie Rückführbarkeit innerhalb geschlossener Materialkreisläufe.

Definition: Was versteht man unter Neuproduktverpackung?

Unter einer Neuproduktverpackung versteht man ein innovatives Verpackungskonzept, das eigens für ein neues Produkt oder eine neue Produktlinie entwickelt wurde. In der Wellpappindustrie steht dieser Begriff insbesondere für die Gestaltung von Verpackungen, die sowohl funktional als auch optisch überzeugen und das Produkt optimal präsentiert. Ergänzend umfasst der Begriff die systematische Planung von Schutzfunktionen, Informationsvermittlung, ergonomischem Handling und nachhaltiger Entsorgung.

Im engeren Sinne umfasst die Neuproduktverpackung die vollständige Auslegung von Primär-, Sekundär- und gegebenenfalls Tertiärverpackung auf Basis der Produktspezifika. Ziel ist eine abgestimmte Balance aus Schutzleistung, Handhabung, Materialeffizienz und Wiederverwertbarkeit. Abzugrenzen ist dies von reinen Design-Updates bestehender Lösungen: Bei einer Neuproduktverpackung werden Konstruktion, Materialqualität, Verschluss- und Öffnungsmechaniken sowie Druckbild systematisch neu definiert. Aspekte wie Design for Assembly, Design for Recycling und die Variantenfähigkeit im Serienprozess werden von Beginn an mitgedacht.

Die Entwicklung von Neuproduktverpackungen aus Wellpappe

Die Entwicklung einer Neuproduktverpackung ist ein kreativer und technischer Prozess. Hierbei werden Aspekte wie Materialauswahl, Design und Funktionalität berücksichtigt. Innovation und individuelle Gestaltung spielen eine zentrale Rolle im Entwicklungsprozess. So kann beispielsweise das Corporate Design eines Unternehmens in die Verpackung eingearbeitet werden. Ebenso wichtig ist die frühe Einbindung von Logistik, Qualitätssicherung und gegebenenfalls Automatisierungstechnik, um reibungslose Prozesse vom Wareneingang bis zur Auslieferung sicherzustellen.

Anforderungsaufnahme und Konzeption

Am Beginn stehen die Produktanalyse (Geometrie, Masse, Oberflächenempfindlichkeit), der Schutzbedarf (Stoß, Druck, Vibration), die Transport- und Lagerbedingungen (Temperatur, Feuchte, Umlagerungen) sowie die betrachteten Prozesse (Montagefolge, Packzeiten, Automatisierbarkeit). Daraus entsteht ein Lastenheft mit Zielwerten für Stabilität (z. B. Kantenstauchwiderstand), Stapeltragfähigkeit, Bedienkomfort und Druckbild. Ergänzend werden Toleranzen, Maßketten, Palettierbilder, Versandprofile und Retoure-Szenarien definiert, um die Variantenbeherrschung sicherzustellen.

Material- und Konstruktionsauswahl

Je nach Anforderung kommen verschiedene Wellenprofile (E-, B-, C-, EB- oder BC-Welle) und Papierqualitäten zum Einsatz. Konstruktiv reichen Optionen von Faltschachteln und Stecksystemen über Stanzverpackungen mit Rillung, Öffnungshilfen und Perforation bis hin zu Einlagen, Polstern und Fixierlösungen. Verschlusskonzepte (Klebung, Selbstklebeverschluss, Einstecklaschen, Aufreißfaden) werden auf Handling und Retoure abgestimmt. Für die grafische Umsetzung eignen sich Flexo-, Digitaldruck oder Offsetkaschierung, abhängig von Auflage, Farbflächen und Bildanteilen. Bei Bedarf können feuchtebeständige Qualitäten, höhere Flächengewichte oder faserbasierte Polster integriert werden, ohne die Recyclingfähigkeit zu beeinträchtigen.

Prototyping, Tests und Industrialisierung

CAD-Konstruktion und Weißmuster ermöglichen frühe Passform- und Handhabungsprüfungen. Funktionsmuster werden mechanisch geprüft (z. B. Fall-, Stapel- und Schwingtests) und bei Bedarf klimatisiert getestet. Nach der Validierung folgen Werkzeugfreigabe (Stanzform), Andruck und Hochlauf (Ramp-up). Neben Materialverbrauch und Schutzwirkung werden auch Packzeiten, Montageschritte und Kommissionierlogik optimiert. Feldtests unter realen Versandbedingungen ergänzen Laborprüfungen und liefern verlässliche Daten für die finale Spezifikation.

Druckbild und Informationshierarchie

Das Druckbild dient nicht nur der Präsentation, sondern strukturiert Informationen für Handhabung, Compliance und Rückverfolgbarkeit. Piktogramme, Barcodes, Serienkennzeichnungen und klare Öffnungshinweise reduzieren Fehlerquoten, unterstützen Qualitätsprüfungen und erhöhen die Prozesssicherheit über die gesamte Lieferkette.

Merkmale von hochwertigen Neuproduktverpackungen

Qualitativ hochwertige Neuproduktverpackungen zeichnen sich durch eine Reihe von Merkmalen aus. Sie sind robust, leicht und flexibel in Form und Gestaltung. Wellpappe bietet zudem hervorragende Druckeigenschaften, was eine individuelle Gestaltung und einen hochwertigen Druck ermöglicht. Des Weiteren sind sie ökologisch nachhaltig, da sie aus recycelbaren Materialien hergestellt und nach Gebrauch wieder dem Recycling zugeführt werden können. Ergonomie, sicher geführte Greif- und Öffnungsflächen sowie eine intuitive Faltlogik verbessern die Bedienbarkeit und verringern Fehler im Packprozess.

  • Produktschutz: Passgenaue Aufnahmen, Polsterzonen und stabile Rill-/Klebkonstruktionen reduzieren Transportschäden und Oberflächenabrieb; klimabedingte Belastungen werden durch geeignete Materialwahl und Verpackungsgeometrie berücksichtigt.
  • Prozesssicherheit: Eindeutige Faltlogik, eindeutiges Marking, ergonomische Öffnungs- und Verschlusslösungen verkürzen Pack- und Pickzeiten; standardisierte Bauteile erleichtern die Schulung neuer Mitarbeitender.
  • Logistikeffizienz: Flache Anlieferung, schneller Aufbau, optimierter Nutzenschnitt und stimmige Palettierung für hohe Flächenauslastung; durchdachte Packdichten reduzieren Transportkosten und CO₂-Emissionen.
  • Kommunikation: Klar lesbare Kennzeichnungen, Barcodes und Farbcodierungen unterstützen Identifikation und Rückverfolgbarkeit; gesetzlich erforderliche Hinweise werden eindeutig positioniert.
  • Nachhaltigkeit: Materialeinsatz nach Bedarf, hoher Faserrecyclinganteil, lösungsmittelfreie Klebungen und sortenreine Entsorgung; Wiederverwendbarkeit und Mehrfachnutzung werden, wo sinnvoll, mitgeplant.
  • Dimensionierung: Toleranzen und Maßketten werden so ausgelegt, dass der Packinhalt sicher sitzt und sich Packmittel effizient lagern lassen; hierzu zählen auch praxisgerechte Abmessungen, die bereits in der Entwicklung berücksichtigt werden.

Zusätzlich steigern modulare Einlagen und variable Füllhöhen die Flexibilität für Serien, Varianten und Aktionsware, ohne die Grundkonstruktion zu verändern. So lassen sich Skaleneffekte nutzen und Dispositionsaufwände reduzieren.

Vor- und Nachteile von Neuproduktverpackung

Ein wesentlicher Vorteil der Neuproduktverpackungen aus Wellpappe besteht in ihrer individuellen Anpassungsfähigkeit. So können diese Verpackungen genau an die Anforderungen eines bestimmten Produkts angepasst werden. Darüber hinaus sind sie umweltfreundlich, da sie aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden und recycelbar sind. Allerdings verursacht die Entwicklung individueller Verpackungen auch höhere Kosten. Zudem kann die Herstellung zeitintensiver sein als bei standardisierten Verpackungslösungen. In frühen Projektphasen empfiehlt sich daher eine Kosten-Nutzen-Abwägung entlang des gesamten Lebenszyklus.

  • Vorteile:
    • Reduzierte Schaden- und Retourenquote durch passgenauen Schutz.
    • Bessere Raumausnutzung im Lager und auf der Palette durch abgestimmte Packdichten.
    • Gesteigerte Pack- und Kommissioniergeschwindigkeit durch klare Handhabung und Markierungen.
    • Anpassbare Gestaltung für Zielgruppenansprache, Serien- und Variantenkennzeichnung.
    • Hohe Datenqualität durch konsistente Etikettierung, Barcodes und eindeutige Zuordnung in ERP/WMS-Prozessen.
  • Nachteile:
    • Initiale Entwicklungs- und Werkzeugkosten inklusive Prototyping und Tests.
    • Zusätzlicher Abstimmungsaufwand bis zur Serienreife (Freigaben, Druckabnahme).
    • Eventuell höhere Komplexität in der Disposition bei vielen Varianten.
    • Erforderlicher Qualifikationsbedarf in Montage und Packprozess bei Einführung neuer Mechaniken.

Alternativen zur Neuproduktverpackung aus Wellpappe

Als Alternative zur Neuproduktverpackung aus Wellpappe können Verpackungen aus Kunststoff oder Metall dienen. Diese Materialien sind jedoch in der Regel weniger umweltfreundlich und in der Produktion teurer. Ein kompromissloser Fokus auf Nachhaltigkeit und eine hohe Produktqualität lassen die Neuproduktverpackung aus Wellpappe daher als sinnvolle Lösung erscheinen. Bei besonderen Feuchte- oder Dauerbelastungen können Verbundmaterialien notwendig sein; deren Einsatz sollte stets gegen Recyclingfähigkeit und Rücknahmeoptionen abgewogen werden.

Weitere Alternativen sind faserbasierte Formteile (z. B. geformte Faserschalen) oder hybride Lösungen, bei denen Wellpappe mit funktionalen Einlagen kombiniert wird. Die Auswahl orientiert sich am geforderten Schutzlevel, an Feuchte- und Temperaturbedingungen sowie an der gewünschten Wiederverwertbarkeit. Mehrwegkonzepte sind eine Option, wenn fixe Warenströme und Rückführlogistik gesichert sind.

Entscheidungsfindung: Warum sich eine Neuproduktverpackung lohnt

Trotz der höheren Entwicklungs- und Herstellungskosten erweist sich die Neuproduktverpackung aus Wellpappe für viele Unternehmen als lohnende Investition. Mehrere Faktoren spielen hier eine Rolle, wie zum Beispiel eine verstärkte Markenpräsenz, optimierte Lagerlogistik und der Beitrag zu einer nachhaltigen Unternehmensphilosophie. Vor allem die Aspekte der Nachhaltigkeit und der individuellen Gestaltungsmöglichkeiten können dabei den entscheidenden Vorteil im Wettbewerb bringen. Die Gesamtkostenbetrachtung über den Lebenszyklus (TCO) inklusive Schadenquote und Prozesszeiten ist dabei maßgeblich.

Für die Entscheidung sind messbare Kennzahlen hilfreich: Packmittelkosten pro Einheit, Packzeit pro Einheit, Schadenquote, Retourenquote, Flächennutzung im Lager, Materialeinsatz pro Sendung sowie CO₂-relevante Transporteinflüsse. Eine strukturierte Validierung mit Funktionsmustern minimiert Projektrisiken und zeigt Optimierungspotenziale frühzeitig auf. Ergänzend helfen Simulationsmodelle (z. B. für Palettierung oder Schwingungen), um Varianten zielgerichtet zu vergleichen.

  1. Anforderungen sammeln (Produkt, Logistik, Handling, Kommunikation).
  2. Konzepte vergleichen (Schutz, Materialeinsatz, Prozessfähigkeit).
  3. Muster testen (Mechanik, Klima, Bedienbarkeit).
  4. Wirtschaftlichkeit bewerten (Einmalkosten vs. laufende Einsparungen).
  5. Freigeben und Standards dokumentieren (Spezifikation, Prüfplan, Druckdaten).

Normen, Prüfanforderungen und Praxisbezug

Für Neuproduktverpackungen aus Wellpappe werden Prüfpläne definiert, die mechanische Tests (z. B. Kantenstauch-, Durchstoß- und Fallprüfungen) sowie klimatische Belastungen abdecken. Versandprofile und Stapelzeiten orientieren sich an realen Transportketten. Prüfintervalle und Stichproben sichern die gleichbleibende Qualität in der Serie, während Änderungsdienste sicherstellen, dass Anpassungen dokumentiert und rückverfolgbar sind.

Anwendungsbeispiele aus der Praxis

Typische Einsatzfelder reichen von empfindlicher Elektronik (mit formschlüssigen Einlagen und antistatischen Einsätzen) über Kosmetik und Consumer Goods (fokus auf Präsentation, Öffnungserlebnis und Fälschungssicherheit) bis zu Ersatzteilen und Industriekomponenten (stapelstabile, variantenfähige Lösungen mit klarer Kennzeichnung). Für E-Commerce-Artikel sind Retourenfreundlichkeit, manipulationssichere Verschlüsse und effiziente Kommissionierung zentrale Gestaltungsparameter.

Nachhaltigkeitsaspekte und Kreislauffähigkeit

Neuproduktverpackungen aus Wellpappe unterstützen die Kreislaufwirtschaft durch hohe Faserrecyclinganteile und sortenreine Auslegung. Material- und Flächenoptimierung senken Ressourcenverbrauch und Transportemissionen. Wo möglich, werden Monomateriallösungen bevorzugt, um die Wiederverwertung zu erleichtern. Zudem trägt eine klare Zerlegelogik dazu bei, dass nach der Nutzung alle Bestandteile korrekt zugeführt werden können.

Typische Fehler und wie man sie vermeidet

  • Überdimensionierung: Führt zu unnötigem Material- und Kostenaufwand; Lösung: belastungsorientierte Auslegung mit Tests und Simulation.
  • Unklare Informationsführung: Erhöht Fehlerrisiko im Packprozess; Lösung: konsistente Piktogramme, eindeutige Öffnungshinweise, geprüfte Lesbarkeit.
  • Vernachlässigte Klimabelastungen: Materialschwächung bei Feuchte; Lösung: geeignete Papierqualitäten und Klimaprüfungen einplanen.
  • Fehlende Variantenstrategie: Zu viele Einzelnummern; Lösung: modulare Einlagen und standardisierte Grundmaße.

Zusammenfassung:

  • Unter Neuproduktverpackung verstehen wir ein innovatives Verpackungsdesign für ein neu eingeführtes Produkt, das sowohl die Produktsicherheit als auch die Wahrnehmung des Produkts durch die Kunden betont.
  • Die Materialwahl spielt dabei eine entscheidende Rolle und Wellpappe ist oft eine bevorzugte Option, aufgrund ihrer hohen Stabilität, Flexibilität und Umweltfreundlichkeit.
  • Speziell angefertigte Neuproduktverpackungen aus Wellpappe erlauben eine bessere Produktpositionierung, verbessern die visuelle Präsentation und ermöglichen eine effizientere Lagerung und Logistik.
  • Der Entwicklungsprozess umfasst Anforderungsaufnahme, Konstruktion, Prototyping, Tests und Industrialisierung mit Fokus auf Schutz, Handhabung und Ressourceneffizienz.
  • Eine fundierte Entscheidung basiert auf klaren Kennzahlen (Packzeit, Schadenquote, Materialeinsatz) und einer validierten Auslegung der Konstruktion.
  • Ergonomische Handhabung, eindeutige Kennzeichnung und recyclinggerechte Konstruktion erhöhen Prozesssicherheit und Kreislauffähigkeit entlang der Lieferkette.

Veröffentlicht am 26.06.2024
Letzte Überarbeitung am 04.11.2025 um 11:42 Uhr von Manuel Hofacker

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