Sofortkontakt
Wellstar-Packaging GmbH
Hubert-Weisser-Straße 2
78199 Bräunlingen
Tel. +49 (0)771 / 9294886-0
E-Mail
info@wellstar-packaging.de
Produktkennzeichnung
Im Kontext von Wellpappe-Verpackungen spielt die Produktkennzeichnung eine bedeutsame Rolle. Sie dient zur Informationsübermittlung und Orientierung und kann zahlreiche Aspekte wie Herstellerangaben, Inhaltsinformationen oder Recyclinghinweise einschließen. Darüber hinaus unterstützt sie eine reibungsarme Abwicklung in Produktion, Lager und Transport, reduziert Fehler in der Kommissionierung und ermöglicht eine lückenlose Rückverfolgbarkeit. In der Praxis umfasst sie textliche Angaben, standardisierte Symbole und Prüfsiegel ebenso wie maschinenlesbare Markierungen (Barcodes, 2D-Codes, RFID), die auf der Wellpappe direkt aufgebracht oder mittels Etikett integriert werden. Eine gut geplante Kennzeichnung trägt zur Sicherheit, Lesbarkeit und Konsistenz entlang der gesamten Supply Chain bei.
Definition: Was versteht man unter Produktkennzeichnung?
Die Produktkennzeichnung bezeichnet sämtliche Angaben, Zeichen und Siegelelemente, die einem Produkt oder seiner Verpackung zugeordnet sind. Sie liefert wichtige Informationen über das Produkt und seine Handhabung und unterliegt in vielen Branchen gesetzlichen Vorschriften. In ihrer Gesamtheit trägt sie zur Produktsicherheit und Verbraucherinformation bei. Neben den inhaltlichen Vorgaben spielen dabei Anforderungen an Lesbarkeit, Kontraste, Mindestschriftgrößen, Haltbarkeit und Abriebfestigkeit eine wesentliche Rolle, insbesondere bei wechselnden Umgebungsbedingungen in Lager und Transport.
Im erweiterten Sinn umfasst die Produktkennzeichnung bei Versand- und Transportkartonagen aus Wellpappe auch logistische Kennzeichnungen (z. B. Barcodes, 2D-Codes, Serien- und Chargennummern), Gefahren- und Warnhinweise, Umwelt- und Recyclingpiktogramme sowie Hinweise zur Handhabung. Ziel ist die eindeutige Identifikation und sichere Nachverfolgbarkeit entlang der gesamten Lieferkette – von der Fertigung über Lager und Transport bis hin zum Endkunden. Ergänzend kommen Retourenkennzeichen, Versandetiketten mit SSCC- oder Liefereinheitsinformationen sowie optional elektronische Identifikatoren (RFID/NFC) für Mehrweg- und Pooling-Konzepte hinzu.
- Informationsfunktion: Inhalt, Menge, Haltbarkeit, Herkunft, Handhabung.
- Schutz- und Sicherheitsfunktion: Warnsymbole, Bruchsicherheit, Feuchteeinfluss, Stapelhinweise.
- Rückverfolgbarkeit: Charge, Los, Produktionszeitpunkt, Rückrufmanagement.
- Nachhaltigkeit und Entsorgung: Materialkennzeichnung, Recyclingpfade, Trennhinweise.
- Kommunikationsfunktion: Mehrsprachige Beschriftung, international verständliche Piktogramme, eindeutige Begriffe.
- Prozess- und Qualitätsfunktion: Kennzeichnungsfenster, Scanrate, Codequalität, eindeutige Datenstrukturen für automatisierte Abläufe.
Legale Anforderungen an die Produktkennzeichnung
Gesetzliche Regelungen zur Produktkennzeichnung können je nach Sektor variieren, beinhalten jedoch häufig Mindestanforderungen zu Angaben wie Hersteller, Inhalt, Herkunft und Entsorgung. Bei vielen Produkten, z. B. Lebensmitteln und Medikamenten, sind zusätzliche Angaben verpflichtend. Der Einklang mit den gesetzlichen Anforderungen ist nicht nur juristisch, sondern auch für die Markenbildung und das Verbrauchervertrauen von Bedeutung. Zudem sind Anforderungen an Lesbarkeit (z. B. x-Höhe, Kontrast), Dauerhaftigkeit der Information und die Eindeutigkeit maschinenlesbarer Daten zu beachten, damit die Kennzeichnung entlang der Prozesskette zuverlässig erfasst werden kann.
In der Praxis greifen mehrere Rechtsrahmen und Normen ineinander. Je nach Produktgruppe gelten branchenspezifische Detailvorgaben, zusätzlich zu allgemeinen Kennzeichnungspflichten und Anforderungen an Lesbarkeit, Kontraste und Mindestschriftgrößen. Dazu zählen Regelwerke zu Gefahrstoffen, Lebensmittel- und Medizinprodukten sowie nationale Vorgaben zur Abfalltrennung und Rücknahme. Wesentlich ist eine saubere Dokumentation (z. B. Freigabeprotokolle, Musterfreigaben) und ein konsistentes Änderungsmanagement, um den Nachweis der Regelkonformität jederzeit zu ermöglichen.
Typische Pflichtangaben (auszugsweise, je nach Branche)
- Allgemeine Konsumgüter: Hersteller/Importeur, Anschrift, Produktbezeichnung, Material- und Entsorgungshinweise.
- Lebensmittel: Zutatenliste, Allergene, Nährwerte, Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum, Los- bzw. Chargenkennzeichnung.
- Gefahrstoffe/Chemikalien: Gefahrenpiktogramme, Signalwörter, H- und P-Sätze gemäß einschlägigen Vorschriften.
- Medizinprodukte: Produktidentifikation, UDI (Unique Device Identification), ggf. Sterilitäts- und Chargeninformationen.
- Elektronik/Elektrogeräte: Produktkennzeichnung, ggf. Hinweise zur Entsorgung und Rücknahme.
- Kosmetik: Inhaltsstoffe (INCI), Mindesthaltbarkeitsangaben, besondere Warnhinweise je nach Produkt.
- Textilien: Faserzusammensetzung, Pflegehinweise, ggf. Herstellerkennzeichnung und Herkunft.
- Batterien/Akkumulatoren: Symbolik zur getrennten Sammlung, chemische Kennzeichnung, Kapazitätsangaben.
Normen, Standards und Logistikvorgaben
- Identifikationsstandards: Eindeutige Artikel- und Versandkennzeichnungen (z. B. GTIN, SSCC) unterstützen automatisierte Prozesse im Warenein- und -ausgang.
- Barcode- und 2D-Code-Spezifikationen: Anforderungen an Ruhezone, Kontrast, Druckauflösung und Codequalität sichern die Scanbarkeit.
- Piktogramme und Handlingsymbole: Standardisierte Symbole erleichtern die internationale Verständlichkeit bei Transport und Lagerung.
- Codequalitätsnormen: Prüf- und Bewertungsverfahren (z. B. Grading-Kriterien) sichern eine dauerhaft hohe Lesbarkeit in unterschiedlichen Prozessschritten.
- Etikettenlayouts: Einheitliche Format- und Layoutvorgaben (z. B. Kennzeichnungsfenster) minimieren Fehlscans und erleichtern die Prozessintegration.
Produktkennzeichnungstechniken für Wellpappe
Die Produktkennzeichnung auf Wellpappe kann auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Beliebte Techniken sind der Druck und das Aufbringen von Etiketten. Für beide Techniken gibt es unterschiedliche Typen und Modalitäten, abhängig von den Anforderungen des Produktes und des Herstellers. Weitere Techniken umfassen Heißprägen, Lasergravur oder das Aufbringen von RFID-Chips. Bei Wellpappe sind zudem Materialeigenschaften wie Wellenprofil, Deckenpapier und Oberflächenenergie zu berücksichtigen, da sie die Haftung von Tinten und Klebstoffen sowie den Kontrast und die Kanten
Veröffentlicht am 30.08.2024
Letzte Überarbeitung am 04.11.2025 um 12:45 Uhr von Julia Kopp