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Quick-Pack-Verfahren

Das Quick-Pack-Verfahren hat sich als fortschrittliche, effiziente und nachhaltige Methode in der Wellpapp-Verpackungsbranche etabliert. Mit seiner Hilfe können Unternehmen Pakete und Waren schnell, sicher und umweltfreundlich einpacken und versenden. Im Mittelpunkt stehen reproduzierbare Abläufe, eine hohe Prozessstabilität und ein materialschonender Ressourceneinsatz, wodurch Durchlaufzeiten sinken und die Verpackungsqualität stabil bleibt. Aufgrund der guten Rezyklierbarkeit von Wellpappe unterstützt das Verfahren die Kreislaufführung von Rohstoffen und trägt zu einer insgesamt ausgewogenen Ökobilanz bei.

Als praxisorientierter Ansatz für das zügige Einrichten und Bearbeiten von Sendungen verbindet es kurze Taktzeiten mit reproduzierbarer Prozessqualität. Die Lösung adressiert variable Formate, schwankende Stückzahlen und unterschiedliche Produktgeometrien und sorgt damit für planbaren Durchsatz, reduzierte Fehlerraten und einen materialschonenden Einsatz von Ressourcen. Gleichzeitig lassen sich ergonomische Arbeitsabläufe etablieren, die die körperliche Belastung reduzieren und eine gleichmäßige Packqualität über Schichten und Mannschaften hinweg ermöglichen.

Definition: Was versteht man unter Quick-Pack-Verfahren?

Beim Quick-Pack-Verfahren handelt es sich um eine innovative Technik zum Befüllen und Verschließen von Wellpapp-Verpackungen. Im Mittelpunkt dieses Verfahrens stehen Geschwindigkeit und Effizienz, wobei die Produktivität der Verpackungsprozesse signifikant gesteigert wird. Einschlag, Sicherung und Verschluss der Ware werden in wenigen Schritten und in kurzer Zeit realisiert. Das Vorgehen ist auf wiederkehrende Standardarbeit ausgelegt und unterstützt sowohl kleine Losgrößen als auch wechselnde Produktabmessungen.

Charakteristisch ist die Kombination aus standardisierten Handgriffen und optionaler Unterstützung durch Vorrichtungen am Packplatz. Ziel ist es, unterschiedlich große Sendungen ohne aufwendige Umrüstzeiten zu bearbeiten und dabei Transportsicherheit, Passgenauigkeit und eine gleichbleibende Qualität des Verschlusses zu gewährleisten. Die definierte Reihenfolge der Arbeitsschritte erhöht die Reproduzierbarkeit; Mess- und Prüfpunkte stellen sicher, dass die Schutzfunktion der Verpackung eingehalten wird.

Darüber hinaus lässt sich das Verfahren modular erweitern: Skalierbare Hilfsmittel (zum Beispiel Anlege- und Falthilfen), integrierte Schneid- oder Abreißvorrichtungen sowie Dosierstationen für Klebebänder und Etiketten erleichtern die Bearbeitung und reduzieren Variabilität im Prozess. So bleibt der Packablauf transparent, nachvollziehbar und auditierbar.

Kernschritte im Überblick

  1. Vorbereiten des Zuschnitts bzw. der Zuschnitte aus Wellpappe und Aufrichten der Form.
  2. Positionieren des Produkts, Ausrichten und Einlegen mit definierter Füllhöhe.
  3. Fixieren durch Umschlagklappen oder integrierte Halteelemente, optional mit Polsteranteil.
  4. Verschließen über Selbstklebestreifen oder Klebebänder; Aufreißfaden kann integriert sein.
  5. Prüfen der Kanten, Stoßstellen und des Verschlusses zur Sicherstellung der Transportschutzwirkung.
  6. Etikettieren und Übergabe an die Versandlogistik.

Ergänzend werden je nach Produkt Anpressdrücke, Füllhöhen und Toleranzen dokumentiert. Digitale Assistenzschritte können Bilderfassung, Gewichtskontrolle und die automatische Erzeugung von Begleitdokumenten umfassen.

Optionale Erweiterungen am Packprozess

  • Variable Füllhöhen durch Rillraster oder Höhenriller für passgenaue Packhöhen.
  • Integrierte Inlays, Zwischenlagen oder Kantenschutzelemente aus Wellpappe.
  • Coden und Kennzeichnen (z. B. Barcodes, Klarschrift, Chargenangaben) direkt am Packplatz.
  • Prozessvisualisierung mit Arbeitsanweisungen und Prüfchecklisten.

Geschichte und Entwicklung des Quick-Pack-Verfahrens

Die Geschichte des Quick-Pack-Verfahrens findet ihre Wurzeln in den 2000er-Jahren, als die Verpackungsindustrie nach effizienteren Lösungen suchte, um den wachsenden Anforderungen von E-Commerce und Versandhandel gerecht zu werden. Seitdem hat dieses Verfahren ständige Verbesserungen und Optimierungen erfahren, um den wechselnden Anforderungen in der Verpackung schnell und flexibel begegnen zu können.

Getrieben durch kürzere Lieferzeiten, steigende Artikelvielfalt und schwankende Losgrößen wurden schlanke Abläufe, modulare Packplätze und standardisierte Verschlussmechaniken etabliert. Daraus entwickelten sich Varianten für manuelle, teilautomatisierte und vollautomatisierte Anwendungen, jeweils mit dem Ziel, Rüstaufwände zu minimieren, Durchlaufzeiten zu verkürzen und Transportschäden zu reduzieren. Verbesserte Kartonqualitäten, optimierte Klebestreifen und präzisere Zuschnitttechnologien haben die Prozesssicherheit zusätzlich erhöht.

Wesentliche Meilensteine umfassen die Verbreitung selbstklebender Verschlusslösungen mit Aufreißfaden, die Einführung variabler Höhenraster bei Standardzuschnitten sowie die Koppelung mit digitalen Arbeitsanweisungen. Parallel wurden Prüfmethoden und Normen zur Bewertung von Stauch- und Stapelfestigkeit geschärft, was die Auslegung von Wellpapp-Verpackungen für unterschiedliche Versandwege vereinfacht.

Ablauf und Implementierung des Quick-Pack-Verfahrens

Durch die automatische Anpassung an Form und Größe des zu verpackenden Produktes ermöglicht das Quick-Pack-Verfahren eine universelle und ressourcenschonende Verpackungslösung. Zudem erfordert die Implementierung des Verfahrens keine speziellen Vorkenntnisse und kann flexibel in bestehende Produktionsprozesse integriert werden. Wichtig sind klar definierte Verantwortlichkeiten, ein sauberes Material- und Werkzeugmanagement sowie eine verständliche Visualisierung der Standardarbeit.

Typischer Ablauf am Packplatz

  • Materialbereitstellung: Zuschnitte, Klebebänder bzw. Selbstklebestreifen, Etiketten und Hilfsmittel.
  • Ergonomische Anordnung: Greifräume, Arbeitsflächenhöhe, Beleuchtung und Waagen für Gewichtskontrollen.
  • Standardarbeit: Fest definierte Reihenfolge der Handgriffe für gleichbleibende Qualität.
  • Qualitätsprüfung: Sichtkontrolle der Kanten, Überstände und Verschlusslinien.

Darüber hinaus sind eindeutige Behälter- und Stellplatzkennzeichnungen, Kanban- oder Two-Bin-Regelungen für Verbrauchsmaterialien sowie regelmäßige Kalibrierungen (z. B. Waagen) empfehlenswert. So bleibt der Packplatz jederzeit lieferfähig und auditfest.

Integration in bestehende Prozesse

Die Einführung umfasst eine kurze Analyse der Produktpalette, die Festlegung geeigneter Zuschnittformate und die Gestaltung des Packplatzlayouts. Schulungen konzentrieren sich auf Wiederholgenauigkeit und ergonomische Bewegungsabläufe. Für eine passgenaue Gestaltung helfen weitere Details zu den relevanten Abmessungen und Toleranzen bei der Auswahl der passenden Zuschnitte und Höhenraster. Ergänzend unterstützen Datenblätter zu Materialqualitäten (z. B. Wellenkombinationen) und definierte Prüfkriterien die Auslegung.

Material- und Formatplanung

Die Auswahl der Wellpappqualität richtet sich nach Produktgewicht, Kantenempfindlichkeit und Versandweg. Häufig verwendete Wellenkombinationen (ein- oder zweiwellige Ausführungen) werden durch Rilllinien und Höhenraster ergänzt, um variable Füllhöhen zu ermöglichen. Klebesysteme sollten zum Temperatur- und Feuchtebereich der Versandkette passen; Aufreißfäden erleichtern die Öffnung ohne Werkzeuge.

Eignung und Grenzen

  • Eignet sich für leichte bis mittelschwere Güter mit variablen Geometrien.
  • Bei sehr hohen Gewichten oder extremen Punktlasten sind zusätzliche Verstärkungen erforderlich.
  • Empfehlenswert bei schwankender Auftragslage, da Umrüstzeiten gering bleiben.

Für sehr empfindliche oder hochpreisige Waren können zusätzliche Pufferzonen, Mehrpunktverklebungen oder Mehrmateriallösungen (zum Beispiel mit papierbasierten Polstern) zweckmäßig sein. Bei hohem Feuchteaufkommen oder konditionierten Lieferketten empfiehlt sich die Prüfung geeigneter Oberflächenbehandlungen oder alternative Klebebandqualitäten.

Vor- und Nachteile des Quick-Pack-Verfahrens

Der größte Vorteil des Quick-Pack-Verfahrens liegt in seiner Schnelligkeit und Effizienz, die zu einer deutlichen Steigerung der Produktivität führen. Darüber hinaus reduziert dieses Verfahren den Materialverbrauch und ist somit ökologisch vorteilhaft. Zu den Nachteilen zählt möglicherweise die höhere Anfangsinvestition in die benötigte Technik. Allerdings amortisieren sich diese Kosten langfristig durch erhöhte Effizienz und geringeren Materialverbrauch.

Vorteile:

  • Geringe Taktzeiten durch standardisierte Handgriffe und reduzierte Rüstaufwände.
  • Weniger Füllmaterialbedarf durch anpassungsfähige Faltmechanismen und definierte Füllhöhen.
  • Konstante Verschlussqualität mit guter Transportschutzwirkung.
  • Skalierbarkeit von manuell bis teilautomatisiert je nach Auftragslage.
  • Prozesssicherheit und nachvollziehbare Qualität durch klare Prüfpunkte.

Nachteile bzw. Einschränkungen:

  • Anfangsinvestition in Packplatzvorrichtungen und geeignete Zuschnitte.
  • Beachtung klimatischer Einflüsse auf Klebstoffe (Temperatur, Luftfeuchte).
  • Zusätzliche Verstärkungen bei sehr schweren oder kantigen Produkten notwendig.

In der Kostenbetrachtung empfiehlt sich die ganzheitliche Sicht: Berücksichtigt werden sollten Gesamtprozesskosten inklusive Rüst-, Wege-, Warte- und Prüfzeiten, Materialeinsatz, Ausschuss- und Nacharbeitsquoten sowie Transportschäden. So lassen sich Effekte des Quick-Pack-Verfahrens transparent bewerten.

Die Zukunft des Quick-Pack-Verfahrens

Da der Bedarf an schnellen, effizienten und nachhaltigen Verpackungslösungen weiterhin steigt, geht der Trend klar in Richtung Quick-Pack-Verfahren. Mit der weiteren Entwicklung und Optimierung dieser Methode können sich Unternehmen auf zukünftige Anforderungen einstellen und zugleich ihre ökologische Bilanz verbessern.

Erwartet werden Fortschritte bei bedarfsgerechten Zuschnittformaten, integrierten Aufreißhilfen, digitalen Begleitdaten und sensorisch unterstützten Prüfungen am Packplatz. Zudem rücken ressourcenschonende Materialqualitäten und kreislauffähige Lösungen stärker in den Fokus, um Materialeinsatz, Volumen und Rückführbarkeit zu verbessern. Perspektivisch spielen datengetriebene Auswertungen (zum Beispiel zur Messung von Taktzeit, First-Pass-Yield und Reklamationsquote) eine größere Rolle, um Prozesse fortlaufend zu stabilisieren.

Qualitätssicherung und Prüfverfahren

Zur Verifizierung der Schutzwirkung werden standardisierte Prüfungen eingesetzt. Dazu zählen Kantenstauchwiderstand (ECT), Box Compression Test (BCT), Fallprüfungen, Schwing- und Stapeltests. Ergänzende Sichtprüfungen beurteilen Kanten, Rilllinien, Verklebungen und Etikettenlage. Messpläne mit Stichprobenhäufigkeit, Grenzmuster und dokumentierten Abweichungen unterstützen eine konsistente Qualität.

Ergonomie, Sicherheit und Schulung

Ein ergonomisch gestalteter Packplatz reduziert Fehlhaltungen und verbessert die Taktkonstanz. Wichtige Faktoren sind Greifwege, Arbeitsflächenhöhe, rutschfeste Oberflächen, ausreichende Beleuchtung und klare Beschriftungen. Regelmäßige Unterweisungen festigen Standardarbeit, während Feedbackschleifen Verbesserungspotenziale sichtbar machen.

Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft

Wellpappe ist kreislauffähig und trägt durch hohen Altpapieranteil zu ressourcenschonenden Verpackungslösungen bei. Das Quick-Pack-Verfahren unterstützt dies durch reduzierten Füllmaterialbedarf, passgenaue Formate und niedrige Ausschussquoten. Zusätzlich können sortenreine Hilfsstoffe und lösungsmittelfreie Klebesysteme die Recyclingfähigkeit verbessern.

Typische Anwendungsbeispiele

  • Versand von Ersatzteilen mit variabler Geometrie und wechselnden Stückzahlen.
  • Textilien und Konsumgüter, bei denen definierte Füllhöhen Volumen und Material einsparen.
  • Elektronikartikel mit Kantenschutz- und Fixierelementen aus Wellpappe.
  • Medienprodukte wie Bücher, Kataloge oder Druckerzeugnisse mit Aufreißfaden zur einfachen Öffnung.

Zusammenfassung:

  • Das Quick-Pack-Verfahren ist eine Methode zur schnelleren Produktion und Bereitstellung von verpackungsrelevanten Produkten, insbesondere von Wellpapp-Verpackungen.
  • Durch diese Technik wird die Effizienz in der Produktion gesteigert und die Zeit für die Herstellung von maßgeschneiderten Verpackungslösungen erheblich reduziert.
  • Für Unternehmen, die auf der Suche nach optimalen Verpackungslösungen sind, bietet das Quick-Pack-Verfahren nicht nur eine rasche, sondern auch eine qualitativ hochwertige und zuverlässige Lösung für ihre Verpackungsbedürfnisse.
  • Die Implementierung erfordert überschaubare Schulung, klare Standardarbeit und eine passende Auswahl an Zuschnitten.
  • Vorteile zeigen sich in reduzierten Taktzeiten, geringerem Materialeinsatz und konstanter Verschlussqualität.
  • Einschränkungen bestehen bei sehr schweren Gütern sowie bei klimatischen Einflüssen auf Klebstoffe.
  • Mit fortlaufender Weiterentwicklung unterstützen digitale Werkzeuge und Materialinnovationen die Prozesssicherheit und Nachhaltigkeit.

Veröffentlicht am 07.06.2025
Letzte Überarbeitung am 22.10.2025 um 12:35 Uhr von Manuel Hofacker

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