Sofortkontakt
Wellstar-Packaging GmbH
Hubert-Weisser-Straße 2
78199 Bräunlingen
Tel. +49 (0)771 / 9294886-0
E-Mail
info@wellstar-packaging.de
Versandlogistik
Die Effizienz von Geschäftsabläufen in Unternehmen wird maßgeblich durch ein optimal gestaltetes Logistiksystem geprägt. Eine Schlüsselrolle kommt hierbei der Versandlogistik zu, besonders wenn es um Waren wie Wellpappe geht, die im Allgemeinen für Verpackungszwecke verwendet werden. Die wirtschaftliche und ökologische Bedeutung dieses vielseitigen Materials wird durch kontinuierliche Veränderungen und Erneuerungen in der Lieferkette und den damit verbundenen Versandprozessen verdeutlicht. Gleichzeitig bestimmen Netzwerkarchitekturen (zum Beispiel Hub-and-Spoke oder Direktbelieferung), Cross-Docking, definierte Cut-off-Zeiten und das Zusammenspiel von Einkauf, Produktion, Fulfillment und Transport die Leistungsfähigkeit. Für Wellpappe als zentrales Packmittel sind standardisierte Abmessungen, qualitätssichere Verarbeitung und eine vorausschauende Lagerhaltung wesentlich, um Materialverfügbarkeit auch bei saisonalen Spitzen sicherzustellen und die Durchsatzleistung zu erhöhen.
Im Kern verbindet die Versandlogistik alle operativen und organisatorischen Elemente zwischen Warenausgang und Zustellung. Sie wirkt sich auf Durchlaufzeiten, Transportsicherheit, Kostenstrukturen, Schadensquoten und die Kundenzufriedenheit aus. Bei Artikeln aus Wellpappe betrifft dies nicht nur den physischen Transport, sondern ebenso die Auswahl geeigneter Packmittel, die Konsolidierung zu Ladeeinheiten, die Etikettierung sowie die Rückführung von Retouren. Hinzu kommen Packvorschriften, Stammdaten zu Maßen und Gewichten, definierte Packmuster (zum Beispiel Palettierpläne) und die Sicherstellung der Lesbarkeit von Barcodes und Identifikationsmerkmalen auf den Kartonagen. Moderne Versandlogistik bindet zudem Analysen zur Packdichte, algorithmische Packstückbildung und eine kontinuierliche Verbesserung der Prozesse ein.
Definition: Was versteht man unter Versandlogistik?
Die Versandlogistik beinhaltet alle Prozesse, die mit dem Transport von Waren vom Versender zum Empfänger verbunden sind. Sie umfasst Aspekte wie die Organisation von Lieferwegen, die Lagerung von Produkten bis zum Versand, die Verpackung der Waren und deren physischen Transport. Speziell bei Waren wie Wellpappe, die für die Produktion und den Schutz von Waren eingesetzt werden, hat die Versandlogistik eine Tragweite, die weit über das einzelne Unternehmen hinausreicht. Dazu zählen die Planung von Vorlauf, Hauptlauf und Zustellung (Letzte Meile), die Steuerung von Umschlagpunkten sowie die Festlegung von Serviceleveln für unterschiedliche Sendungsprofile (Paket, Stückgut, Palette) im B2B- und B2C-Kontext.
Operativ lässt sich die Versandlogistik in aufeinander abgestimmte Prozessschritte gliedern: Auftragsfreigabe, Kommissionierung, Konsolidierung, Verpacken, Etikettieren, Ladungssicherung, Übergabe an Frachtführer, Sendungsverfolgung und das Management von Zustellproblemen sowie Rückläufern. Strategisch kommen Kapazitätsplanung, Netzwerkkonzeption, Dienstleistersteuerung und kontinuierliche Verbesserung (KVP) hinzu. Ergänzend spielen Cut-off-Zeiten, Slot- und Zeitfenstermanagement, Qualitätsprüfungen vor Versand (z. B. Sicht- oder Funktionsprüfung) sowie die Definition von Pack- und Prüfanweisungen eine zentrale Rolle. In vielen Anwendungen erhöhen unterstützende Technologien wie Pick-by-Scan, Pick-by-Light oder Waagen-Checks im Packprozess die Prozesssicherheit.
Typische Prozessschritte in der Praxis
- Kommissionierung und Konsolidierung: Zusammenführen von Positionen zu Transport- und Ladeeinheiten mit definierten Gewichts- und Volumengrenzen. Berücksichtigung von Gefahrgutklassen, Stapelfähigkeit und klimatischen Anforderungen entlang der Transportkette, sofern relevant.
- Verpacken und Kennzeichnen: Auswahl passender Kartonagen, Inlays und Polster; Erstellung von Versandetiketten, Begleitpapieren und Zollunterlagen bei Auslandsversand. Sicherstellung der Scanbarkeit und Haltbarkeit der Kennzeichnung auf Wellpappenoberflächen.
- Ladungssicherung: Stabilisierung auf Trägern (z. B. Paletten) durch Bänder, Stretchfolie oder Formschluss unter Beachtung der Transportbedingungen. Berücksichtigung von Schwerpunkt, Reibwerten und Stapelhöhen zur Minimierung von Transportschäden.
- Übergabe und Tracking: Zeitfenstermanagement, Scans an Umschlagpunkten, Ereignismeldungen (Status-Updates) bis zur Zustellung. Integration von Zustellnachweisen und abweichungsbasierten Eskalationsprozessen.
- Retourenabwicklung: Prüfung, Wiederaufbereitung oder Verwertung zurückgesandter Waren inklusive Datenerfassung für Ursachenanalysen. Definition von Kriterien für Wiederverwendbarkeit von Wellpappenverpackungen.
- Dokumenten- und Datenmanagement: Abbildung von Frachtpapieren, Lieferscheinen und elektronischen Datenaustauschformaten; konsistente Pflege von Packmittelstammdaten (Maße, Gewichte, Toleranzen).
- Zoll- und Exportabwicklung: Berücksichtigung länderspezifischer Anforderungen, Materialdeklarationen und korrekte Klassifizierung der Packstücke für eine reibungslose Grenzabfertigung.
Schnittstellen und Steuerung
Informationstechnisch wird die Versandlogistik über ERP-, WMS- und TMS-Systeme gesteuert. EDI, Barcodes und Identifikationscodes (z. B. SSCC) sorgen für durchgängige Transparenz. Performance-Indikatoren wie Termintreue, Schadenquote und Auslastung bilden die Grundlage für Entscheidungen und Optimierungen. Für die Materialbereitstellung sind weiterführende Informationen zu sofort verfügbaren Verpackungen ab Lager hilfreich, um Engpässe zu vermeiden und Durchlaufzeiten konstant zu halten. Ergänzend sind eine saubere Stammdatenpflege (Abmessungen, Gewichte, EAN/GTIN), Carrier-konforme Etikettenlayouts sowie standardisierte Prozess-Schnittstellen zwischen Warenausgang, Frachtführern und Kundensystemen entscheidend. Ein strukturiertes Ereignis- und Ausnahme-Management (z. B. bei Adressfehlern oder Annahmeverweigerungen) verbessert die Planbarkeit und reduziert Folgekosten.
Normen, Standards und Prüfverfahren
Für Wellpappen-Verpackungen sind anerkannte Standards und Prüfmethoden relevant, um die Prozessfähigkeit in der Versandlogistik sicherzustellen. Dazu zählen z. B. FEFCO-Bauartenbeschreibungen für definierte Kartonformen, der Kantenstauchwiderstand (ECT) und die Stapelfestigkeit (BCT) zur Bewertung der Tragfähigkeit sowie Fall-, Schüttel- und Klimatests zur Verifizierung der Schutzwirkung. Dokumentierte Toleranzen, Rill- und Wellenausrichtung sowie geeignete Klebungen erhöhen die Reproduzierbarkeit und die Stabilität im Versandalltag.
Die Rolle von Wellpappe in der Versandlogistik
Wellpappe spielt aufgrund ihrer Eigenschaften und Vorteile eine herausragende Rolle in der Versandlogistik. Ihre leichtgewichtige Beschaffenheit reduziert Transportkosten, während ihre Stabilität und Flexibilität den Produktschutz erhöhen und auch eine effiziente Raumnutzung im Transport erlauben. So trägt Wellpappe dazu bei, die Effizienz und Leistungsfähigkeit der Versandlogistikprozesse zu optimieren und gleichzeitig Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen. Neben dem Gewichts- und Volumenvorteil begünstigen standardisierte Bauformen die Automatisierung in Packlinien sowie die Kompatibilität mit Förder- und Sortiertechnik.
Aus logistischer Sicht sind die mechanischen Kennwerte (beispielsweise Kantenstauch- und Stapelfestigkeit), die Dämpfungswirkung sowie die Kompatibilität zu standardisierten Ladeeinheiten relevant. Zusätzlich erleichtern Rillungen, Stanzungen und funktionale Elemente wie eine definierte Perforation die prozesssichere Handhabung und das zügige Öffnen beim Empfänger. Für anspruchsvollere Transportbedingungen sind mehrwellige Qualitäten, Feuchtigkeitsschutz und verstärkte Kantenbereiche sinnvoll, um die Stabilität bei wechselnden Klimata oder langen Laufzeiten aufrechtzuerhalten.
- Volumen- und Raumeffizienz: Flach anlieferbare Zuschnitte senken Lager- und Transportvolumen; aufgerichtete Kartons lassen sich gut integrieren. Optimierte Faltbilder und passgenaue Zuschnitte reduzieren Leerräume im Packstück.
- Schutzfunktion: Mehrwellige Qualitäten, Kantenschutz und passende Inlays reduzieren Transportschäden und Reklamationen. Dämpfende Einlagen und formschlüssige Halterungen stabilisieren empfindliche Produkte.
- Prozessfähigkeit: Standardisierte Bauformen unterstützen automatisierte Packlinien, Etikettierung und Fördertechnik. Gut bedruckbare Oberflächen ermöglichen zuverlässige Codierungen und visuelle Identifikation.
- Skalierbarkeit: Variantenvielfalt ermöglicht eine differenzierte Anpassung an Produktgruppen und Versandprofile. Baukastenprinzipien erleichtern die Standardisierung der Packmittelpalette.
- Rückführung und Wiederverwendung: Robuste Konstruktionen unterstützen die erneute Nutzung im innerbetrieblichen Umlauf, sofern die Qualität erhalten bleibt.
Packmittelwahl und Prozessstabilität
Die Wahl einer geeigneten Kartonqualität und Bauart erfolgt idealerweise anhand von Produktmerkmalen (Masse, Empfindlichkeit), Transportweg, klimatischen Bedingungen und der geplanten Ladeeinheit. Sauber definierte Maße, Toleranzen und eine verlässliche Konfektionierung erhöhen die Wiederholbarkeit und reduzieren Fehler in der Abwicklung. Praxisnah ist die Auswahl entlang gängiger FEFCO-Bauarten (z. B. 0201) sowie die Festlegung von ECT-/BCT-Anforderungen, um die Stapel- und Kantenstabilität zu gewährleisten. Darüber hinaus beeinflussen Rillorientierung, Klebelaschen, Automatikböden und Grifföffnungen die Handhabung im Pack- und Entpackprozess.
Wellpappe als Teil der grünen Versandlogistik
Ein entscheidender Aspekt ist die Umweltverträglichkeit der Wellpappe. Als recycelbares Material unterstützt sie die Bemühungen von Unternehmen, ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Die grüne oder nachhaltige Versandlogistik, die die Verwendung umweltfreundlicher Verpackungsmaterialien und Transportmittel einbezieht, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Hier bringt die Verwendung von Wellpappe erhebliche Vorteile mit sich. Durch den Einsatz materialeffizienter Konstruktionen lassen sich Rohstoffe einsparen, ohne die Schutzfunktion zu beeinträchtigen.
Ökologische Wirkungen zeigen sich in der Faserzirkulation, in materialeffizienten Konstruktionsprinzipien und in einer volumenoptimierten Versandvorbereitung. Reduzierte Leerräume, passende Polster und eine stimmige Ladeeinheitenbildung wirken sich direkt auf Auslastung und Emissionen aus. Kreislauffähige Materialien und sortenreine Entsorgung erleichtern die Wiederverwertung. In der Praxis verbessert eine konsequente Standardisierung der Packmittel den Ressourceneinsatz, verkürzt Rüstzeiten in der Verpackung und senkt Fehlmengen durch vereinfachte Prozesse.
- Materialkreislauf: Hohe Recyclingquoten und der Einsatz von Sekundärfasern unterstützen geschlossene Stoffströme.
- Ressourceneffizienz: Gewichtsarme Lösungen senken Energie- und Treibstoffbedarf entlang der Transportkette.
- Prozessoptimierung: Passgenaue Packkonzepte verringern Bruch, Nachlieferungen und Retouren.
- Emissionsminderung: Höhere Packdichte und bessere Fahrzeugauslastung reduzieren Fahrten und damit verbundene Emissionen.
Vor- und Nachteile von Versandlogistik
Die Versandlogistik bringt Vorteile wie einen verbesserten Kundenservice durch schnellere Lieferzeiten, Kosteneinsparungen durch effiziente Abläufe und die Möglichkeit der Lieferverfolgung mit sich. Risiken bestehen jedoch in Form von Transportschäden, Lieferverzögerungen und dem Risiko von Warenverlust. Die Verwendung von Wellpappe kann viele dieser Herausforderungen positiv beeinflussen, indem sie zum Schutz der Ware, zur Effizienz des Transports und letztlich zur Kundenzufriedenheit beiträgt. Zusätzlich lassen sich durch robuste Packmittel Ausfallrisiken senken, während Standardisierung und klare Packanweisungen die Skalierbarkeit in Peak-Phasen unterstützen.
Vorteile im Überblick
- Transparenz: Ereignisbezogene Sendungsverfolgung erlaubt proaktive Information bei Abweichungen.
- Kosteneffizienz: Standardisierte Prozesse, gebündelte Transporte und geeignete Packmittel senken Gesamtkosten.
- Qualität: Geringere Schadenquoten durch passende Kartonqualitäten und systematische Ladungssicherung.
- Flexibilität: Modulare Packmittelsortimente erleichtern die Anpassung an wechselnde Artikel- und Sendungsprofile.
Herausforderungen und Gegenmaßnahmen
- Schäden: Durch geeignete Polster, stabile Kantenbereiche und Funktionsprüfungen (z. B. Fall- oder Schütteltest) senkbar.
- Verspätungen: Zeitfenstermanagement, alternative Routen und Redundanzen im Netzwerk erhöhen die Lieferfähigkeit.
- Fehlmengen: Saubere Bestandsführung, eindeutige Kennzeichnung und Prüfschritte vor Übergabe reduzieren Fehler.
- Komplexität: Klare Schnittstellen, standardisierte Daten und einheitliche Packanweisungen minimieren Koordinationsaufwände.
Kennzahlen zur Steuerung
- Termintreue/OTIF: Anteil fristgerecht und vollständig zugestellter Sendungen.
- Schadenquote: Verhältnis beschädigter Einheiten zu allen ausgelieferten Einheiten.
- Durchlaufzeit: Zeitspanne vom Warenausgang bis zur Zustellung inklusive Umschlagzeiten.
- Frachtkosten je Einheit: Kosten pro Paket, Kolli oder Palette inklusive Zuschlägen.
- Packgeschwindigkeit: Einheiten pro Stunde und Arbeitsplatz als Maß für die Packprozessleistung.
- CO₂-Intensität: Emissionen je Sendung bzw. je Tonne-Kilometer als Umweltkennzahl.
Beispiele und bewährte Vorgehensweisen
- Elektronik: Stoßempfindliche Produkte mit formschlüssigen Inlays in mehrwelliger Wellpappe und geprüfter Ladungssicherung.
- Lebensmittel trocken: Feuchtigkeitsangepasste Qualitäten, klare Kennzeichnung und palettenstabile Packmuster zur Vermeidung von Quetschungen.
- Möbel/DIY: Längsgüter mit Kantenschutz, verstärkten Rillbereichen und umlaufender Sicherung auf der Palette.
Zusammenfassung:
- Die Versandlogistik beschreibt den gesamten Prozess der Vorbereitung und Auslieferung von Produkten, in diesem Fall die gesicherte Lieferung in Wellpappen-Verpackungen.
- In der Versandlogistik sorgt die korrekte Verpackung, insbesondere die aus Wellpappe, für den sicheren Transport der Ware und hilft, Beschädigungen zu vermeiden.
- Die Auswahl der richtigen Wellpappe-Verpackung ist ein entscheidender Aspekt in der Versandlogistik, da sie einen erheblichen Einfluss auf Kosten, Nachhaltigkeit und Kundenzufriedenheit hat.
- Prozesssichere Abläufe von der Kommissionierung bis zur Ladungssicherung und eine geeignete IT-Unterstützung sorgen für Transparenz, Stabilität und planbare Durchlaufzeiten.
- Ökologische Ziele lassen sich durch kreislauffähige Materialien, volumenoptimierte Packkonzepte und reduzierte Schadenquoten wirksam unterstützen.
- Standardisierte Bauarten, dokumentierte Prüfwerte (ECT/BCT) und klare Packvorgaben erhöhen die Wiederholbarkeit und die Prozessqualität im Versand.
- Relevante Kennzahlen wie OTIF, Schadenquote, Packgeschwindigkeit und Frachtkosten je Einheit ermöglichen eine zielgerichtete Steuerung und kontinuierliche Verbesserung.
Veröffentlicht am 20.08.2024
Letzte Überarbeitung am 22.12.2025 um 13:01 Uhr von Manuel Hofacker