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Verpackungsqualifikation
Die Wahl der richtigen Verpackung für Produkte ist entscheidend, vor allem wenn das Material Wellpappe ist. Hier spielt die Qualifikation der Verpackung, auch Verpackungsqualifikation genannt, eine wichtige Rolle. Diese stellt sicher, dass die Wellpappenverpackungen den spezifischen Anforderungen des zu verpackenden Produktes entsprechen. Neben der Schutzfunktion umfasst dies die Anpassung an logistische Prozesse, Lagerbedingungen und die maschinelle Verarbeitung in der Verpackungslinie. Für Wellpappe sind insbesondere der Einfluss von Feuchte und Temperatur, der Kantenstauchwiderstand sowie die Stabilität von Verschlusslösungen maßgeblich. Ebenso relevant sind Aspekte der Materialeffizienz, die Reduktion von Transportschäden und die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse im Serienprozess. Wir sind dabei, tiefer in die Welt der Verpackungsqualifikation einzutauchen.
Im Zentrum stehen definierte Prüfungen, die Eignung im gesamten Lebenszyklus sowie nachvollziehbare Nachweise. Ziel ist es, Transportschäden zu vermeiden, regulatorische Anforderungen einzuhalten und die Eignung der gewählten Kartonage, Faltschachtel oder Umverpackung unter realistischen Bedingungen zu verifizieren. Dabei werden nicht nur Materialeigenschaften betrachtet, sondern auch Handhabung, Verschlussmethoden, klimatische Einflüsse und die Belastungen entlang der Transportkette. Zusätzlich fließen Palettierungskonzepte, Ladeeinheitensicherung (z. B. Umreifung, Stretchfolie), Stapelzeiten im Lager, die Orientierung der Packstücke sowie Mischpaletten-Szenarien in die Bewertung ein. Branchenspezifische Anforderungen, etwa für Lebensmittel, Konsumgüter, Technik- oder Pharmaprodukte, werden in Prüfplänen transparent abgebildet.
Definition: Was versteht man unter Verpackungsqualifikation?
Verpackungsqualifikation ist der Prozess der Validierung von Verpackungen, um die Eignung für den vorgesehenen Gebrauch sicherzustellen. Dabei werden verschiedene Aspekte wie Materialstärke, Haltbarkeit, Schutzfunktion und andere wichtige Faktoren berücksichtigt. Verpackungsqualifikation ist nicht nur auf Wellpappenverpackungen beschränkt, sie betrifft alle Arten von Verpackungen in verschiedenen Branchen. Sie betrachtet das Verpackungssystem ganzheitlich, also Packmittel, Füllgut, Hohlraum- und Fixierelemente, Verschluss, Kennzeichnung sowie die relevanten Umwelt- und Prozessbedingungen. Wesentlich ist die Ableitung messbarer Akzeptanzkriterien und deren Nachweis durch geeignete Prüfungen.
In der Praxis umfasst die Verpackungsqualifikation die systematische Planung, Durchführung und Dokumentation von Prüfungen gegen definierte Akzeptanzkriterien. Sie grenzt sich von der reinen Produktprüfung ab und betrachtet das Packmittel in Verbindung mit Inhalt, Füllgrad, Verschluss, Kennzeichnung und logistischen Rahmenbedingungen. Häufig wird in Phasen unterschieden: Design Qualification (DQ) zur Absicherung der Auslegung, Operational Qualification (OQ) zur Bestätigung der Funktion im vorgesehenen Prozess und Performance Qualification (PQ) unter realen Transport- und Vertriebsbedingungen. Ergänzend werden oft Bracketing-Ansätze (z. B. leichteste/schwerste Variante) und Worst-Case-Konstellationen verwendet, um Varianten und Toleranzen robust abzudecken. Eine eindeutige Traceability der Prüflinge (Chargen, Grammaturen, Wellenarten) und die Kalibrierung der Messtechnik sind integraler Bestandteil.
Ablauf einer Verpackungsqualifikation
Die Verpackungsqualifikation besteht in der Regel aus mehreren Schritten. Zunächst wird eine Vorqualifizierung durchgeführt, in der die geeignetste Verpackung ausgewählt wird. Dies umfasst oft Tests wie Feuchtigkeitsbeständigkeit und Belastungstests. Nach der Vorqualifizierung folgt die Leistungsqualifikation. Hier wird die ausgewählte Verpackung in realen Vertriebs- und Versandbedingungen getestet, um ihre Leistungsfähigkeit zu überprüfen. Häufig werden dabei digitale Datenlogger zur Erfassung von Stoß- und Vibrationsereignissen sowie Temperatur- und Feuchteverläufen eingesetzt, um die Laborprofile realitätsnah zu parametrieren. Auch Wirtschaftlichkeits- und Nachhaltigkeitsaspekte (Materialeinsatz, Recyclingfähigkeit) werden parallel bewertet.
Ein typischer Ablauf gliedert sich in:
- Anforderungsanalyse: Definition von Produktempfindlichkeit, Masse, Schwerpunkt, Stoß- und Vibrationssensitivität, klimatischen Szenarien sowie rechtlichen Vorgaben. Abgleich mit Verpackungslinien (Automatisierungsgrad, Taktzeit) und Lagerbedingungen.
- Risikobewertung: Identifikation kritischer Risiken (z. B. Kantenstauchung, Durchfeuchtung, Stapeldruck) und Ableitung von Prüfungen, z. B. via FMEA. Bewertung von Kombinationswirkungen (Feuchte x Stapeldruck x Zeit).
- Auslegung und Musterbau: Auswahl von Wellenarten, Grammaturen und Klebstoffen, Festlegung von Verschlussarten, Einlagen, Polster- oder Fixierlösungen. Berücksichtigung von FEFCO-Codes, Zuschnittoptimierung und Maschinenlaufbarkeit.
- Laborprüfungen (OQ-Vortests): Klimakonditionierung, Fallversuche, Vibration, Druck-/Stapeldrucktests, ggf. Feuchtewechsel. Optional Simulationen (z. B. FEM-basierte Kompressionsanalyse) zur Vorauswahl.
- Pilotversand (PQ): Erprobung unter realen Transportbedingungen, Auswertung von Transportschreibern (Stoß-/Vibrationsdaten) und Schadensbildern. Einbindung repräsentativer Routen, Transportmittel und Handhabungsprozesse.
- Statistische Auswertung: Festlegen von Stichprobenumfängen, AQL-Werten und Akzeptanzkriterien; Bewertung von Ausfallmodi. Analyse von Prozessfähigkeit (z. B. Cp/Cpk) für kritische Maße und Gewichte.
- Freigabe und Dokumentation: Erstellung qualifizierter Berichte, Prüfpläne, Zeichnungen, Freigabevermerke; Festlegung von Requalifikationsintervallen. Hinterlegung von Referenzmustern und Prüfresultaten im Dokumentenmanagement.
- Änderungsmanagement: Requalifikation bei Material-, Design- oder Prozessänderungen sowie bei relevanten Abweichungen in der Logistik. Definition von Triggern (z. B. neue Routen, geänderte Palettierung, neue Verschlussmittel).
- Nachhaltigkeits- und Kostenbewertung: Abwägung von Schutzwirkung, Materialeinsatz, Rezyklierbarkeit und Kosten; Vermeidung von Über- bzw. Unterdimensionierung.
Normen und Richtlinien für die Verpackungsqualifikation
Die Verpackungsqualifikation orientiert sich an bestimmten Normen und Richtlinien. In Deutschland sind beispielsweise die Normen DIN EN ISO 11607-1 und -2 relevant, die die Anforderungen für Verpackungen für terminal zu sterilisierende Medizinprodukte regeln. International sind außerdem die Richtlinien der International Safe Transit Association (ISTA) zu beachten, die verschiedene Protokolle für Verpackungstests vorgeben. Für konsumentennahe Versandfälle werden häufig ISTA 3A/6-Serie herangezogen, während projektspezifische Profile eine individuelle Zusammenstellung erfordern.
Ergänzend sind je nach Anwendung weitere Regelwerke relevant, etwa ASTM D4169 (Verbundprotokolle für Transportbeanspruchungen), DIN- und EN-Normen zur Klimakonditionierung, Stauch- und Fallprüfung sowie branchenspezifische Vorgaben (z. B. Gefahrgutregelungen für UN-zugelassene Außenverpackungen). Die Auswahl der Normen richtet sich nach Produktart, Vertriebsweg, Transportmittel und Risikoappetit der Organisation. Für Wellpappe sind u. a. verbreitet: DIN EN ISO 2233 (Konditionierung), DIN EN ISO 3037 (ECT), DIN EN ISO 12048 (Kompression/BCT), ASTM D4728 (Random-Vibration) sowie ergänzende Papierspezifikationen (z. B. Feuchtigkeitsgehalt und Flächengewicht). Wichtig ist die konsistente Anwendung von Prüfparametern und die Dokumentation der jeweiligen Normversion.
Typische Prüfverfahren und Kennwerte
Für Wellpappe und verwandte Packmittel haben sich bestimmte Prüfungen etabliert, um mechanische und klimatische Belastungen realitätsnah abzubilden. Eine sinnvolle Prüfsequenz kombiniert Stauch-, Fall-, Vibrations- und Klimaeinflüsse in einer dem Vertriebsweg entsprechenden Reihenfolge, um Kumulativschäden zu berücksichtigen.
- Fallprüfung: Freifall auf Kanten, Ecken und Flächen aus definierten Höhen; Bewertung von Deformationen, Produktschutz und Verschlussintegrität. Berücksichtigung von Paketgewichten und realen Handhabungshöhen.
- Vibration: Sinus- und Randomprofile zur Simulation von Lkw-, Bahn- oder Lufttransport; Beurteilung von Resonanzeffekten und Scheuerbelastungen. Resonanzsuche zur Identifikation kritischer Frequenzbereiche.
- Stapeldruck/Kompression: Box Compression Test (BCT) und Langzeitkriechen zur Beurteilung der Stapelfähigkeit über die Lagerdauer. Einbindung von Sicherheitsfaktoren für Klimaeinfluss und Zeit.
- Kantenstauchwiderstand (ECT): Kennwert für die Tragfähigkeit der Wellpappenbahn, relevant für die Dimensionierung. Korrelation zur BCT-Leistung in Verbindung mit Geometrie und Feuchte.
- Durchstoß-/Platzprüfung: Ermittlung der Widerstandsfähigkeit gegen punktuelle Belastungen und Berstdruck. Eignung zur Abschätzung von Risiken bei unsachgemäßer Handhabung.
- Feuchte- und Klimawechseltests: Konditionierung bei erhöhter relativer Luftfeuchte und Temperaturschwankungen, Bewertung der Feuchteempfindlichkeit. Optional Zyklisierung für realitätsnahe Beanspruchung.
- Verschlussprüfung: Haftung von Klebebändern, Heftklammerhalt, Einfluss von Öffnungshilfen und Sollrisslinien auf die Stabilität. Prüfung der Adhäsion nach Klimavorkonditionierung.
- COBB-Test (Wasseraufnahme): Beurteilung der Oberflächenleimung und Wasseraufnahme zur Einschätzung von Feuchtebeständigkeit.
- Pin-Adhäsion (PA) und Rill-/Faltverhalten: Bewertung der Wellenhaftung und der Stabilität von Rillungen bei Montage und Handling.
- RCT/SCT/FCT: Rohpapierkennwerte (Ring-, Kurz- und Flachstauchwiderstand) zur Absicherung der Materialbasis und für die Auslegungsrechnung.
Spezifikation, Abmessungen und Palettierung
Ein wesentlicher Bestandteil der Qualifikation ist die korrekte Spezifikation: Außen- und Innenmaße, Toleranzen, Traglast, zulässige Stapelhöhen, Füllgrad sowie Vorgaben zur Palettierung. Die Auslegung der Abmessungen beeinflusst direkt die Beanspruchung im Stapelverbund und die Materialeffizienz. Zusätzlich sind FEFCO-Codes, Rillabstände, Klebelaschenbreiten, Mindest- und Maximalmaße sowie die Maschinenlaufbarkeit (z. B. in Aufrichtern) zu definieren. Für Ladeeinheiten sind Euro- (1200 × 800 mm) und Industriepaletten (1200 × 1000 mm), Lagenbilder, Überstand, Antirutschzwischenlagen und die Sicherung durch Stretchfolie oder Umreifung zu berücksichtigen.
Details zu normgerechten Abmessungen und deren Einfluss sind für die Bewertung der Eignung in Prüfplänen und für die spätere Requalifikation hilfreich. Darüber hinaus erleichtern standardisierte Grundraster die effiziente Palettenausnutzung, reduzieren Leerräume und senken das Risiko von Kantenbelastungen. Eine klare Kennzeichnung der Spezifikation (Version, Datum, gültige Varianten) unterstützt die Reproduzierbarkeit.
Dokumentation, Nachweisführung und Requalifizierung
Die Nachvollziehbarkeit ist zentraler Bestandteil der Verpackungsqualifikation. Dazu gehören:
- Prüfplan und Spezifikation: Eindeutige Definition von Prüfumfang, Sequenz, Konditionierung, Messmitteln und Akzeptanzkriterien. Verknüpfung zu Zeichnungen, Stücklisten und FEFCO-Codes.
- Prüfprotokolle: Messwerte, Fotos, Schadensbeschreibungen, Serien-/Chargennummern der Materialien, Klimadaten und Gerätekalibrierungen. Ergänzung durch Datenlogger-Auswertungen und Referenzmuster.
- Freigabedokumente: Zusammenfassung der Ergebnisse, Begründung der Eignung, Gültigkeitsbereich (Produktvarianten, Gewichtsspannen) und Verantwortlichkeiten. Definition von Eskalationswegen bei Abweichungen.
- Requalifikation: Periodische Überprüfung, insbesondere bei Änderungen von Material, Konstruktion, Lieferanten, Verschlussmitteln oder Logistikprozessen. Pflege einer Änderungshistorie und klarer Requalifikationskriterien.
- Rückverfolgbarkeit und Versionierung: Eindeutige Identifikation von Spezifikationen, Prüfständen und Normversionen; revisionssichere Ablage.
Häufige Fehlerquellen und Praxistipps
Typische Ursachen für nicht bestandene Qualifikationen sind eine unklare Anforderungsdefinition, unrealistische Prüfprofile, zu geringe Stichprobenumfänge oder fehlende Klimakonditionierung. Ebenfalls kritisch sind Vernachlässigung des Verschlusses, unpassende Einlagen sowie unzureichende Berücksichtigung von Langzeit-Stapellasten. Häufig treten zudem Abweichungen auf, wenn Prüflinge nicht dem Serienstand entsprechen oder wenn Palettenmuster und Ladesicherungen im Test von der Praxis abweichen.
- Praxisnah testen: Prüfprofile an reale Routen und Transportmittel anlehnen; Pilotversand frühzeitig nutzen. Datenlogger einsetzen, um Profile zu plausibilisieren.
- Klimatisches Verhalten berücksichtigen: Feuchtegehalt und Temperaturschwankungen systematisch einplanen.
- Schnittstellen prüfen: Auswirkungen von Öffnungshilfen, Perforationen, Etikettierung und Handhabungspunkten einbeziehen.
- Akzeptanzkriterien klar definieren: Funktionale Ausfälle, kosmetische Schäden und Toleranzen sauber trennen.
- Serienübertragbarkeit sichern: Prüfmuster, Materialien und Verschlüsse so wählen, dass sie dem Serienprozess entsprechen; Prozessfähigkeiten überwachen.
- Palettierung konsistent halten: Lagenbilder, Überstände und Sicherungsmittel in den Prüfplan übernehmen; Mischpaletten gesondert bewerten.
Vor- und Nachteile von Verpackungsqualifikation
Die Vorteile von Verpackungsqualifikationen liegen klar auf der Hand. Erstens stellt dies sicher, dass das Produkt sicher an seinen Bestimmungsort gelangt. Darüber hinaus kann eine erfolgreiche Verpackungsqualifikation dazu beitragen, das Markenimage zu stärken, indem sie die Kundenbindung verbessert und Wiederholungskäufe fördert. Unter dem Strich kann dies auch dazu führen, dass Produktrücksendungen und -reklamationen reduziert werden, was zu Kosteneinsparungen für das Unternehmen führt. Aber es gibt auch Herausforderungen im Zusammenhang mit der Verpackungsqualifikation. Diese beinhaltet oft einen erheblichen Zeitaufwand und setzt umfangreiches Fachwissen voraus. Daher kann es für einige Unternehmen sinnvoll sein, externe Experten für die Durchführung der Verpackungsqualifikation zu beauftragen. Zusätzlich ist der Abstimmungsbedarf zwischen Entwicklung, Qualität, Logistik und Produktion hoch, und zwischen Materialeinsatz und Schutzwirkung müssen ausgewogene Kompromisse gefunden werden.
Als weitere Herausforderung gelten die Auswahl passender Prüfprofile und die Festlegung realitätsnaher Kriterien. Zudem kann eine zu konservative Auslegung zu Mehraufwand und Materialeinsatz führen, während eine Unterdimensionierung das Schadensrisiko erhöht. Ein strukturiertes Vorgehen mit dokumentierten Entscheidungen reduziert diese Zielkonflikte. Eine stufenweise Optimierung, gestützt auf Messdaten und statistische Auswertung, erhöht die Robustheit und senkt langfristig die Gesamtkosten.
Begriffsabgrenzung: Validierung vs. Verifizierung
In der Verpackungsqualifikation wird zwischen Verifizierung (Nachweis, dass Spezifikationen erfüllt werden) und Validierung (Bestätigung der Eignung unter realen Bedingungen) unterschieden. Verifizierung erfolgt typischerweise im Labor gegen definierte Grenzwerte und Maßvorgaben, während die Validierung sicherstellt, dass das Verpackungssystem den vorgesehenen Gebrauch im Feld abdeckt. Beide Schritte sind komplementär und sollten konsistent dokumentiert werden.
Nachhaltigkeit und Ökodesign in der Verpackungsqualifikation
Ökodesign-Prinzipien ergänzen die technische Eignung: Minimierung des Materialeinsatzes bei gleicher Schutzwirkung, hohe Recyclingfähigkeit, Vermeidung kritischer Stoffe und effiziente Palettenausnutzung. Kennwerte wie Flächengewicht, Anteil an Rezyklat, Wasseraufnahme und Klebstoffsysteme werden im Kontext von Schutzleistung und Prozessfähigkeit bewertet. So lassen sich robuste, ressourcenschonende Wellpappenlösungen systematisch entwickeln und qualifizieren.
Digital gestützte Methoden und Datenerfassung
Moderne Datenlogger, Bildanalyse, Struktursimulationen und statistische Auswertungen unterstützen die Verpackungsqualifikation. Sie erleichtern die Ableitung realitätsnaher Testprofile, die Identifikation kritischer Schwachstellen (z. B. Rillkanten, Ecken) und die Priorisierung von Verbesserungsmaßnahmen. Die Integration dieser Methoden in Prüfpläne und Berichte erhöht Transparenz, Reproduzierbarkeit und Entscheidungsqualität.
Zusammenfassung:
- Die Verpackungsqualifikation bezeichnet die systematische Prüfung und Dokumentation von Verpackungen, um sicherzustellen, dass sie Produktsicherheit, Integrität und Qualität gewährleisten.
- Sie spielt eine entscheidende Rolle bei Verpackungen aus Wellpappe, da diese oft hohen Belastungen ausgesetzt sind und gleichzeitig ein hohes Maß an Schutz und Stabilität bieten müssen.
- Im Rahmen der Verpackungsqualifikation werden verschiedene Tests durchgeführt, wie z. B. die Validierung der Verpackung unter realen Transportbedingungen und die Überprüfung der chemischen Beständigkeit und Stabilität, um den optimalen Schutz der Waren zu gewährleisten.
- Ein praxisorientierter Ablauf umfasst Anforderungsanalyse, Risikobewertung, Auslegung, Laborprüfungen, Pilotversand, statistische Auswertung sowie Freigabe und Requalifikation.
- Relevante Normen und Protokolle (z. B. ISO, ISTA, ASTM) geben strukturierte Leitplanken; die Auswahl richtet sich nach Produkt, Route und Risiko.
- Saubere Spezifikationen, definierte Abmessungen, dokumentierte Prüfpläne und klare Akzeptanzkriterien sind Voraussetzung für belastbare Ergebnisse.
- Nachhaltigkeits- und Wirtschaftlichkeitsaspekte fließen in die Auslegung ein; Datenlogger und Simulationen unterstützen die robuste Parametrierung.
Veröffentlicht am 24.04.2025
Letzte Überarbeitung am 21.11.2025 um 11:58 Uhr von Julia Kopp