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Verpackungstests

Die Prüfung und Sicherstellung der Qualität von Wellpappenverpackungen sind wesentliche Aspekte im Verpackungssektor. Ein wichtiges Mittel hierfür sind Verpackungstests. Diese spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung der Produkt- und Transporttauglichkeit von Wellpappenverpackungen.

Im Fokus steht die systematische Ermittlung, ob eine aus Wellpappe konstruierte Transport- oder Schutzlösung ihren Inhalt über den gesamten Logistikprozess zuverlässig bewahrt. Durch standardisierte Prüfungen werden reale Beanspruchungen wie Druck, Stoß, Vibration, Klimaeinflüsse und Handhabung simuliert, um Schadenrisiken zu minimieren und die Eignung der Konstruktion nachvollziehbar zu belegen. Ergänzend werden Randbedingungen wie Ladeeinheitensicherung, Palettierung und Umschlagprozesse betrachtet, damit die Ergebnisse praxisnah und über verschiedene Versandprofile hinweg belastbar sind.

Definition: Was versteht man unter Verpackungstests?

Verpackungstests, oder auch Verpackungsprüfungen, sind Tests, die dazu dienen, die Qualität und Eignung von Verpackungsmaterialien – in diesem Fall von Wellpappe – zu beurteilen. Hierbei wird die Fähigkeit der Verpackung bewertet, den Inhalt während des gesamten Lebenszyklus – vom Verpackungsprozess über Lagerung, Transport bis hin zur Endverwendung – unbeschadet zu schützen.

Unterschieden wird häufig zwischen Materialprüfungen (z. B. Kennwerte von Wellpappenrohpapieren und Wellpappbögen) und Systemprüfungen an kompletten, befüllten Packstücken. Zielgrößen sind unter anderem Schutzwirkung, Handhabbarkeit, Stapelstabilität, Kantenstauchwiderstand, Berst- und Durchstoßfestigkeit sowie die Beständigkeit gegenüber Klimaeinflüssen.

Eine fundierte Prüfplanung berücksichtigt Produktempfindlichkeit, Masse, Geometrie, Transportweg, Umschlaghäufigkeit, Lagerdauer und Umgebungsbedingungen. Ergebnisse werden reproduzierbar dokumentiert, um Entwicklungsentscheidungen, Freigaben und kontinuierliche Qualitätskontrollen abzusichern.

Abgrenzung: Entwicklungs-, Validierungs- und Produktionsprüfung

In der Entwicklung dienen Tests der Auslegung und Absicherung von Konstruktionen (z. B. Optimierung von Wellensorten und Rillbildern). Im Rahmen der Validierung wird die Eignung des finalen Packmittels für definierte Versandprofile nachgewiesen. In der Serie sichern Stichprobenprüfungen und Wareneingangskontrollen die laufende Qualität ab. Ergänzend können Lebensdauertests und beschleunigte Alterung unter Feuchte- und Temperaturwechseln durchgeführt werden.

Anwendungsgebiete und Methoden bei Verpackungstests

Verpackungstests finden überall dort Anwendung, wo es auf die Qualität und Sicherheit von Verpackungen ankommt. In verschiedenen Industriezweigen wie Lebensmittel-, Pharma-, Kosmetik- und Elektronikindustrie sind diese Tests unverzichtbar. Einige der gängigsten Methoden bei Wellpappenverpackungstests sind Falltests, Drucktests, Rissfestigkeitstests und Klemmtests. Jede Testmethode liefert wichtige Informationen über die Beständigkeit der Verpackung gegenüber den verschiedenen Belastungen während Transport und Lagerung. Zusätzlich werden Verschlussarten (z. B. Klebebänder, Heftklammern) sowie Innenausstattungen (Einlagen, Polster, Formteile) hinsichtlich ihrer Wechselwirkung mit der Außenverpackung untersucht.

Typische Prüfverfahren für Wellpappe und komplette Packstücke

  • Falltest (Drop-Test): Prüfung der Stoß- und Schockbeständigkeit bei unterschiedlichen Fallhöhen und Fallorientierungen (Kante, Fläche, Ecke) an befüllten Einheiten. Durch definierte Sequenzen lassen sich empfindliche Bereiche identifizieren und Polsterkonzepte zielgerichtet anpassen.
  • Stapeldruck-/Kompressionstest (BCT): Ermittlung der maximalen Drucklast und der Dauerstabilität unter statischer oder zeitabhängiger Belastung; relevant für Paletten- und Regallagerung. Für praxisnahe Aussagen werden häufig Ruhezeiten, Feuchtebedingungen und Sicherheitsfaktoren berücksichtigt.
  • Kantenstauchwiderstand (ECT): Materialkennwert der Wellpappe zur Beurteilung der Tragfähigkeit; dient häufig als Eingangsgröße für die Abschätzung der BCT-Leistung. Die Ergebnisse hängen unter anderem von Papierqualitäten, Wellenhöhe und Verleimung ab.
  • Berstfestigkeit: Messung der Widerstandsfähigkeit gegen kurzzeitige Flächenbelastung; wichtig bei punktuellen Belastungen. Sie unterstützt die Beurteilung der Toleranz gegenüber plötzlichen Druckspitzen und rauer Handhabung.
  • Durchstoß- bzw. Perforationswiderstand: Bewertung der Resistenz gegen spitze oder kantige Einwirkungen, z. B. beim Umschlag. Aussagekräftig insbesondere für Verpackungen mit hohem Werkzeug- oder Kantenkontakt.
  • Vibrationstest: Simulation von Transportvibrationen (zufällig oder sinusförmig) zur Prüfung der Haltbarkeit von Konstruktion, Verschluss und Polsterung. Random-Profile bilden realistische Spektren unterschiedlicher Verkehrsträger (Straße, Schiene, Luft, See) ab.
  • Klemmtest (Clamp-Test): Nachbildung des seitlichen Greifens durch Flurförderzeuge zur Beurteilung der Wandstabilität und der Druckempfindlichkeit. Hierbei sind Greifkräfte, Haltezeiten und Positionierungen zu variieren.
  • Klimakonditionierung und Klimawechsel: Vorbehandlung und Prüfung bei definierten Bedingungen (z. B. 23 °C/50 % r. F.) sowie Feuchte-/Temperaturzyklen, um Feuchtigkeitseinfluss und Relaxationseffekte zu berücksichtigen. So werden Worst-Case-Szenarien, etwa in feuchten Lagern, praxisnah abgebildet.
  • Cobb-Test (Wasseraufnahme): Einschätzung der Feuchteempfindlichkeit von Papieren/Pappen zur Bewertung der Resistenz bei feuchten Umgebungen. Ergebnisse unterstützen die Auswahl geeigneter Oberflächen und Barrieren.
  • Verbindungstests: Prüfung der Verklebung und der Rill- und Falzqualität, um Aufreiß- oder Einreißtendenzen an Faltkanten und Klebestellen zu erkennen. Ergänzend lohnt die Bewertung der Verschlussfestigkeit nach Alterung.

Neben Materialkennwerten spielen auch die korrekte Auslegung, die Wahl der Wellenkombination (z. B. E, B, C, BC) und die Dimensionierung eine zentrale Rolle. Nützlich sind hierzu weiterführende Informationen zu Abmessungen im Versand, da sie die Auslegung von Konstruktionsmaßen, Toleranzen und Palettenraster unterstützen. Zusätzlich sollten Ladeeinheiten (z. B. Europalette 1.200 × 800 mm oder Industriepalette 1.200 × 1.000 mm), Zwischenlagen sowie Umreifung und Stretchwicklung in die Betrachtung einbezogen werden.

Normen, Kennwerte und Interpretation

In der Praxis werden anerkannte Standards eingesetzt (z. B. DIN/EN/ISO, ASTM, ISTA) für Fall-, Druck- und Vibrationsprüfungen, um Vergleichbarkeit und Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten. Aus ECT- und Materialdaten lässt sich die zu erwartende BCT-Leistung ableiten; dennoch sind verifizierende Prüfungen am befüllten Packstück erforderlich, da Inhalte, Verschlussarten, Einsätze und Polstermaterialien das Verhalten maßgeblich beeinflussen. Für die Interpretation sind Einflussgrößen wie Feuchtegehalt, Lagerdauer, Kartonabmessungen, Umfang und Rillqualitäten zu berücksichtigen.

Grenzwerte, Sicherheitsfaktoren und Skalierung

Grenzwerte orientieren sich häufig an minimal erforderlichen Schutzreserven, etwa in Form von Sicherheitsfaktoren gegenüber der erwarteten Belastung. Für die Skalierung von Prüfanforderungen sind Transportprofil, Stapelhöhe, Umlagerungen und klimatische Zyklen maßgeblich. Regressionsmodelle und Erfahrungswerte unterstützen die Ableitung, ersetzen aber keine Validierung am fertigen Packstück.

Prüfplanung, Stichproben und Dokumentation

Ein belastbarer Prüfplan definiert Prüfziele, Probenanzahl, Konditionierung, Grenzwerte, Akzeptanzkriterien und Messunsicherheiten. Stichproben werden repräsentativ aus der laufenden Produktion entnommen, idealerweise unter Berücksichtigung der Losgröße. Die Dokumentation umfasst Prüfbericht, Randbedingungen, Messergebnisse, Abweichungen und Fotodokumentation, sodass Abweichungsanalysen und Ursachenforschung möglich sind.

Darüber hinaus sind Kalibrierstatus der Messmittel, Rückverfolgbarkeit der Proben, Konfidenzniveaus und gegebenenfalls AQL-Regelungen festzulegen. Eine klare Kennzeichnung von Musterständen (z. B. Vorserie, Serie, Änderungsstand) verbessert die Vergleichbarkeit. Wo sinnvoll, unterstützen Versuchspläne (DoE) die effiziente Ermittlung von Haupteinflüssen und Wechselwirkungen.

Die Bedeutung der Verpackungstests für Wellpappenverpackungen

Die Relevanz der Verpackungstests in der Wellpappindustrie kann nicht überbetont werden. Da Wellpappe eine kostengünstige, umweltfreundliche und widerstandsfähige Verpackungsalternative ist, muss ihre Qualität und Leistungsfähigkeit konsequent überprüft werden. Verpackungstests stellen sicher, dass die Wellpappenverpackungen den erforderlichen Standards entsprechen und dem Produkt während des gesamten Transport- und Lagerungsprozesses den nötigen Schutz bieten.

Darüber hinaus unterstützen Prüfungen die Entwicklung passgenauer Lösungen: Sie ermöglichen die Optimierung von Materialeinsatz, Konstruktionsdetails (z. B. Rillung, Verschluss), Innenpolsterung und Packvorschrift. Durch validierte Ergebnisse lassen sich Schäden, Reklamationen und Folgekosten reduzieren. Gleichzeitig tragen sie zur Erfüllung regulatorischer und kundenspezifischer Anforderungen sowie zur kontinuierlichen Verbesserung in der Qualitätssicherung bei.

Ein zusätzlicher Nutzen liegt in der ökologischen Bewertung: Belastbare Testdaten helfen, Materialqualitäten bedarfsgerecht auszulegen und Überdimensionierung zu vermeiden. So werden Schutzfunktion, Ressourceneffizienz und Transportsicherheit in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht. Messbare Kennzahlen wie Transportschadenrate, Ausfallquoten oder Rückläuferanteile lassen sich durch geeignete Prüf- und Verbesserungsprogramme nachhaltig senken.

Vor- und Nachteile von Verpackungstests

Wie bei jeder Prüfmethode weisen auch Verpackungstests sowohl Vor- als auch Nachteile auf. Zu den Vorteilen gehört, dass sie dazu beitragen, die Qualität und Sicherheit von Produkten zu gewährleisten. Sie helfen dabei, Verpackungsfehler frühzeitig zu erkennen und zu beheben, was dazu führt, dass Produktverluste und Folgeschäden minimiert werden. Ein Nachteil könnte jedoch die für umfangreiche Tests notwendige Zeit und die damit verbundenen Kosten sein. Dennoch überwiegen in der Regel die Vorteile der Verpackungstests, da sie letztlich dazu beitragen, die Kundenzufriedenheit und damit den Markterfolg zu erhöhen.

  • Vorteile: Nachweis der Schutzwirkung, Reduktion von Transportschäden, Absicherung von Änderungen, objektive Vergleichbarkeit, Unterstützung bei Material- und Konstruktionsoptimierung. Zusätzlich verbessern sie die Planbarkeit von Serienanläufen und die Reproduzierbarkeit über Lieferanten und Chargen hinweg.
  • Nachteile: Prüfaufwand, Zeitbedarf für Klimatisierung und Wiederholungen, Kosten für Geräte und Prüfmuster, begrenzte Übertragbarkeit einzelner Laborergebnisse auf alle realen Szenarien. Ebenso erfordern komplexe Versandprofile mit Mischverkehren oft ergänzende Feldtests.
  • Abwägung: Ein sinnvoller Mix aus Laborprüfungen, Simulationen und Feldtests liefert belastbare Aussagen bei vertretbarem Aufwand. Die Kombination reduziert statistische Streuungen und erhöht die Aussagekraft für reale Lieferketten.

Zusammenfassung:

  • Verpackungstests sind grundlegend für Firmen, die Wert auf qualitativ hochwertige und stabile Verpackungen legen, insbesondere wenn es um den sicheren Transport von Waren in Wellpappkartons geht. Sie unterstützen eine robuste, nachvollziehbare Auslegung entlang realer Belastungsketten.
  • Diese Tests umfassen verschiedene Prüfverfahren, wie z. B. die Überprüfung der Stapelfähigkeit und Belastbarkeit der Verpackung, um sicherzustellen, dass sie standfest und robust genug für den Versand und die Lagerung von Produkten ist. Ergänzende Fall- und Vibrationsprüfungen stärken den Nachweis gegen Stoß- und Dauerschwingbeanspruchung.
  • Bei der Nutzung von Wellpappe als Hauptmaterial tragen Verpackungstests dazu bei, andere Elemente wie Feuchtigkeitsresistenz, Schockabsorption und allgemeine Strukturintegrität zu bewerten und zu verbessern. Dies schließt die Beurteilung von Verleimung, Rillqualität und Verschlussfestigkeit ein.
  • In der Praxis werden u. a. Fall-, Vibrations-, Kompressions-, ECT-, Berst- und Durchstoßprüfungen eingesetzt; Klimakonditionierung und geeignete Stichproben sichern die Aussagekraft. Reproduzierbare Rahmenbedingungen sind für Vergleichbarkeit entscheidend.
  • Ein strukturierter Prüfplan berücksichtigt Produktmerkmale, Masse, Abmessungen, Versandweg und Lagerbedingungen, um realitätsnahe Belastungen abzubilden. Sicherheitsfaktoren werden passend zum Einsatzprofil festgelegt.
  • Testdaten unterstützen die Optimierung von Konstruktion, Materialeinsatz und Innenausstattung sowie die Reduktion von Schadensquoten und Folgekosten. Dadurch lassen sich Packmittel gezielt an unterschiedliche Versandprofile anpassen.
  • Saubere Dokumentation, reproduzierbare Methoden und klare Akzeptanzkriterien sind zentrale Bausteine für die Qualitätssicherung entlang der gesamten Lieferkette. Kalibrierte Prüfmittel und nachvollziehbare Berichte erhöhen die Verlässlichkeit der Ergebnisse.

Veröffentlicht am 01.06.2024
Letzte Überarbeitung am 12.12.2025 um 11:29 Uhr von Julia Kopp

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