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Customer Journey Verpackung

Wenn es um Wellpappe-Verpackung geht, ist ein zentraler Aspekt die Reise des Kunden, die sogenannte Customer Journey Verpackung. Damit ist der vollständige Lebenszyklus einer Kartonage gemeint – von der Konzeption und Gestaltung über Produktion, Konfektionierung, Transport und Lagerung bis hin zu Nutzung, Unboxing, eventueller Rücksendung und dem Ende der Nutzung mit Recycling oder Wiederverwendung. Entscheidend ist die Gesamterfahrung an allen Berührungspunkten, die das Packgut, die Handhabung und die Informationsvermittlung einschließen. Diese Perspektive umfasst sowohl physische Interaktionen (z. B. Öffnen, Tragen, Stapeln) als auch kognitive Aspekte wie Verständlichkeit von Symbolen, Kennzeichnungen und Entsorgungshinweisen. Ebenso berücksichtigt sie ökologische und betriebliche Zielgrößen, etwa Materialeffizienz, Prozesszeiten und Schadensquoten.

Die Betrachtung der gesamten Reise hilft, Funktionen wie Produktschutz, Informationsgehalt, Ergonomie, Ressourceneinsatz und Kreislauffähigkeit systematisch aufeinander abzustimmen. So entsteht eine stimmige Abfolge aus Entwicklung, Einsatz und Verwertung, die sowohl betriebliche Anforderungen als auch die Erwartungen der Nutzer berücksichtigt. In der Praxis bedeutet dies, dass Anforderungen entlang der Wertschöpfungskette transparent werden: von Maßtoleranzen über die Stapel- und Kantenstabilität bis zur Eignung für Fördersysteme. Durch konsequentes Systemdenken lassen sich Varianten reduzieren, Fehlbedienungen vermeiden und die Wiederverwendbarkeit stärken – ohne Funktionalität oder Schutzwirkung zu kompromittieren.

Definition: Was versteht man unter dem Konzept der Customer Journey Verpackung?

Bei der Kundenreise Verpackung (engl. Customer Journey Verpackung) handelt es sich um den Weg, den ein Verpackungsprodukt aus Wellpappe durchläuft. Er beginnt mit der Entwicklung und Produktion einer funktionalen und ressourcenschonenden Lösung und mündet in der tatsächlichen Wahrnehmung, Handhabung und Bewertung durch Konsumenten oder professionelle Anwender. Der Begriff umfasst sämtliche Phasen des Transports, der Lagerung und Vor-Ort-Nutzung sowie die nachgelagerte Entscheidung, die Kartonage zu recyceln, weiterzuverwenden oder einer anderen Verwertung zuzuführen. Ergänzend wird betrachtet, welche Informationen an welchem Touchpoint benötigt werden, um sichere, effiziente und nachvollziehbare Abläufe zu ermöglichen.

Typische Phasen entlang der Reise sind:

  1. Analyse der Anforderungen (Produktmaße, Empfindlichkeit, rechtliche Vorgaben, Kennzeichnung)
  2. Konzept und Design (Aufbau, Wellenprofil, Materialauswahl, Druckbild, Öffnungshilfen)
  3. Produktion und Qualitätssicherung (Maßtoleranzen, Belastbarkeit, Reiß- und Stapelfestigkeit)
  4. Konfektionierung und Packprozess (Packzeit, Ergonomie, Sicherheit, Anleitungen)
  5. Transport und Lagerung (Stapelbarkeit, Klimabeständigkeit, Feuchte, Kompatibilität mit Ladehilfsmitteln)
  6. Auslieferung und Unboxing (Zugänglichkeit, Beschädigungsfreiheit, Informationsklarheit)
  7. Rückführung, Rücksendung oder Zweitnutzung (Wiederverschließbarkeit, Robustheit)
  8. End-of-Life (Sortenreinheit, Recyclingfähigkeit, Entsorgungshinweise)

In allen Phasen sind passgenaue Maße und Formate wesentlich. Für fundierte Entscheidungen bietet sich eine vertiefende Erklärung typischer Abmessungen und Messregeln an, da sie den Zuschnitt, die Packdichte und die Prozesssicherheit beeinflussen. Relevante Begriffe sind unter anderem Innenmaß, Außenmaß, Nutzmaß, Rillteilung und Zuschnittmaß; sie definieren, wie eng das Packgut geführt wird, welche Toleranzen akzeptabel sind und wie sicher sich Palettenmuster, Ladeeinheiten und Regalsysteme realisieren lassen.

Kundenorientierte Gestaltung der Wellpappe-Verpackung

In der kundenorientierten Gestaltung liegt der Fokus darauf, Lösungen aus Wellpappe präzise an Aufgaben und Erwartungen auszurichten. Ziel ist es, Handhabung, Schutzwirkung und Informationsvermittlung so zu kombinieren, dass der Aufwand gering bleibt und die Nutzung intuitiv gelingt. Gleichzeitig soll die Kartonage möglichst wiederverwendbar und gut recycelbar sein. Dafür werden Faltfolgen klar strukturiert, Wellenarten (z. B. E-, B-, C- oder Doppelwelle) passend gewählt und Oberflächen so gestaltet, dass Kennzeichnungen dauerhaft lesbar bleiben – auch unter Feuchte- oder Abriebbelastung.

Wesentliche Gestaltungsprinzipien sind:

  • Funktionaler Schutz: Stoß- und Kantenabsicherung, Lastverteilung, geeignetes Wellenprofil, angepasste Materialstärken.
  • Ergonomie und Bedienbarkeit: klare Öffnungspunkte, Aufreißhilfen, eindeutige Hinweise, reduzierte Öffnungskräfte.
  • Prozessfähigkeit: zügiges Aufrichten, logische Faltfolge, eindeutige Markierungen für Packanweisungen, geringer Materialverschnitt.
  • Informationsqualität: gut lesbare Kennzeichnungen, rechtlich erforderliche Angaben, eindeutige Piktogramme und Hinweise zur Rückführung.
  • Nachhaltigkeit: Monomaterial-Konzepte, Minimierung von Verbundstoffen, material- und gewichtsoptimierte Zuschnitte, Wiederverwendbarkeit.
  • Kompatibilität: passende Formate für Regale, Fördersysteme und Ladehilfsmittel, robuste Kanten für Stapel- und Transportanforderungen.

Das Design und der Herstellungsprozess sind darauf ausgerichtet, die Verpackungserfahrung des Kunden zu optimieren: vom ersten Kontakt über das Öffnen bis zur Trennung der Materialien für die Rückführung. Dazu gehört auch, dass Anleitungen, Symbole und Hinweise klar platziert und sprachlich reduziert formuliert sind. Ergänzend werden Prüfkriterien (z. B. Rillqualität, Klebung, Perforation) definiert, die in der Fertigung reproduzierbar überwacht werden können, um Abweichungen und Reklamationen zu vermeiden.

Beispiele aus der Praxis der kundenorientierten Gestaltung

Bei empfindlichen Produkten (z. B. Glas oder Elektronik) wird die Wellpappe häufig durch integrierte Inlays, Schutzkanten oder Einstecklaschen ergänzt, um Mikrobewegungen zu begrenzen und Stöße abzubauen. Für textilbasierte Güter können flache, leicht zu öffnende Versandkartons mit Aufreißfaden und Rücksendeverschluss den Packprozess beschleunigen und die Rückführung vereinfachen. In temperatur- oder feuchtebelasteten Anwendungen hilft eine an das Klima angepasste Materialwahl (z. B. höhere Flächengewichte, geeignete Leimrezepturen), um die Kantenstauchfestigkeit zu sichern und Verformungen zu vermeiden.

Messgrößen, Normen und Prüfungen entlang der Reise

Zur objektiven Auslegung und Bewertung werden Messgrößen wie Kantenstauchwiderstand (ECT), Stapeldruckfestigkeit (BCT), Durchstoßarbeit, Flachstauchwiderstand (FCT) und Cobb-Aufnahme herangezogen. Ergänzende Klimaprüfungen (z. B. 23 °C/50 % r. F.) stellen sicher, dass die Kartonage unter realen Bedingungen ihre Funktion erfüllt. Bauarten lassen sich über gängige Kataloge (z. B. FEFCO-Codes) eindeutig beschreiben; so werden Fertigung, Logistik und Kommunikation vereinfacht.

Maßhaltigkeit wird über Toleranzen für Zuschnitt, Rillung und Klebelasche gesteuert. Eine saubere Rillteilung minimiert Einrisse beim Falten und verbessert die Kantenqualität. Für die Nachverfolgung entlang der Customer Journey sind außerdem Kennzeichnungen wie Chargen, Produktionszeitfenster und Materialzusammensetzungen hilfreich, um Prozessschwankungen zu erkennen und Korrekturmaßnahmen einzuleiten.

Auswirkungen auf Marketing und Verkauf

Die Gestaltung entlang der Customer Journey hat Auswirkungen auf Wahrnehmung, Vertrauen und Kaufentscheidungen. Eine durchdachte Wellpappe-Verpackung kann Informationen strukturiert vermitteln, Orientierung geben und Hürden im Kauf- oder Nutzungsprozess senken. Bei Direktversand spielt die Unboxing-Erfahrung eine Rolle: Sie kann die Produktwahrnehmung prägen, Reklamationen reduzieren und den Umgang mit Rücksendungen vereinfachen. Zudem fördert eine konsistente Gestaltung die Wiedererkennung über verschiedene Berührungspunkte hinweg – von der Lagerkennzeichnung bis zur Endkundenkommunikation.

Relevante Aspekte sind unter anderem:

  • Informationsarchitektur: Priorisierung der wichtigsten Angaben, klare Hierarchie, verständliche Symbolik.
  • Konsequente Markenkommunikation ohne Überladung: reduzierte, zweckmäßige Gestaltung, die Lesbarkeit und Funktion unterstützt.
  • Reduzierung von Schäden: passender Formschluss und Sicherung vermindern Transportschäden und Nacharbeit.
  • Rückführungsfreundlichkeit: einfache Trennbarkeit und Hinweise zur Rückgabe oder Verwertung erleichtern die letzte Phase der Reise.
  • Messbarkeit: Kennzahlen wie Schadensquote, Retourenrate, Packzeit, Materialeinsatz und Reklamationen zeigen, ob Anpassungen wirksam sind.

Auch Hinweise zur Entsorgung und Wiederverwendung sind sinnvoll. Sie unterstützen eine informierte Entscheidung am Ende der Nutzung und stärken die Transparenz über den gesamten Lebenszyklus. Ergänzend können strukturierte Tests (z. B. A/B-Varianten von Öffnungshilfen oder Piktogrammen) zeigen, welche Ausführung Handhabungsfehler reduziert, die Verpackungsintegrität schützt und die Nutzerführung verbessert.

Typische Fehler und wie man sie vermeidet

Häufige Ursachen für Reklamationen sind unklare Öffnungspunkte, zu große Maßtoleranzen, unpassende Wellenprofile oder fehlende Hinweise zur Trennung von Materialien. Abhilfe schaffen klare Bedienlinien, eine definierte Rillgeometrie, geeignete Materialkombinationen sowie eindeutige Kennzeichnungen an gut sichtbaren Positionen. Zudem lohnt es sich, Packanweisungen grafisch reduziert und sprachneutral zu gestalten, um Missverständnisse zu verhindern und die Prozesssicherheit zu erhöhen.

Vor- und Nachteile der Kundenreise Verpackung

Einer der Hauptvorteile der Kundenreise Verpackung ist die systematische Ausrichtung an tatsächlichen Nutzerbedürfnissen. Eine gut geplante und hergestellte Kartonage trägt zur Zufriedenheit bei, verringert Bruch und Fehlbedienung und erleichtert Abläufe entlang der Lieferkette. Zudem erlaubt eine nachhaltige Auslegung – mit materialeffizienten Zuschnitten und kreislauffähigen Komponenten – einen Beitrag zum Umweltschutz. Dem steht gegenüber, dass Entwicklung, Tests und Abstimmungen zeit- und kostenintensiv sein können. Mitunter entstehen Zielkonflikte zwischen maximalem Schutz, Materialeinsatz, Handlingsaufwand und Kostenzielen, die sorgfältig ausbalanciert werden müssen. Werden Prüfkriterien und Messgrößen frühzeitig definiert, lassen sich diese Zielkonflikte transparenter steuern und Entscheidungen nachvollziehbar dokumentieren.

  • Vorteile: bessere Nutzerführung, höhere Prozesssicherheit, geringere Reklamationen, nachvollziehbare Entsorgungswege, Potenzial für Wiederverwendung.
  • Nachteile: erhöhter Abstimmungsbedarf, zusätzlicher Validierungsaufwand, mögliche Komplexität im Design, Investitionen in Musterbau und Tests.

Zusammenfassung:

  • Unter Customer Journey Verpackung versteht man den gesamten Prozess, den ein Kunde durchläuft, angefangen vom ersten Kontakt mit der Kartonage, über das Auspacken des Produktes bis hin zur Entsorgung oder Wiederverwendung der Lösung. Die Betrachtung umfasst alle Touchpoints und die Wechselwirkung mit Schutzfunktion, Handhabung und Information.
  • Die Bedeutung von Wellpappe als Trägermaterial liegt in ihrer Vielseitigkeit, der guten Recyclingfähigkeit und dem ausgewogenen Verhältnis von Stabilität zu Gewicht. Im Rahmen der Customer Journey unterstützt sie verlässlichen Produktschutz, klare Hinweise und eine einfache Rückführung, was Vertrauen und Zufriedenheit begünstigt.
  • Für Unternehmen, die Lösungen aus Wellpappe suchen, ist es wichtig, die gesamte Kundenerfahrung bereits in der Entwicklung mitzudenken: Anforderungen analysieren, Design auf Handhabung und Schutz ausrichten, Messgrößen definieren und am Ende der Nutzung transparente Hinweise zur Verwertung geben, um Prozesse zu stabilisieren und Ergebnisse zu verbessern.
  • Maßhaltigkeit, Prüfverfahren und eindeutig definierte Bauarten (z. B. über Katalogcodes) unterstützen eine reibungslose Umsetzung entlang der gesamten Reise. So wird die Verbindung aus Produktschutz, Ergonomie, Informationsqualität und Kreislauffähigkeit konsistent abgesichert.

Veröffentlicht am 20.05.2025
Letzte Überarbeitung am 20.11.2025 um 14:24 Uhr von Julia Kopp

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