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Lagerungsanweisungen

Wellpapp-Verpackungen, unverzichtbar für Unternehmen aus aller Welt, benötigen eine spezifische Handhabung und Aufbewahrung. Genau hier spielen die Anweisungen zur Lagerung eine essentielle Rolle. Sie sind die Basis, um das Potenzial des Wellkartons voll auszuschöpfen und damit die Qualität der Produkte, die in ihm gespeichert sind, zu gewährleisten. Eine konsequent geregelte Lagerhaltung schützt die Materialeigenschaften der Wellpappe, reduziert Transportrisiken und verhindert Verluste durch Verformung, Feuchte oder mechanische Belastungen. Dazu zählen klare Vorgaben zum Klima am Lagerort, zur Stapel- und Palettierlogik sowie zur Akklimatisierung vor der Verwendung. Zusätzlich umfassen gut aufbereitete Lagerhinweise Aspekte wie Verpackungsrotation (FIFO/FEFO), geeignete Lagerzonen, Schutz vor Kontamination (Staub, Abrieb) und eine sachgerechte Handhabung mit Flurförderzeugen. So lassen sich Stabilität, Maßhaltigkeit und Funktionssicherheit der Verpackungen über den gesamten Lagerzeitraum hinweg erhalten.

Definition: Was versteht man unter Lagerungsanweisungen?

Lagerungsanweisungen bei Wellpappe umfassen alle Hinweise und Empfehlungen, die zur richtigen Lagerung von Wellpapp-Verpackungen dienen. Sie beziehen sich auf Aspekte wie Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit sowie den optimalen Stapelvorgang, um die Integrität der Kartons und der darin enthaltenen Produkte zu erhalten. Dazu gehören außerdem Vorgaben zur Akklimatisierung (Ausgleich von Temperatur- und Feuchteunterschieden), zum Schutz vor UV-Strahlung und Wärmequellen, zur Platzierung im Lager (Bodenabstand, Wandabstände) sowie zur Handhabung beim innerbetrieblichen Transport. Ergänzend definieren sie Grenzbereiche und Toleranzen (z. B. zulässige Schwankungen des Lagerklimas), Prüfintervalle und Verantwortlichkeiten, damit Abläufe robust und reproduzierbar bleiben.

Im engeren Sinne sind Lagerungsanweisungen also verbindliche Prozessvorgaben, die festlegen, wie Wellpappe gelagert, bewegt und vor äußeren Einflüssen geschützt wird. Im weiteren Sinne umfassen sie auch Dokumentation, Kennzeichnung und Schulung, um die Vorgaben reproduzierbar und verständlich zu machen. Sie können als betriebliche Arbeitsanweisung, Checkliste oder als Bestandteil eines Qualitätsmanagementsystems vorliegen und beinhalten häufig visuelle Hilfen (z. B. Piktogramme) für eine schnelle Orientierung im Lageralltag.

Wichtigkeit der Anwendung von Lagerungsanweisungen

Die konsequente Anwendung der Lagerungsvorschriften ist wesentlich, um die Eigenschaften der Wellpappe und damit auch die Qualität und Sicherheit der verpackten Produkte zu bewahren. Bei Missachtung der Lagerungshinweise können beispielsweise Feuchtigkeitseinflüsse die Struktur der Wellpappe schwächen, was zu Beschädigungen am Produkt führen kann. Erhöhte relative Luftfeuchtigkeit reduziert die Kantenstauchfestigkeit (ECT) und damit die Stapelbelastbarkeit; Temperatur- und Feuchteschwankungen begünstigen Wellenbildung, Verzug und Delamination. Auch falsche Palettierung (Überstand über die Palette, unebene Auflage, unzureichende Lastverteilung) mindert die Tragfähigkeit und steigert das Risiko von Druck- und Kantenbeschädigungen.

Praxisrelevant ist insbesondere, dass schon moderate Abweichungen vom empfohlenen Klima die Druckfestigkeit deutlich senken können. Ebenso führt interlocktes (versetztes) Stapeln zu Stabilitätsvorteilen in der Säule, kann aber die Boxkompression im Verbund merklich reduzieren. Daher sind klare, produktspezifische Vorgaben und deren konsequente Umsetzung die Grundlage für planbare Qualität. Eine wirksame Lagerstrategie berücksichtigt außerdem die geplante Lagerdauer, die Wellpappensorte (z. B. E-, B-, C- oder Doppelwelle), die Flächengewichte sowie eventuelle Ausstattungen (z. B. Beschichtungen oder Barrieren) und gleicht diese mit den Umweltbedingungen ab.

Optimale Umgebungsbedingungen

  • Temperatur: Stabil und moderat halten, typischer Orientierungsbereich 15–25 °C; schnelle Wechsel vermeiden und Temperatursprünge vor dem Öffnen von Transportverpackungen minimieren.
  • Relative Luftfeuchtigkeit (rF): Möglichst konstant, häufig bewährt sind 45–55 % rF; Kondensationsrisiken vermeiden und Feuchteeinträge (z. B. durch nasse Böden) ausschließen.
  • Akklimatisierung: Vor Verarbeitung und Versand 24–48 Stunden am Zielklima lagern, insbesondere nach Transport aus anders klimatisierten Bereichen; geschlossene Packeinheiten erst nach Temperaturausgleich öffnen.
  • Luftzirkulation: Ausreichende Belüftung, keine direkte Nähe zu Toren, Heizkörpern, Klimageräten oder offenen Feuchtequellen; Hitzestau und Zugluft vermeiden.
  • Licht und Strahlung: UV-Exposition reduzieren; direkte Sonneneinstrahlung und starke Wärmequellen vermeiden, um Materialalterung und Verfärbungen vorzubeugen.
  • Abstand zum Boden und zu Wänden: Feuchteübertragung verhindern; trocken, sauber, eben und vibrationsarm lagern; Abstandshalter oder Paletten nutzen.

Taupunkt und Kondensation

Entscheidend für den Schutz vor Durchfeuchtung ist der Taupunkt: Liegt die Oberflächentemperatur der Verpackung unter dem Taupunkt der Umgebungsluft, kommt es zu Kondensation. Deshalb sind Temperaturangleich und kontrollierte Öffnung von Außenverpackungen besonders wichtig. Taupunktunterschreitungen treten häufig nach kaltem Transport und anschließendem Einbringen in warme, feuchte Lagerbereiche auf.

Mess- und Überwachungstechnik

Für eine belastbare Prozessführung eignen sich kalibrierte Thermo-Hygrometer, Datenlogger mit Alarmfunktion und regelmäßige Plausibilitätsprüfungen (z. B. Vergleichsmessungen). Zusätzlich können Infrarot-Thermometer zur Erfassung von Oberflächentemperaturen und einfache Taupunktrechner helfen, Kondensationsrisiken frühzeitig zu erkennen.

Stapelung, Paletten und Handhabung

Die Stapelstrategie richtet sich nach Produkt, Wellpappensorte und geplanter Lagerdauer. Säulenstapelung maximiert in der Regel die vertikale Tragfähigkeit, während versetztes Stapeln die Standsicherheit erhöht, jedoch die Druckfestigkeit im Stapel verringern kann. Die maximale Stapelhöhe ist vom Material, der Verpackungskonstruktion und der zu erwartenden klimatischen Einflüsse abhängig; Überstapeln ist zu vermeiden.

Paletten sollen eben, trocken und intakt sein; kein Überstand der Ladung über die Palettenkanten, um Kantenquetschungen und Scherkräfte zu vermeiden. Last gleichmäßig verteilen, Zwischenlagen bei Bedarf einsetzen und die Kompression durch Umreifung oder Stretchfolie so wählen, dass keine Verformung entsteht. Beim innerbetrieblichen Transport kipp- und stoßarm bewegen, keine punktuellen Belastungen an Kanten oder Öffnungen einleiten. Bei längerer Lagerdauer empfiehlt sich eine regelmäßige Sichtprüfung der Stapel auf Setzungen, Schiefstände und mögliche Feuchteeinträge.

Zwischenlagen und Sicherung

Antirutsch-Zwischenlagen, Kantenschutzwinkel und formstabile Deckbretter unterstützen die gleichmäßige Lastverteilung und reduzieren Kantenlasten. Bei der Ladungssicherung gilt: ausreichend fixieren, ohne die Kartonage zu verformen. Eine moderate Vorspannung von Umreifungen, sachgerecht applizierte Stretchfolie und die Vermeidung lokaler Druckspitzen verbessern die Stabilität, ohne die Boxkompression unnötig zu schwächen.

Gestaltung und Kommunikation der Lagerungsanweisungen

Die Gestaltung und die Kommunikation der Hinweise zur Lagerung können variieren. Sie können als Text, Piktogramm oder beides auf der Verpackung angebracht sein, immer mit dem Ziel, eine einfache und korrekte Anwendung zu gewährleisten. Ergänzend sind Lagerleitfäden, Checklisten und Schulungsunterlagen sinnvoll, die die wesentlichen Parameter (Temperatur, Feuchte, Stapelhöhen, Palettierung, Akklimatisierung) kompakt zusammenfassen. Eine klare, einheitliche Terminologie und leicht verständliche Grenzwerte erleichtern das tägliche Arbeiten.

Eine klare Kennzeichnung an Lagerplätzen, auf Begleitpapieren oder in digitalen Systemen (z. B. per QR-Code zu hinterlegten Arbeitsanweisungen) erleichtert die Umsetzung. Regelmäßige Unterweisungen und Sichtprüfungen sichern, dass die Hinweise verstanden und eingehalten werden. Abweichungen sollten dokumentiert und mit Korrekturmaßnahmen hinterlegt werden. Ergänzend können kurze, visuelle Prozesskarten im Wareneingang und an Kommissionierplätzen helfen, Fehler zu vermeiden.

Vor- und Nachteile von Lagerungsanweisungen

Auf den ersten Blick bringen eindeutige und gut kommunizierte Anweisungen zur Lagerung mehrere Vorteile mit sich. Sie tragen zur Langlebigkeit und Stabilität der Wellpappe bei und sichern die Qualität des eingelagerten Produkts. Ein Nachteil könnte ein Mehraufwand bei der Einhaltung der Anleitungen sein. Doch die Vorteile überwiegen definitiv, denn sie führen zum letztendlichen Ziel - zufriedene Kunden durch tadellos gelieferte Produkte.

  • Vorteile: Höhere Prozesssicherheit, geringere Ausschussquoten, planbare Stapelfestigkeit, bessere Reproduzierbarkeit der Ergebnisse, effizientere Raumnutzung, klar definierte Verantwortlichkeiten.
  • Mögliche Nachteile: Initialer Schulungs- und Dokumentationsaufwand, Bedarf an Klimaüberwachung und gelegentlich an zusätzlicher Infrastruktur (z. B. Datenlogger, Isolierung, Abschirmungen), kontinuierlicher Pflegeaufwand für die Aktualisierung der Vorgaben.

Praxis und Kontrolle

  • Kontrollen: Regelmäßige Messung von Temperatur und relativer Luftfeuchte, Sichtprüfung auf Wellenbruch, Verzug, Kantenschäden und Durchfeuchtung; bei Bedarf Stichprobenmessungen der Materialfeuchte.
  • Materialfluss: FIFO/FEFO-Prinzip anwenden, Chargen- und Zustandskennzeichnung nutzen, Akklimatisierungszeiten dokumentieren; Ruhezeiten vor Verarbeitung in Arbeitsaufträgen hinterlegen.
  • Schutzmaßnahmen: Abdeckungen gegen Staub und Tropfwasser, Abstandshalter, trockene und ebene Unterlagen, keine direkte Bodenlagerung; sensible Qualitäten getrennt von stark schwankenden Klimazonen lagern.
  • Ausnahmefälle: Saisonale Spitzen (Hitze/Kälte), hohe Luftfeuchte, Bauarbeiten oder Reinigungsphasen erfordern angepasste Maßnahmen und engere Kontrollen; temporäre Klimatisierung oder zusätzliche Barrieren einplanen.

Weiterführend praxisnah: Hinweise zu sofort lieferbaren Verpackungen ab Lager

Zusammenfassung:

  • Lagerungsanweisungen sind genau definierte Vorgaben, die sicherstellen, dass Produkte, hier speziell Verpackungen aus Wellpappe, optimal gelagert werden, um ihre Qualität und Funktionalität zu erhalten.
  • Die Anweisungen umfassen Richtlinien zur idealen Temperatur und Luftfeuchtigkeit, Positionierung und Stapelung der Wellpappenverpackungen, um Beschädigungen zu vermeiden und die Lagerkapazität effizient zu nutzen.
  • Die korrekte Umsetzung der Lagerungsanweisungen trägt zur Reduzierung von Verschwendung und Kosten bei, erhöht die Lebensdauer der Verpackungen und sorgt für einen reibungslosen Betriebsablauf in Unternehmen.
  • Wesentliche Schwerpunkte sind Akklimatisierung, konstantes Lagerklima, geeignete Palettierung ohne Überstand sowie regelmäßige Prüf- und Dokumentationsroutinen.
  • Klare Kommunikation (Text und Piktogramm) und geschulte Mitarbeitende ermöglichen eine verlässliche, wiederholbare Anwendung der Vorgaben im täglichen Betrieb.
  • Zusätzlich unterstützen strukturierte Kontrollen, geeignete Messmittel und definierte Grenzwerte die Stabilität von Stapeln sowie die Erhaltung der Materialeigenschaften über die gesamte Lagerdauer.

Veröffentlicht am 07.07.2024
Letzte Überarbeitung am 05.01.2026 um 10:00 Uhr von Julia Kopp

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