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Containerumschlag
In der Welt der Verpackungen spielt Wellpappe eine zentrale Rolle. Eines der Kernthemen in diesem Bereich ist der Umschlag von Containern, der in der Wirtschaft und insbesondere in der Logistik von entscheidender Bedeutung ist. Dieses Herangehen ermöglicht die effiziente Gestaltung von Verpackungsprozessen. Im Zusammenspiel von Konstruktion, Materialauswahl und Prozessplanung definiert der Containerumschlag dabei maßgeblich die Anforderungen an Wellpappenverpackungen, etwa hinsichtlich Belastbarkeit, Handlingsicherheit und Kennzeichnung.
Im Kontext standardisierter Frachtbehälter beschreibt Containerumschlag die nahtlose Verbindung mehrerer Verkehrsträger und die sichere Übergabe von Ladeeinheiten an Schnittstellen. Für Packgüter in Wellpappe ist dies relevant, weil die physische Beanspruchung, klimatische Einflüsse und die Stapellasten in Terminals und an Übergabepunkten unmittelbar auf Konstruktion, Materialwahl und Packmuster wirken. Eine praktische Einstiegshilfe bietet die Übersicht zu sofort verfügbaren Verpackungen. Ergänzend empfiehlt sich eine risikobasierte Auslegung der Verpackung hinsichtlich Stoß, Vibration, Feuchte und Standzeit, um den Umschlag über verschiedene Verkehrsträger hinweg robust zu gestalten.
Definition: Was versteht man unter Containerumschlag?
Containerumschlag bezeichnet im Allgemeinen den Vorgang der Bewegung von Containern von einem Transportmittel zu einem anderen, beispielsweise vom Schiff auf einen Lastwagen oder vom Zug auf ein Schiff. Dieser Prozess umfasst häufig auch das Laden und Entladen von Waren aus den Containern. In Bezug auf Wellpappe spielt der Containerumschlag eine entscheidende Rolle, da er die Art und Weise bestimmt, wie die verpackten Produkte transportiert werden. Ein standardisiertes Handling mit Spreadern, Greifern oder fahrbaren Systemen stellt reproduzierbare Abläufe sicher und verringert die Beschädigungswahrscheinlichkeit der verpackten Güter.
Im engeren Sinn meint Containerumschlag das Handling des gesamten Containers (Umladen, Umsetzen, Stapeln, Rangieren) an Terminals, Depots und Umschlagplätzen. Im weiteren Sinn werden auch das Befüllen (Stuffing) und das Entleeren (Stripping) des Containers einbezogen. Der Prozess findet typischerweise in intermodalen Ketten statt und umfasst standardisierte Abläufe, um Durchlaufzeiten zu verkürzen und Schadensrisiken zu begrenzen. Dazu zählen die Einhaltung vorgegebener Maße und Gewichte, die Ermittlung des Verified Gross Mass (VGM) sowie dokumentierte Schnittstellenprüfungen und eindeutige Identifikation der Ladeeinheiten.
Synonyme und Abgrenzung
- Synonyme: Umschlag von Containern, Containerhandling, Terminalumschlag, intermodaler Umschlag, Umschlagprozess, Handling von Ladeeinheiten.
- Abgrenzung: Der Umschlag bezieht sich vorrangig auf den Container als Transporteinheit. Die innere Ladungssicherung und Gestaltung der Ladungseinheit mit Wellpappe ist ein vorgelagerter Teilprozess, beeinflusst den Umschlag jedoch maßgeblich. Nicht zu verwechseln mit Stauplanung im engeren Sinn (Stauung/Verstauung) oder der Kommissionierung, die vor dem Umschlag liegt.
Typische Umschlagarten
- Lo-Lo (Lift-on/Lift-off): Kran- oder Brückenumschlag durch Anheben.
- Ro-Ro (Roll-on/Roll-off): Auf- und Abrollen auf fahrbare Träger an Fähren und Terminals.
- Schiene–Straße–Wasser: Wechsel zwischen Zug, Lkw und Seeschiff/Binnenschiff in intermodalen Ketten.
- Horizontalumschlag: Umsetzen mit Reach-Stacker, Straddle Carrier oder Terminaltraktoren im Yard-Betrieb.
- Feeder- und Binnenschiffsverkehr: Vor- und Nachlauf kleinerer Einheiten zu Seehäfen mit angepasst reduzierten Umschlagkapazitäten.
Die Bedeutung des Containerumschlags in der Wellpapp-Industrie
Der Umschlag von Containern ist in der Wellpapp-Industrie von großer Bedeutung. Durch die Verwendung von Containern als Transportmittel können Produkte effizient und sicher von einem Ort zum anderen transportiert werden. Dies schützt nicht nur die Produkte, sondern sorgt auch für eine strukturierte Lieferkette. Wellpappenverpackungen können ideal an Containermaße angepasst werden, was eine optimale Nutzung des verfügbaren Platzes ermöglicht und damit Kosten spart. Gleichzeitig lassen sich Packmuster standardisieren und skalieren, wodurch Planungs- und Prozesssicherheit erhöht werden.
Standardisierte Containergrößen fördern eine konsistente Packdichte und ermöglichen die Bildung robuster Ladeeinheiten. Für Lösungen aus Wellpappe bedeutet dies: Tragfähigkeiten und Stapeldrücke lassen sich gezielt an die erwarteten Lastfälle und die Höhen im Umschlag anpassen. Innenmaße gängiger 20′- und 40′-Behälter definieren Grenzwerte für Außenmaße von Kartonagen, Zwischenlagen und Ladungsträgern. Neben den Außenabmessungen der Kartonagen sind insbesondere Kantenstabilität, Reibbeiwerte der Auflageflächen und die Kompatibilität mit Palettenformaten (z. B. Euro- und Industriepalette) entscheidend für eine schadensarme Handhabung.
Klimatische und mechanische Einflüsse
- Kondenswasser und Feuchte: Temperaturwechsel im See- und Bahnverkehr können zu Feuchtebelastung führen. Materialqualitäten und Oberflächenbehandlungen sollten an diese Bedingungen angepasst werden. Barrierebeschichtungen, wasserresistente Klebstoffsysteme und geeignete Innenverpackungen minimieren Durchfeuchtung und Festigkeitsverluste.
- Vibration und Stoß: Rangierbewegungen, Kranhub und Bremsvorgänge erzeugen dynamische Lasten. Dämpfende Konstruktionen, Kantenstabilität und rutschhemmende Aufbauten wirken dem entgegen. Ergänzend helfen Antirutschmatten, Staupolster und formschlüssige Zwischenlagen, um Energieeinträge zu reduzieren.
- Stapel- und Drucklasten: Zwischenlagerungen in Stapeln erzeugen vertikale Belastungen. Die Dimensionierung der Wellpappe richtet sich nach der erwarteten Stapelhöhe und Standzeit. Prüfergebnisse (z. B. Kantenstauchwiderstand) sollten mit Sicherheitszuschlägen gegenüber realen Lastkollektiven abgeglichen werden.
Planung von Ladeeinheiten
Eine durchdachte Anordnung im Container reduziert Leerraum, verhindert Punktlasten und verbessert die Flächennutzung. Einheitliche Grundraster, komplementäre Packmuster und sichere Umreifungssysteme tragen zu stabilen Ladeeinheiten bei und erleichtern den Umschlag an Kran- und Greifpunkten. Durch den Einsatz von Paletten mit definierter Unterkonstruktion, rutschhemmenden Lagen, Kantenschutzprofilen und abgestimmter Stretch- oder Umreifungstechnik wird die Formstabilität über den gesamten Umschlagzyklus gesichert.
Containerumschlag: Prozess und beteiligte Akteure
Der Containerumschlag ist ein komplexer Prozess, der verschiedene Akteure einschließt. Dazu gehören Transportunternehmen, Logistikdienstleister, und natürlich die Unternehmen, die ihre Waren versenden. Containerumschlagstationen, häufig an Häfen oder Bahnhöfen, spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Durch den Einsatz von Wellpappe können diese Akteure sicherstellen, dass ihre Produkte während des gesamten Prozesses gut geschützt sind. Dazu zählen eine eindeutige Kennzeichnung, vollständige Begleitpapiere und die Einhaltung relevanter Vorschriften, die den Informationsfluss und die physische Handhabung steuern.
Typische Prozessschritte sind: Vorlauf mit Gate-In, Identifikation und Zustandsprüfung, Zuordnung von Stellplätzen, Umschlag per Brücke, Straddle Carrier oder Reach-Stacker, Übergabe an den nächsten Verkehrsträger und Gate-Out. An den Schnittstellen sind klare Kennzeichnung, Ladeeinheitsstabilität und eine dokumentierte Ladungssicherung entscheidend. Ergänzend kommen je nach Relation Zollabfertigung, Wiegevorgänge zur Ermittlung der Bruttomasse, Datenaustausch über standardisierte Schnittstellen und Sichtprüfungen auf Feuchte oder Verpackungsbeschädigungen hinzu.
Rollen und Verantwortlichkeiten
- Versender: Auswahl der Wellpappqualität, Gestaltung der Ladeeinheit, Dokumentation. Zudem Festlegung der Packmuster, Vorgaben zur Ladungssicherung und Bereitstellung von Prüf- und Konformitätsnachweisen.
- Spedition/Operator: Zeitfenstersteuerung, Slot-Buchung, Koordination der Übergaben. Darüber hinaus Abstimmung der Laufwege, Priorisierung bei Engpässen und Sicherstellung des Datenabgleichs zwischen den Akteuren.
- Terminal: Sichere Hebevorgänge, Stauplanung, Flächenmanagement, Schadensmeldung. Ergänzend: Zustandskontrollen, temperatur- und feuchtesensible Lagerung sowie lückenlose Rückmeldung bei Abweichungen.
- Empfänger: Entladung, Sichtprüfung, Rückmeldung bei Abweichungen. Zusätzlich Überprüfung der Dokumentation und Bewertung der Verpackungsleistung zur kontinuierlichen Verbesserung.
- Carrier/Reederei: Bereitstellung geeigneter Container, Einhaltung von Fahrplänen, Überwachung der Kapazitäten und Kommunikation von Restriktionen.
Schnittstellenrisiken und Schutzmaßnahmen
- Kipp- und Querverschiebung: Verringerung durch rutschhemmende Unterlagen und formschlüssige Anordnung. Kantenschutz, Zwischenlagen mit definiertem Reibbeiwert und abgestimmte Umreifung erhöhen die Stabilität zusätzlich.
- Feuchte und Temperatur: Einsatz von Inlinern, Trockenmitteln und geeigneten Klebstoffsystemen. Bei längeren Standzeiten sind Kondensationsrisiken und Temperaturgradienten in der Stauplanung zu berücksichtigen.
- Identifikation: Gut lesbare Etiketten und scannbare Codes verkürzen Standzeiten. Einheitliche Platzierung, robuste Druckbilder und schutzlaminierte Labels verbessern die Erfassungsqualität im Umschlag.
Vor- und Nachteile von Containerumschlag
- Vorteil: Effizienz - Container ermöglichen eine effiziente Stapelung und Nutzung von Platz. Dies kann besonders durch den Einsatz von Wellpappe optimiert werden, da diese an die Größe des Containers angepasst werden kann. Standardisierte Packraster reduzieren Materialverbrauch und Handlingzeiten.
- Vorteil: Sicherheit - Container bieten einen hervorragenden Schutz für die transportierten Waren und verhindern Beschädigungen. Wellpappe trägt weiter zur Sicherheit bei, da es ein hervorragendes Dämpfungsmaterial ist. Zusätzliche Schutzkomponenten wie Ecken, Polster und Zwischenlagen stabilisieren empfindliche Bereiche.
- Nachteil: Kosten - Obwohl Container eine kosteneffiziente Möglichkeit zur Lagerung und zum Transport von Waren bieten, können die Kosten für den Containerumschlag erheblich sein. Dazu zählen die Kosten für den Transport der Container selbst und eventuell anfallende Gebühren für den Umschlag. Auch Mehraufwendungen für verstärkte Verpackungen bei hohen Lastfällen sind einzuplanen.
- Nachteil: Komplexität - Der Prozess des Containerumschlags kann komplex sein und erfordert eine sorgfältige Koordination aller beteiligten Parteien. Dabei kann die Verwendung von Wellpappe helfen, da sie eine flexible und leicht anpassbare Verpackungslösung bietet. Klare Verantwortlichkeiten und standardisierte Abläufe reduzieren die Komplexität spürbar.
- Vorteil: Intermodalität – Einheitliche Container vereinfachen den Wechsel zwischen Verkehrsträgern und erhöhen die Planbarkeit der Lieferkette. Die Verpackung kann gezielt auf definierte Last- und Klimaprofile ausgelegt werden.
- Nachteil: Schnittstellenrisiko – Jeder Übergabepunkt erhöht die Wahrscheinlichkeit für Erschütterungen, Kantenbelastungen oder Feuchteeinträge. Vorbeugung erfolgt durch robuste Wellpappenqualitäten, sorgfältige Ladungssicherung und belastbare Dokumentation.
- Vorteil: Skalierbarkeit – Standardgrößen und wiederkehrende Packmuster erleichtern die Reproduktion stabiler Ladeeinheiten in unterschiedlichen Sendungsvolumina. Dies begünstigt konsistente Durchlaufzeiten und eine planbare Flächennutzung.
- Nachteil: Wartezeiten – Engpässe an Terminals können zu Verzögerungen führen; die Ladeeinheit muss auch bei längeren Standzeiten stabil bleiben. Feuchte- und Druckreserven in der Konstruktion sind hierfür entscheidend.
Praxis: Anforderungen an Wellpappenlösungen im Containerumschlag
- Stapel- und Kantenstabilität: Auslegung auf vertikale Lasten über die geplanten Standzeiten im Umschlag. Berücksichtigung von Sicherheitszuschlägen und Lastkollektiven unter realen Klimabedingungen.
- Klimabeständigkeit: Materialwahl unter Berücksichtigung von Feuchte und Temperaturschwankungen. Geeignete Klebstoffe, Barrieren und gegebenenfalls Feuchteschutz im Containerinneren sichern Leistungsfähigkeit.
- Schwingungsresilienz: Konstruktionen, die Vibrationen und Stößen standhalten, ohne empfindliche Inhalte zu übertragen. Elastische Elemente, polsternde Innenverpackungen und formstabile Außenverpackungen wirken zusammen.
- Formschluss: Packmuster, die Hohlräume minimieren und Scherbewegungen begrenzen. Kombiniert mit Antirutschmaterialien, Staupolstern und passenden Paletten entsteht ein stabiler Verbund.
- Kennzeichnung: Eindeutige Markierung für eine zügige Identifikation an Gate und Rampe. Beständige Etiketten, klare Piktogramme und standardisierte Positionen verbessern die Lesbarkeit.
- Qualitätssicherung: Prüfungen (z. B. Druck-, Fall- und Vibrationsprüfungen) valide planen und dokumentieren. Prüfpläne sollten die relevanten Belastungsprofile im Containerumschlag abbilden und regelmäßig aktualisiert werden.
Normen, Prüfverfahren und Kennzahlen
Für den Containerumschlag relevanten Wellpappenlösungen liegen technische Kennzahlen und Prüfverfahren zugrunde. Dazu zählen der Kantenstauchwiderstand (ECT), der Box Compression Test (BCT), der Flachstauchwiderstand (FCT), der Durchstoßwiderstand sowie Feuchte- und Wasseraufnahmeprüfungen (z. B. Cobb). Ergänzend werden klimatische Konditionierungen, Fall- und Vibrationsprofile eingesetzt, um reale Umschlagbedingungen nachzubilden. Standardisierte Containermaße und zulässige Massenrahmen definieren dabei die Randbedingungen für die Dimensionierung.
Maß- und Gewichtsgrenzen im Container
Die Auslegung der Verpackung hat die maximale Bruttomasse, die Nutzlastverteilung und die zulässigen Punkt- und Linienlasten des Containerbodens zu berücksichtigen. Eine gleichmäßige Flächenlast über Paletten und Zwischenlagen verhindert Überlastungen. In der Stauplanung sind Freiräume für Luftzirkulation, Zugänglichkeit an Schnittstellen sowie die Position von Greif- und Hebepunkten einzubeziehen.
Beispielhafte Stau- und Packmuster
Für gängige Palettenformate werden Packmuster so gewählt, dass sie das Innenmaß des Containers effizient ausnutzen. Versetzte Anordnungen, Kreuzstapelungen und maßlich abgestimmte Außenverpackungen aus Wellpappe reduzieren Hohlräume und vermeiden Punktbelastungen. Werden Kartonagen ohne Paletten eingesetzt (Slip-Sheet), sind Reibwerte, Durchbiegung und Kantenbelastung besonders zu berücksichtigen.
Zusammenfassung:
- Der Containerumschlag bezeichnet die Handhabung des Transports moderner Frachteinheiten, einschließlich der Übertragung von einem Verkehrsträger zu einem anderen, was besonders für Unternehmen relevant ist, die Wert auf effiziente Verpackungslösungen setzen, wie etwa Verpackungen aus Wellpappe.
- Für Firmen, die auf Wellpappverpackungen setzen, bedarf es einer koordinierten und effektiven Umschlagslogistik, um sicherzustellen, dass die Produkte unversehrt an ihrem Bestimmungsort ankommen. Der Containerumschlag ist daher ein wichtiges Element im Lieferkettenmanagement solcher Unternehmen.
- Durch die Verwendung von Containern im Umschlagprozess kann die Sicherheit der Produkthandhabung erhöht werden, was gerade bei empfindlichen Artikeln, wie sie häufig in Wellpappe verpackt sind, von großer Bedeutung ist.
- Planung von Ladeeinheiten, robuste Wellpappenqualitäten und eine verlässliche Kennzeichnungspraxis reduzieren Risiken an Schnittstellen und erleichtern die Abläufe in Terminals.
- Klimatische Einflüsse und dynamische Lasten im Prozess machen eine abgestimmte Material- und Konstruktionswahl erforderlich, um Stabilität und Schutzwirkung zu sichern. Prüfverfahren und dokumentierte Ergebnisse unterstützen die belastbare Auslegung für den Containerumschlag.
Veröffentlicht am 23.07.2024
Letzte Überarbeitung am 16.09.2025 um 16:56 Uhr von Manuel Hofacker