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Gütertransport

Der Gütertransport ist ein tragender Bestandteil industrieller Wertschöpfung und moderner Lieferketten. Von der Beschaffung über die Produktion bis zur Distribution entscheidet er über Verfügbarkeit, Termintreue und Unversehrtheit von Waren. Eine entscheidende Rolle spielt hierbei die geeignete Transporthülle. Kartonagen auf Basis von Wellpappe werden häufig eingesetzt, weil sie bei geringem Eigengewicht ein stabiles Schutzgerüst bilden, das Stöße, Vibrationen und Druckbelastungen dämpfen kann. In der Praxis beeinflussen Verpackungskonzept, Packmittelqualität und die Abstimmung auf das Lade- und Umschlagregime maßgeblich die Schadensquote und die Prozesskosten entlang der Transportkette.

Definition: Was versteht man unter Gütertransport?

Unter Gütertransport versteht man die organisierte Beförderung von Waren zwischen zwei Punkten innerhalb eines Netzwerks aus Produktion, Handel und Service. Er umfasst kurze Distanzen (z. B. innerbetrieblichen Werksverkehr) ebenso wie weite Strecken im Fernverkehr sowie internationale Relationen. Der Transportprozess beinhaltet typischerweise Abholung, Umschlag, Zwischenlagerung, Zoll- und Abfertigungsprozesse sowie die Zustellung. Ziel ist es, Produkte sicher, termingerecht und in der vorgesehenen Qualität an die nächste Station der Lieferkette oder an Endempfänger zu übergeben.

Je nach Sendungsstruktur unterscheidet man etwa Stückgut, Teil- und Komplettladungen. Hinzu kommen multimodale und intermodale Verkehre, bei denen verschiedene Verkehrsträger (Straße, Schiene, See- oder Luftfracht) miteinander kombiniert werden. In all diesen Szenarien ist die geeignete Vorbereitung der Ware entscheidend, um Transportrisiken zu begrenzen. Dazu gehört insbesondere die Auslegung der Verpackungsebenen (Primär-, Sekundär- und Tertiärverpackung) sowie eine klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten für Handling und Ladungssicherung.

Die Rolle der Wellpappe im Gütertransport

Wellpappe fungiert als vielseitiger Schutzträger im Gütertransport. Ihre Wellenstruktur sorgt für eine günstige Kombination aus Stabilität, Eigengewicht und Dämpfungseigenschaften. Dadurch lassen sich Druck- und Stoßlasten abfangen, ohne dass unnötige Masse in die Lieferkette eingebracht wird. Übliche Qualitätsmerkmale sind unter anderem Kantenstauchwiderstand (ECT), Stapeldruckfestigkeit (BCT), Flachstauchwiderstand (FCT), Berst- und Durchstoßfestigkeit sowie das Verhalten bei Feuchte- und Klimaschwankungen (z. B. Cobb-Wert, Nassfestigkeit). Je nach Anforderung kommen ein- oder mehrwellige Qualitäten (z. B. E-, B-, C- oder BC-Welle) mit geeigneten Liner- und Wellenpapieren zum Einsatz.

Darüber hinaus ermöglicht Wellpappe eine eindeutige Kennzeichnung und bedarfsgerechte Ausstattung – etwa mit Öffnungshilfen, Perforationen oder integrierten Polsterelementen. So bleiben Produkte lesbar gekennzeichnet, manipulationsarm verpackt und auf dem gesamten Weg vor mechanischen Einflüssen geschützt. Oberflächenbehandlungen (z. B. Kaschierungen) oder Feuchteschutzlösungen können bei besonderen Umgebungsbedingungen zusätzlich sinnvoll sein.

Anpassungsfähigkeit von Wellpappe und ihre Bedeutung in der Güterbeförderung

Ein zentraler Vorteil ist die hohe Anpassungsfähigkeit. Zuschnitte, Stanzverpackungen und bewährte FEFCO-Bauarten lassen sich an Form und Empfindlichkeit des Packguts angleichen. Möglich sind maßnahe bzw. maßgeschneiderte Lösungen mit produktgerechter Auflage, Fixierung und Lastverteilung. Dadurch bleibt das Packgut lage- und rutschsicher, selbst bei langen Transportwegen oder häufigem Umschlag.

Auch funktionsintegrierte Elemente wie Einlagen, Haltevorrichtungen, Gefache oder kombinierte Fixierlösungen reduzieren Relativbewegungen im Inneren. In Verbindung mit geeigneten Füll- und Polstermaterialien entstehen belastbare Ladeeinheiten, die Schäden durch Sturz, Schwingung oder Druck minimieren und gleichzeitig Volumen effizient nutzen. Häufig eingesetzte Bauarten (z. B. FEFCO 0201, 0203, 0427) lassen sich dabei mit standardisierten Paletten- und Behälterrastern harmonisieren.

Transportmittel und Schnittstellen im Gütertransport

Transporte verlaufen selten ohne Umstiege. Umschlagplätze, Verteilzentren und Cross-Docking-Flächen bilden kritische Schnittstellen, an denen Erschütterungen, Kantenbelastungen und klimatische Einflüsse auftreten können. Häufig genutzte Verkehrsträger sind:

  • Straßengüterverkehr (flexibel, weit verbreitet, feinverteilt)
  • Schienengüterverkehr (hohe Kapazität, planbar, für längere Distanzen)
  • Seefracht (große Mengen, längere Laufzeiten, containerisiert)
  • Luftfracht (schnell, kostenintensiv, hohe Anforderungen an Gewicht und Volumen)

Die eingesetzte Umverpackung muss diese Schnittstellen überstehen. Wellpappe bietet dafür eine belastbare, zugleich materialeffiziente Lösung, die sich problemlos palettieren, kennzeichnen und handhaben lässt. Wichtige Praxisaspekte sind Gabelstapler- und Fördertechnikgerechtheit, das Vermeiden von Überstand (Overhang), der Einsatz von Kantenschutz und die eindeutige Markierung für Richtung, Schwerpunkt und Handlingshinweise.

Prozessschritte: Versandvorbereitung, Ladungssicherung und Kennzeichnung

Ein sicherer Gütertransport beginnt mit der Versandvorbereitung:

  • Packgutprüfung: Empfindlichkeit, Schwerpunktlage, Oberfläche, Feuchtetoleranz
  • Auswahl der Kartonage und Innenausstattung passend zum Produkt
  • Ladungssicherung in der Umverpackung (z. B. fixieren, polstern, Zwischenlagen)
  • Äußere Sicherung auf dem Ladungsträger (Palettierung, Umreifung, Stretch- oder Schrumpffolie)
  • Kennzeichnung für Handling, Gefahrhinweise und Nachverfolgung

Jeder Schritt zielt darauf ab, Bewegungen zu kontrollieren, Druckspitzen zu reduzieren und eine stabile Ladeeinheit zu bilden. Ergänzend tragen standardisierte Packanweisungen (SOPs), die Dokumentation der Packreihenfolge sowie die Verwendung von SSCC-Labels und Barcodes zu Nachverfolgbarkeit und Prozesssicherheit bei.

Dimensionierung und Palettierung

Passende Maße sind relevant für Stapelstabilität, Transportraumausnutzung und Kosten. Durchdachte Außen- und Innenmaße reduzieren Leerräume, senken Materialeinsatz und erleichtern das Zusammenspiel mit Ladungsträgern (z. B. Europaletten). Eine auf das Produkt und den Transportweg abgestimmte Dimensionierung erhöht die Prozesssicherheit. Weiterführende Grundlagen vermittelt der Beitrag: Richtige Abmessungen für versandfertige Ladeeinheiten.

In der Praxis bewähren sich modulare Grundmaße (z. B. 600 × 400 mm, 400 × 300 mm) im Palettenraster, säulenförmiges Stapeln bei ausreichender Kartonfestigkeit oder versetztes Stapeln bei erhöhter Kippsicherheit, der konsequente Verzicht auf Überstand sowie das Absichern der Ladeeinheit durch Umreifung, Stretchen und Kantenschutzwinkel. Für temperaturempfindliche Güter sind zusätzlich klimastabile Qualitäten und geeignete Zwischenlagen zu berücksichtigen.

Risikofaktoren und Schadensprävention

Typische Belastungen im Gütertransport sind Stürze aus geringer Höhe, punktuelle Drucklasten durch Kantenkontakt, Schwingungen über längere Zeiträume sowie Klimaeinflüsse (Temperatur- und Feuchtegradienten). Gegenmaßnahmen umfassen:

  • Ausreichende Kanten- und Flächenstabilität der Kartonage
  • Produktgerechte Innenausstattung zur Reduzierung relativer Bewegungen
  • Stabile Palettierung und formschlüssige Sicherung
  • Klimagerechte Lager- und Umschlagsbedingungen
  • Eindeutige Markierung für Handling und Lagerung

Prüfverfahren und Normen (z. B. Fall-, Vibrations- und Stapeltests) helfen dabei, Verpackungskonzepte vor dem Serieneinsatz zu verifizieren und das Schadensrisiko zu senken. Ergänzend können Datenlogger zur Aufzeichnung von Temperatur, Feuchte und Beschleunigungen eingesetzt werden, um Belastungsprofile realitätsnah abzubilden und die Verpackungsauslegung iterativ zu optimieren.

Rechtliche und normative Rahmenbedingungen

Je nach Branche und Transportweg sind unterschiedliche Regelwerke relevant, unter anderem Anforderungen an Kennzeichnung, Gefahrgut (z. B. besondere Kennzeichnungen und Innenausstattungen) sowie Prüfnormen für Verpackungen. Für Wellpappverpackungen sind etwa prüftechnische Standards zur Ermittlung von ECT, BCT und Berstfestigkeit maßgeblich, um die notwendige Festigkeit für das jeweilige Lade- und Klimaprofil nachzuweisen.

Praxisbeispiele für den Einsatz von Wellpappe

Im E-Commerce werden leichte, stoßdämpfende Versandkartons mit integrierten Perforationen und Rücksendeverschlüssen verwendet, um schnelle Kommissionierung, sichere Zustellung und effizientes Retourenhandling zu unterstützen. Im Maschinen- und Anlagenbau kommen mehrwellige Qualitäten mit Einlagen zur Fixierung schwerer Bauteile zum Einsatz. Für Konsumgüter bewähren sich modulare Verpackungseinheiten, die Palettenraster optimal ausnutzen und trotzdem gute Präsentations- sowie Kommissioniereigenschaften bieten.

Vor- und Nachteile von Gütertransport

Der Gütertransport ermöglicht Verfügbarkeit am richtigen Ort und zur richtigen Zeit. Er verknüpft Produktionsstandorte, verteilt Handelswaren und unterstützt Serviceketten. Vorteile sind Reichweite, Skalierbarkeit und planbare Durchlaufzeiten. Herausforderungen betreffen Kosten, Energieaufwand, Emissionen und die Exponierung gegenüber Transportrisiken. Besonders im Straßen- und Luftverkehr wirkt sich der Energieverbrauch deutlich aus. Durch materialeffiziente Transporthüllen, optimierte Ladeeinheiten und eine volumenarme Packmittelwahl lassen sich Ressourcen schonen und Schäden vermeiden.

Wellpappe leistet hierbei einen Beitrag durch ein günstiges Verhältnis aus Schutzwirkung und Gewicht, gute Recyclingfähigkeit sowie bedarfsgerechte Anpassbarkeit. Richtig ausgelegt, hilft sie, Rückläufer durch Transportschäden zu verringern, Umläufe zu vereinfachen und die Auslastung in Transportmitteln zu verbessern. In Kombination mit durchdachter Ladungssicherung und standardisierten Prozessen wird so die Zuverlässigkeit der Lieferkette erhöht.

Zusammenfassung:

  • Unter Gütertransport versteht man das geschäftliche Bewegen von Waren und Artikeln von einem Ort zum anderen, wobei Abfertigungs- und Lageraktivitäten eine große Rolle spielen.
  • Die Verwendung von Verpackungen, insbesondere die von Wellpappe, ist essenziell bei der Sicherung und dem Schutz von Produkten während des Transports. Robuste Wellpappe hilft dabei, Schäden zu vermeiden und trägt zur Qualitätssicherung bei.
  • Durch den Einsatz von Verpackungen aus Wellpappe beim Gütertransport können Prozesse optimiert und Effizienz gesteigert werden, was zu erheblichen Kosteneinsparungen führen kann.
  • Eine saubere Versandvorbereitung mit richtiger Dimensionierung, stabiler Innenausstattung und verlässlicher Palettierung erhöht Sicherheit und Wirtschaftlichkeit entlang der Lieferkette.
  • Prüf- und Validierungsverfahren (z. B. Fall- und Vibrationsprüfungen) unterstützen eine belastbare Auslegung für unterschiedliche Transportwege und Umschlagsprozesse.
  • Die materialeffiziente Ausgestaltung von Umverpackungen trägt dazu bei, Ressourcen zu schonen und Transportschäden zu minimieren, ohne die Schutzfunktion zu vernachlässigen.
  • Normative Vorgaben, eindeutige Kennzeichnung und konsequente Ladungssicherung ergänzen die Verpackungsauslegung und erhöhen die Prozesssicherheit im gesamten Transportnetzwerk.

Veröffentlicht am 18.07.2024
Letzte Überarbeitung am 10.09.2025 um 10:59 Uhr von Julia Kopp

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