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Höhenverstellbare Paletten

Die innerbetriebliche Logistik ist ein bedeutender Faktor, insbesondere bei der platzsparenden, sicheren und transparenten Lagerung von Produkten. Hier spielen höhenverstellbare Paletten eine zentrale Rolle, vor allem im Zusammenhang mit Wellpappe-Verpackungen und empfindlichen Zuschnitten. Durch ihren Einsatz lassen sich Materialflüsse strukturieren, Übergaben zwischen Arbeitsstationen standardisieren und ergonomische Arbeitsplätze mit konstanter Griffhöhe realisieren.

Durch die variable Arbeitshöhe werden ergonomische Abläufe ermöglicht, Greifwege verkürzt und Ladeeinheiten präzise an Kommissionier- und Packprozesse angepasst. Das reduziert Beschädigungen an Kanten und Oberflächen, sorgt für reproduzierbare Prozessqualität und unterstützt eine effiziente Flächennutzung im Lager ebenso wie in der Produktion. Zusätzlich fördern definierte Schichthöhen das lagenweise Be- und Entladen, stabilisieren Taktzeiten und erleichtern ein sauberes FIFO-Handling im Materialfluss.

Definition: Was versteht man unter höhenverstellbaren Paletten?

Unter der Bezeichnung „höhenverstellbare Paletten“ versteht man Ladehilfsmittel, deren Höhe flexibel variiert werden kann. Sie bestehen meist aus stabilem Kunststoff oder Metall und sind darauf ausgelegt, unterschiedliche Lasten sicher aufzunehmen. Kennzeichnend sind eine hohe Tragfähigkeit, Formstabilität und die Anpassungsfähigkeit an verschiedene Arbeitshöhen. In der Praxis werden sie auch als verstellbare Ladungsträger, Hub-Paletten oder höhenvariable Palettensysteme bezeichnet.

Technisch betrachtet handelt es sich um Palettensysteme mit integriertem Hub- oder Verstellmechanismus, der es ermöglicht, die Ladefläche oder einen umlaufenden Rahmen stufenlos oder in definierten Rasterungen anzuheben bzw. abzusenken. Die Verstellung erfolgt je nach Bauart manuell (Rastbolzen, Stecksysteme), mechanisch (Spindel, Scherenmechanik) oder unterstützt (Gasdruckfeder, Federzug). Entscheidend sind eine sichere Arretierung, kippstabile Führungselemente und gut zugängliche Bedienelemente für eine kontrollierte Höhenverstellung.

  • Typische Eigenschaften: verstellbarer Höhenbereich, definierte Rasterpunkte, Arretierung gegen unbeabsichtigtes Verstellen, hohe Kantensteifigkeit
  • Grundmaße: meist kompatibel mit gängigen Palettenformaten (z. B. 1200 × 800 mm, 1200 × 1000 mm) zur Integration in bestehende Förder- und Regalsysteme
  • Traglasten: ausgelegt für statische und dynamische Lastfälle; wichtig sind klare Angaben zu zulässigen Lasten je Verstellstufe
  • Handhabung: ergonomische Bedienung, sichere Verriegelungen, optionales Zubehör wie Aufsatzrahmen oder Einlagen
  • Oberflächen: rutschhemmende Auflagen, abgerundete Kanten, glatte Flächen für leichte Reinigung
  • Kipp- und Standsicherheit: tiefer Schwerpunkt, formschlüssige Führung der Verstellelemente, definierte Aufsetzpunkte
  • Dokumentation: eindeutige Kennzeichnungen für Traglasten, Bedienhinweise und Wartungsintervalle

Abgrenzung zu Aufsatzrahmen und Palettenboxen

Im Unterschied zu einfachen Aufsatzrahmen oder starren Palettenboxen ermöglicht die höhenverstellbare Ausführung eine aktive Anpassung der Ladehöhe. Während Aufsatzrahmen Volumen schaffen, erlaubt die Höhenverstellung ein material- und prozessgerechtes Arbeiten auf konstanter Griffhöhe sowie ein schichtweises Beladen und Entladen. Das verbessert die Ergonomie und reduziert das Risiko von Kantenstauchungen an Packgütern aus Wellpappe.

  • Aufsatzrahmen: Volumenerweiterung ohne Veränderung der Arbeitshöhe
  • Palettenboxen: geschlossene Behälterstruktur mit fixen Wandhöhen
  • Höhenverstellbare Paletten: variabler Ladebereich für anpassungsfähige Kommissionier- und Packprozesse

Verwendung von höhenverstellbaren Paletten in der Wellpappenindustrie

Höhenverstellbare Paletten erleichtern die Arbeit in Lagern von Unternehmen, die sich auf die Herstellung von Wellpappe-Verpackungen spezialisiert haben. Die flexible Einstellung der Höhe ermöglicht eine platzsparende Lagerung und vereinfacht den Transport. Ebenso schützen sie die produzierten Artikel vor Beschädigungen, da diese sicher und plan gestapelt werden können. Gleichzeitig lassen sich Zwischenpuffer und Übergaben zwischen Maschinensegmenten standardisieren, was die Durchsatzleistung unterstützt.

In der Praxis kommen sie entlang der gesamten Prozesskette zum Einsatz: vom Wareneingang (Rohpapiere, Hilfsstoffe) über die Fertigung (Zuschnitt, Rillung, Klebung, Faltung) bis zur Kommissionierung und Versandbereitstellung. Die konstante Arbeitshöhe unterstützt das lagenweise Abnehmen empfindlicher Zuschnitte und reduziert Kantenstauchungen an Packgütern aus Wellpappe. Zudem erleichtert die definierte Stapelhöhe die visuelle Qualitätskontrolle und die bauteilschonende Übergabe an nachgelagerte Stationen.

  • Typische Einsatzfelder: Kommissionierplätze, Packtische, Linienanbindung zwischen Maschinensegmenten, Bereitstellung an Montageinseln
  • Nutzen in der Praxis: weniger Bücken und Heben, geringe Beschädigungsquote, reproduzierbare Schichthöhen, sauberes Puffer- und FIFO-Handling
  • Zusätzliche Effekte: vereinheitlichte Greifhöhen über verschiedene Arbeitsplätze, verbesserte Taktkonstanz, klarere Materialflüsse

Die Herstellung und das Material von höhenverstellbaren Paletten

In der Regel werden höhenverstellbare Paletten aus robustem Kunststoff oder Metall hergestellt. Im Falle metallener Paletten wird meist Stahl verwendet, der beispielsweise verzinkt oder lackiert ist, um Korrosion vorzubeugen. Kunststoffpaletten hingegen sind leicht und lassen sich gut handhaben. Sie werden oft im Spritzgussverfahren gefertigt, bei dem flüssiger Kunststoff in eine vorgefertigte Form gegeben wird und anschließend auskühlt und aushärtet. Je nach Einsatzgebiet sind auch Aluminium- oder Edelstahllösungen sinnvoll, etwa bei strengen Hygieneanforderungen.

Die Wahl des Materials beeinflusst Traglast, Reinigbarkeit, Lebensdauer und Toleranzen der Verstellmechanik. Metallausführungen erlauben hohe Lastreserven und temperaturstabile Verstellbereiche. Kunststoffvarianten punkten durch geringes Eigengewicht und gute Reinigbarkeit, etwa in hygienekritischen Bereichen. Optional sind leitfähige oder ESD-geeignete Ausführungen für elektronische Komponenten sowie geschlossene Oberflächenstrukturen zum Schutz staubempfindlicher Produkte.

  • Metallkonstruktionen: geschweißte Rahmen, verschraubte Führungen, Oberflächenbehandlung (Verzinkung, Lackierung) zum Korrosionsschutz
  • Kunststoffkonstruktionen: Spritzguss mit Rippen zur Versteifung, ggf. glasfaserverstärkte Compounds für höhere Steifigkeit
  • Mechanik: Spindel- oder Scherenhub, Teleskopführungen, formschlüssige Rastungen, sichere Arretierpunkte
  • Instandhaltung: austauschbare Verschleißteile (Rollen, Buchsen), zugängliche Schmierpunkte bei mechanischen Systemen
  • Nachhaltigkeit: reparaturfähige Baugruppen, sortenreine Materialien, Rückführung in Recyclingkreisläufe

Vor- und Nachteile von höhenverstellbaren Paletten

Zu den Vorteilen von höhenverstellbaren Paletten zählt vor allem ihre Flexibilität. Sie können individuell nach Bedarf eingestellt werden und bieten so praxisgerechte Lösungen für unterschiedliche Lageranforderungen. Auch die hohe Tragfähigkeit und Formstabilität spielen eine wichtige Rolle. Ein weiterer Pluspunkt ist ihre Langlebigkeit: Die Paletten sind robust und dauerhaft nutzbar, weshalb sie häufig im Bereich der Wellpappe-Verpackungen eingesetzt werden. Zu den potenziellen Nachteilen gehört der meist höhere Anschaffungspreis im Vergleich zu Standardpaletten. Zudem kann das Einstellen der Höhe bei manchen Bauarten zusätzlichen Aufwand erfordern, und mechanische Systeme benötigen regelmäßige Wartung.

  • Vorteile im Überblick: ergonomische Arbeitshöhen, reduzierte Beschädigungen, bessere Raumausnutzung, prozesssichere Schichtbildung
  • Potenzielle Einschränkungen: höheres Invest, zusätzlicher Wartungsbedarf bei mechanischen Systemen, Schulungsaufwand für sichere Bedienung
  • Weitere Aspekte: höheres Eigengewicht einzelner Metallausführungen, begrenzte Eignung für stark unebene Untergründe

Auswahlkriterien und Dimensionierung

Bei der Auswahl sind Lastprofil, Einsatzumgebung und Kompatibilität mit vorhandener Fördertechnik entscheidend. Ebenso relevant sind die Abmessungen der Ladeeinheiten, die gewünschte Verstellspanne und die Art der Ladungssicherung. Für einen störungsarmen Betrieb sollten Schnittstellen zu Rollenbahnen, Hubwagen und Regalsystemen geprüft werden. Zusätzlich ist zu klären, ob ESD-Anforderungen, Reinigungsintervalle oder spezielle Hygienevorgaben gelten.

  • Traglasten: statisch, dynamisch, Punktlasten, Schwerpunktlage
  • Verstellbereich: minimaler und maximaler Hub, Rasterungen, Arretierung
  • Formate: Anpassung an Ladung und Stellplätze (Regal, Blocklager, Durchlauf)
  • Umgebung: Temperatur, Feuchte, Reinigung, Hygieneanforderungen
  • Integration: Fördertechnik, Rampen, Rollenbahnen, Andocksituationen
  • Handhabung: manuell oder unterstützt, Bedienkräfte, Ergonomie
  • Zubehör: Auflagen, Zwischenlagen, Gurte, Umreifung, Kantenschutz

Planung und Implementierung

Für eine tragfähige Dimensionierung empfiehlt sich eine Analyse der realen Lastverteilung, der maximalen Stapelhöhen und der minimalen Arbeitshöhen an den jeweiligen Stationen. Piloteinsätze mit repräsentativen Verpackungen aus Wellpappe helfen, Bedienkräfte, Greifwege und die Schichtbildung praxisnah zu validieren.

Sicherheit, Ergonomie und Wartung

Die sichere Nutzung setzt intakte Arretierungen, gut sichtbare Markierungen und regelmäßige Prüfungen voraus. Empfohlen sind Sichtkontrollen der Verstellmechanik, Funktionsprüfungen der Verriegelung sowie definierte Wartungsintervalle gemäß Herstellerangaben. Ergänzende Schutzelemente wie Kantenschutz und Umreifung erhöhen die Transportsicherheit. Weiterführende Informationen zum sicheren Schutz von Paletten unterstützen bei der Auswahl passender Sicherungsmaßnahmen. Ergänzend sollten Bedienkräfte wiederkehrend geschult und Prüfpunkte dokumentiert werden, um Abweichungen frühzeitig zu erkennen.

  • Ergonomie: Griffhöhen im Bereich der Ellenbogenhöhe, reduzierte Biegebelastung, kurze Greifwege
  • Wartung: Reinigung der Führungen, Kontrolle von Bolzen und Rastpunkten, Austausch verschlissener Komponenten
  • Kennzeichnung: Traglastangaben je Verstellstufe, eindeutige Bedienhinweise
  • Betriebssicherheit: Schutz vor Quetschstellen, sichere Verriegelungszustände, regelmäßige Funktionschecks

Praxisbeispiele

  • Lagenweises Abnehmen von Zuschnitten an der Stanzmaschine ohne Höhenversatz
  • Kommissionieren von vorgefalzten Zuschnitten auf konstanter Arbeitshöhe
  • Pufferung zwischen Druck, Rillung und Klebung mit definierter Stapelhöhe
  • Transportsichere Bereitstellung empfindlicher Kanten durch kontrollierte Schichthöhen
  • Zwischenlagerung von Halbfabrikaten mit wechselnden Formatgrößen auf standardisierten Greifhöhen
  • Sequenziertes Bereitstellen unterschiedlicher Verpackungssätze an Montage- und Packinseln

Zusammenfassung:

  • Höhenverstellbare Paletten bieten eine flexible Lösung für Unternehmen, die nach effizienten Lager- und Transportmöglichkeiten suchen, insbesondere wenn sie Produkte in unterschiedlichen Größen verpacken und versenden.
  • Die Höhenverstellbarkeit dieser Paletten ermöglicht es, den Raum optimal auszunutzen und gleichzeitig die Handhabung von Verpackungen, speziell aus Wellpappe, zu erleichtern und ihren Schutz zu verbessern.
  • Auch in der Herstellung von Wellpappe-Verpackungen bieten höhenverstellbare Paletten Vorteile, da sie sich an die Größe und Form der Maschinen anpassen lassen und so Produktionsprozesse optimieren können.
  • Wesentliche Auswahlkriterien sind Traglast, Verstellspanne, Kompatibilität zu bestehenden Formaten und ergonomische Anforderungen.
  • Regelmäßige Prüfung und Wartung der Verstellmechanik trägt zur Prozesssicherheit und zur Langlebigkeit der Systeme bei.
  • Eine sorgfältige Planung der Schnittstellen zu Fördertechnik, Stellplätzen und Packprozessen erhöht die Prozessstabilität und reduziert Beschädigungen entlang der gesamten Lieferkette.

Veröffentlicht am 15.05.2025
Letzte Überarbeitung am 16.12.2025 um 10:56 Uhr von Sebastian Würth

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