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Mailboxverpackung

Wellpapp-Lexikon, eine Publikation der Wellstar-Packaging GmbH, ist eine umfassende Wissenssammlung rund um das Thema Wellpappe. Ein zentrales Element in diesem Wissensnetzwerk ist das Thema Mailboxverpackung. Da Wellpappe ein weit verbreitetes Material für die Herstellung solcher Verpackungen ist, kommt dem Thema eine besondere Bedeutung zu. Das Stichwort behandelt Definitionen, konstruktive Ausprägungen, normative Bezüge sowie praktische Hinweise für Auswahl, Einsatz und Qualitätssicherung dieser Verpackungsart.

Unter dem Begriff Mailboxverpackung werden im deutschsprachigen Raum häufig briefkastenfähige Versandkartons, flache Versandhüllen aus Wellpappe oder umschließende Wickelverpackungen verstanden. Sie verbinden kompakte Außenmaße mit zuverlässigem Kantenschutz und einer bedarfsgerechten Füllhöhe, sodass flache Waren sicher über den Postweg zugestellt und idealerweise in den Hausbriefkasten eingeworfen werden können. In der Anwendungspraxis orientieren sich Formate oft an gängigen Dokumentengrößen wie C5, C4 oder DIN A4 sowie an typischen Einwurfmaßen von Briefkästen.

Definition: Was versteht man unter Mailboxverpackung?

Eine Mailboxverpackung ist eine spezielle Konstruktion aus Wellpappe, die für den Versand von Produkten und Waren in verschiedenen Formen und Größen entworfen wurde. Sie ist so gestaltet, dass sie in den meisten Standard-Mailboxen Platz findet und daher besonders für den Versand kleinerer Artikel geeignet ist. Sie bietet eine effiziente und sichere Art, Waren zu versenden und zu lagern. In der Konstruktion wird meist auf einteilig gestanzte Zuschnitte gesetzt, die sich ohne zusätzliche Polsterstoffe nutzen lassen und gleichzeitig eine gute Flächenstabilität sowie Kantenausbildung gewährleisten.

Typisch sind flache, rechteckige Außenkonturen, rillliniengeführte Klappen zum schnellen Aufrichten und ein umlaufender Kantenschutz. Viele Bauformen bieten eine variable Innenhöhe, sodass unterschiedlich dicke Inhalte mit derselben Verpackung verarbeitet werden können. Synonyme Bezeichnungen sind unter anderem „briefkastenfähiger Versandkarton“, „Mailer-Karton“, „Wrap-around-Verpackung“ oder „Wickelverpackung“. In der Logistik erleichtert die standardisierte Geometrie die Etikettierung, das maschinelle Sortieren und die Integration in Pick-and-Pack-Prozesse.

  • Konstruktionsprinzip: einteiliger Zuschnitt mit Rillungen und Stanzkontur, der ohne separates Füllmaterial auskommt; die Wellenrichtung und der Faserverlauf werden so gewählt, dass Faltkanten stabil bleiben und Materialbruch minimiert wird.
  • Handhabung: schnelles Aufrichten, sicherer Verschluss (z. B. Selbstklebestreifen), optional Aufreißhilfe für einfaches Öffnen; geeignet für manuelle und teilautomatisierte Verpackungsprozesse mit gleichbleibender Prozessqualität.
  • Schutzfunktion: umlaufende Kanten und mehrere Lagen Wellpappe an sensiblen Stellen reduzieren Druck- und Stoßbelastungen; die Flächensteifigkeit stützt flache Produkte und hilft, Knicke und Eselsohren zu vermeiden.

Die Herstellung von Mailboxverpackungen

Die Produktion von Mailboxverpackungen aus Wellpappe folgt in der Regel einem speziellen Prozess. Zuerst wird die Wellpappe in die gewünschten Abmessungen zugeschnitten. Anschließend wird sie geknickt und gefaltet, um die dreidimensionale Form der Verpackung zu erzeugen. Diese Formgebung ist so ausgelegt, dass das Endprodukt einen stabilen Schutz für die zu versendenden Waren bietet. Einige Mailboxverpackungen haben zusätzliche Funktionen wie Klettverschlüsse oder Selbstklebeverschlüsse, um das Öffnen und Schließen der Verpackung zu erleichtern. Ergänzend kommen häufig Aufreißfäden oder Perforationen zum kontrollierten Öffnen hinzu, damit die Verpackung ohne Werkzeuge geöffnet werden kann.

In der industriellen Praxis kommen je nach Anforderung unterschiedliche Wellpappqualitäten zum Einsatz (z. B. E‑Welle für besonders flache Bauhöhen, B‑Welle für mehr Dämpfung oder EB‑Doppelwelle für höhere Belastungen). Der Zuschnitt entsteht mittels Flachbett- oder Rotationsstanzen; definierte Rilllinien gewährleisten präzises Falten ohne Materialbruch. Häufig werden Haftklebestreifen samt Silikonabdeckband integriert, optional ein Aufreißfaden zum sicheren Öffnen. Für die Planbarkeit im Versand sind praxisnahe Erläuterungen zu relevanten Abmessungen und Toleranzen hilfreich, etwa um tarifliche Grenzwerte und Einwurfmaße zu berücksichtigen. Zusätzlich beeinflussen Druckverfahren (Flexo-, Offset- oder Digitaldruck) und Veredelungen (z. B. Dispersionslack) die Prozessfolge und erfordern abgestimmte Laufrichtungen sowie geeignete Papieroberflächen.

Prozessschritte im Überblick

  1. Materialwahl und Bahnlauf (Wellenart, Papierqualitäten, Grammaturen).
  2. Stanzen und Rillen nach Konstruktionsvorgabe (z. B. nach FEFCO-Klassifikation geeigneter Bauformen).
  3. Applikation von Verschlusselementen (Haftklebung, Abdeckstreifen, optional zweite Klebung für Retouren).
  4. Qualitätsprüfung (Maßtoleranzen, Rillqualität, Kantenstauchwiderstand, Funktionsprüfung der Verschlüsse).
  5. Bedruckung und Kennzeichnung (z. B. Adressfelder, Piktogramme, variable Daten), Farbkontrolle und Trocknung.
  6. Konfektionierung und Verpackung der Zuschnitte (flache Anlieferung, Bündelbildung, Palettierung, Feuchtigkeitsschutz).

Konstruktive Merkmale

  • Umlaufende Klappen und Doppelwandbereiche schützen Ecken und Kanten.
  • Variable Füllhöhe durch mehrstufige Rillungen im Deckelbereich.
  • Flache Anlieferung (platzsparende Lagerung) und schneller Aufbau im Verpackungsprozess.
  • Definierte Klebeflächen mit Silikonpapierabdeckung für saubere, reproduzierbare Verschlüsse.
  • Optionale Rücksendeverschlüsse für vereinfachte Retourenabwicklung ohne zusätzliches Klebeband.

Abmessungen, Formate und Postvorgaben

Mailboxverpackungen werden häufig so ausgelegt, dass sie mit gängigen Post- und Kurieranforderungen kompatibel sind. Maßgeblich sind neben Außenabmessungen (Länge × Breite × Höhe) auch Toleranzen, die durch Stanzwerkzeuge, Papierfeuchte und klimatische Bedingungen beeinflusst werden. In der Regel orientieren sich Entwickler an gängigen Einwurfmaßen von Briefkästen sowie an tariflichen Grenzen für Dokumenten- und Warensendungen. Für eine zuverlässige Zustellung ist es sinnvoll, eine konstruktive Sicherheitsmarge einzuplanen und die Innenhöhe variabel zu gestalten, um unterschiedliche Produktdicken zu fassen, ohne die zulässige Versandklasse zu überschreiten.

Innen- und Außenmaße richtig bestimmen

  • Außenmaß: bestimmt Kompatibilität zu Einwurf- und Sortierstrecken sowie tarifliche Einstufung.
  • Innenmaß: ist für Produktschutz maßgeblich; ausreichende Passung verhindert Verrutschen und Kantenbelastungen.
  • Toleranzen: ergeben sich u. a. aus Rillverdrängung, Stauchungen und klimatischen Schwankungen; praxisgerecht planen.

Materialqualitäten und Prüfwerte

Die Auswahl der Wellpappgüte richtet sich nach Gewicht, Empfindlichkeit und Oberflächenanforderungen des Packguts. E‑Welle begünstigt flache Bauhöhen und gute Bedruckbarkeit, B‑Welle erhöht Polsterwirkung, EB‑Doppelwelle kombiniert Steifigkeit mit Belastbarkeit. Relevante Kennwerte sind u. a. Kantenstauchwiderstand (ECT, ISO 3037), Kistendruck (BCT, ISO 12048), Rill- und Falzqualität sowie die Wasseraufnahme (Cobb, ISO 535). Für sensible Inhalte können zusätzliche Einlagen (z. B. Kartonstege, Papierfaserpolster) die Schutzwirkung verbessern, ohne die Recyclingfähigkeit zu beeinträchtigen.

Verschluss- und Öffnungssysteme

Selbstklebeverschlüsse ermöglichen ein schnelles, sauberes Verschließen und unterstützen prozesssichere Abläufe. Aufreißfäden oder Mikroperforationen sorgen für kontrolliertes Öffnen, ohne das Packgut zu beschädigen. Bei höherem Sicherheitsbedarf können manipulationssichere Siegel oder zusätzliche Klebepunkte ergänzt werden. Eine optionale zweite Haftklebung erleichtert Rücksendungen und reduziert Zusatzmaterialien im Retourenprozess.

Bedruckung und Kennzeichnung

Zur eindeutigen Identifikation und zur Einhaltung logistischer Vorgaben werden Mailboxverpackungen häufig mit Adresszonen, Barcodes, Warn- und Handlingsymbolen bedruckt. Je nach Anforderung kommen Flexo-, Offset- oder Digitaldruck zum Einsatz. Für eine gute Lesbarkeit sollten Kontrast, Druckauflösung und Oberflächenhaftung der Farben auf die Papierqualität abgestimmt sein. Normgerechte Piktogramme und Hinweise zur Trennung und Entsorgung unterstützen die Nutzerfreundlichkeit.

Lagerung, Klima und Handling

Wellpappe ist hygroskopisch. Empfohlen werden konstante Lagerbedingungen (z. B. gemäß 20 °C/65 % r. F. als Richtwert), um Maßhaltigkeit und Festigkeitswerte zu sichern. Paletten sollten gegen Bodenfeuchte geschützt sein, und Bündel sind kantenschonend zu stauen. Bei der Verarbeitung hilft eine fasergerechte Rillorientierung, Rissbildung an Falzlinien zu vermeiden. In Fulfillment-Umgebungen erleichtern standardisierte Formatreihen die Disposition und verkürzen Rüstzeiten.

Anwendungen und Nutzungsbeispiele für Mailboxverpackungen

Die Flexibilität und Robustheit von Mailboxverpackungen ermöglichen eine breite Palette von Anwendungen. Von Büchern und Zeitschriften über Kosmetikartikel bis hin zu elektronischen Geräten - die Vielfalt der Produkte, die in Mailboxverpackungen versendet werden können, ist enorm. E-Commerce-Unternehmen und Einzelhändler nutzen sie häufig für den Versand kleinerer Waren an ihre Kunden. Auch Verlage, Bildungsinstitutionen, Hersteller von Ersatzteilen sowie Anbieter von Werbemitteln und Mustersendungen profitieren von der kombinierten Schutz- und Formatfunktion.

  • Bücher und Druckerzeugnisse: stabile Kanten schützen empfindliche Ecken, variable Höhe für Einzel- oder Mehrfachsendungen.
  • Kosmetik und Pflegeartikel: flache Sets, Ampullen-Trays oder Paletten mit Blistern lassen sich formschlüssig versenden.
  • Elektronikzubehör: Kabel, Hüllen, Adapter, kleinere Komponenten; bei empfindlichen Teilen optional mit Einlagen.
  • Dokumente und Muster: Präsentationsmappen, Produktmuster, Schulungsunterlagen mit sicherem Verschluss.
  • Textilien und Accessoires: T-Shirts, Schals, Etuis oder flache Etikettenträger; bei Bedarf mit Trenneinlagen.
  • Ersatzteile und Kleinteile: flache mechanische Komponenten, Dichtungen, Montagesets in sortenreiner Konfektionierung.

Vor- und Nachteile von Mailboxverpackungen

Mailboxverpackungen bieten viele Vorteile. Sie sind nicht nur kostengünstig und leicht, sondern auch recyclebar und umweltfreundlich. Der Hauptvorteil einer Mailboxverpackung ist allerdings ihre Vielseitigkeit: Sie kann zum sicheren Versand einer Vielzahl von Artikeln genutzt werden, ohne dass zusätzliche Füllmaterialien erforderlich sind. Trotz dieser Vorteile gibt es auch einige Nachteile zu beachten. Aufgrund ihrer Größe und Form sind Mailboxverpackungen tendenziell weniger geeignet für den Versand größerer, schwerer Artikel. Zudem bieten sie in der Regel weniger Schutz als andere Arten von Verpackungen. Bei Bedarf können verstärkte Wellpappqualitäten, zusätzliche Innenpolster oder tailored Inserts die Schutzwirkung gezielt erhöhen.

  • Vorteile: briefkastenfähige Zustellung, reduzierte Transport- und Prozesskosten, schnelle Konfektionierung, gute Bedruckbarkeit für Kennzeichnungen, hohe Materialverfügbarkeit in standardisierten Formaten.
  • Potenzielle Einschränkungen: begrenzte Bauhöhe und Tragfähigkeit, geringere Polsterwirkung bei sehr empfindlichen Gütern, Empfindlichkeit gegenüber Feuchte bei ungeschützter Lagerung, tarifliche Grenzmaße müssen eingehalten werden.
  • Praxis-Hinweis: Für fragile Produkte sind ergänzende Einlagen oder stoßdämpfende Einsätze sinnvoll; bei höherem Gewicht gegebenenfalls eine kräftigere Wellpappqualität wählen.
  • Nachhaltigkeitsaspekt: Monomaterial-Design unterstützt Recyclingströme; der Einsatz von Papieren mit Rezyklatanteil und wasserbasierten Druckfarben kann die Umweltbilanz verbessern.

Praxis-Tipps zur Auslegung und Auswahl

  • Formatreihen an Produktportfolio und Briefkastenvorgaben ausrichten; Sicherheitsmargen für Fertigungstoleranzen vorsehen.
  • Wellenart und Papiergrammaturen gemäß gefordertem Kantenstauchwiderstand und gewünschter Bauhöhe wählen.
  • Verschlusskonzept (einfacher Haftkleber, Doppelverschluss für Retouren) frühzeitig festlegen und auf Prozesszeiten abstimmen.
  • Bedruckungszonen für Adressetiketten, Barcodes und Hinweise freihalten; ausreichenden Kontrast sicherstellen.
  • Klimabedingungen in Lager und Versand berücksichtigen; Feuchteeinfluss auf Maßhaltigkeit einplanen.

Zusammenfassung:

  • Mailboxverpackungen sind eine spezielle Art von Verpackungslösungen, die dafür konzipiert sind, Produkte sicher und effizient per Post zu versenden.
  • Dank ihrer robusten Beschaffenheit, die häufig auf die Verwendung von Wellpappe zurückzuführen ist, bieten sie einen hervorragenden Schutz für die darin enthaltenen Artikel.
  • Die spezielle Bauweise dieser Verpackungen ermöglicht eine einfache Handhabung und einen effizienten Einsatz, was sie für Unternehmen, die eine zuverlässige Versandlösung benötigen, besonders interessant macht.
  • Typische Einsatzfelder sind Bücher, Druckerzeugnisse, kleine Elektronik, Kosmetik und Mustersendungen, insbesondere wenn eine briefkastenfähige Zustellung angestrebt wird.
  • Bei der Auswahl sind Bauform, Materialqualität, variable Füllhöhe, Verschlussart und tarifliche Grenzmaße wichtige Kriterien für eine passende, prozessorientierte Lösung.
  • Maß- und Fertigungstoleranzen, Druck- und Öffnungssysteme sowie Lager- und Klimabedingungen beeinflussen Funktion, Schutzwirkung und Prozessstabilität.
  • Eine sorgfältige Abstimmung von Format, Wellenart und Verschlusskonzept erhöht die Zustellzuverlässigkeit und reduziert Nacharbeit im Verpackungsprozess.

Veröffentlicht am 15.05.2025
Letzte Überarbeitung am 21.10.2025 um 13:52 Uhr von Manuel Hofacker

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