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Mehrwertverpackung

In der Welt der Verpackungen und vor allem im Bereich der Wellpappa-Verpackungen rückt der Begriff Mehrwertverpackung immer weiter in den Fokus. Die steigende Nachfrage und das zunehmende Interesse sind Ausdruck der Bedeutung, die diese Form der Verpackung in der Industrie gewonnen hat. Unter dem Begriff werden Lösungen verstanden, die über den reinen Produktschutz hinaus zusätzliche Funktionen integrieren – etwa für Handhabung, Information, Rücksendung oder Prozessoptimierung. Dadurch entsteht ein konkreter Zusatznutzen entlang der gesamten Lieferkette, vom Packplatz über den Transport bis zum Endnutzer. Zusätzlich tragen Mehrwertfunktionen zur Standardisierung von Abläufen bei, erleichtern die Qualitätskontrolle und unterstützen die Einhaltung regulatorischer Vorgaben wie eindeutiger Kennzeichnungen, Chargenrückverfolgbarkeit und manipulationssicheren Öffnungshilfen.

Definition: Was versteht man unter der Mehrwertverpackung?

Unter der Mehrwertverpackung versteht man eine Art der Verpackung, die neben ihrer grundlegenden Funktion – dem Schutz des Inhalts – zusätzlich mit weiteren nützlichen Features ergänzt wird, die dem Nutzer einen Mehrwert bieten. Solche Merkmale können beispielsweise die Wiederverwendbarkeit der Verpackung, zusätzliche Informationsvermittlung durch aufgedruckte QR-Codes oder die Optimierung für Logistikprozesse sein. Ebenso zählen klar geführte Öffnungs- und Schließmechaniken, manipulationsanzeigende Elemente (Tamper-Evidence) sowie ergonomische Handhabungshilfen zu den typischen Kennzeichen.

Funktionen und Anwendungen von Mehrwertverpackungen

Mehrwertverpackungen sind aufgrund ihrer zusätzlichen Funktionen in vielen Bereichen anwendbar. Eine solche Verpackung kann beispielsweise mit speziellen Verschlüssen ausgestattet sein, die eine mehrfache Wiederverwendung ermöglichen. Eine weitere Anwendung liegt im Bereich des Marketings und der Kundenkommunikation, indem beispielsweise interaktive Elemente wie QR-Codes oder Augmented Reality auf der Verpackung integriert werden, die den Kunden zu weiterführenden Inhalten führen. Ebenso können Prüf- und Freigabefelder, integrierte Checklisten oder Symbole die Einlagerung, Kommissionierung und Inventur vereinfachen.

Darüber hinaus kommen Mehrwertfunktionen in unterschiedlichen Branchen zum Einsatz: im E-Commerce als retourenfähige Versandlösung mit rückseitigem Klebestreifen, im Ersatzteil- und Komponentenversand als passgenaue Fixierungslösung zur Transportsicherheit, in der Medizintechnik zur eindeutigen Kennzeichnung und Nachverfolgung, im stationären Handel zur präsentationsstarken Zweitplatzierung oder als Shelf-Ready-Lösung. Ergänzend erhöhen konstruktive Elemente wie stapelstabile Kanten, integrierte Polster oder modulare Einlagen die Schutzwirkung, reduzieren Packzeiten und verbessern die Handhabung am Packplatz. Für temperatur- oder feuchteempfindliche Güter können papierbasierte Barriere- und Feuchtigkeitsschutzkonzepte integriert werden, ohne die Recyclingfähigkeit wesentlich zu beeinträchtigen.

Typische Merkmale und Beispiele

  • Wiederverwendbarkeit: stabiler Steck- oder Klebeverschluss, zusätzliche Rücksendeklebung, robuster Umlauf.
  • Benutzerführung: Aufreißfaden, Perforation, klare Öffnungs- und Schließlogik, eindeutige Markierungen.
  • Produktschutz: integrierte Polster, Fixierelemente, variable Höhenriller zur Volumenanpassung.
  • Information und Interaktion: QR- oder NFC-Labels für Montagehinweise, Garantiedaten, Unboxing-Instruktionen.
  • Prozessoptimierung: konstruktive Standardisierung, eindeutige Abmessungen, palettier- und fördertechnikgerechtes Design.
  • Manipulationssicherheit: Aufreißlaschen mit Tamper-Indikator, Siegelpunkte, definierte Erstöffnungsnachweise.
  • Ergonomie: Handhabbarkeit durch Trageaussparungen, geringere Kantenbelastung, klare Greifzonen.

Für die innere Sicherung kommen je nach Inhalt Einlagen, Formteile oder Luft- und Papierpolster infrage. Vertiefende Informationen zu ergänzenden Systemen bietet der Beitrag Details zu praktischen Füll- & Polstersystemen. Zusätzlich können modulare Rastersysteme, Papier-Schaum-Hybride auf Faserbasis sowie flexible Fixierbänder eingesetzt werden, um Bauteiltoleranzen und Sortimentswechsel effizient abzudecken.

Bedeutung von Mehrwertverpackungen bei der Wellstar-Packaging GmbH

Die Wellstar-Packaging GmbH hat die Vorteile der Mehrwertverpackungen längst erkannt. Das Unternehmen verwendet diese Art der Verpackung, um seine Produkte optimal zu schützen und gleichzeitig seinen Kunden zusätzlichen Nutzen zu bieten. Es werden immer neue Konzepte entwickelt, um Verpackungen innovativer und nachhaltiger zu gestalten und gleichzeitig die Kundenbindung zu erhöhen. Die dafür nötige Dokumentation umfasst u. a. Spezifikationen, Belastungsgrenzen, Toleranztabellen und Prüfpläne, die eine wiederholbare Qualität im Serienbetrieb unterstützen.

Im Mittelpunkt stehen konstruktive Lösungen, die Schutz, Handhabung und Informationsfluss kombinieren. Dazu zählen z. B. optimierte Zuschnitte für effiziente Ausnutzung des Materials, klare Öffnungsmechaniken, rücksendegeeignete Verschlüsse sowie modular anpassbare Inlays. Ziel ist ein ausgewogenes Verhältnis aus Materialeinsatz, Funktionalität und Prozessstabilität über den gesamten Lebenszyklus, einschließlich Wiederverwendung und Recycling. Ergänzend werden Freigabeprozesse mit Prototyping, Musteraufbauten und Validierungen unter Praxisbedingungen genutzt.

Vor- und Nachteile von Mehrwertverpackungen

Auf der positiven Seite stehen eindeutig die zusätzlichen Funktionen, die eine Mehrwertverpackung mit sich bringt. Dazu gehören ein erhöhter Kundennutzen, verbesserte Möglichkeiten zur Informationsvermittlung und eine stärkere Kundenbindung. Ebenfalls kann durch die Wiederverwendbarkeit ein Beitrag zur Nachhaltigkeit geleistet werden. Auf der anderen Seite können Mehrwertverpackungen höhere Kosten in der Produktion verursachen, die entweder vom Unternehmen getragen oder auf den Kunden umgelegt werden müssen. Des Weiteren kann die Komplexität einer solchen Verpackung auch zu Herausforderungen in der Logistik führen. Entscheidend ist daher eine ganzheitliche Betrachtung, die Verpackung, Produkt, Prozess und Transport zusammenführt.

  • Vorteile: effizientere Packprozesse, geringere Beschädigungsraten, bessere Nutzerführung, reduziertes Füllmaterial, klare Kennzeichnung, einheitliche Abmessungen für Lager- und Transportprozesse. Ergänzend: höhere Prozesssicherheit in automatisierten Linien und verbesserte Bestandsführung durch standardisierte Außenmaße.
  • Nachteile: höherer Konstruktionsaufwand, potenziell längere Entwicklungszeiten, strengere Toleranzen, Risiko der Überfunktionalisierung, Prüf- und Validierungsbedarf (z. B. bei Perforation und Verschlussfestigkeit). Zusätzlich kann die Materialverfügbarkeit spezieller Komponenten die Lieferzeit beeinflussen.
  • Ökobilanz: Mehrfachnutzung kann Material einsparen; gleichzeitig ist auf Recyclingfähigkeit, Monomaterial-Ansätze und rückstandsarme Trennbarkeit zu achten. Der Einsatz nachwachsender Rohstoffe und lösungsmittelfreier Klebstoffe verbessert die Kreislauffähigkeit.
  • Compliance: Kennzeichnungsvorgaben, Produktsicherheit und Transportanforderungen (z. B. Feuchte, Temperatur, Fallbelastung) müssen konsistent erfüllt werden.

Typische Entscheidungs- und Bewertungskriterien

  • Gesamtkostenbetrachtung über den Lebenszyklus (Material, Verarbeitung, Packzeit, Transport, Retouren).
  • Prozessfähigkeit in manueller und automatisierter Umgebung, stabile Qualität bei wechselnden Losgrößen.
  • Schutzgrad in Relation zu Produktempfindlichkeit, Transportweg und klimatischen Bedingungen.
  • Nutzerfreundlichkeit: intuitive Öffnung, klare Anleitung, sichere Rücksendefunktion.
  • Ressourceneinsatz: Materialeffizienz, Wiederverwendbarkeit, Recyclingfähigkeit.
  • Dimensionale Passgenauigkeit: palettier- und fördertechnikgerechte Außenmaße, Stapel- und Kippstabilität.

Praxisbeispiele für Mehrwertfunktionen

  • Retourenfreundliche Versandverpackung mit Doppelklebestreifen (Erstverschluss und Rücksendestreifen) sowie Aufreißfaden für werkzeugloses Öffnen.
  • Höhenvariable Konstruktion durch zusätzliche Rillungen zur Volumenanpassung und Reduktion von Füllmaterial.
  • Fixierverpackung mit integrierter Spannfolie oder Halteflügeln zur Positionssicherung empfindlicher Komponenten.
  • Tragegriff und verstärkte Kanten für ergonomisches Handling und bessere Stapelstabilität.
  • QR-Code mit Montage- oder Rückbauanleitung, Servicekontakt und digitalem Produktpass.
  • Palettiergerechtes Außenmaß und eindeutige Seitenkennzeichnung zur schnellen Identifikation im Lager.
  • Manipulationsanzeigende Perforation mit definierter Reißkraft, kombiniert mit Siegelpunkten für Erstöffnungsnachweis.
  • Shelf-Ready-Lösung mit frontseitiger Perforation, integrierter Warentrennung und klaren Facing-Zonen am POS.

Gestaltung, Materialien und Konstruktion

Die Auswahl des Materials und der Konstruktionsdetails beeinflusst den Mehrwert maßgeblich. Häufig kommen Wellpappsorten mit angepasster Wellenkombination zum Einsatz, die Stabilität, Dämpfung und Faltbarkeit kombinieren. Konstruktive Elemente wie Einstecklaschen, Perforation, Aufreißfäden und selbstklebende Verschlüsse unterstützen eine klare Nutzerführung. Bei druckseitigen Lösungen ermöglichen ein- bis mehrfarbige Kennzeichnungen, Piktogramme und variable Daten (z. B. Codes) eine eindeutige Kommunikation. Für erhöhte Prozesssicherheit können definierte Klebeflächen, Rillbreiten und Nutztoleranzen vorgesehen werden, die eine reproduzierbare Verarbeitung sichern.

Für die Auslegung ist eine sorgfältige Ermittlung der relevanten Faktoren sinnvoll: Produktgeometrie, Empfindlichkeit, Transportprofil, gewünschte Wiederverwendbarkeit, Pack- und Entpackzeiten, Anforderungen an Kennzeichnung sowie Zielvorgaben für Materialeinsatz und Recyclingfähigkeit. Prüfungen (Belastungs- und Falltests, Klimasimulationen, Verschluss- und Perforationstests) sichern die Funktionsfähigkeit im Alltag ab. Ergänzend werden Stapeldruck-, Stauch- und Vibrationstests eingesetzt, um die Schutzwirkung im realen Versand zu verifizieren.

Planung, Entwicklung und Validierung

Die Entwicklung von Mehrwertverpackungen folgt idealerweise einem strukturierten Vorgehen: Anforderungsaufnahme (Produktspezifika, Prozessrahmen), Konzeptphase mit Varianten, Prototyping (Weißmuster, Funktionsmuster), iterative Tests, Freigabe und Serienüberführung. Dabei werden Materialmuster und alternative Wellenkombinationen evaluiert, um Zielkonflikte zwischen Schutz, Kosten und Umweltwirkung auszugleichen. Ein Change-Management mit Versionsführung sorgt dafür, dass Anpassungen nachvollziehbar dokumentiert sind.

Kennzahlen und Bewertung

Zur objektiven Bewertung eignen sich messbare Kennzahlen: Packzeit pro Einheit, Beschädigungsquote, Retourenrate, Materialeinsatz je Sendung, Auslastung von Ladehilfsmitteln, Prozessdurchlaufzeit und Fehlerquote in Kommissionierung und Versand. Ergänzende Indikatoren sind Recyclingquote, Trennbarkeit der Komponenten sowie Wiederverwendungszyklen pro Verpackung.

Nachhaltigkeits- und Kreislaufaspekte

Mehrwertverpackungen unterstützen Ressourcenschonung, wenn sie materialeffizient konstruiert, wiederverwendbar ausgelegt und leicht zu recyceln sind. Monomaterial-Konzepte erleichtern die stoffliche Verwertung. Druckfarben und Klebstoffe sollten rückstandsarm und für das Faserrecycling geeignet sein. Durch modulare Inlays lassen sich Sortimentswechsel ohne Neuentwicklung des Außenkartons abdecken, wodurch Entwicklungs- und Rüstaufwände sinken.

Häufige Fehler und bewährte Vorgehensweisen

Typische Fehlstellen entstehen durch überkomplexe Features, die den Packprozess verlangsamen, oder durch unzureichende Tests unter realen Klimabedingungen. Bewährt haben sich klare, reduzierte Mechaniken, eindeutige Nutzerhinweise auf der Verpackung, frühzeitige Tests in Pilotläufen sowie die enge Abstimmung zwischen Konstruktion, Packplatz und Logistik.

Digitalisierung und Datenintegration

Mit variablen Daten, eindeutigen IDs und maschinenlesbaren Codes verknüpfen Mehrwertverpackungen physische Waren mit digitalen Informationen. Dies ermöglicht eine präzise Bestandsführung, eine lückenlose Nachverfolgung und unterstützt Wartungs- oder Montageprozesse durch kontextbezogene Inhalte, die per Scan jederzeit abrufbar sind.

Zusammenfassung:

  • Unter Mehrwertverpackung versteht man qualitativ hochwertige und funktional gestaltete Verpackungen. Diese entsprechen nicht nur dem ursprünglichen Zweck des Schutzes des Produkts, sondern erfüllen auch zusätzliche Funktionen.
  • Wellpappe ist aufgrund ihrer Flexibilität und Haltbarkeit ein gängiges Material für Mehrwertverpackungen. Sie kann leicht angepasst werden, um zusätzlichen Nutzen zu bieten, wie z. B. einfache Handhabung, attraktive Präsentation und effiziente Lagerung.
  • Mehrwertverpackungen können einen wesentlichen Beitrag zur Markenwahrnehmung leisten, da sie die Präsentation aufwerten und somit zum Gesamterlebnis des Kunden beitragen können. Sie sind somit ein effektives Instrument für Marketing und Branding.
  • Zusatznutzen zeigt sich in wiederverwendbaren Verschlüssen, integrierten Schutz- und Fixierelementen, klarer Benutzerführung sowie digitaler Informationsweitergabe.
  • Bei der Bewertung sind Gesamtkosten, Prozessfähigkeit, Schutzanforderungen, Nutzerfreundlichkeit und ökologische Kennzahlen gleichrangig zu betrachten.
  • Prozessstabile Konstruktionen mit klarer Öffnungslogik, palettiergerechten Abmessungen und manipulationssicheren Merkmalen erhöhen Effizienz und Sicherheit entlang der Lieferkette.
  • Monomaterial-Ansätze, rückstandsarme Druck- und Klebesysteme sowie modulare Inlays fördern Wiederverwendung und Recycling und verbessern die Kreislauffähigkeit.
  • Messbare Kennzahlen wie Packzeit, Beschädigungsquote und Materialeinsatz pro Sendung erleichtern die objektive Bewertung und kontinuierliche Verbesserung.

Veröffentlicht am 03.07.2024
Letzte Überarbeitung am 22.12.2025 um 13:20 Uhr von Manuel Hofacker

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