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One-Touch-Verpackung

Wellpappe gewinnt an Bedeutung im Bereich der Verpackungsbranche. Ein spezielles Highlight aus dem Sortiment der Wellpapp-Produkte stellt die One-Touch-Lösung dar, die nennenswerte Vorteile mit sich bringt und für viele Unternehmen eine sinnvolle Option darstellt. Durch die Kombination aus konstruktiv durchdachten Mechaniken und standardisierten Handgriffen lassen sich Packvorgänge systematisch verschlanken, was in vielen Anwendungsbereichen zu stabilen Prozesszeiten, geringerer Variabilität und einem konsistenten Qualitätsniveau führt. Gleichzeitig bleibt die Lösung materialeffizient, da Wellpappe ein ressourcenschonender, recyclingfähiger Werkstoff ist, der sich für unterschiedliche Belastungsprofile und Füllgüter anpassen lässt.

Im Kern zielt die One-Touch-Konzeption darauf ab, Packprozesse zu vereinfachen: weniger Handgriffe, geringere Taktzeiten, reduzierte Fehleranfälligkeit und reproduzierbare Ergebnisse. Durch vorgedachte Mechaniken lassen sich Artikel schnell aufnehmen, sichern und verschließen, was insbesondere in dynamischen Umgebungen wie Kommissionierung, Fulfillment oder Versandvorbereitung relevant ist. Ergänzend unterstützen geführte Abläufe (ähnlich Poka-Yoke-Prinzipien) die richtige Reihenfolge der Schritte, wodurch Nacharbeit, Beschädigungen oder Fehlteile minimiert werden. Das Resultat sind klare Prozessbilder, kurze Einarbeitungszeiten und eine ergonomische Gestaltung am Packplatz.

Definition: Was versteht man unter One-Touch-Verpackung?

Die One-Touch-Verpackung bezeichnet ein innovatives Verpackungskonzept aus der Welt der Wellpappe. Kennzeichnend für lösungsorientierte Verpackungen dieser Art ist, dass sie leicht zu befüllen und zu verschließen sind. Sie ermöglichen eine unkomplizierte Handhabung, wodurch Zeit und Aufwand bemerkenswert reduziert werden können. Daher auch der Name „One-Touch“ – mit einem „Handgriff“ ist die Verpackung einsatzbereit. Im erweiterten Sinn steht „One-Touch“ für eine aufeinander abgestimmte, geführte Abfolge weniger Handgriffe, die das Aufrichten, das Einlegen des Füllguts, die Fixierung sowie den Verschluss konstruktiv vereint und damit den gesamten Verpackungsprozess standardisiert.

Funktionsprinzip und typische Mechanismen

  • Automatikboden klappt beim Aufrichten selbsttätig ein und verkürzt die Rüstzeit. Die Bodengeometrie sichert den formschlüssigen Stand auch bei wiederholtem Öffnen und Schließen.
  • Selbstklebende Verschlussstreifen (innen/außen) ermöglichen das schnelle Schließen ohne zusätzliches Klebeband. Das reduziert Hilfsstoffe und sorgt für reproduzierbare Verschlussqualität.
  • Integrierte Einsteck- oder Einrastlaschen sichern Deckel und Boden formschlüssig. Die geführte Verriegelung vermindert Fehlschlüsse und steigert die Prozesssicherheit.
  • Polster- und Halteelemente (z. B. Einlagen, Stege) fixieren empfindliche Güter unmittelbar beim Einlegen. Dadurch entfallen separate Polstermaterialien oder zusätzliche Arbeitsschritte.
  • Öffnungshilfen wie Aufreißfäden oder Perforationen erleichtern das Entpacken und verringern Beschädigungen. Zudem wird der Rückbau der Verpackung beschleunigt.
  • Vorkonfektionierte Rillungen und abgestimmte Rilltopographien unterstützen das definierte Falten, erhöhen die Maßhaltigkeit und verbessern die Stabilität an Kanten und Faltlinien.
  • Verstärkungs- und Krempelzonen an kritischen Bereichen (z. B. Kanten, Grifföffnungen) erhöhen die Lebensdauer bei Mehrfachhandlungen im Packprozess.

Abgrenzung zu anderen Packmitteln

Im Unterschied zu klassischen Faltkisten oder Steckkonstruktionen sind One-Touch-Varianten so ausgelegt, dass mehrere Arbeitsschritte zusammenfallen (Aufrichten, Einlegen, Sichern, Verschließen). Dadurch wird der Prozess standardisiert und die Einarbeitungszeit für Personal verringert. Während herkömmliche Lösungen oft zusätzliche Hilfsstoffe oder separate Polsterungen erfordern, integrieren One-Touch-Kartons diese Funktionen bereits konstruktiv und sorgen so für einen zügigen, konsistenten Ablauf.

Gestaltungsvarianten und Materialien der One-Touch-Verpackung

Die One-Touch-Verpackungen sind in unterschiedlichen Formen und Größen erhältlich, um den vielfältigen Anforderungen unterschiedlicher Branchen gerecht zu werden. Es können sowohl einfache Boxen als auch komplexe Verpackungseinheiten mit mehreren Fächern erstellt werden. Die Materialien können je nach Anforderung aus verschiedenen Arten von Wellpappe bestehen, seien es ein- oder doppelwellige Wellpappen. Darüber hinaus lassen sich Bedruckungen (z. B. Funktionsdrucke, Piktogramme, Kennzeichnungen) sowie variable Füllhöhen integrieren, ohne den Grundsatz des schnellen Packens zu beeinträchtigen.

Konstruktive Ausführungen

  • Standardisierte FEFCO-basierte Kisten mit One-Touch-Elementen (z. B. Automatikboden, Klebestreifen). Die Kombination vereinfacht Beschaffung, Lagerhaltung und Schulung.
  • Versandkartons mit integrierter Rücksendelösung durch zweiten Klebestreifen und Aufreißfaden. Das beschleunigt Retourenprozesse und macht Zusatzmaterial entbehrlich.
  • Fach- und Trennsteglösungen zur Segmentierung für Sets, Kits oder Mehrkomponentenprodukte. Die Einlagen stabilisieren und ordnen das Füllgut unmittelbar beim Schließen.
  • Display- und Versandkombinationen, bei denen Umverpackung und Präsentationseinheit zusammenfallen. Das reduziert Handling-Schritte zwischen Lager und Verkaufsfläche.
  • Krempel- und Rahmenkonstruktionen für erhöhte Kantensteifigkeit und definierte Höhen, z. B. bei Serien mit wechselnden Formaten.
  • Formatoptimierte Versandverpackungen nach gängigen Paletten- und Paketdienstvorgaben, um Volumen und Frachtkosten zu steuern.

Materialauswahl und Belastbarkeit

Die Auswahl reicht von feinen Wellen (E) für kleinere Artikel über B- und C-Welle bis zu zweiwelligen Kombinationen (EB, BC) für höhere Druck- und Stapelanforderungen. Je nach Füllgut kommen unterschiedliche Flächengewichte, Deckenpapiere und Recyclinganteile zum Einsatz. Für zusätzliche Robustheit können Kantenschutz- oder Krempelzonen vorgesehen werden. Neben der Wellenkombination beeinflussen auch Feuchtebedingungen, Klebstoffrezeptur, Faserqualität und Lagerszenarien (Klima) die Performance im Alltag.

Optionale Funktionen

  • Perforationen oder Aufreißstreifen für definierte Öffnungsvorgänge. Das verbessert die Nutzerführung beim Entpacken.
  • Sichtfenster oder Beschriftungsfelder zur Kennzeichnung in Lager und Versand. Dies erleichtert die Identifikation und Bestandskontrolle.
  • Verschluss- und Manipulationssicherungen für dokumentierte Unversehrtheit. Plombierbare Lösungen oder Doppelklebebänder schaffen Nachvollziehbarkeit.
  • Funktionsdrucke und Piktogramme zur Orientierung (z. B. Greifkanten, Faltreihenfolge), wodurch die Prozesssicherheit gesteigert wird.
  • Variable Füllhöhen über Höhenriller oder Zusatzriller, um Schwankungen im Produktmaß effizient abzubilden.

Technische Kennwerte und Abmessungen

Dimensionierung und Konstruktion orientieren sich an Füllgut, Belastungsprofil (Druck, Stoß, Vibration) und logistischen Rahmenbedingungen (z. B. Lagerfähigkeit, Stapelkonfiguration). Prüfwerte wie ECT/BCT, Kantenstauch- und Durchstoßfestigkeit unterstützen die Auslegung. Eine kompakte Übersicht zu praxisrelevanten Abmessungen und Toleranzen hilft bei der Spezifikation und Qualitätssicherung.

Für die Bemessung sind u. a. relevant: Innenmaß versus Außenmaß, nutzbare Füllhöhe, Rillmaß und Zuschnittabmessungen. Prüfmethoden wie ECT (z. B. nach ISO 3037), BCT (z. B. nach ISO 12048) sowie Durchstoß- und Kantenstauchprüfungen liefern belastbare Kennzahlen für die Serienauslegung. In Verbindung mit Transportprofilen (z. B. Stapeldauer, Palettenbild, Vibrationsspektrum) entsteht ein konsistentes Anforderungsprofil.

Anwendungsbeispiele und Einsatzgebiete der One-Touch-Verpackung

Die One-Touch-Verpackungen finden Anwendung in verschiedenen Branchen, wie beispielsweise der Lebensmittel-, Kosmetik- oder Elektronikbranche. Besonders für Produkte mit empfindlichen Oberflächen bieten sie sich an, da sie einen guten Schutz vor Kratzern und Stößen bieten. Zudem können sie für den Versand von Waren genutzt werden und stellen somit eine logistische Erleichterung dar. Weitere Einsatzfelder sind Ersatzteil- und Komponentenlogistik, Druckerzeugnisse, Healthcare-Artikel mit standardisierten Formen sowie Serien mit häufig wechselnden Losgrößen.

Erweiterte Einsatzfelder

  • E-Commerce und Fulfillment: schnelle Auftragsabwicklung, skalierbare Taktzeiten, vereinfachte Retourenprozesse.
  • Elektronik: Fixierung von Kleingeräten, Boards und Zubehör mithilfe integrierter Halteelemente.
  • Kosmetik und Pharma: kombinierte Schutz- und Präsentationsanforderungen bei empfindlichen Oberflächen.
  • Automotive/Industrie: Kit-Verpackungen für Baugruppen, Sortimentsboxen mit Trenneinsätzen.
  • Druck- und Medienprodukte: Kantenschutz, zügiges Verpacken von Serien mit variierenden Formaten.
  • Stationärer Handel: Transport-Display-Kombinationen, die als Regal- oder Thekeneinheit genutzt werden können.
  • Subscription-Modelle: standardisierte Einlagen und definierte Öffnungshilfen für wiederkehrende Versendungen.

Praxisnahe Beispiele

  • Versandkarton mit Automatikboden und Doppelklebestreifen für Erstversand und Rücksendung.
  • Gerätekarton mit Polsterecken aus Wellpappe, die beim Schließen automatisch verriegeln.
  • Sortimentsbox mit Steckstegen, die beim Aufrichten formstabil bleiben und Einlegezeiten verkürzen.
  • Briefkastentauglicher Karton mit Höhenrillern, der unterschiedliche Füllhöhen ohne Zusatzmaterial abdeckt.
  • Flaschenversandlösung mit integrierten Wellpapp-Manschetten zur Fixierung empfindlicher Behälter.

Prozessintegration, Ergonomie und Sicherheit

One-Touch-Varianten lassen sich an Packtischen, in manuellen Linien oder teilautomatisierten Arbeitsplätzen integrieren. Der Schulungsaufwand ist gering, da Handgriffe standardisiert sind. Ergonomische Vorteile ergeben sich durch reduzierte Reichweiten, weniger Hilfsmittel (z. B. Klebebandabroller) und klar definierte Greifkanten. Gleichzeitig sinkt die Fehlerquote, weil Verschluss- und Fixierprozesse geführt ablaufen. Farb- oder Symbolkodierungen, Funktionsdrucke sowie definierte Faltreihenfolgen unterstützen die richtige Ausführung der Handgriffe und verbessern die Arbeitssicherheit.

Für die Logistikplanung sind Packhöhen, Stapelbilder, Ladeeinheiten und Durchlaufzeiten relevant. Eine vorausschauende Auslegung vermeidet Engpässe in Spitzenzeiten und unterstützt gleichbleibende Qualität über wechselnde Losgrößen hinweg. Kennzahlen wie Output pro Stunde, First-Pass-Yield und Nacharbeitsquote geben Hinweise auf Optimierungspotenziale. In Verbindung mit Palettierungs- und Versandspezifikationen (z. B. Packstücke pro Lage, Lagenanzahl, Transportstabilität) lässt sich der Materialfluss konsistent planen.

Vor- und Nachteile von One-Touch-Verpackung

Der vorrangige positive Aspekt an One-Touch-Verpackungen ist die Schnelligkeit und Einfachheit der Verpackungsprozesse. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf die Effizienz im Lager aus und kann dazu beitragen, Betriebskosten zu senken. Zudem sind sie in der Regel leichter als herkömmliche Verpackungen, was vor allem bei Versandgewichten vorteilhaft ist. Bei den Nachteilen ist zu beachten, dass die vordefinierten Konstruktionen der One-Touch-Verpackungen weniger flexibel in Bezug auf ungewöhnliche Produktformen sind. Des Weiteren können höhere Anschaffungskosten entstehen im Vergleich zu Standardverpackungen. Daher ist eine Gesamtkostenbetrachtung aus Materialverbrauch, Prozesszeit, Fehlerquote und Transportauslastung sinnvoll.

  • Vorteile im Überblick: schnellere Taktzeiten, geringere Prozessvariabilität, einfache Einarbeitung, reproduzierbare Qualität, reduzierter Hilfsstoffverbrauch, klare Nutzerführung, geringere Nacharbeit.
  • Mögliche Einschränkungen: begrenzte Adaptierbarkeit bei Sondergeometrien, werkzeugspezifische Vorlaufzeiten, potenziell höhere Stückpreise bei kleinen Serien, Abhängigkeit von definierten Toleranzen.
  • Wirtschaftliche Betrachtung: Gesamtkosten ergeben sich aus Material, Prozesszeit, Fehlerquote, Lager- und Transportauslastung; die Bewertung erfolgt holistisch. Skaleneffekte und Variantenreduktion können die Wirtschaftlichkeit zusätzlich beeinflussen.

Zusammenfassung:

  • One-Touch-Verpackungen sind eine Art von Verpackungslösungen, bei denen Produkte durch eine einzige Bewegung verpackt werden können, was den Verpackungsprozess erheblich beschleunigt.
  • Unternehmen, die Verpackungen aus Wellpappe suchen, können erheblich von One-Touch-Verpackungen profitieren, da diese Verpackungsart die Produktivität erhöht, indem sie die Zeit, die für die Verpackung von Produkten benötigt wird, verringert.
  • Da One-Touch-Verpackungen häufig aus Wellpappe hergestellt werden, bieten sie einen zusätzlichen Vorteil in Bezug auf Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit, was sie für umweltbewusste Unternehmen attraktiv macht.
  • Typische Merkmale sind Automatikboden, integrierte Fixierung und klebstoffbasierte Verschlüsse mit definierten Öffnungshilfen.
  • Einsatzgebiete reichen von E-Commerce über Elektronik bis zu Kosmetik, wenn schnelle, sichere und reproduzierbare Packabläufe gefordert sind.
  • Für die Auslegung sind Abmessungen, Toleranzen, ECT/BCT-Werte sowie logistische Rahmenbedingungen maßgeblich.
  • Die Prozessintegration gelingt über standardisierte Handgriffe, klare Nutzerführung und kompatible Packtisch-Layouts, wodurch Qualität und Ergonomie gefördert werden.

Veröffentlicht am 14.08.2024
Letzte Überarbeitung am 02.01.2026 um 12:05 Uhr von Manuel Hofacker

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