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Stretchwickelmaschine

In der Verpackungswelt spielt die Bedeutung von Wellpappe eine wichtige Rolle, insbesondere wenn es um den Schutz von Waren geht. Eine höhere Haltbarkeit und Sicherheit bietet die Nutzung von Verpackungsmaschinen, speziell der Stretchwickelmaschinen. Diese garantieren eine feste Umverpackung und halten die Ware auf beispielsweise Paletten sicher fest. Gleichzeitig ermöglicht die Kombination aus formstabilen Außenverpackungen und fachgerecht eingestellter Wickeltechnik eine zuverlässige Ladungssicherung, reduziert Transportschäden und unterstützt standardisierte Logistikprozesse in Lager und Distribution. Gerade bei Kartonagen aus Wellpappe beeinflussen Folienspannung, Wickelmuster und Fußverklammerung den Erhalt der Kantenstauch- und Box-Compression-Eigenschaften positiv, wodurch die Stapelfähigkeit und die Transportstabilität erhalten bleiben. Ergänzend tragen klar definierte Wickelprogramme, qualitätssichernde Prüfungen und ein materialeffizienter Folieneinsatz zu planbaren Prozesskosten und reproduzierbarer Qualität in Warenausgang und Distribution bei.

Definition: Was versteht man unter einer Stretchwickelmaschine?

Die Stretchwickelmaschine ist ein essenzieller Bestandteil im Verpackungswesen, besonders für große Waren oder Güter, die auf Paletten gelagert und transportiert werden. Bei diesem Verpackungsprozess wird die Stretchfolie mechanisch gedehnt und um das zu verpackende Produkt gewickelt. Durch die elastischen Eigenschaften der Folie ermöglicht dies eine starke und stabile Verpackungsweise. In der Praxis kommen Begriffe wie Stretchwickler, Palettenwickler oder Folienwickelmaschine vor; gemeint ist stets ein System, das mithilfe definierter Dehn- und Spannungsparameter eine Ladeeinheit fixiert, ohne das Packgut zu beschädigen. Ziel ist eine reproduzierbare Sicherung der Einheit, die sowohl die Handhabung als auch den Transport vereinfacht. Ebenso zentral ist die kontrollierbare Folienkraft an der Ladeeinheit, damit sich Stabilität und Materialeinsatz in ein wirtschaftliches Gleichgewicht bringen lassen.

In Abgrenzung zu Schrumpfprozessen nutzt die Stretchwickelmaschine allein die Rückstell- und Haftkräfte der vorgedehnten Folie. Entscheidend sind kontrollierbare Parameter (Vordehnung, Spannungsregelung, Überlappung), die eine wiederholgenaue Qualität der Sicherung gewährleisten. Moderne Systeme speichern Programme für wiederkehrende Ladungen und ermöglichen die Dokumentation der Prozessdaten, was insbesondere in qualitätsgesicherten Umgebungen von Vorteil ist. In aktuellen Anlagen sind Rezepturverwaltung, berechtigungsgesteuerte Zugriffe und revisionssichere Protokolle üblich, um Audit-Anforderungen und Nachweispflichten effizient zu erfüllen.

Funktionsweise und Anwendungsbereiche

Die grundsätzliche Funktionsweise einer Stretchwickelmaschine besteht darin, die Stretchfolie kontinuierlich rund um das zu verpackende Produkt, wie beispielsweise auf einer Palette gestapelte Ware, zu wickeln. Hierbei kann sich entweder die Maschine um die Ware drehen oder die Ware bewegt sich auf einem Drehteller, um die Wicklung zu erleichtern. Die Maschine ist in der Lage, die Folie gleichmäßig und fest um das Produkt zu legen, dies garantiert einen sicheren Halt und reduziert zudem den Materialverbrauch. Die Anwendungsbereiche einer solchen Maschine sind äußerst vielfältig. Sie kommt zum Einsatz, wann immer Produkte stabil und sicher für Lagerung oder Transport verpackt werden müssen. Typische Einsatzfelder reichen von Warenausgangszonen über Konfektionierung bis hin zu automatisierten Linien mit hoher Durchsatzleistung. Ergänzend kommen halbautomatische Lösungen für wechselnde Packplätze sowie vollautomatische Systeme mit Anbindung an Fördertechnik, Etikettierung und Lagerverwaltung zum Einsatz, wodurch sich Durchsatz, Prozessstabilität und Rückverfolgbarkeit steigern lassen.

Der Ablauf umfasst üblicherweise das automatische Anlegen des Folienanfangs, die parametrierte Ausführung von Fuß- und Kopfwicklungen, das Wickeln nach definiertem Muster sowie das Abtrennen und Sichern des Folienendes (z. B. Klemme, Schweiß- oder Abstreifsystem). Sensorik für Höhen- und Konturerkennung passt die Bewegung des Folienschlittens an unterschiedliche Palettenhöhen und Ladungsformen an. In Kombination mit Wellpappverpackungen werden häufig zusätzliche Kantenschutzprofile eingesetzt, um punktuelle Druckspitzen zu vermeiden. Bei erhöhter Feuchte- oder Staubbelastung können Deckblätter in den Wickelprozess integriert werden, ohne die Lesbarkeit von Etiketten und Codes zu beeinträchtigen.

Maschinentypen im Überblick

  • Drehtellerwickler: Die Palette rotiert auf einem Teller, der Folienschlitten fährt vertikal. Geeignet für viele Standardanwendungen und moderate Taktzeiten.
  • Dreharmwickler: Der Wickelarm rotiert um die stehende Ladeeinheit. Vorteilhaft bei schweren, instabilen oder sehr hohen Lasten, da die Palette nicht beschleunigt wird.
  • Ring- und Orbitalsysteme: Ein umlaufender Ring führt die Folie um das Packgut. Eignet sich für hohe Leistungen und konstante Wickelqualität, auch bei variierenden Höhen.
  • Portal- und Roboterlösungen: Für sehr große oder unregelmäßige Ladeeinheiten; flexibel integrierbar in komplexe Fördertechnik.
  • Mobile und halbautomatische Geräte: Für kleinere Volumina, wechselnde Packplätze oder projektbezogene Einsätze.
  • Doppeldrehteller- und Doppelarm-Varianten: Für höhere Taktleistungen bei gleichbleibender Wickelqualität sowie für die Integration von Deckblatt-Applikationen.
  • Top-Sheet-Integration: Kombination von Wicklung und automatischer Abdeckung der Ladungsoberseite zum Schutz vor Staub und Feuchtigkeit.

Wickelparameter, Muster und Prozessführung

  • Vordehnung (Pre-Stretch): Mechanisch oder motorisch eingestellte Dehnung der Folie (z. B. 150-300 %) zur Materialeinsparung und gleichmäßigen Spannungsverteilung.
  • Folienspannung: Steuerung der Anpresskraft am Packgut; zu hohe Spannung kann Kanten eindrücken, zu geringe Spannung mindert die Stabilität.
  • Überlappung und Steigrate: Prozentsatz der Folienüberdeckung pro Umdrehung sowie die vertikale Verfahrgeschwindigkeit des Schlittens bestimmen die Anzahl der Lagen.
  • Fuß- und Kopfwicklungen: Zusätzliche Umwicklungen am Palettenfuß und -kopf zur Verklammerung der Ladeeinheit mit der Unterlage und zum Schutz des Abschlusses.
  • Wickelmuster: Kreuzwicklungen, Bandier- bzw. Seilmodus für punktuelle Verstärkung, Kantenschutzeinlagen und optionales Deckblatt für Staub- und Feuchtigkeitsschutz.
  • Drehzahl und Rampen: Angepasste Beschleunigungs- und Bremsrampen verhindern das Kippen instabiler Einheiten und verbessern die Reproduzierbarkeit.
  • Anlege- und Abtrennsysteme: Zuverlässiges Starten und Sichern des Folienendes reduziert Störungen und Folienabrisse.
  • Folienkraft (Wrap Force): Mess- oder modellbasierte Kontrolle der Zugkraft an der Ladeeinheit zur Sicherstellung gleichbleibender Haltekräfte, ohne Wellpappkanten zu beeinträchtigen.

Für zusätzliche Hintergrundinformationen zur Ladungssicherung rund um die Ladeeinheit siehe den Praxisleitfaden zum sicheren Palettenschutz im Versand.

In der Praxis werden Parameter häufig in hinterlegten Programmen für Standardlastfälle (z. B. leichte, gemischte oder schwere Wellpapp-Ladungen) abgelegt. Eine eindeutige Benennung und Schulung des Bedienpersonals unterstützt die korrekte Auswahl und verhindert Fehlanwendungen. Ergänzend haben sich Prüfwicklungen mit dokumentierten Einstellwerten, Folienwaagen und regelmäßigen Sichtkontrollen als effiziente Mittel zur kontinuierlichen Verbesserung bewährt.

Materialien und Folieneigenschaften

  • Foliensorte: Meist LLDPE-Stretchfolien, optional mit Rezyklatanteil oder als dünnkalibrige Hochleistungsfolien.
  • Dicke und Haftschicht: Angepasst an Gewicht, Oberflächenbeschaffenheit und Kantenempfindlichkeit des Packguts.
  • Transparenz und Kennzeichnung: Transparente Folien erleichtern Sichtprüfung und Scannen von Etiketten; opake Varianten dienen als Sichtschutz.
  • Breite und Kern: Gängig sind 500-mm-Folien mit 76-mm-Kern; abweichende Breiten dienen der Anpassung an spezielle Lastgeometrien.
  • Oberflächenparameter: Gleitreibwerte und Haftsysteme (innen/außen haftend) beeinflussen die Schichtenhaftung und das Handling.
  • Spezialfolien: UV-stabilisierte, perforierte oder belüftete Folien für temperatur- bzw. feuchteempfindliche Güter; antistatische Varianten für sensible Anwendungen.
  • Rezyklatgehalt und Kreislauffähigkeit: Qualitativ gesicherte Rezyklatanteile unterstützen Zielvorgaben zur Materialkreislaufführung, vorausgesetzt die erforderliche Laststabilität bleibt gewahrt.

Betrachtung von Stretchwickelmaschinen und deren Komponenten

Moderne Stretchwickelmaschinen sind meist computergesteuert und können je nach Modell und Bauart die Stretchfolie unterschiedlich stark dehnen. Zentrale Elemente sind der rotierende Wickler, der die Folie rund um das Produkt legt, das Spannsystem, welches die Dehnung der Folie reguliert, und die Steuereinheit, die den gesamten Vorgang koordiniert. Viele Maschinen verfügen auch über ein Vor- und Nachstretchsystem, das zusätzlich zur Dehnung der Folie beiträgt und somit die Stabilität der Verpackung erhöht. Ergänzend kommen Folientrenner und -anleger, Niederhalter für instabile Ladungen, Kantenanleger für Kantenschutzleisten sowie Sensorik für Höhen- und Konturerkennung zum Einsatz. Schnittstellen zu Fördertechnik, Waagen oder Etikettierern erlauben die Einbindung in automatisierte Linien und die Rückverfolgung von Prozessparametern. In höheren Automatisierungsgraden sorgen lastabhängige, kraftgeregelte Zonen und Sensorik für eine gleichmäßige Folienkraft über unterschiedliche Konturen hinweg.

Für die Einbindung in Verpackungslinien sind zudem Sicherheitseinhausungen, Materialabzüge für Folienrollen und Übergabestationen zu berücksichtigen. Die Bedienung erfolgt über Klartextanzeigen oder Touchpanels mit hinterlegten Programmen und Passworteinstellungen für geschützte Parameter. Bei der Planung werden Wartungszugänge, ergonomische Rollenwechsel und schnelle Störungsdiagnosen berücksichtigt, um Stillstandszeiten zu minimieren.

Prozessqualität und Prüfung

  • Laststabilität: Beurteilung durch Kipp-, Beschleunigungs- oder Schubtests in Anlehnung an gängige Prüfmethoden.
  • Folienverbrauch: Ermittlung über Gewichtsdifferenz oder Zählung der Umdrehungen zur Kennzahlbildung (g pro Palette).
  • Reproduzierbarkeit: Hinterlegte Programme für wiederkehrende Ladungen sichern konstante Ergebnisse.
  • Kantenschutz und Druckzonen: Vermeidung von Beschädigungen an empfindlichen Rändern durch abgestimmte Spannung und Schutzprofile.
  • Normbezug: Prüfungen orientieren sich häufig an anerkannten Richtlinien zur Transportsicherheit und an branchenspezifischen Vorgaben.
  • Dokumentation: Prozessdaten (z. B. Programm, Umdrehungen, Foliencharge) unterstützen Rückverfolgbarkeit und interne Audits.
  • Etikettenlesbarkeit und Sichtprüfung: Sicherstellung, dass Codes und Kennzeichnungen durch die Folie hindurch zuverlässig erfasst werden können.
  • Umgebungsbedingungen: Bewertung der Einflussgrößen Temperatur und Luftfeuchte auf Haftung und Steifigkeit der Folie, insbesondere bei Lagerung im Freien.

Vor- und Nachteile von Stretchwickelmaschinen

Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch den Einsatz von Stretchwickelmaschinen können Produkte sicher, stabil und kosteneffizient verpackt werden. Zudem sind die Maschinen meist robust und langlebig. Darüber hinaus sind sie einfach zu bedienen und können je nach Anforderung in den Produktionsprozess integriert werden. Allerdings haben auch diese Maschinen ihre Nachteile. So können beispielsweise hohe Anschaffungskosten anfallen und der Wartungsaufwand, insbesondere für computergesteuerte Modelle, könnte hoch sein. Zudem ist der Energieverbrauch, abhängig vom Modell und Betriebsmodus, nicht unerheblich und sollte bei der Gesamtbetrachtung berücksichtigt werden. Weitere Abwägungen betreffen den Schulungsbedarf, den Platzbedarf in der Linie, den Folienwechsel und die korrekte Parametrierung, um ein Gleichgewicht aus Stabilität und Materialeinsatz zu erzielen. Ergänzend ist die ergonomische Handhabung der Folienrollen (Gewicht, Wechselhäufigkeit) sowie die geplante Ersatzteil- und Serviceverfügbarkeit bei der Lebenszyklusbetrachtung zu berücksichtigen. Für fundierte Investitionsentscheidungen empfiehlt sich eine Betrachtung der Gesamtkosten über den Lebenszyklus inklusive Energie, Folienverbrauch, Stillstandskosten und Wartung.

Typische Fehlerbilder und Abhilfe

  • Geringe Stabilität der Ladeeinheit: Erhöhung der Fuß-/Kopfwicklungen, Anpassung der Folienspannung oder der Überlappung.
  • Foliendurchstiche an Kanten: Reduzierte Spannung, Einsatz von Kantenschutzleisten, alternative Wickelmuster.
  • Übermäßiger Folienverbrauch: Optimierte Vordehnung, schlankere Wickelprogramme, Prüfung der Folienqualität.
  • Verrutschen auf der Unterlage: Bessere Verklammerung am Palettenfuß, rutschhemmende Zwischenlagen.
  • Kragenbildung/Teleskopieren: Anpassung der Steigrate, gleichmäßigere Überlappung sowie Stabilisierung der Lastgeometrie.
  • Folienabrisse: Überprüfung von Kantenradien, Rollenqualität, Vorzugskräften und des Zustands von Bremsen/Antrieben.
  • Faltenbildung und Lufteinschlüsse: Anpassung der Steigrate, Reduktion der Geschwindigkeit in kritischen Zonen, Feinjustage der Folienführung.
  • Unlesbare Barcodes unter Folie: Verwendung transparenter Folien mit geeigneter Oberflächenenergie und Vermeidung von Reflexionszonen im Etikettenbereich.

Arbeitssicherheit, Wartung und Betrieb

  • Sicherheit: Schutzbereiche, Not-Halt, Lichtschranken und sichere Zugänge zur Minimierung von Risiken im Betrieb.
  • Wartung: Regelmäßige Kontrolle von Lagerungen, Ketten/Riemen, Sensorik und Folienbremsen; Dokumentation der Serviceintervalle.
  • Betrieb: Standardisierte Programme, eindeutige Kennzeichnung der Parameter und qualifizierte Einweisung des Personals.
  • PSA und Schulung: Geeignete persönliche Schutzausrüstung, sichere Rollentransporte und wiederkehrende Unterweisungen.
  • Freigabe- und Sperrverfahren: Lockout/Tagout-Konzepte für Eingriffe in den Sicherheitsbereich sowie regelmäßige Wirksamkeitsprüfungen der Sicherheitstechnik.

Ressourceneffizienz und Umweltaspekte

  • Materialeinsparung: Höhere Vordehnung und optimierte Muster senken den Folienbedarf bei gleicher Stabilität.
  • Rezyklateinsatz: Auswahl geeigneter Folien mit recyceltem Anteil unter Beachtung der geforderten Laststabilität.
  • Energiebedarf: Anpassung der Taktung, Stand-by-Modi und bedarfsgerechte Leistungssteuerung.
  • Kreislaufführung: Geordnete Sammlung von Restfolien, Beachtung der Kernentsorgung und Prüfung von Rücknahmesystemen.
  • Ökobilanz: Datengestützte Bewertung von Folienverbrauch und Energieeinsatz unterstützt Zielwerte zur CO2-Reduktion und regulatorische Berichtspflichten.

Bezug zu Wellpappverpackungen

Beim Sichern von Kartonagen aus Wellpappe auf einer Palette sorgt die richtige Abstimmung von Folienspannung, Überlappung und Fußverklammerung für eine belastbare Einheit. Empfindliche Kanten werden durch moderate Spannungen, ergänzende Schutzprofile und geeignete Wickelmuster vor Eindrücken bewahrt. So bleibt die äußere Schutzhülle intakt und die Ladeeinheit verhält sich im Handling und Transport berechenbar. Darüber hinaus wirkt sich die stabile Umwicklung positiv auf Kipp- und Schubwiderstände aus, was insbesondere bei hohen Stapelgütern aus Wellpappe relevant ist. In Validierungen sollte der Einfluss auf Kantenstauch- und Box-Compression-Werte explizit geprüft werden, um die Stapelfähigkeit über den gesamten Logistikprozess sicherzustellen.

Normen, Richtlinien und Qualifizierung

Für die Bewertung der Ladungssicherung mittels Stretchwickelmaschinen werden häufig anerkannte Prüf- und Richtlinienwerke herangezogen. Dazu zählen interne Werksnormen sowie branchentypische Methoden für Schub-, Kipp- und Beschleunigungsprüfungen. Die Qualifizierung umfasst typischerweise eine Parametrierungsphase, die Festlegung von Programmen für definierte Lastfälle (z. B. formatierte Wellpappkartonagen, Mischpaletten) und die Erstellung von Arbeitsanweisungen. Eine regelmäßige Verifizierung der Stabilität durch Stichprobenprüfungen ergänzt das Vorgehen. Je nach Einsatzgebiet werden ergänzend anerkannte Standards der Transportsimulation und Ladungssicherung herangezogen, um Anforderungen entlang der Lieferkette konsistent abzubilden.

Planung, Auswahl und Inbetriebnahme

Die Auswahl einer Stretchwickelmaschine orientiert sich am Lastprofil (Gewicht, Abmessungen, Kantenempfindlichkeit), an der Palettenart, der geforderten Taktleistung sowie am Integrationsgrad in bestehende Fördertechnik. In der Planungsphase werden Layout, Sicherheitskonzept, Materialfluss und Schnittstellen festgelegt. Zur Inbetriebnahme zählen ein Werks- und ein Vor-Ort-Funktionstest, die Parametrierung für definierte Musterladungen und die Schulung der Bedienenden. Für Wellpappverpackungen empfiehlt sich eine Abnahme mit Fokus auf Kantenbelastung, Oberflächenschutz und Barcode-Lesbarkeit unter Folie. Ergänzend sind praxisnahe Leistungstests unter realen Umgebungsbedingungen hilfreich, um spätere Abweichungen im Serienbetrieb zu vermeiden.

Alternativen und Abgrenzung

Als Alternativen oder Ergänzungen zur Stretchwicklung kommen Umreifung, Stretchhauben und Schrumpfhauben in Betracht. Die Entscheidung hängt von der gewünschten Schutzwirkung (Staub, Feuchte), der erforderlichen Haltekraft, der Produktgeometrie sowie der Prozessintegration ab. Bei empfindlichen Kartonagen kann die Kombination aus moderater Stretchwicklung und zusätzlicher Umreifung oder Kantenschutz sinnvoll sein. Stretchhauben bieten darüber hinaus einen hohen Oberflächenschutz, während Umreifungen gezielt Haltezonen verstärken und so in Mischpaletten die Stabilität selektiv erhöhen können.

Kennzahlen und Dokumentation

Zur Steuerung und Optimierung werden Kenngrößen wie Foliengewicht je Palette, Taktzeiten, Störungsraten und Stabilitätsprüfungen herangezogen. Die Erfassung dieser Werte unterstützt die kontinuierliche Verbesserung, erleichtert die Ursachenanalyse bei Abweichungen und dient als Grundlage für Schulung und Standardisierung. Zielwerte werden häufig pro Lastfall hinterlegt und regelmäßig überprüft, um Qualitätsziele, Kostenvorgaben und Umweltkennzahlen in Einklang zu bringen.

Praxisbeispiele aus dem Umfeld von Wellpappe

Typische Anwendungen sind palettierte Kartonagen aus den Bereichen Lebensmittel, Konsumgüter, Druckereierzeugnisse, Möbel und E-Commerce. In diesen Fällen sichern definierte Wickelprogramme die Ladung, ohne die Kartonkanten zu überbeanspruchen. Ergänzend werden rutschhemmende Zwischenlagen oder Deckblätter eingesetzt, wenn Oberflächenschutz oder Feuchteschutz gefordert ist. In temperaturgeführten Lieferketten haben sich belüftete Folien und reduzierte Lagenanzahlen bewährt, um Kondensation zu vermeiden und dennoch ausreichende Haltekräfte zu erzielen.

Glossar zentraler Begriffe

Vordehnung: Vorabdehnung der Folie zur Erzielung gleichmäßiger Spannungsverteilung und Materialeffizienz. Folienspannung: Anpresskraft der Folie am Packgut; bestimmt die Haltekraft. Überlappung: Prozentuale Überdeckung der Folienbahnen pro Umdrehung. Fußverklammerung: Zusätzliche Wicklungen am Palettenfuß zur Fixierung der Ladeeinheit auf dem Ladungsträger. Folienkraft (Wrap Force): Wirksame Zugkraft der Folie an der Ladeeinheit als Maß für die Stabilisierung.

Zusammenfassung:

  • Die Stretchwickelmaschine ist eine industrielle Vorrichtung, die zum Sichern und Schutz von Ladungen auf Paletten dient, indem sie diese mit Stretchfolie einwickelt, was sie besonders geeignet für Unternehmen macht, die mit Verpackungen aus Wellpappe arbeiten.
  • Die Maschine bietet eine wirksame, kostengünstige und umweltfreundliche Verpackungsoption, indem sie Palettenladungen stabil hält und reduziert die Möglichkeit von Transportschäden, was besonders für den Transport und die Lagerung von Wellpappkartonagen wichtig ist.
  • Durch den Einsatz von Stretchwickelmaschinen wird die Effizienz und Produktivität gesteigert, da der Verpackungsprozess automatisiert wird und somit Zeit und Arbeitskosten gespart werden können, was Brands im Bereich der Wellpappenverpackungen zugutekommt.
  • Wesentliche Stellgrößen sind Vordehnung, Folienspannung, Überlappung sowie Fuß- und Kopfwicklungen; sie bestimmen Stabilität und Materialbedarf.
  • Die Wahl des Maschinentyps (Drehteller, Dreharm, Ring) richtet sich nach Lastgewicht, Stabilität der Ladung, Taktzeit und Integrationsgrad in vorhandene Prozesse.
  • Qualitätssicherung erfolgt über definierte Prüfungen zur Laststabilität und über Kennzahlen zum Folienverbrauch, ergänzt durch regelmäßige Wartung und sichere Bedienung.
  • Für Wellpappverpackungen sind maßvolle Spannungen, Kantenschutzprofile und geeignete Wickelmuster entscheidend, um Kanten einzuhalten und die Stapelstabilität zu sichern.
  • Eine durchdachte Planung, dokumentierte Programme und regelmäßige Verifizierung der Ergebnisse unterstützen einen stabilen, materialeffizienten Betrieb.
  • Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz werden durch optimierte Wickelprogramme, geeignete Rezyklatfolien und energieeffizienten Betrieb erreicht.

Veröffentlicht am 21.07.2024
Letzte Überarbeitung am 18.05.2026 um 09:14 Uhr von Julia Kopp

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