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Hubstapler
Hubstapler sind ein unverzichtbares Mittel in der Logistikbranche für den Transport und die Lagerung von Waren, insbesondere in Unternehmen, die sich auf die Herstellung von Wellpappe und Verpackungsmaterialien spezialisiert haben. Ihr Einsatz erleichtert die Handhabung großer Mengen an Wellpappe, Kartonagen, Zuschnittstapeln und Papierrollen und optimiert die Arbeitsprozesse in der Lagerhaltung und im Versand. Durch präzise Lastführung lassen sich empfindliche Kanten und Flächen von Verpackungen schützen, was Ausschuss sowie Transportschäden reduziert und die Prozessstabilität in der gesamten Supply Chain erhöht.
Als zentrales Flurförderzeug der Intralogistik beschleunigt der Hubstapler den Warenfluss zwischen Wareneingang, Produktion, Zwischenlager und Versand. Durch die präzise Lastaufnahme, kurze Taktzeiten und reproduzierbare Abläufe unterstützt er strukturierte Materialflüsse, reduziert manuelle Hebevorgänge und erleichtert die ergonomische Arbeit im Schichtbetrieb. In Verbindung mit Lagerverwaltungssystemen (WMS), Barcode- oder RFID-Scanning und standardisierten Ladeeinheiten (z. B. Euro- und Industriepaletten) ermöglicht der Hubstapler nachvollziehbare, sichere und taktsynchrone Abläufe bis an die Verarbeitungsmaschine oder den Lkw-Ladeplatz.
Definition: Was versteht man unter Hubstapler?
Ein Hubstapler ist ein industriell genutztes Fahrzeug, das speziell dafür ausgelegt ist, Lasten zu heben und zu bewegen. Sein zentrales Arbeitsmittel sind an der Vorderseite montierte Gabelzinken, mit denen Paletten, Zuschnittstapel oder andere großvolumige Gegenstände aufgenommen werden. Die Bedienung erfolgt in der Regel durch eine im Fahrzeug sitzende oder stehende Person; je nach Bauart sind auch Mitgängergeräte verbreitet, die über eine Deichsel geführt werden.
Typische Baugruppen sind Hubmast, Gabelzinken, Fahrwerk, Hydraulik, Antrieb (elektrisch, Gas oder Diesel) sowie Bedienelemente. Zentrale Kenndaten sind Tragfähigkeit (in kg), Hubhöhe, Resttragfähigkeit und der Lastschwerpunktabstand. Je nach Einsatzgebiet werden Hubstapler mit Vollgummi-, Luft- oder Bandagenreifen ausgeführt; für den Innenbereich dominieren emissionsarme Elektrogeräte, im Außenbereich robuste Verbrenner-Varianten. In der Wellpappe-Logistik sind zudem Freihub für niedrige Durchfahrten, Triplex-Maste für hohe Regale sowie feinfühlige Hydraulik zur schonenden Handhabung empfindlicher Verpackungen besonders relevant.
Funktionsprinzip und Mastvarianten
Die Hebefunktion basiert auf einer Hydraulik, die den Mast ausfährt und die Gabelzinken anhebt oder absenkt. Duplex- und Triplex-Maste ermöglichen unterschiedliche Hubhöhen bei variierenden Bauhöhen; Freihub verhindert ein ungewolltes Anheben des Mastes in niedrigen Hallen. Seitenschieber und Zinkenversteller kompensieren Positionstoleranzen, verbessern die Ausrichtung an Paletten und reduzieren Kantenbelastungen an Wellpappe-Stapeln.
Verschiedene Typen von Hubstaplern
Es gibt eine Vielzahl von Hubstaplerarten, die sich in Ausführung, Größe und Leistung unterscheiden. Das sind unter anderem Gabelstapler, Teleskopstapler und Seitenstapler. Alle drei Typen finden in der Lagerwirtschaft und beim Umgang mit Wellpappe vielfältige Anwendung. Ergänzend kommen spezialisierte Geräte für enge Gangbreiten, hohe Regale oder lange Güter zum Einsatz.
- Frontgabelstapler: universell für das Be- und Entladen, Ein- und Auslagern auf kurzer und mittlerer Distanz.
- Schubmaststapler: für enge Gangbreiten und höhere Regalebenen mit guter Resttragfähigkeit.
- Hochhubwagen/Deichselgeräte: für kürzere Wege, Kommissionierbereiche und platzsparende Handhabung.
- Kommissionierstapler: für das ergonomische Greifen und Zusammenstellen von Artikeln in definierten Zonen.
- Seitenstapler: für lange Güter wie Bahnen oder Zuschnittstapel, die seitlich aufgenommen werden.
- Teleskopstapler: für Reichweite und variable Hubhöhen, etwa bei Außenumschlag oder Baustellenanlieferung.
- Geländestapler: für unebene Außenflächen, zum Beispiel im Hofumschlag oder bei wechselnden Bodenverhältnissen.
- Schmalgangstapler (VNA): für sehr enge Regalgänge mit Führungssystemen und hoher Flächeneffizienz.
- Vierwegestapler: für lange und sperrige Güter mit Quer- und Längsfahrt zur flexiblen Lastaufnahme.
Spezielle Aufbauten für Wellpappe
Für das Handling von Wellpappe eignen sich Anbaugeräte wie Klammern mit großflächigen Backen zur palettenlosen Aufnahme von Zuschnittstapeln, Dorne für Papierrollen, Lastschutzgitter zur Sicherung hoch aufgestapelter Einheiten sowie feinfühlige Zinkenversteller zur passgenauen Aufnahme unterschiedlicher Palettenbreiten.
Funktionen und Anwendungsbereiche des Hubstaplers
Die Hauptaufgaben des Hubstaplers sind das Heben, Transportieren und Stapeln von Waren. Im Bereich der Wellpappe kommt er beim Be- und Entladen von Lkw sowie beim Ein- und Auslagern von Paletten zum Einsatz. Zudem unterstützt er durch seine schnelle und effiziente Arbeitsweise die Just-in-time-Lieferkette vieler Unternehmen. Typische Lasten sind Zuschnittbündel, gefüllte Kartonagen, Zwischenlagen und Packmittel; eine gleichmäßige Beschleunigung, angepasste Fahrgeschwindigkeit und sanftes Absetzen schützen die Struktur der Wellpappe.
- Wareneingang: Entladung von Rohmaterialien, papierbasierten Halbzeugen und Hilfsstoffen sowie deren Zuordnung zu Lagerzonen.
- Produktion: Bereitstellung von Zuschnitten, Zwischenprodukten und Ladehilfsmitteln in definierten Takten.
- Lager: Einlagerung in Block- oder Regalsysteme, Umlagerungen nach FIFO/FEFO und Bestandskonsolidierung.
- Versand: Verladung fertig kommissionierter Einheiten, Tausch von Leer- gegen Vollpaletten und Rampenabwicklung.
- Anbaugeräte: Seitenschieber, Zinkenversteller, Klammer- oder Dornanbau steigern die Passgenauigkeit der Lastaufnahme.
- Bestandsführung: Scannen von Paletten- und Auftragskennzeichnungen zur lückenlosen Rückverfolgbarkeit.
- Fördertechnik-Schnittstellen: Übergaben an Rollenbahnen, Hubtische oder automatische Lager bei synchronisierten Taktzeiten.
- Qualitätssicherung: Visuelle Prüfung auf Kantenquetschungen, Feuchte und Beschädigungen vor Ein- und Auslagerung.
Zur Vermeidung von Transportschäden und für eine sachgerechte Ladungssicherung trägt auch die sichere Handhabung und Schutz von Paletten wesentlich bei.
Eine korrekte Ladungssicherung umfasst das bündige Stapeln, das Vermeiden von Palettenüberstand, den Einsatz von Kantenschutz, Zwischenlagen sowie eine geeignete Umreifung oder Wickelstabilisierung. Gleichmäßige Lastverteilung auf den Gabelzinken reduziert Punktlasten und schützt die Druckfestigkeit von Wellpappe-Verpackungen.
Vor- und Nachteile von Hubstaplern
Hubstapler bieten zahlreiche Vorteile, allen voran ihre hohe Effizienz und Geschwindigkeit beim Bewegen großer Lasten. Sie tragen zu einer verbesserten Arbeitsleistung bei und reduzieren damit die Arbeitskosten. Die Geräte lassen sich auf unterschiedliche Anforderungen anpassen und ermöglichen standardisierte, wiederholgenaue Abläufe in der Wellpappe-Logistik.
Die Hauptnachteile von Hubstaplern bestehen in den Kosten für Anschaffung, Betrieb und Wartung. Des Weiteren erfordert die korrekte Nutzung einen geschulten Fahrer und es können Sicherheitsrisiken bestehen, wenn die Stapler unsachgemäß genutzt werden. Nicht zuletzt sind geeignete Verkehrsflächen, Ladeinfrastruktur und klare Verkehrsregeln erforderlich, um reibungslose Prozesse zu gewährleisten. Nichtsdestotrotz sind die Vorteile für den Einsatz von Hubstaplern in Unternehmen, die Wellpappe und Verpackungsmaterialien produzieren, deutlich und praxisbewährt.
- Vorteile: hohe Umschlagleistung, reproduzierbare Prozesse, präzises Positionieren, flexible Anbaugeräte, reduzierte körperliche Belastung, gute Skalierbarkeit in Peaks, anpassbar an unterschiedliche Ladungsträger.
- Herausforderungen: Investitions- und Betriebskosten, Energie- bzw. Ladeinfrastruktur, Fahrerqualifikation, Flächenbedarf und Verkehrswegsicherheit, potenzielle Kantenquetschungen bei falscher Handhabung, Geräusch- und Emissionsmanagement.
Bei der Gesamtbetrachtung spielen Energieeffizienz, Verfügbarkeit im Mehrschichtbetrieb, Wartungsintervalle, Teileverfügbarkeit und die Total-Cost-of-Ownership eine wesentliche Rolle. Eine sorgfältige Auswahl und Einweisung reduziert Folgekosten und erhöht die Prozesssicherheit.
Sicherheit, Qualifikation und Wartung
- Bedienberechtigung: Nur unterwiesenes und qualifiziertes Personal darf Hubstapler führen.
- Tägliche Sichtprüfung: Bremsen, Lenkung, Hydraulik, Gabelzinken, Reifen und Sicherheitseinrichtungen regelmäßig kontrollieren.
- Lastgrenzen beachten: Traglastdiagramm, Lastschwerpunkt und Resttragfähigkeit strikt einhalten.
- Verkehrswege: Markierte Fahrwege, ausreichende Beleuchtung und klare Vorfahrtsregeln erhöhen die Betriebssicherheit.
- Wartung: Turnusmäßige Inspektionen und Batteriemanagement sichern Verfügbarkeit und verlängern die Lebensdauer.
- Sicht und Warnsysteme: Spiegel, Beleuchtung, akustische Signale und Personenerkennungssysteme unterstützen sichere Manöver.
- Abstell- und Ladebereiche: Rauchfreie, gut belüftete Zonen und gesicherte Ladestationen für Elektrogeräte einrichten.
Batterie- und Ladesicherheit
Beim Umgang mit Traktionsbatterien sind geeignete Schutzausrüstung, Belüftung, korrektes Ladegerät, Kabelmanagement und eine dokumentierte Ladepraxis wichtig. Temperaturüberwachung, Ladezustandsanzeigen und klare Prozesse für Batterieaustausch oder Zwischenladen sichern die Einsatzbereitschaft und reduzieren Ausfallzeiten.
Technische Kenndaten und Auswahlkriterien
- Tragfähigkeit und Hubhöhe: passend zur höchsten Einlagerungsebene und typischen Lastgewichten dimensionieren.
- Resttragfähigkeit: Einfluss von Anbaugeräten und Hubhöhe berücksichtigen.
- Gangbreite und Wenderadius: Gerätewahl an das Regallayout und die Verkehrsflächen anpassen.
- Antrieb: Elektro für Innenbereiche mit Ladeinfrastruktur; Verbrenner für Außeneinsatz und lange Distanzen.
- Ergonomie: Sitzposition, Bedienelemente, Rundumsicht und Assistenzsysteme für lange Schichten optimieren.
- Energie und Batterietyp: Blei-Säure oder Lithium-Ionen, Ladeleistung, Zwischenladefähigkeit und Wechselakkus berücksichtigen.
- Bereifung und Boden: Reifenart an Hallenboden, Feuchtigkeit und Rampen anpassen, um Vibrationen an empfindlicher Ladung zu minimieren.
- Telematik und Flottenmanagement: Nutzung, Ladezustand und Wartung datenbasiert überwachen und optimieren.
- Hydraulik und Anbaugeräte: Zusatzhydraulik für Klammer, Drehgerät oder Zinkenversteller einplanen.
Praxisbeispiele aus der Wellpappe-Logistik
- Be- und Entladung: Palettierte Zuschnittstapel werden an der Rampe zügig umgeschlagen und nach Qualitätsprüfung eingelagert.
- Linienversorgung: Hubstapler bringen benötigte Materialgebinde taktgenau an Verarbeitungsmaschinen und holen Fertigware ab.
- Konsolidierung: Teillieferungen werden gebündelt, etikettiert und versandfertig gestapelt, um Ladeeinheiten zu standardisieren.
- Retourenhandling: Rückläufer werden geprüft, sortiert und wieder dem Bestand zugeführt oder fachgerecht ausgeschleust.
- Großformate und Rollen: Papierrollen werden mit Dornanbau sicher bewegt, breite Zuschnittstapel mit Klammer schonend umgesetzt.
Best Practices für Wellpappe-Handling
Zur Schonung von Wellpappe-Verpackungen empfiehlt sich das vollständige Unterfahren der Palette, ein gleichmäßiger Gabelabstand, das Vermeiden von punktuellen Kantenkontakten sowie eine angepasste Hub- und Fahrgeschwindigkeit. Zwischenlagen und Kantenschutzwinkel erhöhen die Stapelstabilität, ein definierter Palettenüberstand wird vermieden. Klimaaspekte wie Luftfeuchte und Temperatur sind zu berücksichtigen, um die Festigkeit der Wellpappe zu erhalten.
Häufige Fehlerquellen vermeiden
Typische Ursachen für Beschädigungen sind zu hohe Gabelspitzen, ungleichmäßige Lastverteilung, abruptes Absetzen, falsche Palettentypen oder zu geringe Resttragfähigkeit bei hohen Hubhöhen. Schulung, klare Arbeitsanweisungen und regelmäßige Prüfungen der Anbaugeräte minimieren diese Risiken.
Zusammenfassung:
- Ein Hubstapler ist ein wichtiges Instrument für die Handhabung und Bewegung von Waren, insbesondere für Verpackungen aus Wellpappe.
- Mit seiner Hilfe können Unternehmen die Effizienz ihrer Lagerbestände und die Geschwindigkeit des Warenversands erhöhen, was für Firmen, die Verpackungsmaterialien verkaufen, entscheidend ist.
- Durch seine Nutzung wird auch eine bessere Raumausnutzung von Lager- und Produktionsstätten ermöglicht, was zu Kosteneinsparungen bei der Lagerung von Wellpappe-Verpackungen führt.
- Die Wahl des geeigneten Typs richtet sich nach Lastprofil, Hubhöhe, Flächenangebot und Einsatzumgebung.
- Regelmäßige Kontrolle, qualifiziertes Personal und klare Verkehrsregeln sind grundlegend für sichere und stabile Abläufe.
- Feinfühlige Handhabung, passende Anbaugeräte und korrektes Ladungssichern schützen empfindliche Kanten und Flächen.
- Ein abgestimmtes Energie- und Lade
Veröffentlicht am 06.08.2024
Letzte Überarbeitung am 12.09.2025 um 09:05 Uhr von Manuel Hofacker