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Packpapier

Packpapier ist ein grundlegender Bestandteil in der Welt der Wellpapp-Verpackungen. Durch seine Vielseitigkeit und Funktionalität hat es sich als unverzichtbares Element im Segment der Verpackungsmaterialien etabliert. Es dient im Verpackungsalltag als effizientes, materialsparendes und gut anpassbares Arbeitsmittel – vom manuellen Einpacken einzelner Produkte bis zur systematischen Hohlraumfüllung im Versandkarton.

Als flexibles Einschlag- und Schutzmaterial ergänzt Packpapier zahlreiche Verpackungsprozesse: Es lässt sich knüllen, wickeln, falten, zuschneiden und als Zwischenlage verwenden. Dank unterschiedlicher Qualitäten (z. B. Recycling- oder Kraftqualitäten), Flächengewichte und Formate kann es an das Packgut, den Prozess und die gewünschte Schutzwirkung angepasst werden. In Kombination mit Wellpapp-Verpackungen, Kantenschutz und geeigneten Verschlussmitteln ermöglicht Packpapier eine robuste, ressourcenschonende und geräuscharme Handhabung im Lager, in der Kommissionierung und im Versand.

Definition: Was versteht man unter Packpapier?

Unter dem Begriff Packpapier versteht man ein papierbasiertes Material, das zur Verpackung oder Abdeckung von Gütern verwendet wird. Es zeichnet sich durch seine Robustheit und Anpassungsfähigkeit aus – Eigenschaften, die es zu einem idealen Werkstoff für die Anfertigung von Wellpapp-Verpackungen machen. Als Oberkategorie umfasst der Begriff funktionale Papiere mit Schwerpunkt auf Schutz, Polsterung und Trennung von Produkten im Verpackungsprozess.

Im engeren Sinne handelt es sich um ungestrichene, zumeist holzfreie oder recyclingbasierte Papiere mit typischen Flächengewichten von etwa 50 bis 125 g/m². Packpapier ist in brauner, naturbelassener oder gebleichter (weißer) Ausführung verfügbar und kann als Rollenware oder Bogenware bezogen werden. Je nach Faserbasis (Primärfaser/Kraftpapier oder Sekundärfaser/Recyclingpapier) variieren Reißfestigkeit, Dehnfähigkeit und Oberflächenrauigkeit. Durch gezielte Ausrüstungen (z. B. leichtes Kreppen oder Oberflächenleimung) lassen sich Handling, Dehnverhalten und Bedruckbarkeit weiter beeinflussen.

  • Typische Eigenschaften: formstabil, reißfest, flexibel, gut knüllbar, bedruckbar, weitgehend recyclingfähig, in vielen Flächengewichten und Qualitäten erhältlich.
  • Übliche Verwendungen: Einschlagen, Umwickeln, Polstern, Zwischenlagen, Staubschutz, Abdeckpapier, Hohlraumfüllung im Versandkarton.
  • Verfügbare Qualitäten: naturbraun, gebleicht, glatt oder leicht gekreppt, mit verschiedenen Flächengewichten und optionalem Oberflächenfinish.

Abgrenzung zu ähnlichen Papieren

Packpapier dient als Oberbegriff für Papiere mit Schutz- und Einschlagfunktion. Dünnes Seiden- bzw. Einschlagpapier schützt empfindliche Oberflächen, bietet jedoch geringere Polsterwirkung. Kraft- bzw. Natronkraftpapiere basieren auf besonders festen Primärfasern und erreichen hohe Reißfestigkeiten. Gekrepptes Polsterpapier erhöht durch Dehnung und Volumen die Dämpfung bei gleicher Flächenmasse. Ebenfalls verwandt, jedoch funktional abzugrenzen, sind Schrenz- und Testlinerpapiere, die primär als Decken- oder Wellenpapiere für Wellpappe eingesetzt werden; sie erfüllen andere mechanische Anforderungen als klassisches Packpapier. Beschichtete oder imprägnierte Spezialpapiere (z. B. mit erhöhter Feuchtebarriere) verbessern den Schutz, reduzieren jedoch in der Regel die Recyclingfreundlichkeit.

Geschichte und Herstellung von Packpapier

Die Geschichte des Packpapiers reicht bis in die alten Kulturen Ägyptens und Chinas zurück, wo es ursprünglich zur Verpackung von Gegenständen und Lebensmitteln verwendet wurde. Die Produktion von modernem Packpapier hingegen erfolgt durch das Aufbereiten von Holz oder Altpapier zu einer Faserstoffsuspension (Pulpe), die auf der Papiermaschine entwässert, gepresst und getrocknet wird. Durch die gezielte Einstellung von Faserlänge, Mahlgrad und Feuchtegehalt entstehen Papiereigenschaften, die auf das jeweilige Einsatzprofil im Verpackungsprozess abgestimmt sind.

Industriell wird Packpapier heute überwiegend im Sulfat- (Kraft-) oder Recyclingfaserverfahren hergestellt. Nach der Stoffaufbereitung (Reinigung, Sortierung, ggf. Entstippen) erfolgt die Blattbildung auf dem Sieb der Papiermaschine, gefolgt von Press- und Trockensektion. Anschließend wird das Papier kalandriert (zur Einstellung der Oberflächenbeschaffenheit) und auf Rollen oder Bögen geschnitten. Der finale Feuchtegehalt liegt typischerweise bei etwa 6–8 %. Optional können Oberflächenleimungen oder ein leichtes Kreppen aufgebracht werden, um Festigkeit, Dehnung und Volumenbildung zu beeinflussen.

  • Rohstoffe: Primärfasern aus Nadelholz (für hohe Reißlänge) oder Sekundärfasern aus Altpapier; bei Bedarf definierte Mischungen für ein ausgewogenes Festigkeitsprofil.
  • Prozessschritte: Stoffaufbereitung – Blattbildung – Pressen – Trocknen – Kalandrieren – Konfektionieren (Rollen/Bogen).
  • Optionale Ausrüstungen: Kreppen zur Volumensteigerung, Einfärbung, Oberflächenoptimierung zur besseren Bedruckbarkeit, leichte Leimung zur Staubreduzierung.

Einsatzgebiete und Nutzen von Packpapier

Vom kleinsten Einzelhandelsgeschäft bis hin zu großen Versandzentren, die Rolle des Packpapiers ist weitreichend. Es dient nicht nur als einfache Verpackung, sondern auch als Schutzschild für empfindliche Gegenstände während des Transports. Zudem bietet es die Möglichkeit, Produkte nachhaltig und umweltbewusst zu verpacken, da es in der Regel über etablierte Altpapierströme recycelt werden kann. In E-Commerce, Ersatzteilversorgung, Fulfillment und Handwerk ist Packpapier ein universell einsetzbares Polster- und Trennmaterial.

In der Praxis wird Packpapier als Einschlagmaterial für Waren mit empfindlichen Oberflächen, als Zwischenlage zur Trennung von Komponenten, als Stopf- und Polstermaterial in Versandkartons sowie als Abdeckpapier beim Kommissionieren genutzt. Je nach Technik (Knautschpolster, Wickeln, mehrlagiges Einschlagen) kann die Schutzwirkung gezielt erhöht werden. Auch als temporärer Stoß- und Kratzschutz bei Montage- oder Umzugstätigkeiten hat sich Packpapier bewährt.

  • Einschlagen und Umwickeln: Schutz vor Kratzern, Abrieb und Licht; anpassungsfähig an unterschiedliche Konturen.
  • Polstern und Ausfüllen: Stoßdämpfung durch geknülltes Volumen im Hohlraum; reduziert Produktbewegung im Karton.
  • Zwischenlagen: Trennung und Stabilisierung von Bauteilen oder Produkten; bessere Lastverteilung in der Verpackung.
  • Oberflächenschutz: Abdeckung gegen Staub und Verschmutzungen in Lager und Versand; temporäre Abdeckung in der Fertigung.

In der Kombination mit geeigneten Zusatzmaterialien (z. B. Klebeband, Umreifung) lässt sich die Handhabung effizient gestalten. Für besonders empfindliche Güter kann eine mehrlagige Anwendung gewählt werden, um den Durchstoßwiderstand und die Flächenpolsterung zu erhöhen. Bei schwereren Packgütern empfiehlt sich die Auswahl höherer Flächengewichte oder gekreppten Polsterpapiers, um die Dämpfung zu verbessern.

Vor- und Nachteile von Packpapier

Die Nutzung von Packpapier geht einher mit einer Reihe von Vorteilen. Neben seiner hohen Strapazierfähigkeit und Flexibilität ist es vor allem die Umweltverträglichkeit dieses Materials, die es im Verpackungsumfeld attraktiv macht. Darüber hinaus ist es kosteneffizient, leicht zu handhaben und kann individuell bedruckt werden, was zusätzliche Möglichkeiten im Bereich der Produktkennzeichnung eröffnet. Seine Geräuscharmut beim Verarbeiten und die gute Anpassbarkeit an unterschiedliche Produktgeometrien erleichtern ergonomisches Arbeiten.

Auf der anderen Seite erfordert der Einsatz von Packpapier im Vergleich zu anderen Verpackungsmaterialien etwas mehr Zeitaufwand bei der Verpackung. Zudem bietet es weniger Schutz gegenüber externen Einflüssen wie Feuchtigkeit oder Staub. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese Nachteile durch die richtige Art der Verwendung und geeignete Zusatzmaßnahmen, wie die Verwendung von Packband oder Umreifung, minimiert werden können. Für feuchte Umgebungen oder lange Transportwege können ergänzende Barrieren (z. B. zusätzliche Innenverpackung) sinnvoll sein.

  • Vorteile: vielseitig einsetzbar, gut anpassbar, ressourceneffizient, geräuscharm in der Anwendung, leicht zu entsorgen und dem Materialkreislauf zuzuführen, vielseitig kombinierbar mit Wellpappe.
  • Grenzen: begrenzte Barriere gegen Feuchte, nur moderate Schockabsorption im Vergleich zu spezialisierten Polstermaterialien, potenzielle Staubentwicklung beim Zuschnitt und Verarbeiten, begrenzte Langzeitbarriere gegen Fette und Öle ohne Spezialausrüstung.
  • Praxis-Tipp: Schutzwirkung durch mehrlagiges Wickeln, gezieltes Knüllen und die Kombination mit Kantenschutz oder Zwischenlagen erhöhen; für höhere Dämpfung gekrepptes Polsterpapier in Betracht ziehen.

Formate, Grammaturen und Maße

Packpapier ist als Rollenware (breitenabhängig, häufig 50–100 cm) und als Bogenware (vorkonfektionierte Zuschnitte) erhältlich. Übliche Flächengewichte liegen im Spektrum von ca. 60–120 g/m² für allgemeine Anwendungen; leichtere Qualitäten sind für feines Einschlagen geeignet, schwerere Qualitäten für erhöhte Reiß- und Durchstoßfestigkeit. Neben Standardbreiten sind auch schmale Rollen (z. B. 30–40 cm) für Tischarbeit sowie breite Rollen (bis ca. 120 cm) für großflächige Abdeckungen gebräuchlich.

Bei der Auswahl unterstützen konkrete Maßangaben zu Rollenbreite, Rollendurchmesser, Kerndurchmesser und Bogenformat. Weiterführende Hinweise bieten Inhalte zu praxisgerechten Abmessungen und Formaten. In der Praxis üblich sind Kerndurchmesser von 50 mm (2") oder 76 mm (3"), wobei der Rollendurchmesser durch Grammatur und Papierdicke die Laufzeit an Abrollern bestimmt. Für die Bedarfskalkulation hilft die Faustregel: Je höher die Flächenmasse (g/m²), desto kürzer die mögliche Rollenlänge bei gleichem Rollendurchmesser.

Qualitätskriterien und Prüfung

Für die Bewertung von Packpapier sind mehrere Kennwerte relevant. Dazu gehören Reißfestigkeit längs/quer, Dehnfähigkeit, Durchstoßwiderstand, Flächengewicht (g/m²), Dicke (µm), Opazität, Rauigkeit und ggf. pH-Wert für archivgerechte Anwendungen. Die gleichbleibende Qualität der Faserbasis und eine saubere Verarbeitung sind entscheidend für reproduzierbare Ergebnisse im Packprozess. Zusätzlich sind Wasseraufnahme (Cobb), Biegesteifigkeit (Taber) und Berstfestigkeit (Mullen) hilfreiche Indikatoren für die Eignung als Polster- oder Einschlagpapier.

  • Reiß- und Dehnwerte: maßgeblich für Wickel- und Polsteranwendungen; beeinflusst durch Faserlänge und Kreppgrad.
  • Durchstoßwiderstand: wichtig beim Schutz gegen punktuelle Belastungen; relevant bei Produkten mit Kanten und Spitzen.
  • Flächengewicht und Dicke: bestimmen Polsterwirkung, Volumenbildung und Handling; höhere Flächenmassen erhöhen Festigkeit und Dämpfung.

Nachhaltigkeit und Entsorgung

Packpapier ist überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und lässt sich in der Regel über etablierte Altpapierströme recyceln. Ein sortenreines Erfassen verbessert die Faserqualität für den Wiedereinsatz. Der Verzicht auf Beschichtungen erhöht die Recyclingfreundlichkeit, während bedruckte Qualitäten entsprechend den lokalen Vorgaben entsorgt werden sollten. Wasserbasierte Druckfarben und lösungsmittelfreie Klebstoffe unterstützen eine kreislauffähige Nutzung.

Praxis: Handhabung, Lagerung und Verarbeitung

Für ein effizientes Arbeiten empfiehlt sich der Einsatz von Rollenhaltern oder Abrissleisten. Eine trockene, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützte Lagerung bewahrt die Materialeigenschaften. Beim Zuschneiden sollten geeignete Schneidwerkzeuge verwendet werden, um saubere Kanten zu erzielen und Staub zu minimieren. Vor dem Einsatz empfiehlt sich eine kurze Akklimatisierung an die Umgebungsbedingungen, insbesondere bei saisonalen Temperaturschwankungen.

  • Lagerbedingungen: trocken, sauber, vor Feuchte geschützt; ideale Umgebung ca. 18–22 °C und 40–60 % relative Luftfeuchte.
  • Verarbeitung: saubere Schnittkanten, zweckmäßige Breitenwahl, passendes Flächengewicht je Anwendung; Abroller und Tischspender erhöhen die Prozesssicherheit.
  • Sicherheit: Schneidwerkzeuge sachgemäß einsetzen, Rollen standsicher lagern; auf ergonomische Arbeitshöhen und kurze Greifwege achten.

Normen und Prüfmethoden (Überblick)

Zur objektiven Bewertung von Packpapier kommen etablierte Prüfverfahren zum Einsatz. Wichtige Referenzen sind:

  • ISO 536: Bestimmung der Flächenmasse (g/m²).
  • ISO 534: Bestimmung der Dicke und Dichte.
  • ISO 1924: Zugfestigkeit und Dehnung (Tensile).
  • ISO 1974: Weiterreißwiderstand (Elmendorf).
  • ISO 535 (Cobb): Wasseraufnahmefähigkeit der Papieroberfläche.
  • ISO 2758/2759: Berstfestigkeit (Mullen) für Papier/Pappe.

Materialauswahl und Dimensionierung

Die optimale Auswahl von Packpapier richtet sich nach Produktempfindlichkeit, Gewicht, Kantenanfälligkeit, Transportdauer und gewünschter Prozessgeschwindigkeit. Für leichte, oberflächenempfindliche Güter sind niedrigere Grammaturen (z. B. 60–80 g/m²) ausreichend, während für schwerere, kantenbetonte Produkte mittlere bis höhere Grammaturen (90–120 g/m²) oder gekrepptes Papier empfehlenswert sind. Die Rollenbreite sollte zum Kartoninnenmaß und zum Arbeitstisch passen, um Verschnitt zu vermeiden und das Handling zu beschleunigen.

Typische Fehler und wie man sie vermeidet

Häufige Fehler sind die Wahl zu niedriger Flächengewichte bei schweren Gütern, unzureichendes mehrlagiges Einschlagen bei Kantenbelastungen und fehlende Feuchtebarrieren bei feuchtigkeitskritischen Transporten. Abhilfe schaffen eine bedarfsgerechte Grammaturwahl, gezieltes Knüllen für Volumenpolster, zusätzliche Zwischenlagen sowie die Kombination mit Wellpapp-Zuschnitten oder Kantenschutzprofilen.

Zusammenfassung:

  • Packpapier ist ein robustes und flexibles Material, das häufig als ökologische Alternative für Kunststoffverpackungen genutzt wird.
  • Aus Packpapier können vielfältige Verpackungsformen hergestellt werden, einschließlich Wellpappe, die bei Unternehmen wegen ihrer Stabilität und Wiederverwendbarkeit sehr gefragt ist.
  • Durch die Möglichkeit, Packpapier mit firmenspezifischen Logos oder Designs zu bedrucken, bietet es eine zusätzliche Marketingmöglichkeit für Unternehmen.
  • Typische Anwendungen reichen vom Einschlagen über das Polstern bis hin zu Zwischenlagen und Abdeckungen im Lager- und Versandprozess.
  • Die Wahl von Qualität, Flächengewicht und Format beeinflusst Schutzwirkung, Verarbeitungsgeschwindigkeit und Materialeffizienz.
  • Grenzen bestehen vor allem beim Feuchteschutz und der Schockdämpfung; diese lassen sich durch mehrlagige Nutzung und geeignete Zusatzmaßnahmen abmildern.
  • Als recyclingfähiges Papier leistet Packpapier einen Beitrag zu ressourcenschonenden Verpackungslösungen.
  • Normgerechte Prüfwerte (z. B. für Reiß-, Dehn- und Durchstoßfestigkeit) unterstützen die zielgerichtete Auswahl im Verpackungsprozess.
  • Eine sachgerechte Lagerung und ergonomische Verarbeitung steigern die Prozesssicherheit und senken Ausschuss sowie Materialverbrauch.

Veröffentlicht am 07.06.2024
Letzte Überarbeitung am 19.12.2025 um 11:58 Uhr von Manuel Hofacker

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