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Vakuumverpackung
In der Welt von Wellpapp-Verpackungen spielt die Vakuumtechnik eine entscheidende Rolle. Der Schutz der Waren, die Haltbarkeitsverlängerung von Lebensmitteln und der verbesserte Produktschutz sind Aspekte, die die Vakuumverpackung zu einer effizienten Lösung machen. Ergänzend unterstützt sie standardisierte Abläufe in Produktion und Logistik, wodurch Qualitätsschwankungen reduziert und Kapazitäten skalierbar nutzbar werden.
Durch das gezielte Entfernen von Luft - insbesondere von Sauerstoff - wird die mikrobiologische und oxidative Belastung des Packguts reduziert. In Kombination mit stabilen Umverpackungen aus Wellpappe lässt sich das Packvolumen häufig verringern, die Stapelfähigkeit verbessern und die Transportsicherheit steigern. Die Technik ist sowohl für sensible Lebensmittel als auch für technische Güter geeignet, sofern Material, Prozessparameter und Lagerbedingungen aufeinander abgestimmt sind. Zusätzlich beeinflussen klimatische Bedingungen (Temperatur, relative Luftfeuchte) und die Festigkeit der Wellpappe (z. B. ECT/BCT) die Stabilität der gesamten Versand- und Lagerlösung, weshalb das Zusammenspiel aus Primärverpackung (Vakuumfolie) und Sekundärverpackung (Wellpappe) ganzheitlich betrachtet werden sollte. Dynamische Belastungen durch Schock und Vibration sind bei der Auslegung zu berücksichtigen, um die Performance über den gesamten Transportweg abzusichern.
Definition: Was ist die Rolle der Vakuumverpackung?
Die Vakuumverpackung ist eine spezielle Verpackungsmethode, bei der die Luft aus der Verpackung entfernt wird, um die Haltbarkeit der verpackten Produkte zu verlängern. Sie minimiert die Austrocknung und den Oxidationsprozess und schützt so das Produkt vor Umwelteinflüssen. Alles in allem trägt die Vakuumverpackung dazu bei, die Qualität des Produkts über einen längeren Zeitraum zu erhalten und somit den Produktverlust zu minimieren. Häufig wird sie auch als Unterdruckverpackung bezeichnet und findet überall dort Anwendung, wo Sauerstoffreduktion und Dichtigkeit zentrale Qualitätskriterien sind.
Charakteristisch ist ein definierter Vakuumgrad (Unterdruck) im Beutel oder in der Folienkammer. Neben dem Restdruck spielt der Rest-Sauerstoffgehalt eine wesentliche Rolle, da er das Wachstum aerober Mikroorganismen beeinflusst. Für empfindliche Produkte kommen Barrierefolien zum Einsatz, die Sauerstoff, Wasserdampf und Aromen nur in geringem Maß durchlassen.
Praktisch werden Restdrücke typischerweise im Bereich weniger Millibar angesteuert; der Rest-Sauerstoff kann - abhängig von Produkt und Folienbarriere - bis in den einstelligen ppm-Bereich abgesenkt werden. Ergänzend sind migrations- und konformitätsrelevante Aspekte (kontaktierende Schicht, lebensmittelrechtliche Anforderungen) zu berücksichtigen, damit Produktsicherheit und rechtliche Vorgaben eingehalten werden. Geeignete Validierungsnachweise und regelmäßige Funktionsprüfungen der Anlagen sichern die Reproduzierbarkeit im Dauerbetrieb.
Abgrenzung zu MAP und Skin-Verpackung
Von der reinen Vakuumverpackung abzugrenzen ist die Schutzgasverpackung (MAP). Hier wird nach dem Evakuieren ein definiertes Gasgemisch (z. B. CO₂/N₂) zugeführt, um Textur, Farbe und Geschmack zu stabilisieren. Bei Skin-Verpackungen wird das Produkt formschlüssig mit einer Folie überzogen, wobei ebenfalls Unterdruck genutzt wird. Welche Methode gewählt wird, hängt von Produktanforderungen, gewünschter Optik und Haltbarkeitszielen ab.
Wird MAP eingesetzt, sind Gasqualität, Mischgenauigkeit und Spülparameter kritisch; CO₂ kann in Wasser- und Fettphasen diffundieren und die Packung kurzzeitig einsinken lassen. Bei Skin-Anwendungen beeinflussen Foliendehnung und Produkthöhenprofil die Optik und mechanische Stabilität. In allen Fällen ist die Kombination mit einer formstabilen Wellpapp-Umverpackung entscheidend, um die Transporteinheit stapelfähig und stoßresistent zu halten. Beide Verfahren erfordern angepasste Folienaufbauten und ein eng geführtes Prozessfenster.
Qualitätskritische Kenngrößen
Wesentliche Kenngrößen sind die Barriereleistung der Folie (O₂- und H₂O-Durchlässigkeit), die Siegelnahtfestigkeit sowie die Dichtigkeit der Packung. Prozessvariablen wie Siegeltemperatur, Siegelzeit und Anpressdruck müssen reproduzierbar eingehalten werden, um Leckagen zu vermeiden und die Lagerstabilität zu sichern.
Zur Prüfung dienen standardisierte Methoden, etwa OTR-/WVTR-Messungen für die Barriere, Peel- und Scherprüfungen für Siegelnähte sowie Dichtheitsprüfungen wie Unterwasser-Lecktests, Blasen- und Druckhaltetests. Prozessfähigkeitskennzahlen und regelmäßige Kalibrierungen der Maschinen tragen dazu bei, die Qualität auch bei hohen Losgrößen stabil zu halten. Ergänzend erhöhen klar definierte Prüfanweisungen, AQL-basierte Stichprobenpläne und SPC-gestützte Trendanalysen die Nachweis- und Reaktionsfähigkeit bei Abweichungen.
Die Produktion und Anwendung von Vakuumverpackungen?
Der Prozess der Vakuumverpackung beginnt mit der Platzierung des Produkts in einem speziellen Beutel oder einer Folie. Die Luft wird dann aus der Verpackung gesogen, wodurch ein Vakuum entsteht. Anschließend wird die Verpackung versiegelt. Es ist auch üblich, die Vakuumverpackung mit einer Schutzgasatmosphäre zu kombinieren, um zusätzlichen Schutz gegen Oxidation zu bieten. Diese Technik, das sogenannte MAP (Modified Atmosphere Packaging), ist besonders nützlich bei Lebensmitteln, da sie die Haltbarkeit noch weiter verlängert. Eine Integration in automatisierte Linien mit definierten Übergabepunkten, Pufferstrecken und Rückverfolgbarkeit stärkt die Prozesssicherheit und Gesamtanlageneffektivität.
- Einlegen: Produkt in geeigneten Beutel/Schlauchbeutel oder in eine geformte Unterfolie einlegen.
- Evakuieren: Luft entziehen, Vakuumgrad und Rest-O₂ nach Bedarf einstellen.
- Optional Gasfluten: Bei MAP definierte Schutzgasatmosphäre einbringen.
- Versiegeln: Siegelnaht unter kontrollierter Temperatur, Zeit und Kraft herstellen.
- Kühlen/Schrumpfen: Bei Schrumpfbeuteln kurz temperieren und abkühlen, um Folienfalten zu reduzieren.
- Kennzeichnen: Chargen- und Haltbarkeitsinfor
Veröffentlicht am 07.06.2024
Letzte Überarbeitung am 18.05.2026 um 11:57 Uhr von Julia Kopp