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Doppelwandige Kartons

Im Bereich der Wellpappenverpackungen ist der Begriff der doppelwandigen Kartonagen zentral. Diese Bauweise kombiniert zwei gewellte Zwischenlagen mit drei Deckschichten zu einem mehrlagigen Verbund. Durch den Schichtaufbau entsteht eine höhere Druck- und Durchstoßfestigkeit, wodurch die verpackten Güter beim Transport und in der Lagerung zuverlässig geschützt werden. Doppelwandige Ausführungen sind insbesondere dann sinnvoll, wenn erhöhte Anforderungen an Stabilität, Stapelfähigkeit und Kantenstauchwiderstand bestehen. Sie werden häufig als robuste Transportverpackungen eingesetzt, wenn eine gleichmäßige Lastverteilung, eine gute Dämpfungswirkung und eine sichere Palettierung gefordert sind. Zusätzlich begünstigt der mehrlagige Aufbau eine bessere Energieaufnahme bei Beschleunigungen, Vibrationen und Punktbelastungen, was die Sicherheit entlang der gesamten Lieferkette erhöht.

Definition: Was versteht man unter doppelwandigen Kartons?

Die Bezeichnung „doppelwandige Kartons“ beschreibt Kartonagen, bei denen zwei Lagen Wellpappe mit insgesamt drei Deckpapieren (Innen-, Mittel- und Außendeckschicht) zu einem Verbund zusammengefügt sind. Typische Wellenkombinationen sind zum Beispiel BC, EB oder AC. Je nach Wellenhöhe und Papiergrammaturen entstehen unterschiedliche Leistungsprofile hinsichtlich Druckfestigkeit, Dämpfung und Eigengewicht. In der Praxis werden für die Außenseite oft feinere Wellen für ein glatteres Druckbild gewählt, während eine grobere Innenwelle zusätzliche Tragfähigkeit und Dämpfung bereitstellt. Neben den Grammaturen beeinflussen Fasermischung, Leimrezeptur und Feuchtegehalt die finalen Kennwerte.

Synonyme und gebräuchliche Bezeichnungen sind unter anderem „zweiwellige Kartons“ oder „Doppelwelle“. Sie unterscheiden sich von einwelligen Ausführungen durch eine erhöhte Belastbarkeit sowie eine bessere Energieaufnahme bei Stößen und Vibrationen, bleiben aber leichter und materialsparender als dreifachwellige Varianten. Doppelwandige Kartonagen werden daher gerne für mittlere bis hohe Flächenlasten und für längere Transportwege mit wechselnden Klimabedingungen spezifiziert.

  • Wellenkombinationen: Feine Welle außen (z. B. E) für glattere Oberfläche, grobe Welle innen (z. B. B/C) für Dämpfung und Tragfähigkeit. Kombinationshöhen liegen typischerweise bei ca. 4–5 mm (EB) bzw. 6–7 mm (BC) und darüber (AC).
  • Deckschichten: Innen- und Außendeckpapiere bestimmen Oberfläche, Reiß- und Feuchteverhalten; Mitteldeckpapier stabilisiert den Verbund. Höhere Flächengewichte steigern in der Regel ECT/BCT, erhöhen jedoch das Eigengewicht.
  • Eigenschaften: Erhöhte Kantenstauchwiderstände (ECT) und verbesserte Stapelfähigkeit (BCT) gegenüber einwelligen Konstruktionen; bessere Energieabsorption und geringere Durchbiegung bei Flächenlasten.

Herstellung von doppelwandigen Kartons

Der Herstellungsprozess beginnt auf der Wellpappenanlage: Einzelne Papierbahnen werden befeuchtet, erwärmt und über gerillte Walzen zu Wellen geformt. Mit stärkebasierten Klebstoffen werden die gewellten Papiere mit den Deckschichten verbunden. Bei Doppelwelle entsteht zunächst eine einwellige Bahn (Single Facer), die im zweiten Schritt mit weiterer Welle und Deckschicht auf dem Doppelkleber (Double Facer) zur doppelwandigen Bahn verklebt wird. Heizzonen und Druckleisten sorgen für das Gelatinieren der Stärke und eine dauerhafte Verbindung. Anschließend erfolgt die Trocknung und eine spannungsarme Abkühlung, um ein Verziehen der Bahn zu minimieren.

Die so produzierte Bahn wird in der Weiterverarbeitung zugeschnitten, gerillt, gestanzt und – je nach Bauart – geklebt oder geheftet. Gängige Konstruktionsformen orientieren sich an FEFCO-Codes (z. B. Faltschachteln, Stanzverpackungen). Qualitätskontrollen umfassen unter anderem Feuchtegehalt, Klebefestigkeit, Ebenheit und Maßhaltigkeit. Zusätzlich werden in der Praxis Prüfungen wie RCT/FCT sowie Prozessparameter (Leimauftrag, Temperaturfenster) überwacht, um reproduzierbare Kennwerte und eine gleichbleibende Verarbeitbarkeit sicherzustellen.

Materialqualitäten und Wellenkombinationen

  • Leichte Doppelwelle (z. B. EB): Geringeres Eigengewicht, gute Druckbildqualität, geeignet für empfindliche Produkte mit moderatem Gewicht. Häufig gewählt für Versandkartons mit höherem Informations- oder Markendruckanteil.
  • Mittlere Doppelwelle (z. B. BC): Ausgewogenes Verhältnis aus Dämpfung, Tragfähigkeit und Stapelfestigkeit; universeller Einsatz im Versand. Bewährt bei gemischten Packgütern und variierenden Palettenhöhen.
  • Schwere Doppelwelle (z. B. AC): Für hohe Flächenlasten, größere Packstücke und längere Transportwege. Geeignet, wenn eine hohe Kantenstabilität und zusätzliche Durchstoßfestigkeit gefordert sind.
  • Sonderaufbauten: Je nach Anforderung sind auch weitere Kombinationen (z. B. BB oder CC) möglich, wenn eine definierte Wandstärke, besondere Dämpfung oder spezifische Durchbiegungseigenschaften benötigt werden.

Anwendungsbereiche von doppelwandigen Kartons

Da doppelwandige Kartons ein hohes Maß an Stabilität und Belastbarkeit bieten, werden sie überall dort eingesetzt, wo Transportschutz und Stapelsicherheit gefordert sind. Häufige Einsatzfelder sind:

  • Elektronik: Geräte, Komponenten und empfindliche Baugruppen in Kombination mit Polsterelementen. Antistatische Einsätze oder Fixierungen können zusätzlich Schutz vor elektrostatischer Entladung und Bewegung bieten.
  • Maschinenbau: Ersatzteile, Module und schwere Kleinteile mit erhöhter Kanten- und Flächenlast. Auch für sortenreine Gebinde mit variablen Innenausstattungen geeignet.
  • Versandhandel und E-Commerce: Mehrteillieferungen, Set-Verpackungen und retourenfähige Kartonagen. Doppelwelle reduziert Transportschäden und gewährleistet eine zuverlässige Palettierung.
  • Automotive und Industriegüter: Metallteile, Werkzeuge, Baugruppen mit Bedarf an Durchstoß- und Abriebschutz. Kombination mit Zwischenlagen, Gefachen oder Formeinlagen erhöht die Systemsicherheit.
  • Glas, Keramik, Haushaltswaren: Bruchgefährdete Artikel in Verbindung mit Einlagen, Polster- oder Fixierelementen. Doppelwelle steigert die Energieaufnahme und reduziert Stoßspitzen.
  • Möbel und Wohnaccessoires: Flächige, teils sperrige Güter, bei denen Kanten- und Eckenschutz sowie eine stabile Außenhaut entscheidend sind.
  • Archivierung und Umzug: Dokumente, Aktenordner und Haushaltswaren mit moderatem bis höherem Gewicht, die sich stapelfähig und transportsicher verpacken lassen.

Vor- und Nachteile doppelwandiger Kartons

Durch den zweilagigen Wellenaufbau ergeben sich spezifische Vorteile, aber auch Abwägungen gegenüber einwelligen Lösungen:

  • Vorteile: Höhere Kantenstauchwiderstände, bessere Dämpfung bei Stößen, zuverlässige Stapelfähigkeit, geringere Durchbiegung bei Flächenlasten, robustes Handling entlang der Lieferkette. Zudem lassen sich Innenausstattungen gut integrieren, wodurch sich die Produktsicherung weiter verbessert.
  • Nachteile: Höherer Materialeinsatz als bei einwelligen Kartons, etwas größere Wandstärke (Einfluss auf Innenraumvolumen), im Regelfall höhere Beschaffungskosten. Gegebenenfalls sind höhere Rillkräfte und engere Toleranzen in der Verarbeitung zu berücksichtigen.

Mechanische Kennwerte und Belastbarkeit

Die Leistungsfähigkeit lässt sich über Kennwerte wie Kantenstauchwiderstand (ECT), Stapeldruckfestigkeit (BCT), Berstfestigkeit, Durchstoß- und Weiterreißwiderstand charakterisieren. Diese Werte werden von Papierqualitäten, Wellenkombination, Feuchtegehalt sowie der Kartonkonstruktion beeinflusst. Für die Praxis bedeutet das: Auswahl und Auslegung sollten sich an Produktgewicht, empfindlichen Zonen, Transportweg, Klimaeinflüssen und geplanter Stapelhöhe orientieren. Zu beachten sind außerdem Richtungsabhängigkeiten (Laufrichtung der Papiere), die Lastverteilung im Stapel sowie Sicherheitszuschläge für dynamische Belastungen. In standardisierten Prüfklimata (z. B. 23 °C/50 % r. F.) ermittelte Werte dienen als Referenz; bei erhöhter Feuchte ist mit einer Reduktion der Festigkeiten zu rechnen.

Auswahlkriterien, Abmessungen und Konstruktionen

Bei der Spezifikation doppelwandiger Kartons spielen Innen- und Außenmaße, Traglast, Rillbild und die Art der Verschlusskanten eine maßgebliche Rolle. Zusätzlich sind Einlagen, Polster- oder Fixierelemente zu berücksichtigen, um empfindliche Bereiche zu schützen und Bewegung im Karton zu vermeiden. Praktisch bewährt haben sich standardisierte Zuschnitte, die ein effizientes Verpacken, Kennzeichnen und Kommissionieren fördern. Nützliche Grundlagen liefern weiterführende Informationen zu Abmessungen und Innenmaßberechnung. Für die Dimensionierung gilt: Die Innenmaße müssen das Produktmaß zuzüglich Toleranzen für Packmittel, Polster und Fertigungsschwankungen aufnehmen; die Außenmaße sollten auf Palettenraster und Transportmittel abgestimmt sein.

Nachhaltigkeit und Wiederverwertung

Doppelwandige Kartonagen bestehen überwiegend aus papierbasierten Faserstoffen und sind in der Regel recyclingfähig. Der Materialverbund ermöglicht trotz erhöhter Schutzwirkung einen ressourcenschonenden Einsatz, da sich die Stabilität über Wellenkombination und Papiergrammaturen gezielt an den Bedarf anpassen lässt. Eine sachgerechte Entsorgung und der Einsatz geeigneter Faserqualitäten unterstützen den Rohstoffkreislauf. Wasserbasierte Druckfarben und optimierte Leimsysteme tragen zusätzlich zu einer guten Wiederverwertbarkeit bei. Durch eine bedarfsgerechte Auslegung lässt sich zudem Verpackungsmaterial einsparen, ohne die Schutzfunktion zu beeinträchtigen.

Handhabung und Lagerung

Für eine gleichbleibende Performance sollten Kartonagen trocken, sauber und vor direkter Feuchte geschützt gelagert werden. Bei der Verarbeitung empfehlen sich angepasste Rill- und Faltwinkel, um Kantenfasern nicht zu überdehnen. Beim Stapeln ist die Lastverteilung zu beachten; glatte, stabile Untergründe reduzieren punktuelle Belastungen und verhindern Verformungen. Klebe- oder Heftverbindungen sind so zu wählen, dass sie zum Kartonaufbau und Einsatzszenario passen. Zusätzlich ist eine rotationsgerechte Lagerung (First In – First Out), die Vermeidung langer Aufenthalte in klimatisch ungünstigen Zonen sowie eine sorgfältige Palettierung mit gleichmäßiger Lastverteilung sinnvoll.

Normen, Prüfverfahren und Klimabedingungen

Für die Bewertung doppelwandiger Wellpappenverpackungen werden unter anderem standardisierte Prüfungen herangezogen, darunter Kantenstauchwiderstand (z. B. nach DIN EN ISO 3037), Stapeldruckprüfung (z. B. nach DIN EN ISO 12048 oder ASTM D642), Berstfestigkeit (z. B. ISO 2759), Durchstoßwiderstand und Cobb-Aufnahme (z. B. ISO 535). Prüfungen erfolgen typischerweise im Normklima, häufig 23 °C und 50 % relative Feuchte. In der Auslegungspraxis werden Sicherheitsfaktoren berücksichtigt, um Klimaeinflüsse, Transportdynamik und Lagerdauer angemessen abzubilden. Ergänzend können Falltests, Schwingprüfungen und Transportsimulationen Aufschluss über das Systemverhalten geben.

Druck, Kennzeichnung und Oberflächen

Doppelwandige Kartons erlauben eine klare Kennzeichnung durch Flexodruck, Digitaldruck oder kaschierte Oberflächen. Feinere Außenwellen (z. B. E) begünstigen präzisere Druckbilder. Neben Handlings- und Richtungsangaben lassen sich auch barcodierte Informationen, Piktogramme und Hinweise zur Stapel- oder Kippanforderung aufbringen. Bei der Gestaltung sollte berücksichtigt werden, dass feuchte- und abriebfeste Druckbilder in der Logistik die Lesbarkeit und Nachverfolgbarkeit unterstützen.

Zusammenfassung:

  • Doppelwandige Kartons bieten durch ihre spezielle Konstruktion hohen Schutz und Stabilität für Transport und Lagerung. Sie bestehen aus zwei Lagen Wellpappe und drei Deckschichten und sind für erhöhte Beanspruchungen ausgelegt.
  • Insbesondere für den Versand schwerer oder empfindlicher Produkte eignen sich diese stabilen Verpackungen. Das mehrlagige Material reduziert Stoß- und Druckschäden entlang der Transportkette.
  • Diese Art von Wellpappe-Verpackungen zeichnet sich durch Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit aus. Sie sind papierbasiert, recycelbar und unterstützen einen ressourcenschonenden Einsatz.
  • Die Auswahl sollte sich an Produktgewicht, Transportweg, klimatischen Bedingungen und gewünschter Stapelhöhe orientieren; Wellenkombination und Papierqualitäten bestimmen die Kennwerte.
  • Maßhaltigkeit, geeignetes Rillbild und passende Einlagen erhöhen die Schutzwirkung und erleichtern effiziente Packprozesse.
  • Normgerechte Prüfungen (z. B. ECT/BCT) und die Berücksichtigung des Klimas liefern verlässliche Anhaltspunkte für die Auslegung.
  • Eine sorgfältige Handhabung, geeignete Lagerbedingungen und eine abgestimmte Palettierung sichern die Leistungsfähigkeit im Einsatz.

Veröffentlicht am 04.08.2024
Letzte Überarbeitung am 24.09.2025 um 13:25 Uhr von Sebastian Würth

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