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Lagerausstattung

Wellpappe spielt als widerstandsfähiges, leichtes und gut recycelbares Material eine zentrale Rolle in der Lager- und Versandwelt. Im Kontext der Lagerausstattung ist sie durch ihre Vielseitigkeit besonders relevant: Sie unterstützt die strukturierte Lagerung, schützt Güter während der innerbetrieblichen Transporte und trägt zur Prozesssicherheit in Wareneingang, Kommissionierung und Versandvorbereitung bei. Zusätzlich ermöglicht Wellpappe durch ihr günstiges Verhältnis von Eigengewicht zu Tragfähigkeit eine ergonomische Handhabung und eine hohe Flächeneffizienz, was insbesondere bei wechselnden Artikelspektren und dynamischen Lagerstrategien von Vorteil ist.

Durch ihre konstruktive Vielfalt – von Zuschnitten und Zwischenlagen über Stegeinsätze bis hin zu ausgeformten Kisten – lässt sich Wellpappe an Produktgeometrien, Handhabungsanforderungen und Prozessschritte anpassen. Das ermöglicht standardisierte, ressourcenschonende und ergonomische Lösungen, die die Flächennutzung verbessern, Durchlaufzeiten stabilisieren und die Qualität im täglichen Lagerbetrieb sichern. Darüber hinaus unterstützen definierte Rillungen, Perforationen und bedruckte Montagehinweise eine reproduzierbare Aufrichtung, wodurch Taktzeiten planbar bleiben und Fehlerquellen minimiert werden.

Definition: Was versteht man unter Lagerausstattung?

Unter Lagerausstattung versteht man alle Gegenstände, Hilfsmittel und organisatorischen Elemente, die eine effiziente, sichere und regelkonforme Organisation von Waren und Gütern im Lager ermöglichen. Dazu zählen stationäre Einrichtungen wie Regalsysteme und Arbeitsplätze, mobile Geräte wie Stapler und Hubwagen sowie kleinere Betriebsmittel wie Verpackungsmaterialien und Etiketten. Wellpappe gewinnt hier aufgrund ihrer flexiblen Einsatzmöglichkeiten besondere Bedeutung, etwa für Trenneinsätze, Kommissionierbehälter, Palettenzwischenlagen und maßgeschneiderte Ladeeinheiten. Auch in der Intralogistik – beispielsweise an Packplätzen, Konsolidierungsstationen oder Bereitstellzonen – lassen sich mit Wellpappe standardisierte, wiederholgenaue Abläufe etablieren.

  • Strukturelle Elemente: Regale, Fachböden, Durchlaufkanäle, Aufsetzrahmen
  • Mobile Arbeitsmittel: Stapler, Ameisen, Rollwagen, Kommissionierhilfen
  • Organisationskomponenten: Sichtlagerkästen, Sortierfächer, Einsatzgitter, Beschriftungs- und Kennzeichnungslösungen
  • Schutz- und Packmittel: Kisten, Zuschnitte, Kantenschutzelemente, Zwischenlagen, Polster- und Füllmaterialien aus Papier
  • Prozessunterstützung: standardisierte Abmessungen, definierte Aufrichte- und Faltkonzepte, Etikettier- und Codierflächen
  • Schnittstellen zur Fördertechnik: rutschhemmende Liner, definierte Auflagezonen, scanbare Beschriftungsfelder

Zur Lagerausstattung zählen zudem Hilfsmittel zur Qualitätssicherung, wie Musterkarten für Papierqualitäten oder Prüflehren für Rill- und Faltmaße. Diese unterstützen die wiederkehrende, normgerechte Bereitstellung von Wellpappe-Elementen im Lageralltag.

Funktionen von Wellpappe in der Lagerausstattung

Im Zusammenspiel mit Verpackungen dient Wellpappe als Schutz-, Trenn- und Stützelement, um Waren vor mechanischen Einwirkungen, Reibung und Oberflächenbeschädigungen zu bewahren. Als zwischenlagerndes Element fungiert sie als Trennschicht, stabilisiert Lagen auf Paletten und ordnet unterschiedliche Artikel in Fächern oder Stegeinsätzen. Dank der konstruktiven Bandbreite – von einwelligen bis dreiwelligen Qualitäten sowie verschiedenen Wellenarten (z. B. E-, B-, C- und BC-Welle) – können Kisten und Einsätze aus Wellpappe auf die Form, Masse und Empfindlichkeit der zu lagernden Produkte abgestimmt werden. Relevante Kenngrößen wie Kantenstauchwiderstand (ECT) und Stapelstauchwiderstand (BCT) helfen bei der Dimensionierung und sichern die geforderte Stabilität im Betrieb.

Trennen, Stützen, Stabilisieren

  • Zwischenlagen zur Lastverteilung zwischen Produkt- und Palettenebenen
  • Kantenschutzelemente zur Reduzierung von Druckspitzen und zum Schutz von Stirnseiten
  • Stegeinsätze und Fächer zur sauberen Trennung kleiner Teile und zur Entnahmeerleichterung
  • Tray- und Inlay-Konstruktionen für sortenreine, griffbereite Bereitstellung
  • Rillungen und Verstärkungszonen zur gezielten Kraftführung bei wechselnden Belastungen

Schützen und Polstern

  • Formteile und Zuschnitte, die Oberflächenkontakt minimieren und Stoßenergie ableiten
  • Materialstärken und Wellenkombinationen passend zur geforderten Kantenstauch- und Stapelfestigkeit
  • Perforationen für Sollbruchkanten, Grifflöcher und ergonomische Entnahmeöffnungen
  • Kaschierungen und Imprägnierungen für mehr Abriebfestigkeit oder Feuchteresistenz im Lagerbetrieb

Kennzeichnen und Steuern

  • Definierte Etikettierflächen für Barcodes, Seriennummern und Chargeninformationen
  • Kontrastreiche Bedruckung für Zonen-, Fach- und Artikelkennzeichnung
  • Farbliche Codierungen zur Unterstützung von FIFO/FEFO, Kommissionierwegen und Zählprozessen
  • Variable Daten (z. B. QR-/DataMatrix-Codes) für Rückverfolgbarkeit und Bestandsabgleich

Materialqualitäten und Konstruktionsprinzipien

Die Auswahl geeigneter Papierqualitäten, Wellenarten und Bauformen legt die Basis für eine funktionssichere Lagerausstattung. Dünnwellige Qualitäten (z. B. E-Welle) eignen sich für präzise Einsätze und Sichtfenster mit feinem Druckbild, während B- oder C-Welle ein robustes Tragverhalten für Mehrlagenstapel bieten. Kombinierte Wellen (z. B. BC) erhöhen die Durchstoß- und Stapelfestigkeit. Gebräuchliche Bauformen nach FEFCO – etwa 0201 (Kiste mit Deckelklappen) oder 0427 (Tray/Steckkonstruktion) – lassen sich an spezifische Abmessungen und Prozessanforderungen anpassen. Ergänzende Elemente wie Klebelaschen, Sicherheitsrillungen und codierte Aufrichtefolgen sorgen für reproduzierbare Qualität.

Normen, Maße und Schnittstellen

Für einen reibungsarmen Betrieb ist die Abstimmung der Abmessungen auf Palettenraster, Regalfachgrößen und Fördertechnik entscheidend. Gängige Raster (z. B. 400 × 300 mm, 600 × 400 mm) ermöglichen eine effiziente Flächennutzung und reduzieren Umverpackungsaufwände. Klare Toleranzvorgaben für Längen, Breiten, Höhen sowie definierte Freiflächen für Scanner und Etiketten vereinfachen die Integration in Kommissionier- und Sortierprozesse. Auch die Ausrichtung der Welle in Bezug auf die Hauptlast- und Greifrichtung trägt zur Maßhaltigkeit und Formstabilität bei.

Verwendung von Wellpappe im Lagermanagement

Wellpappe wird im Lager in unterschiedlichen Formaten, Stärken und Varianten eingesetzt. Als Einsatzgitter oder Sortierfächer in Regalsystemen unterstützt sie die klare Organisation, Visualisierung und griffbereite Bereitstellung von Waren. Leichte Ausführungen können das Eigengewicht im Handling minimieren, während mehrwellige Qualitäten höhere Stapel- und Durchstoßfestigkeiten bereitstellen. Für die Prozessintegration sind standardisierte Abmessungen, definierte Faltfolgen und eindeutige Beschriftungszonen hilfreich. Zusätzlich profitieren Kanban- und Supermarkt-Konzepte in der Intralogistik von modularen Einsätzen aus Wellpappe, die schnell angepasst und bei Bedarf ressourcenschonend ersetzt werden können.

  • Kommissionierbehälter und Picking-Boxen aus Wellpappe mit Grifflöchern und Sichtfenstern
  • Zwischenlagen, Liner und Abdeckbögen zur Stabilisierung von Lagen auf Paletten
  • Stegeinsätze zur Sortentrennung bei Kleinteilen, Zubehör und Ersatzteilen
  • Vorkonfektionierte Kisten für Wareneingang, Umlagerungen und Versandbereitstellung
  • Perforierte Entnahmeschächte für liniennahe Versorgung in Montage und Konfektion
  • Deckel- und Bodenplatten zur Druckverteilung bei wechselnden Stapelhöhen

Ergänzend kommen bedarfsgerechte Polster-, Hohlraum- und Stützlösungen zum Einsatz. Weiterführende Informationen helfen bei der Auswahl geeigneter Material- und Prozessvarianten, beispielsweise um empfindliche Produkte stoß- und vibrationsarm zu lagern: geeignete Füll- & Polstersysteme für sensible Güter wählen.

Für die Standardisierung im Lageralltag bewährt sich die Ausrichtung auf wiederkehrende Formate, klare Kennzeichnungen und definierte Aufrichtezeiten. So lassen sich Aufwände an Pack- und Bereitstellungsplätzen reduzieren, Fehlerquoten in der Kommissionierung senken und die Bestands- sowie Flächenplanung verlässlicher gestalten. Checklisten für Aufrichte- und Prüfprozesse, Musterfreigaben sowie Schulungen für korrektes Falten und Beladen erhöhen zusätzlich die Prozesssicherheit.

Qualitätssicherung und Prüfgrößen

Zur Absicherung der Funktion im Betrieb kommen etablierte Prüfgrößen und Verfahren zum Einsatz. Kantenstauchwiderstand (ECT) dient als Indikator für die Belastbarkeit der Wellpappwände, während der Stapelstauchwiderstand (BCT) Aussagen zur Stabilität kompletter Kisten bietet. Ergänzend liefern Fall-, Schwing- und Durchstoßtests Informationen zur Robustheit bei realen Beanspruchungen. Klimakonditionierung vor Prüfungen – insbesondere bei variabler Luftfeuchte – stellt reproduzierbare Ergebnisse sicher und erleichtert die Ableitung geeigneter Qualitäten.

Nachhaltigkeit und Kreislaufführung

Wellpappe ist sortenrein rückführbar und weist in der Regel hohe Recyclinganteile auf. In der Lagerausstattung unterstützt sie geschlossene Materialkreisläufe, da Komponenten flachliegend gesammelt, gebündelt und einer standardisierten Verwertung zugeführt werden können. Durch austauschbare Verschleißteile (z. B. Griffzonen, Kantenstreifen) lassen sich Lebensdauern verlängern, ohne komplette Einheiten ersetzen zu müssen. Transparente Kennzeichnungen erleichtern die sortenreine Trennung und reduzieren Verluste in der Rückführung.

Planung und Dimensionierung im Lager

Bei der Auslegung von Wellpappe-Elementen sind Produktmasse, Schwerpunktlage, Stapeldauer, Greif- und Entnahmepunkte, Abmessungen der Lagerplätze sowie das Lagerklima zu berücksichtigen. Eine auf die Hauptlasten abgestimmte Wellenrichtung, ausreichend dimensionierte Auflageflächen und definierte Sicherheitszuschläge für Dauerlasten erhöhen die Betriebssicherheit. Zudem empfiehlt sich die frühzeitige Einbindung von Pack- und Fördertechnik, um Reibbeiwerte, Übergabehöhen und Sensorik (Scanner, Lichtschranken) korrekt zu berücksichtigen.

Vor- und Nachteile von Lagerausstattung aus Wellpappe

Die hauptsächlichen Vorteile der Verwendung von Wellpappe in Lagerausstattungen sind ihre Recyclingfähigkeit, das geringe Eigengewicht und die kosteneffiziente, bedarfsgerechte Herstellung. Sie ermöglicht modulare, kreative Lösungen in der Lagergestaltung – vom einfachen Zuschnitt bis zur funktionsintegrierten Konstruktion mit Trenn- und Entnahmeelementen. Potenzielle Nachteile liegen im Feuchtigkeitsschutz, in der Empfindlichkeit der Kanten bei harter Dauerbelastung und in der begrenzten Mehrwegfähigkeit im Vergleich zu robusteren Materialien. Mit geeigneten Qualitäten, Beschichtungen und einer angepassten Lagerung lassen sich diese Aspekte jedoch wirkungsvoll steuern. Ergänzend sorgen definierte Prüfroutinen und regelmäßige Sichtkontrollen für rechtzeitigen Ersatz beanspruchter Komponenten.

Vorteile im Überblick

  • Hohe Materialeffizienz: flach anlieferbar, schnell aufrichtbar, gute Raumausnutzung
  • Bedarfsorientierte Konstruktion: von einwellig bis mehrwellig, an Produkt- und Prozessanforderungen anpassbar
  • Gute Kennzeichnungs- und Bedruckbarkeit für transparente Prozesse
  • Sortenreines Recycling und etablierte Rückführungswege
  • Ergonomie im Handling durch geringes Gewicht und integrierte Griff- bzw. Entnahmeöffnungen
  • Skalierbarkeit: modulare Raster für unterschiedliche Artikelgrößen und Servicelevel

Mögliche Einschränkungen und Gegenmaßnahmen

  • Feuchtigkeitsempfindlichkeit: durch trockene Lagerzonen, Nassfestqualitäten oder geeignete Kaschierungen reduzieren
  • Mechanische Dauerbelastung: Kantenverstärkungen, Kantenschutz und richtig ausgelegte Wellen-/Papierkombinationen nutzen
  • Begrenzte Lebensdauer im Mehrwegeinsatz: zyklusgerecht planen, Verschleißstellen identifizieren, frühzeitig austauschen
  • Formstabilität unter Last: Stapelhöhen, Auflageflächen und Druckrichtung der Welle aufeinander abstimmen
  • Empfindliche Oberflächen: mit abriebarmen Linerqualitäten oder Zwischenlagen schützen

Praxisempfehlungen für Planung und Betrieb

  • Lagerklima steuern (z. B. moderate Luftfeuchte), um Stabilität und Maßhaltigkeit zu sichern
  • Abmessungen an Regalfächer, Fördertechnik und Palettenraster anpassen
  • Entnahmefreundliche Perforationen, Griffzonen und Sichtfenster einplanen
  • Losgrößen, Umschlaghäufigkeit und Stapelanforderungen bei der Qualitätswahl berücksichtigen
  • Rückführung und Verwertung sortenrein organisieren, um Kreisläufe effizient zu schließen
  • Prüf- und Freigabeprozess definieren (z. B. ECT-/BCT-Ziele, Sichtprüfung, Klimakonditionierung)
  • Beschriftungs- und Codierflächen standardisieren, um Scanraten und Lesbarkeit zu erhöhen

Zusammenfassung:

  • Lagerausstattung beinhaltet sämtliche Elemente, die für das effiziente und sichere Lagermanagement von Produkten wie Wellpappe-Verpackungen wichtig sind.
  • Ein wesentlicher Teil der Lagerausstattung sind Lagereinrichtungen wie Regale und Container, die eine organisierte Lagerung und schnelle Auffindbarkeit von Waren, insbesondere von Verpackungen, ermöglichen.
  • Sicherheitsausrüstung und maßgeschneiderte Lagerlösungen, wie beispielsweise Plätze für Paletten mit Wellpappe-Verpackungen, sind ebenso essenzielle Bestandteile einer effektiven Lagerausstattung.
  • Wellpappe erfüllt im Lager Schutz-, Trenn-, Stütz- und Kennzeichnungsfunktionen und lässt sich dank verschiedener Qualitäten und Wellenarten passgenau auslegen.
  • Durch Standardisierung von Formaten, klaren Kennzeichnungen und ergonomischen Entnahmehilfen werden Prozesszeiten stabilisiert und Fehler reduziert.
  • Feuchtigkeit, Dauerlast und Wiederverwendungszyklen sollten frühzeitig berücksichtigt werden, um Materialwahl, Konstruktion und Lagerbedingungen optimal abzustimmen.
  • Die Abstimmung der Abmessungen auf Palettenraster, Regalfächer und Fördertechnik erhöht Flächeneffizienz und Prozessstabilität im Lagerbetrieb.
  • Regelmäßige Prüfungen (z. B. ECT/BCT) und geordnete Rückführungsprozesse sichern Qualität und Kreislauffähigkeit von Wellpappe-Komponenten.

Veröffentlicht am 26.06.2025
Letzte Überarbeitung am 14.11.2025 um 09:48 Uhr von Sebastian Würth

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