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Non-Food-Verpackung

Im Bereich der industriellen Verpackungslösungen gewinnt die Non-Food-Verpackung aus Wellpappe zunehmend an Bedeutung. Sie gilt als umweltfreundlich und nachhaltig, bietet dabei aber auch robuste und vielseitige Eigenschaften, die sie für eine Vielzahl von Non-Food-Artikeln attraktiv macht. Treiber hierfür sind Anforderungen aus der Kreislaufwirtschaft, der Bedarf an effizienten Logistikprozessen sowie die Möglichkeit, Verpackungen funktional und informationsseitig präzise an unterschiedlichste Produktportfolios anzupassen. Durch ihre modulare Auslegung unterstützt Wellpappe sowohl Serienfertigungen als auch variantenreiche Produktwechsel und kurze Lebenszyklen. Ergänzend zahlt die gute Ökobilanz papierbasierter Lösungen auf Ziele der Ressourceneffizienz und auf regulatorische Vorgaben in erweiterten Herstellerverantwortungen ein, ohne die Schutzfunktion zu kompromittieren.

Neben dem reinen Produktschutz übernehmen Non-Food-Verpackungen Aufgaben in Lagerung, Transport, Handel und Präsentation. Sie müssen logistische Anforderungen (z. B. Stapelbarkeit, Kanten- und Flächenbelastung) erfüllen, sich effizient in bestehende Prozesse integrieren und zugleich eine klare Kennzeichnung sowie eine hochwertige Anmutung ermöglichen. Hinzu kommen Aspekte wie die Kompatibilität zu Ladehilfsmitteln, die Scanner- und Etikettierbarkeit, ergonomische Handhabung (z. B. Grifföffnungen, Anfasszonen) und die Eignung für manuelle wie automatisierte Packprozesse. Eine passgenaue Auslegung reduziert Transportrisiken, Beschädigungen und Reklamationsquoten über die gesamte Lieferkette hinweg. Für die Gesamtkostenbetrachtung sind Taktzeiten, Verpackungsgewichte und Volumeneffizienz wesentliche Faktoren, da sie Porto-, Handling- und Lagerkosten direkt beeinflussen.

Da Non-Food-Erzeugnisse sehr unterschiedliche Geometrien, Gewichte und Empfindlichkeiten aufweisen, reicht das Spektrum von einfachen Versandkartons über passgenaue Umverpackungen bis zu systemisch kombinierten Schutzlösungen mit Einlagen und Polsterkomponenten. Wellpappe bietet dafür eine modulare Basis mit vielen Qualitäten, Wellenarten und Konstruktionsformen. Ergänzend kommen funktionsgerechte Verschlussarten (z. B. Steck- und Automatikböden), integrierte Aufreißfäden, Tragehilfen und definierte Packanleitungen zum Einsatz, um die Reproduzierbarkeit im Prozess zu erhöhen und Taktzeiten zu verkürzen. Wo sinnvoll, unterstützen standardisierte Zuschnittformate die Skalierung in Einkauf und Produktion.

Definition: Was versteht man unter Non-Food-Verpackung?

Unter dem Begriff Non-Food-Verpackung versteht man Verpackungslösungen, die nicht für Lebensmittel, sondern für alle anderen Artikel dienen. Sie beinhaltet zum Beispiel Verpackungen für Kosmetikartikel, Haushaltswaren, elektronische Geräte oder Spielzeug. Besonderheiten der Non-Food-Verpackungen liegen in den unterschiedlichen Anforderungen, die teils stark variieren können, abhängig von Art und Beschaffenheit der zu verpackenden Produkte. Dazu zählen unter anderem mechanische Schutzbedarfe, Oberflächenanforderungen, Kennzeichnungs- und Informationspflichten sowie die Eignung für verschiedene Transportarten. Je nach Branche kommen zusätzliche Nachweise oder Spezifikationen hinzu, etwa für Gefahrgut, sensible Oberflächen oder retourenintensive E-Commerce-Sendungen.

Im Kern umfasst der Begriff die Gesamtheit aller Transport-, Lager- und Verkaufsverpackungen für Güter außerhalb des Lebensmittelbereichs. Dazu zählen auch Versand-, Retouren- und Aufbewahrungslösungen, Kennzeichnungs- und Sicherheitselemente (z. B. Aufreißstreifen, Siegelzonen) sowie anwendungsspezifische Einlagen, Abstandhalter oder Polster, die den Produktschutz erhöhen. Ebenfalls relevant sind Originalitätssicherungen, Manipulationsnachweise, Diebstahlhemmung, Sichtfensterlösungen sowie Komponenten zur geordneten Entnahme, etwa bei Set-Bildungen oder modularen Ersatzteilsortimenten. In industriellen Anwendungen spielen zudem klare Prüf- und Abnahmekriterien eine Rolle, um Qualität und Wiederholgenauigkeit abzusichern.

Abgrenzung und Funktionen

Non-Food-Verpackungen unterscheiden sich von Food-Verpackungen vor allem durch geringere regulatorische Anforderungen an stoffliche Unbedenklichkeit im direkten Lebensmittelkontakt. Im Fokus stehen hier mechanische Schutzwirkung, effiziente Handhabung, attraktive Präsentation und die Anpassbarkeit an Produktzyklen. Je nach Anwendung können jedoch zusätzliche Vorgaben greifen, beispielsweise Anforderungen an Gefahrstoffkennzeichnungen, ESD-Schutz für elektronische Baugruppen oder spezifische Transportprüfungen. Typische Funktionen sind:

  • Schutz vor Stauchung, Stoß, Vibration und Abrieb während Transport und Handling sowie Kontrolle von Hohlräumen zur Vermeidung von Bewegungen
  • Organisation und Bündelung von Set-Artikeln, Zubehör und Ersatzteilen mit klarer Strukturierung für Montage- oder Serviceprozesse
  • Informations- und Kennzeichnungsfläche für Logistik, Rechtstexte und Marketing einschließlich variabler Codes und Rückverfolgbarkeitsangaben
  • Optimierung von Volumen, Gewichten und Abmessungen für Lagerung und Versand unter Berücksichtigung von Palettenrastern und Packmustern
  • Schutz vor Staub, Licht bzw. Blickschutz und bei Bedarf antistatische bzw. ableitfähige Eigenschaften in Kombination mit entsprechenden Komponenten

Merkmale der Non-Food-Verpackungen aus Wellpappe

In dieser Produktkategorie spielt die Wellpappe eine herausragende Rolle. Der Werkstoff ist leicht, dabei aber sehr widerstandsfähig und robust. Zudem kann er sehr gut bedruckt und individualisiert werden. Auch der Aspekt der Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle, denn Wellpappe besteht aus Papier und ist zu 100% recycelbar. Gerade bei Non-Food-Artikeln, die oft länger gelagert oder transportiert werden, ist dies ein großer Vorteil. Durch die Kombination aus Primär- und Sekundärfasern lassen sich mechanische Eigenschaften gezielt ausbalancieren; zugleich ermöglicht der Faserwerkstoff eine sortenreine Entsorgung und hohe Rückführungsquoten im Faserkreislauf. Für Anwendungen mit hohen Ansprüchen an die Oberfläche stehen gestrichene Deckenpapiere und feine Wellen zur Verfügung, während höhere Lasten durch entsprechende Wellenkombinationen aufgefangen werden.

Die Materialfamilie bietet zahlreiche Ausprägungen: einwellige Qualitäten (z. B. F-, E-, B- oder C-Welle) für leichtere Inhalte und zweiwellige Kombinationen (z. B. EB, BC) für höhere Lasten und gesteigerte Kantenstabilität. Oberflächen können naturbraun oder gestrichen/weiß sein; Konstruktionen entstehen meist nach FEFCO-Standards (Faltschachteln, Stanzverpackungen, Faltzuschnitte) und werden durch Rillungen, Perforationen, Grifföffnungen, Einstecklaschen oder Aufreißfäden ergänzt. Für feinere Druckbilder kommen Mikrowellen (z. B. F) zum Einsatz; bei höherer Belastung unterstützen grobere Wellen (z. B. C) die Stapelfähigkeit. Ergänzende Papiergrammaturen und definierte Klebungen erlauben eine gezielte Anpassung an Produktgewicht, Lagerdauer und Klima.

Belastungs- und Qualitätskennwerte

Für die Auswahl relevant sind unter anderem:

  • Kantenstauchwiderstand (ECT) für die Stapelstabilität
  • Box Compression Test (BCT) als Maß für die Druckfestigkeit kompletter Kartons
  • Berstfestigkeit und Durchstoßwiderstand für punktuelle Belastungen
  • Feuchteverhalten und klimatische Beständigkeit in unterschiedlichen Umgebungen
  • Ring Crush Test (RCT) und Short-Span Compression Test (SCT) als Papierkennwerte
  • Cobb-Wert zur Wasseraufnahme sowie Flachstauchwiderstand (FCT) zur Beurteilung der Wellenstruktur
  • Adhäsions- bzw. Klebefestigkeitsprüfungen (z. B. Pin Adhesion) zur Bewertung der Wellenhaftung
  • Zeitabhängige Kriechverformung unter Last für längerfristige Stapelbeanspruchungen

Je nach Transportkette und Lagerbedingungen (z. B. hohe Luftfeuchtigkeit, Temperaturwechsel, lange Lagerdauer) kann eine angepasste Materialstärke, eine geeignete Wellenkombination oder eine zusätzliche Oberflächenveredelung sinnvoll sein. Sicherheitsfaktoren werden aus dem Transportprofil abgeleitet (Stapelzeiten, dynamische Lasten, Umschlaghäufigkeit). Auch die Wahl geeigneter Verschlussmittel (papierbasierte Klebebänder, Nassklebestreifen, Heißleim) beeinflusst die Gesamtperformance. Praxiserprobte Referenzen und Prüfprotokolle dienen als belastbare Entscheidungsgrundlage.

Bedruckung und Individualisierung

Wellpappe lässt sich über Flexo- oder Digitaldruck direkt gestalten; bei höheren Ansprüchen an Bildqualität kommt häufig eine kaschierte Decke zum Einsatz. Kennzeichnungen, Piktogramme, Seriennummern oder variable Codes unterstützen Rückverfolgbarkeit und sichere Zuordnung. Individualisierte Inlays und passgenaue Zuschnitte sorgen für formschlüssigen Halt und reduzieren Frei- und Hohlräume. Für Logistikprozesse sind gut lesbare Codes (z. B. 1D-/2D-Codes), eindeutige Positionszuordnungen und definierte Etikettenflächen wichtig; im Handel tragen definierte Sichtseiten und Oberflächenqualitäten zur Präsentation bei. Späte Individualisierung im Digitaldruck ermöglicht Variantenvielfalt ohne aufwendige Lagerhaltung mit vielen Vordrucken.

Nachhaltigkeit und Kreislaufgedanke

Verpackungslösungen aus Papierfasern fördern materialeffiziente Konzepte: hoher Faserrecyclinganteil, sortenreine Entsorgung und gute Reparier- bzw. Anpassbarkeit. Durch materialarme Konstruktionsprinzipien, optimierte Abmessungen und stapelgerechte Geometrien lassen sich Ressourcen sparen, ohne die Schutzfunktion zu beeinträchtigen. Design-for-Recycling, monomateriale Lösungen und der Einsatz geeigneter, faserverträglicher Verschluss- und Polstermaterialien unterstützen eine hohe Rückführbarkeit in den Wertstoffkreislauf. Transparente Kennzeichnung der Materialzusammensetzung und auf Trennung ausgelegte Bauteile stärken die Kreislauffähigkeit zusätzlich.

Verwendungszwecke von Non-Food-Verpackungen aus Wellpappe

Die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten von Non-Food-Verpackungen aus Wellpappe ist enorm. Ob stabile Versandkartons, individuell bedruckte Geschenkboxen oder schützende Umverpackungen für empfindliche Elektronikartikel - die Einsatzmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Dabei bieten Non-Food-Verpackungen aus Wellpappe neben effektivem Schutz auch hervorragende Möglichkeiten für Marketing und Präsentation, da sie leicht bedruckt und individuell gestaltet werden können. Zusätzlich lassen sich modulare Einsätze realisieren, die Montageabläufe unterstützen, sowie konstruktive Elemente, die eine geordnete Entnahme oder Retourenabwicklung erleichtern. In Verbindung mit definierten Etikettenzonen wird die Zuordnung in Lager und Versand vereinfacht und Fehlerquote reduziert.

Beispiele aus der Praxis:

  • Kosmetik und Pflege: Faltschachteln und Verkaufsverpackungen mit hoher Oberflächenqualität
  • Haushaltswaren und Dekor: Umkartons mit stabilen Einlagen für Sets und fragile Elemente
  • Elektronik und Zubehör: Transportlösungen mit passgenauen Inlays, Abstandhaltern und Polsterelementen
  • Spielzeug und Hobbys: Stapelbare Versandkartons, Präsentationsdisplays und Geschenkverpackungen
  • Textilien und Schuhe: leichte, volumenoptimierte Versand- und Retourenverpackungen
  • Büroartikel, Bücher, Medien und Ersatzteile: maßhaltige Schutzhüllen und Versandformate
  • Medizintechnik und Laborbedarf (nicht steril): stoßsichere Umverpackungen mit klarer Kennzeichnung
  • Automotive und Maschinenbau: Komponententräger, Gefache und Trays für Oberflächenschutz und Set-Logik
  • DIY/Heimwerken und Baumarkt: robuste Umkartons für lose Komponenten und Sets
  • E-Commerce: volumenvariable Versandlösungen mit integrierten Rücksendeoptionen

Für stoß- und kratzempfindliche Güter werden häufig zusätzliche Polster- und Fixierkomponenten integriert. Hierzu zählen Formeinlagen aus Wellpappe, Papierpolster, Luftpolster- oder Schaumkomponenten - je nach Schutzbedarf und Prozessvorgaben. Passend dazu unterstützen Praxisnahe Füll- und Polstersysteme für empfindliche Güter die sichere Auspolsterung des Innenraums. Ergänzend können Kantenschutzprofile, Zwischenlagen oder Fixierbänder eingesetzt werden, um Bauteile zu stabilisieren und Oberflächen vor Reibung zu schützen. In Mehrwegketten lassen sich zudem tauschbare Inlays oder modulare Gefache wirtschaftlich einsetzen.

Prozess- und Logistikaspekte

Wichtig sind schnelle Aufrichtbarkeit, gutes Faltverhalten, sichere Verschlüsse (Klebeband, Heißleim, integrierte Selbstklebestreifen) und eindeutige Kennzeichnung. Die Verpackung sollte auf Ladehilfsmittel und Versandformate abgestimmt sein, um Stauraum, Handlingzeiten und Transportrisiken zu minimieren. Für automatisierte Linien sind maßhaltige Zuschnitte, stabile Rillungen und definierte Klebelaschen relevant; im Versand tragen standardisierte Außenmaße, eindeutige Lesebereiche für Scanner sowie eine konsistente Etikettierung zur Prozessstabilität bei. Palettierung und Lastverteilung werden über Packmuster, Zwischenlagen und geeignete Umreifungen abgestimmt. Für tarifrelevante Versandkriterien ist das Volumengewicht zu berücksichtigen, um Kosten und CO2-Emissionen im Transport zu senken.

Vor- und Nachteile der Non-Food-Verpackung

Die Vorteile der Non-Food-Verpackung aus Wellpappe liegen klar auf der Hand: Sie ist robust, vielseitig einsetzbar und zudem umweltfreundlich. Hinzu kommen die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten und die Tatsache, dass viele Menschen Verpackungen aus Karton bzw. Wellpappe als hochwertig empfinden. Allerdings gibt es auch Nachteile zu beachten. So muss bei der Verpackung von besonders schweren oder scharfkantigen Gütern darauf geachtet werden, dass die Wellpappe stabil genug ist. Bei sehr feuchter oder nasser Umgebung kann die Wellpappe zudem an Stabilität verlieren. Generell gilt jedoch, dass die Vorteile die Nachteile in den meisten Fällen deutlich überwiegen. Je nach Anwendung sind ergänzende Maßnahmen - etwa zusätzliche Innenpolster, verstärkte Qualitäten oder funktionale Beschichtungen - zweckmäßig, um die Schutzwirkung auf das konkrete Transportprofil abzustimmen. In der Praxis bewährt sich eine Betrachtung der Total Cost of Ownership inklusive Prozess-, Lager- und Entsorgungskosten.

Ergänzend dazu im Überblick:

  • Vorteile: geringes Eigengewicht, gute Kanten- und Flächenstabilität, variable Konstruktionen, hohe Bedruckbarkeit, Recyclingfähigkeit, einfache Entsorgung sowie gute Eignung für automatisierte Abläufe
  • Grenzen: Feuchteempfindlichkeit ohne zusätzliche Barrieren, begrenzte Eignung für extreme Punktlasten, potenzieller Volumenbedarf bei Rückführungen und besondere Anforderungen bei elektrostatisch sensiblen Produkten
  • Gegenmaßnahmen: geeignete Wellenkombination und Materialstärke, passende Inlays/Polster, klimarelevante Auslegung, ggf. funktionale Beschichtungen sowie antistatische Ergänzungen bei Elektronik
  • Hinweise zur Praxis: definierte Etikettenflächen, klare Kennzeichnung, standardisierte Außenmaße und abgestimmte Packmuster erhöhen Prozesssicherheit und Wiederholgenauigkeit

Auslegung und Auswahlkriterien

Für eine zielgenaue Auslegung sollten Produktgewicht, Empfindlichkeit, Transportweg, Lagerdauer, klimatische Bedingungen, Abmessungen und Prozessschritte (manuell/automatisiert) berücksichtigt werden. Ebenso relevant sind Aufreiß- und Perforationselemente, Rücksendefunktionen sowie der Umfang variabler Codierungen und Kennzeichnungen. Zusätzlich spielen Innen- und Außenmaße, Toleranzen, die Kompatibilität zu Palettenrastern, die Wahl geeigneter Verschlussmittel sowie die Definition von Prüf- und Abnahmekriterien eine Rolle. Für Elektronik sind ESD-Anforderungen zu bewerten; für lange Lagerzeiten empfiehlt sich eine klimabewusste Materialauswahl. Prototyping, Bemusterungen und begleitende Prüfungen reduzieren Iterationsschleifen und beschleunigen die Industrialisierung.

Normen, Standards und Prüfverfahren

Für Non-Food-Verpackungen aus Wellpappe sind anwendungsbezogene Prüfungen sinnvoll, um die Auslegung zu verifizieren. Dazu zählen beispielsweise Fall-, Vibrations- und Kompressionstests sowie Prüfungen zur Klimabeständigkeit. Referenzen bieten anwendungsorientierte Prüfprogramme (z. B. Versandtests) und materialbezogene Normen, die Eignung und Robustheit unter realitätsnahen Bedingungen bewerten. Dokumentierte Prüfpläne und reproduzierbare Rahmenbedingungen erhöhen die Aussagekraft der Ergebnisse.

  • Fallprüfung aus definierten Höhen für unterschiedliche Kanten-, Flächen- und Eckaufschläge
  • Vibrationsprofile mit random- und sinusförmigen Spektren, ggf. mit Störhub
  • Stapel- und Druckprüfungen über Zeit zur Abbildung von Kriechverhalten
  • Klimacycling mit Temperatur- und Feuchtewechseln zur Bewertung der Stabilität

Konstruktions- und FEFCO-Referenzen

FEFCO-Codes dienen als gemeinsame Sprache für Konstruktionsformen (z. B. klassische Faltschachteln, Stanzverpackungen, Trays und Displays). Über Varianten wie 0201, 0203 oder 0427 lassen sich unterschiedliche Verschluss- und Handhabungsanforderungen abbilden, von der Standardversandlösung bis zu präsentationsorientierten Ausführungen. Ergänzende Komponenten wie Gefache, Stege und Bodeneinlagen erhöhen die Bauteilstabilität im Innenraum. Zuschnitt- und Materialausnutzung werden durch konstruktive Vereinfachungen und standardisierte Steckszenarien verbessert.

Maßmanagement und Packungsoptimierung

Für effiziente Packkonzepte sind Innenmaße, Außenmaße und Toleranzen präzise festzulegen. Eine packgutorientierte Auslegung minimiert Hohlräume, reduziert Füllmaterialbedarf und verbessert die Ladeeinheitenbildung. Durch die Abstimmung auf Palettenraster und definierte Packmuster (z. B. 600 × 400 mm Teilungen) lassen sich Flächennutzungsgrad und Stapelstabilität erhöhen. Volumenvariable Lösungen ermöglichen, Höhen und Füllstände flexibel an wechselnde Inhalte anzupassen. Neben Paletten- und Behälterraster sind tarifliche Volumengewichte und maximale Paketmaße zu berücksichtigen.

Klima- und Feuchtemanagement

Das Verhalten von Wellpappe ist klimaabhängig. Für Anwendungen mit erhöhter Luftfeuchte, starken Temperaturwechseln oder langen Lagerzeiten empfiehlt sich eine qualitäts- und wellenspezifische Auslegung. Beschichtungen, imprägnierte Oberflächen oder geeignete Wellenschichtungen können die Performance unter anspruchsvollen Bedingungen stabilisieren. Zusätzlich sollten Einlagerungsklima, Anlieferfeuchte und Belüftungssituationen entlang der Prozesskette harmonisiert werden.

Digitalisierung und Rückverfolgbarkeit

Variable Daten, eindeutige Kennungen sowie maschinenlesbare Codes unterstützen Bestandsführung, Chargenverfolgung und Retourenmanagement. Fest definierte Etikettenzonen, kontrastreiche Druckflächen und eine sinnvolle Platzierung der Codierungen verbessern die Lesbarkeit entlang der gesamten Lieferkette. Bei Bedarf ergänzen Serialisierungskonzepte und optionale RFID-Labels die Identifikation im Mehrweg- und Umlaufsystem.

Zusammenfassung:

  • Non-Food-Verpackungen sind speziell dazu konzipiert, Nicht-Lebensmittelerzeugnisse zu schützen und zu lagern. In dieser Kategorie finden wir beispielsweise Lösungen für Industriegüter, Kosmetik, Medizin und viele andere Produkte. Neben dem Schutz übernehmen sie Funktionen in Kennzeichnung, Organisation und Präsentation.
  • Wellpappe spielt eine entscheidende Rolle bei der Herstellung von Verpackungen für Non-Food-Produkte. Durch ihre Robustheit und Flexibilität bietet sie hervorragenden Schutz und ist dabei auch noch umweltfreundlich und kosteneffizient. Die Vielfalt an Qualitäten, Wellenarten und Konstruktionsformen ermöglicht passgenaue Lösungen.
  • Für Unternehmen, die Verpackungen in großen Mengen benötigen, ist Wellpappe eine exzellente Option. Sie ermöglicht individuelle Gestaltungsmöglichkeiten, ist stapelbar und leicht zu handhaben. Das macht sie zur idealen Lösung für viele Non-Food-Produkte. Prozessseitig profitieren manuelle wie automatisierte Abläufe von maßhaltigen Zuschnitten und klaren Kennzeichnungen.
  • Die Bandbreite reicht von Versandkartons über Stanzverpackungen bis zu passgenauen Inlays und Polsterlösungen, wodurch sich sehr unterschiedliche Güter sicher transportieren und präsentieren lassen. Ergänzende Elemente wie Aufreißstreifen, Grifföffnungen und Rücksendefunktionen erhöhen die Praxistauglichkeit.
  • Eine sorgfältige Auslegung (Materialqualität, Wellenart, Konstruktion, Bedruckung) berücksichtigt Schutzbedarf, Logistik und Umweltaspekte und führt zu funktionsgerechten, ressourcenschonenden Lösungen. Prüf- und Abnahmekriterien stellen sicher, dass die definierte Performance im Einsatz erreicht wird. Kontinuierliche Validierungen unter realitätsnahen Bedingungen sichern Stabilität über den gesamten Produktlebenszyklus.

Veröffentlicht am 18.07.2024
Letzte Überarbeitung am 08.07.2026 um 10:36 Uhr von Manuel Hofacker

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