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Verpackungstechnologie

Die Bedeutung der Verpackungstechnologie in der Wellpappbranche lässt sich nicht unterschätzen. Sie steuert die Gestaltung, den Aufbau und die Umsetzung sicherer, wirtschaftlicher und ressourcenschonender Systeme entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dadurch werden Effizienz, Prozessstabilität, Qualität und Nachhaltigkeit im industriellen Maßstab planbar und messbar. Zusätzlich bündelt sie Anforderungen aus Produktschutz, Normenkonformität und Kreislaufwirtschaft und verknüpft diese mit messbaren Prozesszielen wie Durchsatz, Verfügbarkeit und Qualität. Das Ergebnis sind konsistente Packmittelkonzepte, die sowohl konstruktiv als auch prozessual auf die jeweiligen Lastfälle, die innerbetriebliche Logistik und die Transportketten abgestimmt sind.

Im Fokus stehen dabei das Zusammenspiel aus Materialwahl (Papierqualitäten, Wellenprofile), Konstruktion (z. B. FEFCO-Bauarten), Verarbeitung (Rillen, Stanzen, Kleben, Drucken), Automatisierung (Aufrichten, Befüllen, Verschließen, Palettieren) sowie Qualitätssicherung und Logistikintegration. Für Wellpappbetriebe bedeutet das: weniger Ausschuss, reproduzierbare Ergebnisse, belastbare Packmittel und optimierte Abläufe vom Zuschnitt bis zur Auslieferung. Ergänzend spielen Prozessfähigkeit, stabile Toleranzkonzepte, vorausschauende Instandhaltung und eine datenbasierte Steuerung (z. B. statistische Prozesskontrolle) eine zentrale Rolle, um Schwankungen zu minimieren, Taktzeiten zu sichern und Ressourcen gezielt einzusetzen.

Definition: Was versteht man unter Verpackungstechnologie?

Unter Verpackungstechnologie versteht man die Ausführung von Prozessen und die Anwendung von Techniken und Maschinen, die zur Verpackung von Produkten benötigt werden. Sie umfasst die verschiedenen Aspekte von Design, Herstellung, Qualitätssicherung und Logistik, die im Verpackungsprozess involviert sind. Dazu zählen Material- und Konstruktionsentwicklung, Prüfmethoden, Digitalisierung (Daten- und Prozessmonitoring), Kennzeichnung sowie die Abstimmung der Schnittstellen zu Transport und Lagerung. In der Wellpappbranche schließt dies besonders die Auswahl geeigneter Papierarten und Wellenkombinationen, die Umsetzung funktionaler Zuschnitte, effiziente Klebe- und Falttechniken, präzise Druckverfahren sowie die planvolle Palettierung ein. Zudem berücksichtigt die Verpackungstechnologie die Zuordnung zu Verpackungsstufen (Primär-, Sekundär- und Tertiärverpackung), die Auslegung für Automatisierung und Wiederverwertung (Design for Automation, Design for Recycling), ein robustes Toleranz- und Maßkonzept sowie die Integration in ERP-, MES- und Qualitätssysteme zur lückenlosen Rückverfolgbarkeit.

  • Material- und Konstruktionsentwicklung: Auswahl von Papierqualitäten, Wellenprofilen (z. B. E, B, C, BC) und robusten Bauarten für definierte Lastfälle.
  • Prozess- und Anlagentechnik: Rillen, Stanzen, Slotten (Schlitzen), Kleben, Aufrichten, Verschließen, Inline-Druck und Etikettierung im kontinuierlichen Fluss.
  • Qualitätsmanagement und Prüfung: Festigkeitsprüfungen, Klimakonditionierung, Sicht- und Maßprüfungen, Rückverfolgbarkeit.
  • Logistikintegration: Handhabung, Palettierung, Ladungssicherung, Kennzeichnung und optimierte Umläufe in Lager und Transport.
  • Digitalisierung und Daten: Erfassung von Prozessparametern, automatisierte Kontrollen, statistische Auswertung zur Prozessfähigkeit.
  • Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz: Materialreduktion, Monomaterial, Recyclingfähigkeit, energiearme Prozesse.
  • Sicherheits- und Compliance-Aspekte: Einhaltung relevanter Richtlinien, eindeutige Kennzeichnung, nachvollziehbare Freigaben und Dokumente.
  • Lebenszyklus- und Kostenbetrachtung: Auslegung nach Total Cost of Ownership (TCO), planbare Wartung, Ersatzteil- und Verbrauchsmittelstrategie.
  • Stammdaten und Standardisierung: konsistente Artikelstämme, FEFCO-Referenzen, eindeutige Maßsysteme und Freigabestände.
  • Qualifikation und Schulung: unterwiesenes Bedienpersonal, klare Arbeitsanweisungen, visuelle Standards und Training on the Job.

Funktion und Bedeutung von Verpackungstechnologie

Funktion der Verpackungstechnologie ist es, Waren sicher zu verpacken, um diese vor Beschädigungen während des Transports zu schützen. Darüber hinaus fördert sie auch eine effiziente und nachhaltige Nutzung der Ressourcen. Sie stellt sicher, dass Packmittel die geforderten Leistungsmerkmale zuverlässig erreichen, Abläufe standardisiert und reproduzierbar sind und Anforderungen aus Logistik, Handhabung und Kennzeichnung erfüllt werden. So wird die Balance zwischen Produktschutz, Materialeinsatz, Prozesszeit und Kosten systematisch hergestellt. Gleichzeitig reduziert ein robustes Prozessdesign Folgekosten aus Nacharbeit und Transportschäden, verbessert die OEE-relevanten Faktoren (Verfügbarkeit, Leistung, Qualität) und unterstützt vorbeugende Fehlervermeidung durch klare Freigaberoutinen, Poka-Yoke-Ansätze und kontinuierliche Verbesserung.

  • Produktschutz und Transportsicherheit: Stabilität gegen Druck-, Stoß- und Vibrationsbelastungen, sicherer Verschluss, leichtes und kontrolliertes Öffnen.
  • Effizienz und Prozessstabilität: kurze Rüstzeiten, automatisierbare Schritte, konstante Qualitätskennzahlen, geringe Ausschussquoten.
  • Wirtschaftlichkeit: optimierter Materialeinsatz, geeignete Bauarten, standardisierte Abläufe und geringere Prozesskosten.
  • Regelkonformität und Information: lesbare Kennzeichnungen, EAN-/Barcodes, Gefahrgut- oder Warnhinweise, Nachverfolgbarkeit.
  • Nachhaltigkeitswirkung: recyclingfähige Materialien, reduzierter Rohstoffeinsatz, hohe Auslastung von Transport- und Lagerflächen.
  • Ergonomie: handhabbare Gebinde, sinnvoll platzierte Grifföffnungen, klare Öffnungsmechaniken (z. B. Perforation) und geringes Eigengewicht.
  • Skalierbarkeit: anpassbare Prozesse für wechselnde Stückzahlen, Sortimente und saisonale Schwankungen.
  • Daten- und Dokumentationsqualität: nachvollziehbare Prüfpläne, Freigabestände, eindeutige Etikettierung und Chargenführung.
  • Kreislauforientierung: sortenreine Packmittel, reduzierte Verbunde, geordnete Rückführung von Reststoffen und Verschnitt.

Kennzahlen und Prüfgrößen

Typische Kennzahlen in der Wellpapptechnik sind u. a. Kantenstauchwiderstand (ECT), Kistenstapeltest (BCT), Berst- und Durchstoßfestigkeit sowie die Prüfung unter unterschiedlichen Klimabedingungen. Maßhaltigkeit, Rillverhalten, Klebenahtfestigkeit und Oberflächengüte werden fortlaufend überwacht. Ebenso relevant sind Maßkonzepte für Zuschnitt, Innenmaß und Füllraum, wozu praxisnahe Toleranzen definiert werden. Vertiefende Informationen bieten Hintergrundwissen zu praxisrelevanten Abmessungen und Toleranzen. Ergänzend werden Prozesskennzahlen wie Ausschussquote, Erstpassquote, Rüstzeitanteile und Anlagenverfügbarkeit herangezogen, um die Prozessfähigkeit (z. B. Cp/Cpk) zu bewerten und zielgerichtete Verbesserungen umzusetzen.

  • Prüf- und Stichprobenpläne: risikobasierte Prüfintervalle, AQL-orientierte Stichproben, Freigabekriterien und Sperrregeln.
  • Messmittelfähigkeit: kalibrierte Prüfmittel, Wiederhol- und Reproduzierbarkeitsanalysen, dokumentierte Prüfverfahren.
  • Klimamanagement: definierte Konditionierung, Berücksichtigung von Luftfeuchte und Temperatur entlang der Prozesskette.
  • Druck- und Kennzeichnungsqualität: Lesbarkeit, Farbstabilität, Kontrast und Haftung über die Lieferkette hinweg.

Normen, Richtlinien und Nachweise

Die Verpackungstechnologie orientiert sich an relevanten Normen und branchentypischen Leitfäden. Dazu gehören Anforderungen an Festigkeit, Kennzeichnung, Ladungssicherung sowie an die Dokumentation von Konformität und Rückverfolgbarkeit. Praxisgerecht umgesetzt bedeutet dies: definierte Prüfnachweise, belastbare Freigabeunterlagen, eindeutige Spezifikationen und klare Schnittstellenbeschreibungen zwischen Entwicklung, Produktion, Qualitätssicherung und Logistik.

Anwendungen und Beispiele für Verpackungstechnologie in der Wellpappbranche

Ein Beispiel für die Anwendung der Verpackungstechnologie in der Wellpappbranche ist die Herstellung von Wellpappkartons. Diese Kartons sind leicht, aber dennoch stark und stabil genug, um eine Vielzahl von Gegenständen zu transportieren. Ein anderes Beispiel ist die Nutzung von automatisierten Verpackungslinien in modernen Produktionsstätten. Diese ermöglichen eine schnellere, effizientere und genauere Verpackung der Produkte. Hinzu kommen variierende Kartonhöhen, integrierte Einsteck- oder Selbstklebeverschlüsse, definierte Öffnungshilfen und nutzerfreundliche Perforationen für ein kontrolliertes Entpacken. Ebenso relevant sind anwendungsnahe Lösungen wie versandoptimierte Umverpackungen, displayfähige Transportverpackungen (Shelf-Ready), modulare Einlagen für definierte Bauteilaufnahmen sowie anforderungsgerechte Feuchte- und Klimaführung in sensiblen Lieferketten.

  • Standardisierte Faltkisten (z. B. gängige Bauarten): wirtschaftliche Lösungen für Serienanwendungen mit kalkulierbaren Festigkeiten.
  • Stülpdeckel- und Stanzverpackungen: passgenaue Zuschnitte für spezifische Geometrien, optionale Einlagen zur Fixierung.
  • Automatisierte Linien: Kartonaufrichter, Befüllstationen, Falt- und Klebemaschinen, Etikettierer, Waagen, Roboter und Palettierer im Verbund.
  • Fixier- und Polsterkonzepte: angepasste Füll- oder Fixierelemente für empfindliche Produkte; Kombinationen aus Einlage, Polster und Umverpackung.
  • E‑Commerce und Ersatzteilversand: höhenvariable Zuschnitte, selbstklebende Verschlüsse, Rücksendeoptionen und manipulationssichere Öffnungshilfen.
  • Skalierung und Variantenvielfalt: flexible Umrüstprozesse für wechselnde Abmessungen, Artikelmix und kleinere Losgrößen.
  • Palettierung und Ladungssicherung: angepasste Packmuster, Nutzung standardisierter Ladehilfsmittel (z. B. Europalette), Kantenschutz und Umreifung.
  • Nachhaltigkeitsaspekte: Einsatz rezyklierbarer Materialien, Monomaterialkonzepte, alternative Faserstoffe (z. B. Graspapier) und reduzierte Leimaufträge.
  • Retail- und Logistikprozesse: effiziente Kommissionierung, klare Sicht- und Griffkanten, stapelstabile Ladeeinheiten.
  • Display- und Aktionsverpackungen: transportfähige Lösungen, die am PoS schnell geöffnet und platziert werden können.

Typische Prozessschritte

  1. Zuschnitt und Vorbereiten der Rohform
  2. Rillen, Perforieren und Stanzen der Konturen
  3. Falten und Kleben mit definierten Nahtqualitäten
  4. Drucken und Kennzeichnen für Rückverfolgbarkeit
  5. Befüllen, Verschließen, Wiegen und Prüfen
  6. Palettieren auf geeignete Ladehilfsmittel und Sichern der Ladung
  7. Intralogistische Bereitstellung, Versandvorbereitung und Dokumentation
  8. Warenausgangskontrolle, Übergabe an Transport und Sendungsverfolgung
  9. Rückführung von Verschnitt, Reststoffen und Prüfmustern in den Kreislauf

Vor- und Nachteile von Verpackungstechnologie

Die Vorteile der Verpackungstechnologie sind zahlreich. Sie ermöglicht eine effiziente Verpackung der Produkte, was zu Kosteneinsparungen führt. Zudem gewährleistet sie eine hohe Qualität der Verpackungen, die die Sicherheit der verpackten Produkte steigert. Auf der anderen Seite kann die Einführung neuer Verpackungstechnologien hohe Initialinvestitionen erfordern. Es kann auch Probleme bei der Aufrechterhaltung älterer Verpackungsmaschinen geben, wenn neue Technologien eingeführt werden. Ergänzend gilt: Je nach Variantenvielfalt steigen Anspruch und Aufwand für Rüstung, Schulung und vorbeugende Instandhaltung. Eine differenzierte Betrachtung von Prozessfähigkeit (z. B. Cp/Cpk), Materialeinsatz, Durchsatz und Servicekonzept ist daher sinnvoll. Darüber hinaus beeinflussen Software-Schnittstellen, Stammdatenqualität und die Verfügbarkeit qualifizierten Personals die reale Leistungsfähigkeit ebenso wie die konsequente Pflege von Prüfplänen und Wartungsintervallen.

  • Vorteile: reproduzierbare Qualität, hohe Ausbringung, bessere Ausnutzung von Material und Transportvolumen, transparente Kennzahlen, geringere Fehlerquoten.
  • Potenzielle Nachteile: Investitions- und Integrationsaufwand, Komplexität der Systeme, Abhängigkeit von Verbrauchsmaterialien und Ersatzteilen, Umrüstzeiten bei hoher Variantenbreite.
  • Abwägung: Nutzen entsteht durch abgestimmte Konstruktion, geeignete Anlagen, qualifizierte Bedienung, geplante Wartung und kontinuierliche Verbesserung.
  • Datenintegration: die Kopplung von Planung, Produktion und Qualität erfordert konsistente Stammdaten, klar definierte Schnittstellen und belastbare Auswertungen.
  • Risikomanagement: vorausschauende Ersatzteilhaltung, Lieferantenqualifizierung, Redundanzen und Eskalationspfade für Störungen.

Zusammenfassung:

  • Die Verpackungstechnologie konzentriert sich auf die Entwicklung und Optimierung von Verpackungsmethoden, darunter auch die Gestaltung und Herstellung von Verpackungen aus Wellpappe, die durch ihre Stabilität und Nachhaltigkeit überzeugen.
  • Durch die Arbeit an verschiedenen Verpackungsdesigns und die Prüfung ihrer Leistung unter realen Bedingungen bietet die Verpackungstechnologie Unternehmen die Möglichkeit, leistungsstarke Wellpappenverpackungen zu erstellen, die ihre Produkte sicher und effizient an ihre Kunden liefern.
  • Mithilfe der Verpackungstechnologie können Materialien wie Wellpappe nachhaltiger und effizienter genutzt werden, was zu einer Reduzierung von Materialverschwendung und zu einem verbesserten Umweltbild für Unternehmen führen kann.
  • Praxisrelevante Kennzahlen (u. a. ECT/BCT), geeignete Abmessungen und definierte Toleranzen bilden die Basis für reproduzierbare Packmittelqualität.
  • Automatisierte Prozessschritte – vom Aufrichten bis zur Palettierung – erhöhen Geschwindigkeit, Prozesssicherheit und Nachvollziehbarkeit im Betrieb.
  • Eine ausgewogene Bewertung von Investition, Variantenvielfalt, Instandhaltung und Schulungsaufwand ist entscheidend für wirtschaftlich tragfähige Lösungen.
  • Normenkonforme Kennzeichnung, belastbare Prüfnachweise und eine konsistente Dokumentation verbessern Rückverfolgbarkeit und Freigabesicherheit.
  • Ein integriertes Zusammenspiel aus Konstruktion, Prozessdaten, Logistik und Qualitätsmanagement stabilisiert die Leistungsfähigkeit über den gesamten Lebenszyklus.

Veröffentlicht am 04.07.2024
Letzte Überarbeitung am 08.10.2025 um 10:45 Uhr von Manuel Hofacker

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