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Hubkraft

In der Welt der Wellpappenverpackungen ist eine Eigenschaft besonders entscheidend: die Hubkraft. Sie spielt beim Transport und der Handhabung dieser nützlichen Produkte eine zentrale Rolle – von der Fertigung über die innerbetriebliche Logistik bis zur Verladung. Die Hubkraft beeinflusst nahezu jeden Aspekt der Wellpappenproduktion und -verwendung, weil sie festlegt, welche Einheiten sicher bewegt, positioniert und abgestapelt werden können, ohne die Verpackung oder deren Inhalt zu gefährden.

Praktisch entscheidet die Hubkraft darüber, welche Lasten angehoben, verfahren, gestapelt und sicher abgesetzt werden können – sei es als einzelner Karton, als gebündelte Einheit oder als palettierte Sendung. Damit ist sie ein maßgeblicher Parameter für Materialfluss, Arbeitssicherheit und die planbare Stabilität von Ladeeinheiten. Ebenso bestimmt sie, in welcher Taktzeit Prozesse laufen dürfen und wie groß die Reserven gegen dynamische Zusatzbelastungen (Anfahren, Bremsen, Unebenheiten) sein müssen, damit Wellpappkartons formstabil bleiben.

Definition: Was versteht man unter Hubkraft?

Die Hubkraft bezeichnet im physikalischen Sinne die Fähigkeit, ein Gewicht gegen die Schwerkraft anzuheben und in Position zu halten. Sie wird in der Regel in Newton (N) ausgedrückt und beschreibt die wirkende Kraft, die das Anheben einer Masse ermöglicht.

Technisch ist die Hubkraft die Kraft F, die benötigt wird, um eine Masse m gegen die Schwerkraft zu heben (F = m · g, mit g ≈ 9,81 m/s²). In der Praxis werden neben Newton auch daN (Dekanewton) oder kN (Kilonewton) verwendet; als Faustwert entspricht 1 kN ungefähr der Gewichtskraft von 100 kg. Bei Flurförderzeugen (z. B. Handhubwagen, Elektrohubwagen, Gabelstapler) wird die Fähigkeit, eine Last sicher anzuheben und zu halten, oft als Traglast angegeben – diese ist von der verfügbaren Hubkraft abhängig. Zusätzlich spielen Reibung, Steigung am Fahrweg, Beschleunigungen und der Lastschwerpunkt eine Rolle, wodurch die effektive Anforderung an die Hubkraft im Betrieb steigt.

  • Abgrenzung: Hubkraft (Kraft des hebenden Systems) ist nicht gleich Stapeldruckfestigkeit oder Tragfähigkeit der Wellpappkonstruktion. Verpackungskennwerte wie ECT/BCT (Kantenstauchwiderstand/Box Compression Test) beschreiben die Widerstandsfähigkeit des Kartons gegen Druckbelastung, nicht die aktive Hebefähigkeit eines Gerätes. Für die Auslegung ist das Zusammenspiel aus Geräteleistung und Kartonstabilität entscheidend.
  • Einheiten und Umrechnung: 500 kg Last entsprechen etwa 4,9 kN; 1.000 kg etwa 9,81 kN. Diese Näherungen helfen bei der Dimensionierung von Fördermitteln für Kartonagen und palettierte Einheiten. In Lastfällen mit Neigung, Beschleunigung oder ruckartigen Bewegungen sind zusätzliche Sicherheitszuschläge zu berücksichtigen.

Ergänzend lässt sich die Hubkraft im Alltag mit der Hebeleistung gleichsetzen, die erforderlich ist, um Ladeeinheiten aus Wellpappe kontrolliert zu bewegen. Je nach Einsatzfall sind Traglastreserven für das Halten in Höhe, für Kippmomente und für seitliche Stabilität einzuplanen.

Die Rolle der Hubkraft in der Wellpappenverpackungsindustrie

Im Kontext der Wellpappenverpackungsindustrie ist die verfügbare Hubkraft der eingesetzten Fördermittel ein Schlüsselfaktor. Je höher die Hubkraft eines Flurförderzeugs oder Hebezeugs ist, desto mehr Gewicht kann es sicher heben und manövrieren. Parallel dazu bestimmen die Tragfähigkeit, die Stapelfestigkeit und die Druckfestigkeit der Wellpappenverpackung (z. B. beeinflusst durch Wellenart und Papierqualitäten) die Grenzen für das zulässige Handling. Diese Kopplung beeinflusst, wie Produkte gestapelt, transportiert und gelagert werden können und wie stabil Ladeeinheiten im Prozess bleiben.

Operativ wirkt sich die verfügbare Hubkraft auf die gesamte Prozesskette aus: vom Abnehmen der Zuschnitte an der Maschine über das Greifen fertiger Kartons bis hin zum Bewegen ganzer Paletten mit Umreifung oder Stretchhaube. Sie definiert die Grenzen für Hubhöhe, Fahrgeschwindigkeit unter Last, Kurvenfahrt und das sichere Absetzen ohne Verformung. Ergänzend gilt: weitere Informationen zu robusten Verpackungen auf Lager sind hilfreich, um Lastannahmen realistisch zu treffen.

Einfluss auf Stapel- und Transportkonzepte

  • Palettierte Ladeeinheiten: Die Hubkraft muss zur Gesamtmasse inklusive Palette, Zwischenlagen und Umverpackung passen. Außerdem beeinflusst die Art der Palettierung (Verband, Überstand, Zwischenlagenmaterial) das resultierende Kippmoment.
  • Lastschwerpunktabstand: Je weiter die Last von der Gabelrückenfläche entfernt ist, desto geringer ist die nutzbare Traglast trotz nominell gleicher Hubkraft. Lastdiagramme geben die zulässigen Kombinationen aus Hubhöhe und Schwerpunktabstand vor.
  • Anbaugeräte: Klammern, Dorn- oder Vakuumheber reduzieren oft die effektive Traglast; das ist bei leichten, großvolumigen Kartons relevant. Zusätzlich erhöhen Anbaugeräte das Eigengewicht und verändern die Schwerpunktlage des Fahrzeugs.
  • Dynamik: Beschleunigen, Bremsen und Bodenunebenheiten erzeugen Zusatzkräfte, die die erforderliche Hubkraft im Betrieb erhöhen. Eine gleichmäßige Fahrweise und geeignete Fahrwege reduzieren diese Lastspitzen und schützen die Kartonage.

In der Verpackungspraxis bewährt sich ein abgestimmtes Konzept aus Hubkraft, Aufnahmetechnik (Gabel, Klammer, Dorn, Saugheber) und Verpackungsdesign (z. B. Kantenverstärkungen, Deckel- und Bodenaufbau), um Schäden durch Punktlasten oder Klemmdruck zu vermeiden.

Die Bedeutung einer stabilen Hubkraft

Eine stabile Hubkraft bedeutet, dass die Wellpappenverpackungen im Materialfluss unter unterschiedlichen Konditionen sicher gehandhabt werden können, weil die eingesetzten Geräte ihre Leistung reproduzierbar abrufen. Dies ist bei Temperaturschwankungen und in feuchter Umgebung besonders relevant. Die Beständigkeit der Hubkraft unter verschiedenen Bedingungen erhöht die Zuverlässigkeit der Abläufe und erlaubt den sicheren Transport von Gütern.

In der Praxis muss die verfügbare Hubkraft auch unter variierenden Umgebungsbedingungen (Temperatur, Feuchte, Staub) und über die gesamte Einsatzdauer abrufbar sein. Für Verpackungen ist relevant, dass sich Materialeigenschaften der Wellpappe bei Feuchte ändern können; dadurch sinkt die zulässige Druck- und Stapellast. Entsprechend werden Sicherheitszuschläge in der Auslegung empfohlen, um die Anhebe- und Haltevorgänge ohne Strukturversagen der Kartonage zu gewährleisten. Ergänzend sollten Prüfintervalle, Wartungszustand der Geräte und der Zustand von Hydraulik und Batterien berücksichtigt werden, um Leistungseinbrüche zu vermeiden.

  • Dauerlast und Kriechen: Länger anliegende Lasten erfordern Reserven, da Kartons über Zeit nachgeben können (Kriechverhalten). Eine Verringerung der Stapelhöhe oder Zwischenlagen mit größerer Auflagefläche können entgegenwirken.
  • Sicherheitsfaktoren: Üblich sind konservative Auslegungen (z. B. 1,3–1,6), um Toleranzen in Material und Handhabung auszugleichen. Bei dynamischen Prozessen oder geneigten Fahrwegen sind zusätzliche Zuschläge sinnvoll.
  • Gleichmäßige Lastverteilung: Punktlasten vermeiden und Auflageflächen ausreichend groß wählen, um Eindrückungen zu reduzieren. Kantenprofile und formstabile Decklagen erhöhen die Tragfähigkeit in der Praxis.

Ein strukturierter Prüfplan (Funktions- und Sicherheitschecks) und eine dokumentierte Lastannahme helfen, die notwendige Hubkraft und die passende Verpackungsgestaltung nachhaltig sicherzustellen.

Vor- und Nachteile von Hubkraft

Die Vorteile einer hohen Hubkraft sind deutlich: Produkte können in größeren Mengen gestapelt, kontrollierter transportiert und effizienter gelagert werden. Allerdings kann eine überdimensionierte Hubkraft in Verbindung mit ungeeigneter Greiftechnik zu Druck- oder Klemmschäden an der Verpackung führen. Daher muss das Gleichgewicht zwischen der Hubkraft des Geräts und der Belastbarkeit der Verpackung beachtet werden. Als Nachteil ist zu erwähnen, dass Wellpappenverpackungen mit geforderter hoher Druck- und Stapelstabilität in der Regel materialintensiver sind und damit höhere Kosten verursachen können.

Ergänzend gilt: Überdimensionierte Fördermittel können bei sensiblen Kartonagen zu Druckschäden führen (z. B. durch zu hohe Klemmkräfte). Unterdimensionierte Geräte wiederum erhöhen das Risiko von Fehlgriffen, Notstopps und Beschädigungen durch unkontrollierte Bewegungen. Wirtschaftlich beeinflusst die Hubkraft die Taktzeiten, den Personaleinsatz und den Energiebedarf im Materialfluss. Eine sorgfältige Auslegung senkt Ausschuss, reduziert Nacharbeit und stabilisiert Prozesse in Kommissionierung und Versand.

  • Vorteile: Flexiblere Palettierung, größere Losgrößen, geringere Umläufe, robustere Prozessfenster. Bessere Beherrschbarkeit von Stoß- und Schwingbelastungen bei Transport und Lagerung.
  • Nachteile: Höherer Investitions- und Wartungsbedarf bei Geräten, potenziell höheres Leergewicht, strengere Anforderungen an Bodenlasten und Verkehrswege. Erhöhte Anforderungen an Schulung und Unterweisung von Bedienpersonal.

Die optimale Balance entsteht, wenn Hubkraft, Verpackungsdesign (z. B. Wellenkombination wie B-, C- oder BC-Welle) und Ladeeinheitskonzept ganzheitlich betrachtet werden.

Zusätzliche Praxisaspekte zur Hubkraft

Angaben, Messung und Kennzeichnung

  • Typenschilder/Diagramme: Traglast- und Lastschwerpunktdiagramme geben an, welche Last bei welcher Hubhöhe sicher bewegt werden kann. Sie sind verbindliche Referenz für die Geräteauswahl und den Betrieb.
  • Rechenbeispiel: Eine palettierte Einheit mit 820 kg entspricht rund 8,0 kN. Bei 600 mm Lastschwerpunktabstand und 3 m Hubhöhe kann die zulässige Traglast geringer sein als die Nennangabe – das ist bei der Auswahl zu berücksichtigen. Ein dynamischer Zuschlag (z. B. 10–30 %) kann zusätzlich erforderlich sein.
  • Prüfung: Regelmäßige Funktions- und Bremsprüfungen sichern die reproduzierbare Hubkraft im Betrieb. Sichtprüfungen an Gabelzinken, Ketten, Hydraulik und Anbaugeräten verhindern Ausfälle und Folgeschäden an Kartonagen.

Typische Fehler und wie man sie vermeidet

  • Asymmetrische Lastaufnahme: Kartons möglichst mittig aufnehmen, ausreichend Gabelzinken unterfahren. Unnötige Überstände an der Palette vermeiden.
  • Ungeeignete Anpresskräfte: Bei Klammergeräten die Krafteinstellung auf die Druckfestigkeit der Kartonage abstimmen. Testklemmen an Musterverpackungen hilft, Schäden zu vermeiden.
  • Falsche Randbedingungen: Hubhöhe, Fahrwegneigung und Bodenbeschaffenheit in die Auslegung der erforderlichen Hubkraft einbeziehen. Rutschhemmende Unterlagen und formstabile Zwischenlagen erhöhen die Sicherheit.

Berechnungsansätze und Auslegung

  • Lastanalyse: Ist-Masse, Abmessungen, Schwerpunktlage und Verpackungsaufbau erfassen; daraus resultierende Kippmomente und Flächenpressungen bestimmen.
  • Reservebildung: Sicherheitsfaktor abhängig von Prozessdynamik, Umgebungsbedingungen und Toleranzen der Wellpappe wählen.
  • Validierung: Praxisnahe Tests (z. B. Probeläufe, Stapeltests, kurze Fahrversuche) mit instrumentierter Messung von Verformungen und Anpresskräften durchführen.

Zusammenhang mit Verpackungskennwerten

  • ECT/BCT: Kantenstauchwiderstand (ECT) und Druckversuch am fertigen Karton (BCT) begrenzen die zulässige Stapellast. Die Hubkraft darf Handhabungszustände nicht erzeugen, die diese Grenzen überschreiten.
  • Feuchte- und Temperaturverhalten: Erhöhte Luftfeuchte reduziert die Druckfestigkeit; daher konservativ auslegen und Lagerbedingungen berücksichtigen.
  • Wellenart und Papierqualitäten: Mehrwellige Qualitäten (z. B. BC) verteilen Lasten besser; Leichtpapiere erfordern besonders angepasste Greif- und Hubstrategien.

Zusammenfassung:

  • Die Hubkraft ist die Fähigkeit eines mechanischen Systems oder Geräts, eine bestimmte Last anzuheben. Für Unternehmen, die Verpackungen aus Wellpappe suchen, könnte das zum Beispiel die Stärke eines Gabelstaplers bezeichnen, um schwere Paletten mit Produkten anzuheben. Zusätzlich beschreibt sie die Reserve, um Lasten sicher zu halten und kontrolliert zu bewegen, ohne die Kartonage durch dynamische Kräfte zu schädigen. In Verbindung mit ECT/BCT und dem Ladeeinheitsdesign legt sie die zulässigen Betriebsfenster fest.
  • Die richtige Auswahl der Hubkraft ist entscheidend für die Arbeitseffizienz. Wenn zum Beispiel die Lasten, die in einem Verpackungsbetrieb bewegt werden sollen, die maximale Hubkraft des vorhandenen Geräts überschreiten, könnte dies zu Verzögerungen und möglichen Schäden an der Ware führen. Traglastdiagramme, Lastschwerpunktabstand und Hubhöhe sollten daher stets berücksichtigt werden, ergänzt um Sicherheitszuschläge für dynamische Prozesse.
  • Andererseits, wenn schnell und sicher große Mengen von Wellpappkartons verarbeitet werden sollen, ist ein Gerät mit zu niedriger Hubkraft ineffizient und könnte zu höherem Personalaufwand und Kosten führen. Ein angemessener Sicherheitsfaktor und eine passende Greif- bzw. Aufnahmetechnik reduzieren Ausschuss und Transportschäden; praxisnahe Tests sichern die Auslegung ab.
  • Für konstante Qualität im Materialfluss sind eine stabile Hubkraft, regelmäßige Prüfungen der Fördermittel und eine Lastverteilung passend zur Druckfestigkeit der Kartonage wesentlich. Wartung, Schulung des Bedienpersonals und geeignete Fahrwege erhöhen die Prozesssicherheit.
  • Ein praxisnahes Vorgehen kombiniert Lastanalyse (Gewicht, Geometrie, Schwerpunkt), Umgebungsbedingungen (Feuchte, Temperatur) und Prozessanforderungen (Takt, Hubhöhe), um Hubkraft und Verpackung belastungsgerecht auszulegen. So werden Effizienz, Produktschutz und Arbeitssicherheit im Umgang mit Wellpappenverpackungen verlässlich erreicht.

Veröffentlicht am 12.07.2024
Letzte Überarbeitung am 12.09.2025 um 12:14 Uhr von Manuel Hofacker

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