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Reifenverpackung

Reifenverpackungen sind ein integraler Bestandteil der Lieferkette in der Automobilindustrie. Sie ermöglichen den sicheren Transport und die fachgerechte Lagerung von Reifen und Reifensätzen, reduzieren Transportschäden und sorgen für ein sauberes, ergonomisches Handling. Neben dem Schutz vor mechanischen Belastungen unterstützen passende Lösungen die Bildung stabiler Ladeeinheiten, die Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit sowie die effiziente Nutzung von Lager- und Transportvolumen. Wellpappe spielt dabei eine zentrale Rolle, da sie bei geringem Eigengewicht eine hohe Festigkeit, gute Dämpfungseigenschaften und eine ressourcenschonende Kreislauffähigkeit bietet. Je nach Reifentyp (z. B. Pkw, SUV, Motorrad, Nutzfahrzeug) kommen unterschiedliche Konstruktionen wie Manschetten, Ringschützer, Deckelscheiben, Zwischenlagen oder komplette Umverpackungen zum Einsatz. Ergänzend werden häufig Umreifungen und Stretchfolien eingesetzt, um die gebildeten Ladeeinheiten zu sichern und Transportbeanspruchungen zuverlässig abzufangen.

Als Schnittstelle zwischen Produktion, Distribution und Werkstattprozessen ermöglichen Reifenverpackungen standardisierte Abläufe von der Kommissionierung bis zur Auslieferung. Sie unterstützen ein materialschonendes Handling, reduzieren Verschmutzungen und erleichtern die Einhaltung von Sauberkeits- und Sicherheitsvorgaben entlang der gesamten Lieferkette.

Definition: Was versteht man unter Reifenverpackung?

Unter einer Reifenverpackung versteht man eine spezielle Verpackungslösung, die dazu dient, Reifen während des Transports und der Lagerung zu schützen und zu stabilisieren. Sie ist in der Regel aus Wellpappe gefertigt, einem robusten und flexiblen Material mit günstiger Druck- und Dämpfungscharakteristik. Der Hauptzweck besteht darin, Oberflächen zu schützen, Deformationen zu vermeiden und äußere Einflüsse wie Staub, UV-Licht oder Feuchte fernzuhalten. Gleichzeitig unterstützt die Reifenverpackung das Bündeln zu Ladeeinheiten, die eindeutige Kennzeichnung (z. B. Barcodes, Artikelnummern) sowie ein sicheres, ergonomisches Handling. In vielen Anwendungen werden zusätzlich Informationsträger wie Etiketten, QR-Codes oder farbliche Markierungen integriert, um Wareneingang, Bestandsführung und Rückverfolgung zu erleichtern.

Reifenverpackungen sind ein Sammelbegriff für Schutz- und Fixierkomponenten, die einzelne Reifen, Paarungen oder Sets zusammenhalten. Typische Bausteine sind ringförmige Manschetten, Stirnseitenschutz (Deckelscheiben), Halb- oder Vollschalen, Zwischenlagen, Kantenschutzwinkel sowie Fixier- und Umreifelemente. Je nach Prozess können Einweg- oder mehrwegfähige Varianten eingesetzt werden; in der Praxis dominiert aus Gründen der Prozesssicherheit und Recyclingfähigkeit die Ausführung aus Wellpappe. Abgrenzend dazu kommen für Spezialanforderungen auch textile oder kunststoffbasierte Einleger zum Einsatz, etwa wenn hohe Feuchte oder wiederholte Umläufe gefordert sind.

Typische Ausführungen

  • Ring- bzw. Manschettenlösungen zum Schutz der Lauffläche und zur Fixierung des Umfangs
  • Stirnseitige Abdeckscheiben zur Vermeidung von Druckstellen und Verschmutzungen an den Reifenflanken
  • Halb- oder Vollschalen aus Wellpappe zur vollständigen Umhüllung einzelner Reifen
  • Zwischenlagen und Kantenschutz zum sicheren Stapeln mehrerer Reifen je Lage
  • Komplettverpackungen für montierte Räder (Reifen auf Felge) mit zusätzlichem Oberflächen- und Kantenschutz
  • Ringschützer mit integrierten Abstandshaltern, um punktuelle Lasten zu vermeiden
  • Variabel einstellbare Steck- oder Faltmanschetten mit Rillungen für verschiedene Durchmesser
  • Stirnscheiben mit Ausstanzungen für Umreifungsbänder und Handhabungsöffnungen

Herstellungsprozess und Eigenschaften von Reifenverpackungen

Beim Herstellungsprozess von Reifenverpackungen wird Wellpappe verwendet, die durch ihre Wellengeometrie hohe Festigkeit bei geringem Gewicht sowie gute Dämpfungseigenschaften bietet. Über Zuschnitt, Rillung, Stanzung und optionale Perforation entstehen passgenaue Bauteile, die den Umfang, die Flanken und die Auflageflächen des Reifens schützen. Ein spezielles Verfahren kommt zum Einsatz, um Zuschnitte effizient an die Form und den Durchmesser des Reifens anzupassen. Häufig werden Grifföffnungen, Lüftungs- oder Handhabungsöffnungen integriert, um das Tragen und das Kommissionieren zu erleichtern; konstruktive Stecksysteme oder Klebelaschen sorgen für eine werkzeuglose Montage. Für seriennahe Abläufe spielen reproduzierbare Toleranzen und saubere Kantenqualitäten eine Rolle, um Einreißen zu vermeiden und die Ergonomie zu verbessern.

Für die Materialauswahl werden Wellpappsorten (z. B. ein- oder zweiwellige Qualitäten) in Abhängigkeit von Traglast, Stapeldauer, Klima und gewünschter Dämpfung ausgewählt. Wichtige Kennwerte sind Kantenstauchwiderstand (ECT) und Stapeldruckfestigkeit (BCT). Bei erhöhten Feuchteanforderungen können feuchtigkeitsbeständigere Qualitäten oder Kaschierungen eingesetzt werden; drucktechnische Maßnahmen (z. B. Piktogramme für Stapel- und Handhabungshinweise) unterstützen die Prozesssicherheit. Ergänzend werden Klebungen (z. B. Hotmelt) oder verriegelnde Stecksysteme vorgesehen, wenn höhere Haltekräfte oder schnelle Montagezeiten gefordert sind.

Materialqualitäten und Wellenarten

Je nach Beanspruchung kommen unterschiedliche Wellenprofile (B-, C-, E-Welle sowie Kombinationen wie BC-Welle) zum Einsatz. Höhere Papiergrammaturen und die Wahl von Deckenpapieren (z. B. Kraftliner oder Testliner) beeinflussen Festigkeit, Kantenstabilität und Feuchteverhalten. Für längere Lagerzeiten, hohe Stapelhöhen oder wechselnde Klimabedingungen sind zweiwellige Ausführungen mit optimierter Rillgeometrie und ausreichenden Sicherheitsreserven sinnvoll. Eine sortenreine Ausführung erleichtert die spätere Materialrückführung.

Konstruktionskriterien

  • Passgenauigkeit entlang Umfang und Lauffläche ohne punktuelle Druckspitzen
  • Ausreichende Kanten- und Flächenstabilität bei geplanter Stapelhöhe und Lagerdauer
  • Ergonomische Handhabung: integrierte Griffe, klare Öffnungs-/Schließlogik
  • Materialeffizienz: möglichst geringe Zuschnittfläche bei ausreichender Schutzwirkung
  • Sortenreine Ausführung zur vereinfachten Rückführung in den Recyclingkreislauf
  • Kompatibilität mit Umreifungs- und Stretchprozessen sowie gängigen Palettenmaßen
  • Abgestimmte Rill- und Knickgeometrie für wiederholtes Falten ohne Materialermüdung
  • Ausreichende Toleranzfenster zur Aufnahme produktionsbedingter Reifentoleranzen

Maße, Passform und Abmessungen

Eine korrekte Dimensionierung ist entscheidend, damit die Verpackung schützt, ohne den Reifen zu deformieren. Relevante Abmessungen sind Außendurchmesser, Innenöffnung (bei Ringschützern), Reifenbreite und Umfang.

  1. Außendurchmesser und Breite des Reifens ermitteln (gemäß Produktetikett oder Messung)
  2. Innenaussparungen so auslegen, dass die Auflage flächig und spannungsarm erfolgt
  3. Ummantelungen mit ausreichendem Spiel konstruieren, um Toleranzen und Temperaturschwankungen auszugleichen
  4. Stirnseitige Abdeckscheiben so dimensionieren, dass sie nicht über die Reifenflanke hinausstehen
  5. Toleranzen (z. B. ±2–5 mm) berücksichtigen und bei Bedarf verstellbare Steckbereiche vorsehen
  6. Einflüsse von Klima und Lagerdauer in die Bemessung der Stapellasten einbeziehen

Für die Passform ist eine flächige Lastverteilung maßgeblich. Konstruktive Abstandselemente oder gepufferte Auflagen vermeiden punktuelle Belastungen an der Reifenflanke. Bei montierten Rädern sind Felgenschutz und Kantenschutz auf die spezifische Felgengeometrie abzustimmen.

Logistik und Palettierung

Reifen werden häufig als Stapellagen auf Paletten zu Ladeeinheiten gebildet. Zwischenlagen und Kantenschutz stabilisieren die Lagen, Umreifung oder Stretchfolie sichert die Einheit. Übliche Muster sind Lagebildungen aus 4, 6 oder mehr Reifen, abhängig von Reifendurchmesser und Palettenmaß (z. B. 1.200 × 800 mm). Für die Auslegung sind zulässige Stapelhöhen, Lagerklima und Kompressionskräfte zu berücksichtigen, um Verformungen der Reifen zu vermeiden.

Für standardisierte Bedarfe am Markt stehen Lösungen bereit; ein neutrales Überblicksbeispiel ist ein breites Sortiment an Verpackungen ab Lager, das typische Größenbereiche und Konstruktionsprinzipien abdeckt.

Zusätzlich sind Ladehilfsmittel (z. B. Palettenzwischenlagen, Antirutschpapiere) und definierte Umreifungsbilder zu berücksichtigen. Eine eindeutige Kennzeichnung der Ladeeinheit mit Gewichtsangaben, Schwerpunkt und Stapelhinweisen erleichtert die Ladungssicherung und reduziert Transportrisiken.

  • Gängige Palettenbilder: 2 × 2, 2 × 3 oder versetzte Anordnung je nach Reifendurchmesser
  • Umreifung: horizontal um den Reifenstapel sowie vertikal über Stirnscheiben zur Stabilisierung
  • Stretchfolienanwendung: definierte Überlappung und Vorspannung zur Sicherung ohne Deformation

Rechtliche Aspekte bei der Lagerung und Transport von Reifen

Die Lagerung und der Transport von Reifen unterliegen grundlegenden gesetzlichen und normativen Anforderungen. Dazu zählen Regelungen zur Ladungssicherung, Arbeitssicherheit und Kennzeichnung. Verpackungen müssen so ausgelegt und verwendet werden, dass sie Beschädigungen vermeiden, das sichere Stapeln ermöglichen und keine zusätzlichen Gefährdungen verursachen. Insbesondere sind Vorgaben zur Ladungssicherung (z. B. form- und kraftschlüssige Sicherung, Kennzeichnung von Schwerpunkt und Stapelhinweisen) zu beachten. Für die Lagerung sind passende Umgebungsbedingungen (trocken, vor UV/Ozon geschützt, moderates Temperaturprofil) maßgeblich, damit Materialalterung und Verformungen vermieden werden. Im Rahmen der abfallrechtlichen Anforderungen ist die Rückführung der verwendeten Materialien über etablierte Sammel- und Verwertungssysteme sicherzustellen. Eine angemessene Reifenverpackung unterstützt die Einhaltung dieser Anforderungen durch stabile Konstruktion, eindeutige Piktogramme und eine sortenreine Materialwahl.

Relevante Richtlinien und Normen betreffen u. a. die Sicherung der Ladung auf Straßenfahrzeugen, die Kennzeichnung von Einheiten und die Prüfung von Verpackungsmaterialien. Eine nachvollziehbare Dokumentation der Prüf- und Freigabeprozesse sowie regelmäßige Unterweisungen des Personals tragen zur Rechtssicherheit und zu konsistenten Prozessergebnissen bei.

Vor- und Nachteile von Reifenverpackungen

Reifenverpackungen bieten zahlreiche Vorteile. Sie gewährleisten nicht nur den physischen Schutz der Reifen, sondern helfen auch, Platz bei der Lagerung und dem Transport zu sparen. Durch die Möglichkeit, Reifen zu stapeln, kann ein effizienter Gebrauch des verfügbaren Platzes erreicht werden. Des Weiteren betrifft ein wesentlicher Vorteil von Reifenverpackungen aus Wellpappe den Aspekt der Nachhaltigkeit. Da Wellpappe aus recycelbaren Materialien hergestellt wird, sind entsprechende Lösungen ressourcenschonend und können je nach Ausführung mehrfach genutzt werden. Auf der anderen Seite können die Kosten für Reifenverpackungen als Nachteil angesehen werden. Insbesondere bei der Erstanschaffung und bei speziellen Ausführungen können sie einen spürbaren Kostenfaktor darstellen. Zudem kann ihre Entsorgung bzw. Rückführung zusätzlichen organisatorischen Aufwand bedeuten, sofern keine etablierten Sammelprozesse bestehen.

  • Schutz: Minimierung von Abrieb, Druckstellen und Verschmutzung; Dämpfung gegen Stöße und Vibrationen
  • Prozesseffizienz: standardisierte Ladeeinheiten, einfaches Kommissionieren, klare Kennzeichnung
  • Ressourcen: geringes Eigengewicht, flache Anlieferung der Zuschnitte, gute Recyclingfähigkeit
  • Grenzen: Feuchteempfindlichkeit konventioneller Qualitäten, begrenzte Dauerstapelbelastung bei sehr hohen Lasten
  • Kostenaspekte: initialer Beschaffungsaufwand, Aufwand für fachgerechte Entsorgung bzw. Rückführung
  • Skalierbarkeit: anpassbar an unterschiedliche Reifendurchmesser und -breiten durch modulare Bauteile
  • Standardisierung: wiederholbare Montage- und Palettierprozesse bei Serienbedarfen

Qualitätssicherung und Tests

  • Kompressions- und Stapeltests zur Bestätigung der Tragfähigkeit über die geplante Lagerdauer
  • Fall- und Kippversuche zur Beurteilung der Transportsicherheit
  • Klimatests (Feuchte/Temperatur) zur Bewertung der Stabilität unter realen Bedingungen
  • Funktionsprüfungen der Grifföffnungen und Handhabungselemente
  • Vibrationstests unter praxisnahen Frequenzen zur Beurteilung der Sicherung der Ladeeinheit
  • Regelmäßige ECT-/BCT-Prüfungen der Materialchargen zur Sicherung gleichbleibender Qualität
  • Praxistests im Versand (Pilotchargen) mit dokumentiertem Monitoring von Schäden und Rückmeldungen

Häufige Fehler und deren Vermeidung

  • Zu enge Ummantelung: führt zu Druckstellen – mit konstruktivem Spiel und flächiger Auflage auslegen
  • Unzureichende Zwischenlagen: erhöhtes Risiko von Verformungen – tragfähige Zwischenlagen vorsehen
  • Fehlende Kennzeichnung: erschwert LadungssicherungPiktogramme und Stapelhinweise anbringen
  • Ungeeignete Materialqualität: unzureichende Stabilität – Wellpappqualität an Last- und Klimaprofil anpassen
  • Nicht abgestimmte Umreifungsbilder: Gefahr von Einschnitten – Kanten- und Flankenschutz vorsehen
  • Unklare Montageanleitungen: führt zu inkonsistenter Anwendung – eindeutige Falt- und Steckhinweise bereitstellen
  • Unterschätzte Feuchtebelastung: Festigkeitsverlust – feuchtebeständigere Qualitäten oder Schutzlagen nutzen

Zusammenfassung:

  • Reifenverpackung ist ein spezielles Verpackungsformat, das darauf ausgelegt ist, Reifen sicher und effizient zu lagern und zu transportieren.
  • Unternehmen, die nach einer umweltfreundlichen und robusten Lösung suchen, könnten den Einsatz von Verpackungen aus Wellpappe in Betracht ziehen, da diese sowohl stabil als auch recyclebar sind.
  • Die richtige Reifenverpackung bewahrt die Qualität der Reifen, schützt sie vor Umwelteinflüssen und erleichtert ihre Handhabung während des Transportprozesses.
  • Wesentlich sind passende Abmessungen, ausreichende Stapelfestigkeit und ergonomische Handhabungsdetails.
  • Durch geeignete Kennzeichnung und standardisierte Ladeeinheiten lassen sich Prozesse in Lager und Transport vereinheitlichen.
  • Die Materialwahl und eine sortenreine Ausführung unterstützen die rechtssichere Rückführung in den Recyclingkreislauf.
  • Geprüfte Konstruktionen mit dokumentierten Testnachweisen (z. B. Stapel- und Klimatests) erhöhen die Prozesssicherheit.
  • Abgestimmte Palettiermuster, Umreifung und Zwischenlagen reduzieren Transportrisiken und verhindern Deformationen.

Veröffentlicht am 20.07.2024
Letzte Überarbeitung am 05.01.2026 um 12:14 Uhr von Julia Kopp

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