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Schutzfolie
Im Bereich der Verpackungstechnik spielt die Schutzfolie eine entscheidende Rolle. Gerade in Bezug auf Wellpappverpackungen dient sie dazu, Produkte sicher und unbeschädigt von Ort zu Ort zu bringen. Sie wirkt als Barriere gegen Feuchtigkeit, Staub, Schmutz und mechanische Beanspruchungen, stabilisiert Ladeeinheiten und schützt empfindliche Oberflächen während Lagerung, Kommissionierung und Transport. Darüber hinaus unterstützt sie die Funktionssicherheit von Verpackungen, indem sie das Gleitverhalten bei der Handhabung verbessert, Reibungsschäden minimiert und die Wellpappe vor Nässeeintrag und Verschmutzung bewahrt. In der Praxis wird Schutzfolie als Primär- oder Sekundärverpackungskomponente eingesetzt – etwa als Inliner in Kartons, als Abdeckhaube, als Zwischenlage oder als Wickelfolie zur Umreifungsersatz-Stabilisierung.
Definition: Was versteht man unter Schutzfolie?
Unter Schutzfolie versteht man eine spezielle Folie, die dazu dient, das darunterliegende Material oder Produkt vor äußeren Einflüssen zu schützen. Sie kann verschiedene Eigenschaften aufweisen, abhängig vom spezifischen Anwendungsbereich. Schutzfolien können zum Beispiel wasserabweisend, reißfest oder UV-stabilisiert sein. Man unterscheidet temporäre Schutzfolien (etwa Abdeck- und Haftfolien, die rückstandsfrei entfernt werden) von dauerhaften Lösungen (z. B. Barriere- oder Korrosionsschutzfolien). Ebenso relevant ist die Differenzierung zwischen kontaktierenden Schutzfolien (direkter Kontakt zum Packgut) und nicht kontaktierenden Anwendungen (z. B. Palettenhauben).
Technisch gesehen handelt es sich zumeist um Kunststofffolien aus Polyethylen (LDPE/LLDPE/HDPE), Polypropylen (CPP/BOPP) oder anderen Polymeren. Typische Parameter sind Folienstärke (in µm), Transparenz oder Opazität, Reiß- und Durchstoßfestigkeit, Gleitreibwert (statisch/dynamisch) sowie die Oberflächenspannung (für die Bedruck- bzw. Kaschierbarkeit). Je nach Ausführung sind Schutzfolien glatt oder strukturiert, antistatisch, mit Korrosionsschutz (VCI), UV-stabilisiert oder mit Haftschichten versehen. Sie liegen als Rollenware, Zuschnitte, Beutel, Hauben oder Formate vor und können produktseitig neutral, bedruckt oder mit Markierungen ausgeliefert werden. Produktionsseitig kommen Blasfolien (Blown) und Gießfolien (Cast) zum Einsatz, was sich auf Dehnungsverhalten und Dickenprofil (MD/TD) auswirkt. Additive wie Gleitmittel (Slip), Antiblock, Antifog, UV-Absorber oder Antistatika werden anwendungsabhängig formuliert; der Schmelzindex (MFI/MFR) des Basismaterials beeinflusst Verarbeitbarkeit und mechanische Performance.
Arten von Schutzfolien
Es existieren unterschiedliche Arten von Schutzfolien, die in der Wellpappenindustrie zum Einsatz kommen. Dazu zählen beispielsweise PE-Folien, die durch ihre Wasserbeständigkeit und hohe Flexibilität punkten und häufig für die Außenverpackung genutzt werden. Daneben sind auch Schrumpffolien zu nennen, die sich fest um das Produkt legen und so optimalen Schutz bieten. Je nach Anwendungsfall unterscheiden sich diese Materialien in Siegelverhalten, Steifigkeit, Barriereleistung, Rückstellkräften und Oberflächenbeschaffenheit.
- PE-Folien (LDPE/HDPE): vielseitig, feuchtigkeitsabweisend, in vielen Stärken verfügbar; als Abdeckhaube, Inliner oder Flachfolie gebräuchlich. LLDPE- und mLLDPE-Modifikationen erhöhen Reiß- und Durchstoßfestigkeit und ermöglichen geringere Dicken bei gleicher Schutzwirkung.
- PP-Folien: höhere Steifigkeit und Temperaturbeständigkeit als PE; geeignet, wenn mehr Formstabilität gefragt ist. BOPP bietet gute Klarheit und Steifigkeit, CPP ist siegelstark und eignet sich für Deckanwendungen.
- Schrumpffolie: legt sich mittels Wärme eng um Produkte oder Gebinde und fixiert diese gegen Verrutschen. Schrumpfraten in MD/TD und die notwendige Energiezufuhr sind auf Packgut und Wellpappverpackung abzustimmen.
- Stretchfolie (Hand- und Maschinenstretch): elastische Wickelfolie zur Stabilisierung von Ladeeinheiten und zum Schutz vor Staub und Feuchte. Wichtige Kennwerte sind Dehnung, Rückstellkraft und Vorreckpotenzial; Pre-Stretch reduziert Materialeinsatz.
- Luftpolsterfolie: mehrlagiges Polstermaterial zur Dämpfung von Stößen und zum Oberflächenschutz empfindlicher Güter. Noppenhöhe und Noppendurchmesser beeinflussen die Polsterwirkung und das Handling in Kartonagen.
- ESD-/antistatische Folie: zum Schutz elektronischer Bauteile vor elektrostatischer Entladung. Ableitfähige und abschirmende Ausführungen werden nach Oberflächenwiderstand und Schirmdämpfung spezifiziert.
- VCI-Korrosionsschutzfolie: für metallische Komponenten; bildet eine schützende Atmosphäre gegen Korrosion. Die Wirkzeit hängt von Folienstärke, Dichtigkeit der Verpackung und Umgebungsbedingungen ab.
- Haft- und Abdeckfolien (Low-Tack/Medium-Tack): temporärer Oberflächenschutz, rückstandsfrei abziehbar. Klebkraft wird üblicherweise in N/25 mm angegeben und muss zur Substratoberfläche passen.
- Verbund- und Barrierefolien: kombinierte Schichten zur Verringerung von Gas- oder Wasserdampfdurchlässigkeit, sofern spezielle Barriereanforderungen bestehen. Typische Barrierematerialien sind EVOH oder PA; die Rezyklierbarkeit ist bei Verbunden besonders zu betrachten.
- Folien aus Rezyklat oder biobasierten Rohstoffen: zur Erfüllung ökologischer Anforderungen und zur Reduktion des Primärkunststoffanteils. Für kompostierbare Qualitäten sind Leistungsprofil und Entsorgungsweg (z. B. industrielle Kompostierung gemäß relevanten Normen) kritisch zu prüfen.
Anwendungsbereiche von Schutzfolien in der Wellpapp-Industrie
Schutzfolien finden in der Wellpapp-Industrie vielseitige Anwendung. Sie werden zur Sicherung von Produkten während des Transports eingesetzt, fungieren als zwischenlagerfähiger Schutz vor Staub und Feuchtigkeit und können als zusätzliche Polsterschicht innerhalb der Verpackung zum Schutz des Produkts dienen. Anwendungen reichen von E-Commerce-Sendungen und Ersatzteilen über Maschinenbaukomponenten und Möbel bis hin zu sensiblen Konsumgütern; überall dort, wo Wellpappverpackungen eingesetzt werden, ergänzt die passende Folie die Schutzfunktion.
- Inlay und Auskleidung: Folien-Inliner in Kartonagen dienen als Feuchtesperre oder Staubschutz für empfindliche Waren. Sie reduzieren das Risiko von Quellung oder Wellenbruch der Wellpappe bei feuchtegeführten Lieferketten.
- Abdeckhauben und Zuschnitte: Schutz vor Verschmutzung, Spritzwasser und Kratzern bei Lagerung und innerbetrieblicher Logistik. Zuschnitte erleichtern standardisierte Packabläufe und reduzieren Verschnitt.
- Paletten- und Gebindesicherung: Stretch- oder Schrumpffolie stabilisiert Ladeeinheiten und reduziert Transportschäden. In Verbindung mit Kantenschutzprofilen lassen sich Ecken und Kanten zusätzlich absichern.
- Polsterung und Oberflächenschutz: Luftpolster- oder Schaumfolien mindern Stoß- und Abriebbelastungen. Sie eignen sich besonders bei lackierten, glänzenden oder empfindlichen Oberflächen.
- Bündeln und Fixieren: Folie dient zur Zusammenfassung von Kleinteilen oder Sets innerhalb von Kartonagen. Dadurch bleibt die Orientierung im Packgut erhalten und die Pick-and-Pack-Effizienz steigt.
- Schutz vor Umwelteinflüssen: UV-stabilisierte oder antistatische Ausführungen sichern Produkte gegen Lichteinwirkung bzw. elektrostatische Aufladung. Bei Außenlagerung oder langen Transportwegen erhöht dies die Packmittelsicherheit.
Branchenspezifische Beispiele
Im Möbelsegment bewahrt Schutzfolie konfektionierte Flächen vor Kratzern; im Maschinenbau schützt sie präzise Oberflächen und beschichtete Teile. In der Elektronik werden ESD-Folien für Baugruppen und Bauteile genutzt, während im Handel Folienhauben Palettenware vor Staub bewahren. Für Rücksendungen im Onlinehandel dienen Folienbeutel als zusätzliche Schicht, die die Wellpappverpackung vor Verschmutzung von innen schützt.
Vor- und Nachteile von Schutzfolien
Die Verwendung von Schutzfolien bringt verschiedene Vorteile mit sich, hat jedoch auch einige Nachteile. Zu den Vorteilen zählt die effektive Sicherung des Produkts während des Transports und die Möglichkeit, bestimmte Produkteigenschaften wie Feuchtigkeits-, UV- oder Staubresistenz zu gewährleisten. Ein Nachteil kann die entstehende Menge an Verpackungsmüll sein. Vielversprechend sind hier jedoch biologisch abbaubare Schutzfolien, die eine nachhaltige und umweltfreundliche Alternative darstellen. Zusätzlich lassen sich durch Materialreduktion, optimierte Zuschnittmaße und Vorreckstrategien signifikante Einsparungen bei Ressourcen und Abfall erzielen, ohne die Schutzwirkung zu kompromittieren.
- Vorteile: anpassbare Materialeigenschaften, geringes Gewicht, kosteneffiziente Flächenabdeckung, transparente Kontrolle des Packguts, gute mechanische Performance bei geringer Materialstärke. Als Sekundärverpackung erleichtert Folie zudem die Ladungssicherung und senkt Beschädigungsrisiken.
- Herausforderungen: zusätzliche Materialfraktionen in der Entsorgung, mögliche Inkompatibilitäten bei Mischkunststoffen, Handhabungsaufwand, potenzielle Geräuschentwicklung beim Wickeln. Kondensationseffekte sind bei Temperaturwechseln zu berücksichtigen.
- Ansätze zur Verbesserung: Einsatz von Rezyklaten, sortenreine Auslegung, reduzierte Materialdicken, Mehrfachverwendung, alternative biobasierte oder kompostierbare Qualitäten – stets abgestimmt auf Anwendungsfall und Entsorgungsweg. Design-for-Recycling und klare Kennzeichnung unterstützen die Kreislaufführung.
Materialeigenschaften und Spezifikation
- Folienstärke: Auswahl nach Produktgewicht, Kantenempfindlichkeit und gewünschter Schutzwirkung. Dünnere Qualitäten sind materialeffizient, benötigen aber ausreichende Durchstoßfestigkeit.
- Mechanik: Reiß- und Durchstoßfestigkeit, Dehnung und Rückstellkraft (besonders bei Stretchfolien). MD/TD-Differenzen beeinflussen das Verhalten im Einsatz.
- Oberfläche: Gleitreibwert, Kratzempfindlichkeit, optische Klarheit (Haze), Bedruckbarkeit. Vorbehandlungen (z. B. Corona) erhöhen die Oberflächenspannung für Druck/Kaschierung.
- Funktion: antistatisch, VCI, UV-Stabilisierung, Heißsiegelfähigkeit, Haftung (Low/Medium-Tack). Antifog- und Antiblock-Ausrüstungen verbessern Handling und Optik.
- Abmessungen: Rollenbreite, Hülsendurchmesser, Bahnlänge, Zuschnittgrößen und Toleranzen passend zur Packlinie. Wickelrichtung und Spleißqualität beeinflussen Prozessstabilität.
- Umweltaspekte: Recyclingfähigkeit, Rezyklatanteil, biobasierte Inhalte und Nachweise. Monomaterial-Konzepte erleichtern die stoffliche Verwertung.
- Thermik und Klima: Einsatztemperatur, Schrumpf- bzw. Siegelbereich, Verhalten bei Kälte/Hitze und unter wechselnder Luftfeuchte.
Dimensionierung und Auswahlkriterien
Die geeignete Schutzfolie wird über Packgutparameter (Masse, Kanten, Oberflächenbeschaffenheit), Logistikprofil (Transportwege, Umschlaghäufigkeit) und Prozessanforderungen (manuell/automatisiert, Taktzeiten) festgelegt. Als Faustregel gilt: Je höher die Kantenbelastung und das Beschädigungsrisiko, desto höher sollten Durchstoßfestigkeit und Dehnung ausfallen; für Palettensicherung ist ein balanciertes Verhältnis aus Vorreck, Rückstellkraft und Gleitreibwert entscheidend. Bei Kartoninlinern stehen Dichtigkeit, Abmessungen und Siegel-/Schweißverhalten im Vordergrund.
Verarbeitung und Konfektion
Schutzfolien werden als Rollenware verarbeitet, auf Format geschnitten, verschweißt (Beutel/Hauben) oder in Kombination mit Kartonagen als Inliner eingesetzt. Relevante Prozessschritte sind Zuschnitt, Rand- und Querschweißungen, das Aufbringen von Öffnungshilfen und das Herstellen definierter Abreißkanten. Für abreißfreundliche Anwendungen sind ausführliche Hintergründe zur Perforation von Folienbahnen und Abrisslinien zu beachten, um Handling und Prozesssicherheit zu erhöhen.
Prozesshinweise
Maschineneinstellungen (Bahnlauf, Zugspannung, Andruck, Temperatur/Zeit/Druck beim Versiegeln) sind material- und dickenspezifisch zu validieren. Saubere Schnittkanten verhindern Einrisse; Spleiße sind flach und sicher auszuführen. Beim Schrumpfen ist auf gleichmäßige Wärmeverteilung und ausreichende Belüftung zu achten; bei Stretchprozessen verbessern Vorreck- und Wickelprofile die Laststabilität bei reduziertem Materialeinsatz.
Nachhaltigkeit und Entsorgung
- Recycling: sortenreine PE- und PP-Folien sind in vielen Systemen gut verwertbar; klare Kennzeichnung erleichtert die Trennung. Monomaterial-Lösungen sind zu bevorzugen.
- Rezyklateinsatz: mechanisch recycelte Qualitäten können den Materialeinsatz aus Primärrohstoffen senken, sofern die geforderte Qualität erreicht wird. Für optisch anspruchsvolle Anwendungen ist die Gel- und Inklusionsrate zu bewerten.
- Biobasierte/abbaubare Optionen: nur einsetzen, wenn Entsorgungswege und Leistungsanforderungen dazu passen; industrielle Kompostierung unterscheidet sich von Heimkompost. Performance und Lagerbeständigkeit sind über die gesamte Lieferkette zu prüfen.
- Materialreduktion: optimierte Folienstärken und anwendungsgerechte Dimensionierung verringern Ressourcenverbrauch und Abfallmengen. Verpackungsdesigns mit Wiederverwendungspotenzial (z. B. Mehrfachnutzung von Hauben) unterstützen Ressourceneffizienz.
Regulatorische Aspekte
Für kunststoffbasierte Verpackungskomponenten sind nationale Vorgaben und branchenspezifische Regularien zu beachten (z. B. Kennzeichnung, Rücknahme- und Verwertungsanforderungen). Bei möglichem Lebensmittelkontakt gelten die einschlägigen Konformitätsanforderungen; migrationsrelevante Anwendungen sind gesondert zu bewerten.
Qualitätssicherung und Prüfmerkmale
- Mechanische Tests: Reißdehnung, Reißfestigkeit, Durchstoßfestigkeit, Schweißnahtfestigkeit. MD/TD-Verhalten wird getrennt ermittelt.
- Optik und Haptik: Trübung (Haze), Glanz, Oberflächenreibung. Prüfungen des Gleitreibwerts erfolgen üblicherweise statisch und dynamisch.
- Barrierekennwerte: Wasserdampfdurchlässigkeit (WVTR) und ggf. Sauerstoffdurchlässigkeit bei Barrierefolien. Prüfumgebung (Temperatur, relative Feuchte) ist anzugeben.
- Prozessfähigkeit: Wickelbild, Bahnlauf, Verarbeitungsfenster an Abpacklinien. Dickenprofil und Gelanteil beeinflussen Laufstabilität und Optik.
Sicherheit und Handhabung
- Arbeitsschutz: Kanten vermeiden, Schneidwerkzeuge sicher verwenden, Rutschgefahr durch Folienreste beachten. Schutzausrüstung entsprechend der Tätigkeit einsetzen.
- Thermische Prozesse: beim Schrumpfen auf ausreichende Belüftung achten und Wärmequellen fachgerecht einsetzen. Verbrennungs- und Brandgefahr vermeiden.
- Lagerung: trocken, vor UV-Strahlung geschützt lagern; Temperaturbereich gemäß Spezifikation einhalten. Druckstellen und Teleskopieren der Rollen durch passende Lagerung verhindern.
Kompatibilität mit Wellpappe
Schutzfolien beeinflussen den Feuchtehaushalt von Wellpappverpackungen positiv (Sperre gegen Feuchtigkeit), können jedoch bei falscher Auslegung Kondensat fördern. Klebrige Oberflächen sollten keinen Kontakt mit Wellpappdruckflächen haben, um Abheben von Druckfarbe zu vermeiden. Bei hohen Lasten sind Kantenpolster oder zusätzliche Kantenschutzprofile in Verbindung mit Folien sinnvoll.
Normen, Prüfverfahren und Kennzeichnungen
Für die Spezifikation und Prüfung von Schutzfolien kommen etablierte Normen und Verfahren zum Einsatz. Dazu gehören u. a. Prüfungen zur Zugfestigkeit und Dehnung, Weiterreiß- und Durchstoßfestigkeit, Reibwerte, Dickenmessung sowie Barrierekennwerte. Eine eindeutige Kennzeichnung der Werkstofffamilie unterstützt die sortenreine Verwertung.
- Zug- und Dehnverhalten: Prüfungen nach gängigen Normen für Kunststoffe und Folien (z. B. ISO-Verfahren) differenzieren MD/TD.
- Reibwerte (COF): Bestimmung von statischem und dynamischem Gleitreibwert für Prozess- und Anwendungssicherheit.
- Dicke/Dickenprofil: genormte Verfahren zur Messung der Folienstärke und ihrer Toleranzen über die Bahnbreite.
- Barriere: Wasserdampf- und ggf. Sauerstoffdurchlässigkeit unter definierten Klimabedingungen.
- Kennzeichnung: Werkstoff- und Recyclingsymbole unterstützen die Zuordnung in Entsorgungssystemen.
Typische Fehlerbilder und Abhilfen
- Teleskopieren von Rollen: Wickelspannung und Temperaturführung anpassen; Lagerbedingungen prüfen.
- Blocking/Anhaften: Additivierung (Antiblock/Slip) und Kühlung optimieren; Rollendruck reduzieren.
- Einrisse an Kanten: Schnittqualität verbessern, Kantenabrundungen am Packgut vorsehen, Folienstärke/Modul anpassen.
- Unzureichende Laststabilität: Vorreck und Wickelpattern anpassen, zusätzliche Lagen oder Kantenschutz einplanen.
- Trübungen/Einschlüsse: Rohstoffqualität und Prozessführung prüfen; Gelanteil minimieren.
Begriffsabgrenzung und Synonyme
Im Umfeld der Wellpappverpackungen werden Schutzfolien je nach Funktion auch als Abdeckfolie, Inliner, Folienhaube, Wickelfolie, Polsterfolie (Luftpolster/Schaum) oder temporäre Oberflächenschutzfolie bezeichnet. Die konkrete Bezeichnung richtet sich nach Einsatzzweck, Materialaufbau und Konfektionsform.
Zusammenfassung:
- Schutzfolien dienen dem Schutz von Produkten und können als zusätzliche Schicht in Wellpappverpackungen integriert werden, um die Artikel während des Transports zu schützen.
- Diese Art von Folien erweist sich als sehr effektiv, um Empfindlichkeiten wie Kratzer, Staub oder Feuchtigkeit auszuschließen. Sie bieten einen zusätzlichen Schutz für Produkte, die in Wellpappverpackungen gelagert und transportiert werden.
- Es gibt verschiedene Arten von Schutzfolien, wie beispielsweise Luftpolsterfolie oder Stretchfolie, die sich hervorragend dazu eignen, empfindliche Waren in Verpackungen zu verstauen und sie vor potenziellen Schäden zu bewahren.
- Die richtige Auswahl orientiert sich an Folienstärke, mechanischen Eigenschaften, Oberflächenanforderungen, Abmessungen und dem vorgesehenen Entsorgungsweg.
- Durch geeignete Konfektion (z. B. Zuschnitt, Schweißung, definierte Abrisslinien) und sachgerechte Handhabung steigert Schutzfolie die Transportsicherheit und reduziert Beschädigungen.
- Nachhaltige Auslegung mit sortenreinen Materialien, optimierten Dicken und klarer Kennzeichnung erleichtert das Recycling und trägt zur Ressourcenschonung bei.
- Qualitätssicherung über standardisierte Prüfmerkmale und prozesssichere Verarbeitung stellt konstante Eigenschaften im laufenden Verpackungsbetrieb sicher.
Veröffentlicht am 06.07.2024
Letzte Überarbeitung am 02.12.2025 um 11:08 Uhr von Julia Kopp