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Wellpappcontainer
Im vielfältigen Bereich der Verpackungen spielen Wellpappcontainer eine wichtige Rolle. Sie sind das Herzstück des Verpackungssektors, vor allem aufgrund ihrer Vielseitigkeit und Funktionalität. Diese kosteneffizienten und umweltfreundlichen Verpackungsoptionen sind aus der Industrie kaum wegzudenken. Als großvolumige Ladeeinheiten dienen sie der sicheren Bündelung, dem Schutz und der effizienten Handhabung von Gütern entlang der gesamten Lieferkette – von der Produktion über die Lagerlogistik bis zum Transport.
Als Großladungsträger aus Wellpappe verbinden Wellpappcontainer ein geringes Eigengewicht mit hoher Schutzwirkung und ermöglichen eine modulare, palettenfähige Verpackungsgestaltung. Sie unterstützen standardisierte Logistikprozesse, reduzieren Transportrisiken und lassen sich durch konstruktive Elemente präzise an Produktgeometrien anpassen. In Kombination mit geeigneten Innenverpackungen entstehen robuste Versandbehälter für unterschiedliche Belastungsfälle, etwa beim Umschlag, im Hochregallager oder in interkontinentalen Transportketten.
Definition: Was versteht man unter Wellpappcontainern?
Wellpappcontainer sind Verpackungslösungen aus Wellpappe. Sie bestehen aus einer oder mehreren Lagen Wellpappe und zeichnen sich durch ihre Robustheit und Anpassungsfähigkeit aus. Diese Art von Container findet Anwendung in verschiedenen Industrien, darunter Lebensmittel, Elektronik, Pharmazie und mehr. Sie schützen Produkte während des Transports und der Lagerung vor Beschädigungen.
Typisch für Wellpappcontainer sind großformatige Bauarten auf Palettenbasis (zum Beispiel als Palettenbox oder Octabin), klassische Faltkisten (etwa nach FEFCO 02xx) sowie mehrteilige Lösungen mit Deckel und Boden. Je nach Beanspruchung kommen ein-, zwei- oder dreiwellige Qualitäten zum Einsatz (zum Beispiel BC- oder AAA-Welle) mit entsprechend angepasstem Kantenstauchwiderstand. Durch die Kombination aus Liner- und Wellenpapier entsteht ein günstiges Verhältnis aus Eigengewicht, Stabilität und Dämpfung.
Abgrenzung und Varianten
- Ein- und zweiwellige Container für leichte bis mittelschwere Güter.
- Dreiwellige Schwerlast-Container für großvolumige, druckempfindliche oder stapelintensive Sendungen.
- Formate mit Einsatzteilen, Zwischenlagen, Stanz-Inlets oder Fixierkomponenten zur Produktpositionierung.
- Spezielle Bauformen mit Deckel/Boden, Klappdeckel, Grifföffnungen, Stapelrändern oder Perforation für vereinfachtes Öffnen.
- Octabin-Konstruktionen für Schüttgüter wie Granulate mit optionalen Inlinern oder Auslauföffnungen.
- Mehrteilige Sets mit Hülsen, Manschetten und lasttragenden Einsätzen zur Erhöhung der Stapelei und Flächenlastverteilung.
- Antistatische oder ableitfähige Ausführungen für empfindliche Elektronikkomponenten in EGB-Umgebungen.
Materialien und Aufbau
Zum Einsatz kommen überwiegend Kraftliner, Testliner und Wellenpapiere in abgestimmten Flächengewichten. Die Wahl der Wellengeometrie (B-, C-, E- oder Kombinationen wie BC, EB) beeinflusst Dämpfung, Kantenstauchwiderstand und Bedruckbarkeit. Klebungen erfolgen mit stärkehaltigen, wasserbasierten Leimen; Verschlüsse werden je nach Anforderung geklebt, geheftet oder kombiniert ausgeführt. Zusätzlich können Barriere- oder Feuchteschutzschichten sowie reißfeste Faserqualitäten integriert werden, sofern die Recyclingfähigkeit gewahrt bleibt.
Geschichte und Herstellung von Wellpappcontainern
Die Geschichte der Wellpappcontainer reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Seitdem haben sich Fertigungstechniken und Designmethoden ständig weiterentwickelt. Die Herstellung von Wellpappcontainern beginnt mit der Produktion der Wellpappe selbst, die durch das Zusammenpressen von Papierlagen in einer Wellmaschine entsteht. Darauf folgt ein Prozess von Schneiden, Falten und Kleben, um die endgültige Containerform zu erschaffen. Das Produktionsverfahren ist stark automatisiert und umweltfreundlich, was zur wachsenden Popularität von Wellpappcontainern beiträgt.
Im Detail umfasst der Prozess die Papieraufbereitung (Wellen- und Deckenpapiere), das Verkleben mit stärkehaltigen, wasserbasierten Leimen im Einweller-/Mehrwellerprozess, das Trocknen sowie das Formatieren auf Querschneidern. Anschließend erfolgen Rillen, Stanzen (rotativ oder Flachbett), Schlitzung, Bedruckung (meist wasserbasierter Flexodruck) und das Schließen durch Klebung oder Heftung. Die Qualitätskontrolle prüft Parameter wie Kantenstauchwiderstand (ECT), Berstfestigkeit, Biege- und Durchstoßfestigkeit sowie Klebefestigkeit. Bei großformatigen Containern werden häufig verstärkte Kanten, zusätzliche Innenlagen oder Palettenanbindungen vorgesehen.
Nachhaltigkeitsaspekte der Fertigung
- Hoher Anteil an Recyclingfasern und sortenreine Materialströme.
- Lösemittelfreie, wasserbasierte Farben und Leime.
- Ressourceneffizienz durch optimierte Zuschnitte und Losgrößen.
- Energie- und Wärmerückgewinnung an Wellpappenanlagen sowie interne Wasseraufbereitung.
- Optionale Zertifizierungen entlang der Faserlieferkette (z. B. nachhaltige Forstwirtschaft) und dokumentierte Rückverfolgbarkeit.
Digitalisierung und Qualitätssicherung
Inline-Messsysteme überwachen Feuchtegehalt, Flächengewicht, Bahnspannung und Klebefestigkeit. Kamerageführte Registerkontrollen, automatische Rüstprozesse und statistische Prozesslenkung erhöhen die Reproduzierbarkeit. Simulationsgestützte Entwicklungswerkzeuge unterstützen die Auslegung auf BCT-Ziele und erlauben Variantenvergleiche zur Materialeinsparung bei gleicher Schutzleistung.
Einsatzbereiche und Anwendung von Wellpappcontainern
Die Vielseitigkeit von Wellpappcontainern ist beeindruckend. Sie sind ein fester Bestandteil in der Lebensmittelindustrie, wo sie zum Verpacken von frischem Obst und Gemüse, Teigwaren, Fleisch und Fisch verwendet werden. Auch in der Elektronikindustrie sind sie unverzichtbar, um empfindliche Teile zu schützen. In der Pharmaindustrie schützen sie Medikamente und medizinische Geräte vor Verunreinigungen und Beschädigungen. Insgesamt erfüllen Wellpappcontainer die spezifischen Anforderungen verschiedener Industrien hervorragend.
Weitere typische Anwendungen umfassen großvolumige Schüttgüter (z. B. Granulate), Automotive-Baugruppen, Haushaltsgeräte, Möbel, Druckerzeugnisse sowie Sammel- und Retourenbehälter im E‑Commerce. Spezielle Innenausstattungen wie Polster, Kantenschutzprofile, Zwischenlagen oder Fixierelemente verhindern Bewegungen, verteilen Flächenlasten und erhöhen die Stapelsicherheit. Für geschlossene Wertschöpfungsketten kommen wiederverwendbare Ausführungen mit verstärkter Konstruktion zum Einsatz.
Integration in Logistikprozesse
- Palettenfähige Grundmaße für effiziente Kommissionierung und Verladung.
- Barcode-, Datamatrix- oder Farbcodierungen für Lager- und Transportsteuerung.
- Optionale Öffnungshilfen, Perforation und dokumentierte Erstöffnung für kontrollierte Prozesse.
- RFID-/NFC-Etiketten für Chargenverfolgung, Bestandsführung und automatische Wareneingangsbuchung.
- Mehrwegkreisläufe mit definierten Umlaufzahlen und Zustandsprüfungen zur Sicherung der Funktionsfähigkeit.
Regulatorik und Zulassungen
Für Gefahrgut können Wellpappcontainer – abhängig von Aufbau und geprüfter Ausführung – Zulassungen gemäß einschlägigen Regularien erhalten (z. B. Kombinationen mit Innenverpackungen nach geprüften Verpackungsgruppen). Branchenspezifische Hygieneanforderungen (Lebensmittelkontakt, partikelarme Umgebungen) werden über geeignete Materialien, saubere Fertigungsprozesse und dokumentierte Qualitätssicherung adressiert.
Vor- und Nachteile von Wellpappcontainern
Die zahlreichen Vorteile von Wellpappcontainern erklären ihren weit verbreiteten Einsatz. Sie sind leicht, aber dennoch stabil und widerstandsfähig gegen Stress und Druck. Ihre Flexibilität ermöglicht eine Vielzahl von Designs und Größen. Sie sind zudem recycelbar und biologisch abbaubar, was sie zu einer umweltfreundlichen Option macht. Trotzdem sind nicht alle Aspekte von Wellpappcontainern positiv. Ihre Feuchtigkeitsbeständigkeit ist begrenzt und sie sind nicht geeignet für das Verpacken von flüssigen oder sehr schweren Produkten. Außerdem können sie bei unzureichender Behandlung leicht reißen oder einbrechen.
- Vorteile: Geringes Eigengewicht, gute Stapelfestigkeit, anpassungsfähige Konstruktion, hohe Flächennutzung auf Paletten, sehr gutes Druckbild für Kennzeichnung und Information, unkomplizierte Entsorgung im Altpapierkreislauf.
- Grenzen: Empfindlich gegenüber hoher Luftfeuchte und Kondenswasser, begrenzte Dauerlast bei sehr hohen Stapelhöhen, mechanische Beschädigungsgefahr durch punktuelle Stöße, für Flüssigkeiten nur mit Zusatzausstattung (Inliner) geeignet.
- Abhilfeoptionen: Feuchtebeständigere Qualitäten, beschichtete Liner, zusätzliche Innenverpackungen, verbesserte Lastverteilung durch Zwischenlagen und lasttragende Einsätze.
- Kostenfaktoren: Schwankende Papierpreise und Transportkosten beeinflussen die Gesamtkalkulation; materialeffiziente Konstruktionen und optimierte Stücklisten stabilisieren die Kosten.
- Prozessaspekte: Sorgfältige Handhabung, korrektes Richten an Rilllinien sowie geeignete Lagerbedingungen (Temperatur/rel. Feuchte) erhöhen die Leistung im Einsatz.
Die Zukunft der Wellpappcontainer
Blickt man in die Zukunft, so lassen innovative Technologien und steigendes Umweltbewusstsein ein hohes Potenzial für Wellpappcontainer erkennen. Mit fortschreitender Technologie werden wohl neue Designs entwickelt, die eine höhere Widerstandsfähigkeit und Funktionalität ermöglichen. Weiterhin wird der Trend hin zu nachhaltigeren Verpackungslösungen die Nutzung von Wellpappcontainern fördern. Auch wenn einige Herausforderungen bestehen bleiben, wird der Markt für Wellpappcontainer aller Voraussicht nach weiter wachsen.
Erwartet werden leichtere, materialeffiziente Konstruktionen mit verbesserten Barrieren gegen Feuchte, temperaturstabile Qualitäten für lange Transportketten sowie digital gestützte Designprozesse zur präzisen Dimensionierung (z. B. Simulation von Kanten- und Flächenlasten). Gleichzeitig rückt die Kreislauffähigkeit in den Fokus, etwa durch sortenreine Komponenten und vereinfachte Trennbarkeit von Zusatzmaterialien.
Trends in Konstruktion und Druck
Höherwertige Wellpappenverbunde mit gezielten Fasermischungen, präzise Rill- und Stanztechnologien sowie variable Daten im Druck unterstützen flexible Lieferketten. On-Demand-Fertigung und verkürzte Rüstzeiten ermöglichen bedarfsorientierte Mengen, reduzieren Lagerbestände und vermeiden Ausschuss.
Aufbau, Qualität und Prüfkennzahlen
Für die Auslegung von Wellpappcontainern sind technische Kenngrößen entscheidend. Häufige Wellenprofile sind B, C und E sowie Kombinationen wie BC oder EB. Die Qualitätsbewertung erfolgt unter anderem über:
- ECT (Edge Crush Test): Kantenstauchwiderstand als Maß für Stapelfestigkeit.
- BCT (Box Compression Test): Druckfestigkeit des fertigen Behälters.
- FCT (Flat Crush Test) und Berstfestigkeit: Widerstand gegen Flächenbelastung bzw. gegen Berstdruck.
- Durchstoßarbeit: Widerstand gegenüber punktuellen Einwirkungen und Perforationen während des Transports.
- Cobb-Wert: Wasseraufnahme als Indikator für Feuchteempfindlichkeit.
Standardisierte Klimabedingungen (zum Beispiel 23 °C/50 % r. F.) sichern vergleichbare Prüfergebnisse. In der Praxis werden Sicherheitszuschläge berücksichtigt, um Schwankungen in Lager- und Transportumgebungen auszugleichen.
Normen und Auslegungsgrundsätze
Die Auslegung orientiert sich an anerkannten Richtlinien und Prüfmethoden, die Anforderungen an Material, Fertigung und Prüfprozesse definieren. Neben der Ermittlung der erforderlichen BCT-Werte sind Packmustersimulation, Lastkollektiv-Analyse (statisch/dynamisch) sowie Rillzuschläge für definierte Innenmaße relevante Planungsgrößen. Ergänzend werden Kanten- und Flächenlasten über Zwischenlagen, Verstärkungen oder lasttragende Einsätze gezielt geführt.
Abmessungen, Palettenanbindung und Handhabung
Wellpappcontainer werden in der Regel auf Palettenmaß ausgelegt, um Flächen optimal auszunutzen und die Stapelbarkeit zu erhöhen. Übliche Grundmaße orientieren sich an modularen Teilungen (Viertel-, Halb- und Vollformat). Entscheidend sind neben Länge, Breite und Höhe auch Toleranzen, Rillabstände sowie Materialdicken, da sie die Innenmaße und damit die Passung von Einsätzen und Produkten bestimmen. Für vertiefende Erläuterungen bieten sich weiterführende Informationen zu normgerechten Abmessungen an.
- Kompatibilität zu gängigen Palettenformaten und Ladehilfsmitteln.
- Stapelränder, Deckelvarianten und Kantenschutz zur Erhöhung der Transportstabilität.
- Ergonomie: Grifföffnungen, Perforation für Öffnungshilfen, eindeutige Kennzeichnung.
- Planung der maximalen Stapelhöhen unter Berücksichtigung von Klimaeinflüssen und Lagerzeiten.
- Abstimmung von Innen- und Außenmaßen auf Packgüter, Inlays und automatisierte Handlingprozesse.
Handhabung und Lagerbedingungen
Für eine konstante Leistung sind trockene, temperierte Lagerbereiche empfehlenswert. Paletten sind gegen Durchfeuchtung zu schützen, Querkräfte beim innerbetrieblichen Transport zu minimieren. Beim Aufrichten ist auf rissfreie Rillungen und korrektes Verschließen zu achten, um die Druckfestigkeit vollständig zu nutzen.
Nachhaltigkeit und Kreislaufgedanke
Wellpappcontainer lassen sich nach Gebrauch dem Altpapierkreislauf zuführen. Design-for-Recycling umfasst die Reduktion von Verbundstoffen, den Einsatz wasserlöslicher Klebstoffe und den Verzicht auf schwer trennbare Beschichtungen. Durch geeignete Konstruktion kann die Materialeffizienz gesteigert werden, ohne die Schutzfunktion zu beeinträchtigen. Zusätzlich tragen passgenaue Dimensionierung und optimierte Packdichten zu geringeren Transportemissionen bei.
Mehrwegfähige Ausführungen mit erhöhter Robustheit verlängern Nutzungszyklen in geschlossenen Kreisläufen. Eine klare Kennzeichnung der Materialien und der Entsorgungswege erleichtert die Rückführung. Der Einsatz mineralölarmer Druckfarben und emissionsarmer Prozesse unterstützt ökologische Zielsetzungen entlang der gesamten Verpackungswertschöpfung.
Zusammenfassung:
- Wellpappcontainer sind robuste Verpackungslösungen, die eine hervorragende Alternative zu herkömmlichen Verpackungsmaterialien darstellen und sich ideal für den Transport und Schutz verschiedener Waren eignen.
- Sie zeichnen sich durch ihre hohe Belastbarkeit, Beständigkeit und die Möglichkeit zur Wiederverwendung aus, was sie zu einer sowohl kosteneffizienten als auch umweltfreundlichen Option für Firmen macht, die auf der Suche nach nachhaltigen Verpackungslösungen sind.
- Die Herstellung von Wellpappcontainern erlaubt eine hohe Flexibilität - sie können in unterschiedlichsten Größen und Formen angefertigt werden, wodurch sie sich optimal an die spezifischen Bedürfnisse des zu verpackenden Produkts anpassen lassen und somit einen optimalen Schutz gewährleisten.
- Technische Kennwerte wie ECT, BCT und Cobb-Wert ermöglichen eine zielgerichtete Auslegung im Hinblick auf Stapelfestigkeit, Feuchteverhalten und Stoßfestigkeit.
- Durch palettenoptimierte Abmessungen, geeignete Innenausstattung und recyclingfreundliches Design lassen sich Logistikprozesse effizient und ressourcenschonend gestalten.
- Eine sorgfältige Berücksichtigung von Klima, Belastungsfällen und Handhabung führt zu langlebigen, sicheren Transportverpackungen mit verlässlicher Performance entlang der Lieferkette.
- Der zukünftige Schwerpunkt liegt auf materialeffizienten Konstruktionen, verbesserten Feuchtebarrieren und datengetriebener Auslegung, um Schutzwirkung und Ressourceneinsatz ausgewogen zu kombinieren.
Veröffentlicht am 11.07.2024
Letzte Überarbeitung am 29.12.2025 um 11:41 Uhr von Sebastian Würth