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Single-Use-Verpackung
Wellpappe bietet sich aufgrund ihrer leichten und doch stabilen Beschaffenheit hervorragend für Einwegverpackungen an. Hier stehen die Vorteile der Materialeffizienz und des hohen Recyclingpotenzials im Vordergrund. Durch die Kombination aus geringem Eigengewicht, guter Stoßdämpfung und hoher Stapelfestigkeit eignet sich das faserbasierte Material insbesondere für den Schutz sensibler Güter im einmaligen Umlauf. Zusätzlich begünstigen Monomaterial-Aufbauten die sortenreine Erfassung und die Rückführung in etablierte Altpapierkreisläufe. In der Praxis überzeugen maß- und formstabile Zuschnitte, definierte Kantenstauchwiderstände und abgestimmte Wellenprofile (z. B. E-, B- oder C-Welle) durch ein ausgewogenes Verhältnis aus Schutzwirkung, Materialeinsatz und Handhabungssicherheit. Ergänzend ermöglichen variable Druckbilder eine eindeutige Kennzeichnung, Rückverfolgbarkeit und klare Entsorgungshinweise.
Definition: Was versteht man unter Single-Use-Verpackung?
Unter dem Begriff Single-Use-Verpackung oder auch Einwegverpackung versteht man Verpackungsmaterialien, die nach einmaliger Benutzung entsorgt werden. Hierbei spielt die Wellpappe eine entscheidende Rolle, da sie sowohl in Bezug auf ihre Produktion als auch bezüglich Recyclingprozesse umweltfreundliche Eigenschaften aufweist. Charakteristisch ist die Nutzung in einem klar abgegrenzten Lebenszyklus: vom erstmaligen Befüllen über Transport, Lagerung und Entnahme bis zur Zuführung in den Recyclingstrom. Im Sinne einer systematischen Betrachtung beschreibt die funktionale Einheit den einmaligen Transport- und Schutzauftrag, während die Systemgrenzen die Phasen Beschaffung, Verarbeitung, Nutzung und End-of-Life (Sammlung, Sortierung, Wiederaufbereitung) umfassen. Relevante Aspekte sind zudem Produktschutz, Hygiene, Produkthaftung und die Eignung für kontakt- oder migrationskritische Anwendungen.
Einordnung nach Funktionsebenen:
- Primär: direkter Kontakt zum Produkt (z. B. Schachteln für Lebensmittel mit geeigneter Barrierebeschichtung)
- Sekundär: Bündelung und Schutz mehrerer Einheiten (z. B. Umkartons für Konsumgüter)
- Tertiär: Transportsicherung (z. B. Umverpackungen und Zwischenlagen für den Versand)
- Quaternär: Palettierung und Ladeeinheitenbildung (z. B. Palettenhauben, Kantenschutzelemente aus Wellpappe)
- Nebenfunktionen: Information, Kennzeichnung, Diebstahlhemmung und manipulationssichere Versiegelung
Abgrenzung und Zweck
Abzugrenzen ist die Single-Use-Verpackung von Mehrweglösungen, bei denen die Gebinde mehrfach im Kreislauf geführt werden. Einweglösungen werden bevorzugt, wenn Hygieneanforderungen, Produktsicherheit, Rückverfolgbarkeit oder Prozessvereinfachung im Vordergrund stehen. Wellpappe unterstützt dies durch flexible Zuschnittmöglichkeiten, verschiedene Wellenprofile und bedarfsgerechte Festigkeiten. In der Gegenüberstellung sind bei Mehrwegverpackungen zusätzliche Faktoren wie Rückhollogistik, Reinigung, Inspektion und Umlaufzahlen zu berücksichtigen; bei Einweglösungen stehen hingegen Materialsparsamkeit, effiziente Fertigung, niedrige Masse und eine verlässliche, recyclingfähige Auslegung im Fokus. Für die Praxis entscheidend ist die differenzierte Betrachtung der Belastungsfälle (Druck, Stoß, Schub, Feuchte) und der Umgebungsbedingungen (Temperatur, Luftfeuchte), damit die Schutzfunktion über die gesamte Strecke gewährleistet bleibt.
Geschichte der Single-Use-Verpackung
Die Verwendung von Einwegverpackungen hat eine lange Geschichte. Schon in der Antike wurde beispielsweise Ton für Einweggefäße genutzt. Mit dem Beginn der Industrialisierung und der Nutzung von Kunststoffen nahm die Verbreitung von Einwegprodukten jedoch stark zu. Wellpappe hat in den letzten Jahrzehnten an Beliebtheit gewonnen, da sie biologisch abbaubar und wiederverwertbar ist.
Entscheidende Meilensteine sind die Entwicklung gerillter Papierbahnen im 19. Jahrhundert, die Einführung industrieller Fertigungsverfahren für gewellte Lagen und die Standardisierung von Kartonqualitäten. Ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden faserbasierte Lösungen breit im Handel und später im Onlineversand eingesetzt. Parallel führten Aufklärung über Ressourceneinsatz und Regulierung zu einer stärkeren Ausrichtung auf recyclingfähige, materialeffiziente Konstruktionen. Hinzu kamen Fortschritte bei Klebstoffen, wasserbasierten Farben und qualitätsgesicherten Papieren (z. B. Testliner, Wellenpapiere), die eine reproduzierbare Festigkeit ermöglichten. Standardisierte Bauformen und modulare Zuschnitte vereinfachten die Automatisierung von Rillen, Ritzen, Kleben und Verschließen, was den Einsatz im Massengeschäft zusätzlich förderte.
Globale Trends in der Verwendung von Single-Use-Verpackung
Global gesehen wird der Einsatz von Einwegverpackungen immer wieder kontrovers diskutiert. Es gibt Bestrebungen, die Nutzung von solchen Verpackungen zu reduzieren, gleichzeitig steigt jedoch der Bedarf aufgrund von Trends wie Onlinehandel oder food-to-go. Hierbei kommt der umweltverträglicheren Single-Use-Verpackung aus Wellpappe eine besondere Rolle zu. Im Mittelpunkt stehen zirkuläre Wertschöpfung, Design-für-Recycling, die Substitution komplexer Verbunde durch Monomaterialien und die datenbasierte Optimierung entlang der Lieferkette. Auch Rücknahmesysteme, verbesserte Sortiertechnik und klare Verbraucherinformation tragen zur tatsächlichen Kreislaufführung bei.
- Zunahme des Distanzhandels: steigender Bedarf an passgenauen Versandlösungen, die Waren sicher und ressourcenschonend transportieren
- Regulatorische Impulse: Einschränkungen bestimmter Kunststoffe fördern faserbasierte Alternativen
- Ökodesign: Fokus auf Materialreduktion, Monomaterialien, reduzierte Druckfarben und leichtes Öffnen (z. B. Perforation) für bessere Nutzerfreundlichkeit
- Barriereentwicklungen: wasserbasierte Beschichtungen für Feuchte- oder Fettschutz, mit Blick auf Recyclingverträglichkeit
- Regionale Unterschiede: Verfügbarkeit von Sammel- und Sortierinfrastrukturen beeinflusst die tatsächliche Kreislaufführung
- Rücksendungen im Onlinehandel: steigende Retourenquoten erfordern robuste, mehrfach öffnungsfähige Einweglösungen ohne die Recyclingfähigkeit zu beeinträchtigen
- Transparenzanforderungen: erweiterte Kennzeichnung und digitale Informationen unterstützen Trennung, Sortierung und Qualitätsbewertung im Altpapierstrom
- Klimaperspektive: geringes Eigengewicht und optimierte Packdichten reduzieren Transportemissionen pro Einheit
Vor- und Nachteile von Single-Use-Verpackung
Die Single-Use-Verpackung bietet einige Vorteile, darunter eine hohe Hygiene, da sie nur einmal verwendet wird, und Flexibilität in Bezug auf Form und Größe. Zudem ist sie in der Regel leicht und reduziert Transportkosten. Wellpappe ist zudem leicht zu recyceln und ressourcenschonend in der Produktion. Zu den Nachteilen zählt insbesondere die Tatsache, dass Einwegverpackungen zur Abfallproduktion beitragen. Wellpappe kann hier jedoch punkten, da sie ein hohes Recyclingpotenzial hat und aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Ergänzend gilt: Eine gute Auslegung minimiert Hohlräume, reduziert Füllmaterialbedarf und verbessert die Auslastung von Ladehilfsmitteln, was die Umweltwirkung entlang der Kette positiv beeinflussen kann.
- Vorteile: hygienisch, individuell anpassbar, gute Druck- und Kennzeichnungsoptionen, hohe Verfügbarkeit unterschiedlicher Qualitäten, effiziente Stapel- und Transportsicherheit
- Nachteile: einmaliger Ressourceneinsatz, potenzielles Aufkommen an Altpapier, Barrieren und Verbunde können die Recyclingfähigkeit beeinflussen, wenn sie nicht recyclinggerecht ausgelegt sind
- Optimierung: Materialeinsatz und Design lassen sich über Zuschnitt, Wellenprofil, Flächengewicht, Kantenstauchwiderstand, Biege- und Durchstoßwiderstand, Cobb-Wert sowie passende Abmessungen für den spezifischen Einsatzzweck gezielt an das Produkt anpassen
- Lebensmittel- und Produktschutz: migrationsarme Farben, geeignete Barrieren und saubere Verarbeitungsschritte unterstützen die Eignung für sensible Anwendungen
- Logistikeffizienz: modulare Größenraster und stapelstabile Konstruktionen erleichtern Palettierung, Kommissionierung und Ladungssicherung
Materialkennwerte und Prüfverfahren
Für die Auslegung von Single-Use-Verpackungen aus Wellpappe sind belastbare Kennwerte und Prüfmethoden wesentlich. Sie erlauben eine präzise Dimensionierung im Hinblick auf Transport-, Lager- und Klimaeinflüsse.
- ECT (Edge Crush Test): Kantenstauchwiderstand zur Bewertung der Stapelfestigkeit von Wellpappenbahnen
- BCT (Box Compression Test): Kistendruckprüfung zur Ermittlung der maximalen Stapellast einer konstruierten Schachtel
- Cobb-Wert: Wasseraufnahme von Papieroberflächen als Indikator für Feuchteempfindlichkeit
- Durchstoß- und Berstfestigkeit: Widerstand gegenüber punktuellen Belastungen und plötzlichem Versagen
- Klimaprüfungen: Bewertung der Festigkeit unter definierten Temperatur- und Feuchtebedingungen
- Transporttests: standardisierte Vibrations-, Fall- und Schockprüfungen zur Absicherung realer Beanspruchungen
Gestaltungsprinzipien für den einmaligen Umlauf
- Recyclingfreundlichkeit durch Monomaterialien und gut trennbare Komponenten
- Rechtskonforme Kennzeichnung und eindeutige Entsorgungshinweise
- Reduktion von Hohlraumanteilen zur Minimierung von Füllmaterial
- Benutzerfreundliches Öffnen und Wiederverschließen (z. B. Aufreißfaden, definierte Perforation)
- Vermeidung schwer trennbarer Verbunde sowie lösemittelintensiver Beschichtungen
- Begrenzung der Farbdeckung und Einsatz wasserbasierter Drucksysteme zur Recyclingverträglichkeit
- Anforderungen an Klebungen und Verschlüsse beachten (z. B. Hotmelt, faserverträgliche Klebebänder)
- Größenraster auf Ladehilfsmittel und innerbetriebliche Prozesse abstimmen (z. B. Paletten- und Behältermaße)
Zukunft der Single-Use-Verpackung aus Wellpappe
Die Single-Use-Verpackung aus Wellpappe hat eine vielversprechende Zukunft. Mit dem anhaltenden Trend zum Onlinehandel und dem Bedürfnis nach nachhaltigen Verpackungslösungen bietet die Wellpappe ideale Eigenschaften. Entwicklungen in der Verpackungstechnologie und im Recycling verbessern die ökologische Bilanz weiter und stärken die Position von Wellpappe in diesem Sektor. Perspektivisch werden datengetriebene Auslegungen, adaptive Bauformen und optimierte Papierqualitäten eine noch genauere Abstimmung zwischen Produktschutz und Materialeinsatz erlauben. Ergänzend fördern klare Designrichtlinien die Kompatibilität mit modernen Sortier- und Aufbereitungsverfahren.
- Leichtbau und Materialreduktion durch präzise Konstruktion und moderne Wellprofile
- Digitaldruck für variable Informationen bei gleichzeitiger Reduktion der Farbflächen
- Recyclingverträgliche Barrieren für Feuchte- oder Fettbeanspruchung
- Standardisierte Bauformen und modulare Zuschnitte zur Effizienzsteigerung in der Abfüll- und Logistikkette
- Verbesserte Datentransparenz (Kennzeichnung, Rückverfolgbarkeit) für sortenreine Erfassung
- Dynamische Belastungsmodelle zur vorausschauenden Auslegung und Absicherung der Verpackungsleistung
- Optimierte Innenausstattungen aus Faserstoff zur Substitution synthetischer Polster
Praxisnahe Hinweise
- Belastungsfälle definieren (Druck-, Stoß-, Feuchtebeanspruchung) und Qualitäten entsprechend auswählen
- Bedarfsgerechte Innenausstattung (z. B. Einlagen aus Faserstoff) zur Sicherung empfindlicher Produkte
- Frühe Einbindung von Qualitäts- und Recyclingaspekten, um spätere Anpassungen zu vermeiden
- Klimafaktoren berücksichtigen (Temperatur, relative Luftfeuchte) und geeignete Lagerbedingungen sicherstellen
- Packdichte und Palettiermuster prüfen, um Stapelhöhen, Durchlaufzeiten und Transportkosten zu optimieren
- Verpackungsprüfung planen (z. B. Fall-, Vibrations- und Drucktests) zur Verifizierung der Auslegung
Zusammenfassung:
- Als Single-Use-Verpackungen werden Behältnisse bezeichnet, die nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden. Sie dienen dem Schutz, der Konservierung und der Präsentation von Waren.
- Diese Art von Verpackung ist besonders bei Produkten gefragt, die eine hohe Hygienestufe erfordern, wie Lebensmittel oder medizinische Ausstattung. Eine effektive Alternative dazu sind Verpackungen aus Wellpappe.
- Wellpappe ist umweltfreundlich, günstig und leichtgewichtig, wodurch sie sich ideal für die Erstellung von Einwegverpackungen eignet. Zudem ist die Wellpappe leicht zu entsorgen und kann in neuen Produkten wiederverwertet werden.
- Entscheidend für die Praxis sind materialeffiziente Konstruktionen, eine nutzerfreundliche Handhabung und die konsequente Ausrichtung auf Kreislauffähigkeit.
- Durch passende Qualitäten und konstruktive Details lassen sich Schutzwirkung, Prozesssicherheit und Recyclingfähigkeit ausbalancieren.
- Eine belastbare Auslegung basiert auf geeigneten Kennwerten (z. B. ECT, BCT, Cobb) und der Definition relevanter Beanspruchungen entlang der Lieferkette.
- Klare Kennzeichnung, sortenreine Materialien und reduzierter Farbeinsatz verbessern die tatsächliche Wiederverwertbarkeit im Altpapierstrom.
Veröffentlicht am 15.05.2025
Letzte Überarbeitung am 31.12.2025 um 10:05 Uhr von Julia Kopp